Buchtipp: "Der weiße Nomade"-Allein durch Sahara

Länder- und Wüstenbezogene Romane, Erzählungen, Musik und Kunst

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Alexander
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Buchtipp: "Der weiße Nomade"-Allein durch Sahara

Beitrag von Alexander »

Der weiße Nomade - Alleine durch die Sahara vom Roten Meer zum Atlantik.

Bild

9 Monate, 9000 Kilometer - allein durch die Sahara


Dieses Abenteuer hat vor Philippe Frey niemand versucht. Allein mit zwei Kamelen bricht er vom Roten Meer auf. Er zieht durch Gebiete, die nur die Schmuggler kennen, droht zu verdursten, verliert für Tage das Augenlicht. Er gerät in Aufstände, Putsche und Bürgerkriege, steht vor verminten Wasserstellen und vergifteten Brunnen
Aber mit dieser Reise verwirklicht er seinen großen Traum. Er zieht auf den Spuren der Karawanen von König Salomo, findet Ruinen vergessener Städte und blühender Zivilisationen. Nachts erwacht rings um ihn das versteckte Leben der Natur mitten in der Einöde. Er kennt die Weisheit und erprobt die uralten Überlebenstechniken der Wüstenvölker. Die Tuareg nennen ihn "den weißen Nomaden". Als er schließlich in Mauretanien am Strand des Atlantischen Ozeans steht, hat er den größten Sieg über sich und die Wüste errungen.

SBN: 3293003826
EAN: 9783293003828
Libri: 3158241

Übersetzt von Xénia Gharbi
Unionsverlag
Februar 2008 - kartoniert - 252 Seiten

Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.

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Gerhard Göttler
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Re: Buchtipp: "Der weiße Nomade"-Allein durch Sahara

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Lesende!

Mag ja sein, dass das Buch jetzt gerade in Deutschland erschienen ist, die Reise von Philippe Frey selbst liegt jedoch viele Jahre zurück! Das dürfte nach meiner Erinnerung sogar im letzten Jahrhundert gewesen sein, jedenfalls zu einer Zeit als Gott und Welt noch in der Sahara unterwegs waren. Warum ich dies schreibe? Das Reisen war damals noch ziemlich unkompliziert im Vergleich zu heute! Und auch noch dies: Der Einzelgänger Frey hat keine gute Meinung von den Einheimischen, das lässt er in seinem Text oft und sehr deutlich durchblicken. Unter diesem Aspekt kein sehr nettes Buch. Ansonsten kann man von seiner Reiseleistung schon sehr beeindruckt sein.

Ich hatte damals (als Frey unterwegs war) dessen Vater in Fachi getroffen. Der war unterwegs, um dort nach langer Zeit seinen Sohn mal wieder zu sehen. Unsere Begegnung fand abends statt und Herr Frey (sen.) berichtete mir, er sei an diesem Tag frühmorgens in Straßburg weggeflogen, nach Paris, dann direkt nach Agadez, wo ihn bereits das Fahrzeug einer Agentur erwartete und direkt nach Fachi brachte! Morgens im Elsaß und abends in der Ténéré ... Tja, das waren halt noch tolle Zeiten!

Gerhard Göttler
schnorr
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Re: Buchtipp: "Der weiße Nomade"-Allein durch Sahara

Beitrag von schnorr »

hallo gerhard,
du hast recht, die reise war schon vor zig jahren, so problemlos war sie aber dennoch nicht, da auch damals schon der tschad dicht war.
das buch ist eine neuauflage, ich habe die erstauflage gelesen und kann das buch empfehlen, spannend und kurzweilig.
sicherlich ist das querreisen mittlerweile noch schwieriger geworden.
Viele Grüße
Jörg

meine Reisen unter http://jschnorr.com/
Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Buchtipp: "Der weiße Nomade"-Allein durch Sahara

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Gerhard Göttler hat geschrieben: Mag ja sein, dass das Buch jetzt gerade in Deutschland erschienen ist, die Reise von Philippe Frey selbst liegt jedoch viele Jahre zurück! Das dürfte nach meiner Erinnerung sogar im letzten Jahrhundert gewesen sein, jedenfalls zu einer Zeit als Gott und Welt noch in der Sahara unterwegs waren.

Hallo zeitreisender Speer,

stimmt, die Reise fand Anfang der 90er statt. Heute würde ich diese Zeit als letzten - und schon schwächer werdenden - Widerschein der "unschuldigen" 70-80er bezeichnen. All das, was sich uns inzwischen als erschreckende Probleme zu erkennen gibt, wurde bereits deutlich drohend sichtbar.
Politische Unruhen gab es auch bei dieser Reise schon viele: Algerien (FIS), Touaregrevolte, Bürgerkrieg/Diktatur mit allen Folgen im Tschad, Golfkrieg usw.
Wenn Frey dabei den Anschein erweckt, die Afrikaner nicht so zu mögen, wie manch sturm- und drang-bewegter Romantiker, der die Pisten vorwiegend als Kleinpraktiker befährt, es erwartet, so ist dies nur die eine Seite der Wahrheit. (Damit meine ich die, die leider heute nur Epigonen sein können - was nicht immer ihre eigene Schuld ist!)
Frey ist ein sehr sensibler Mensch, der bei diesem Unternehmen wohl untergegangen wäre - wie übrigens einige zu seiner Zeit, die man nicht mehr kennt - hätte er sich anders verhalten. - Sein Vater ist übrigens nicht lange nach dem von Dir erwähnten Treffen im Niger, gestorben.


Grüße

Roger-T.
Gerhard Göttler
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Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36

Re: Buchtipp: "Der weiße Nomade"-Allein durch Sahara

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Roscheh!

Das tut mir leid; Herr Frey sen. machte damals auf mich einen gesunden und sehr unternehmungslustigen Eindruck. Steht denn sein Tod in irgend einem Zusammenhang mit Sahara bzw. Afrika!

Friede seiner Seele!

Der Gerhard
Roger-Tecumseh
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Re: Buchtipp: "Der weiße Nomade"-Allein durch Sahara

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Hallo G.G.,

nein, hatte nichts mit der Sahara zu tun - eher im Gegenteil. Es war ein Ski-Unfall mit anschließender Hirnblutung, die den Vater tötete.
Noch zu Ph. Frey: es gibt in den letzten 60-7o Jahren nur wenige "weiße Nomaden", vor deren Unternehmungen ich in großer Bewunderung den Hut ziehe. Er gehört dazu!

Grüße

Roger-T.
Gerhard Göttler
Beiträge: 1148
Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36

Re: Buchtipp: "Der weiße Nomade"-Allein durch Sahara

Beitrag von Gerhard Göttler »

... vielleicht muss ich ja den Titel einfach erneut lesen! Die Pfingsttage stehen an, Zeit (auch) zum Lesen ...
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