Buchtipp: "Geboren mit Sand in den Augen"

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Birgitt
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Buchtipp: "Geboren mit Sand in den Augen"

Beitrag von Birgitt »

Gerade beim aufräumen fällt mir noch folgendes Buch in die Hände, das ich seinerzeit mit Begeisterung gelesen habe:

Geboren mit Sand in den Augen
Mano Dayak
Die Autobiographie des Führers der Tuareg-Rebellen

Taschenbuch: 219 Seiten
Verlag: Unionsverlag
Auflage: 6., Aufl. (August 1998)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3293201199
ISBN-13: 978-3293201194
Preis: 9,90 Euro [D]

Noch immer ist die Frau die Herrin in den Zelten der Tuaregs. Denn bei dem Wüstenvolk der Sahara herrscht weiterhin das Mutterrecht, ist trotz des muslimischen Glaubens nur eine Ehefrau erlaubt. Wie diese hochgeachteten Mütter ihren Kindern inmitten der Unendlichkeit des Sandes Lesen und Schreiben sowie die uralten Traditionen archaischer Weisheit vermitteln, davon ist in dem ebenso poetischen wie brisanten Lebensbericht des Tuareg-Führers Mano Dayak (1950 - 1995) auf atemberaubende Weise die Rede. Hatte er doch bis zu seinem frühen Tod zusammen mit seiner französischen Frau wie ein Sagenheld für die Unabhängikeit der Nomaden gekämpft, deren würdevolle Kultur manchen schwarzen Diktatoren afrikanischer Staaten ein Dorn im Auge ist.

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Viel Spaß mit der Lektüre
Birgitt :)
Kuno
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Re: Buchtipp: "Geboren mit Sand in den Augen"

Beitrag von Kuno »

Die Gechichte wird ja gerade jetzt wieder sehr aktuell sein. Bei einer Autobiographie kann man wahrscheinlich nicht nbedingt ein selbstkritisches Buch erwarten und Sätze wie:

"...deren würdevolle Kultur manchen schwarzen Diktatoren afrikanischer Staaten ein Dorn im Auge ist."

Würden in Westeuropa schon ziemlich nahe an "Rassismus" angesiedelt werden, suggerieren sie doch, dass.... aber egal.

Was halt gerne übersehen wird: Die Tuareg haben ausser bei den Eurotouristen nirgends Freunde. Die Bevölkerung südlich der Sahara wurde von ihnen jahrhundertelang mehr oder weniger als nie versiegendes Reservoir von Sklaven angesehen und ansonsten wurden -modern ausgedrückt- alle durchziehenden Karawanen abgezockt. Nachdem sich ihre nomadische Lebensweise nun immer weniger aufrechterhalten lässt und die Lebensgrundlage immer weiter schrumpft, sind die Tuareg mehr und mehr auf ihre früheren "Opfervölker" angewiesen. Der Wind bläst halt heute in eine andere Richtung und da nützt ihnen ihre -wahrscheinlich angedichtete- "uralte Weisheit" halt ganz einfach auch nichts mehr.
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