Es klingt nach dem Traum eines Kind gebliebenen Mannes, der noch gerne im Sand Burgen baut. Der schwedische Architekt Magnus Larsson will mit einer neuartiger Form des Landschaftsbaus künstliche Dünen in der Sahara bilden und so die Wüstenbildung in Afrika stoppen. Dabei sollen ihm Mikroorganismen, deren Stoffwechsel-Prozesse aus Sand festen Sandstein machen, helfen. Sie sollen die Bodenerosion stoppen und die Wüstenregion am Rande der Sahara in eine blühende Oasenlandschaft verwandeln ...
Eine grüne Mauer rund um Wüstenstädte
Ein Bakterium, das Sand zu Stein werden lässt, soll die Ränder der Sahara fruchtbar machen und die Desertifikation stoppen
Oktober 2009 - Uptown
Die Idee, aus einem Bakterium Sandstein zu machen, klingt fantastisch. Wie kamen Sie auf die Idee zu ihrem Dune-Projekt?
Magnus Larsson: Dune ist aus einem Studienprojekt hervorgegangen, an dem ich in den vergangnen beiden Jahren in London teilgenommen habe. Darin ging es um architektonische Antworten auf die zunehmenden Klimakatastrophen. Ich habe mich mit der Wüstenbildung beschäftigt, einem sehr ernsten Problem, das kaum die öffentliche Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient.
Mein Ansatz war, den Wüstensand als Grundlage für eine Bauweise zu nutzen, die vor dem Sand selbst schützen soll. Dabei stieß ich auf ein Verfahren, bei dem Forscher der University of California den Bazillus pasteurii zur Bodenstabilisierung nach Erdbeben einsetzen. Ihre Erkenntnisse übertrug ich auf mein Projekt. Wissenschaft – in diesem Falle aus Sand Sandstein werden zu lassen – ist die eine Sache. Eine andere ist es, sinnvolle Anwendungsgebiete für neue Technologien zu finden ...
Der Traum einer panafrikanischen Siedlung
Der schwedische Architekt Magnus Larsson über das von ihm entworfene Dune-Projekt in der Sahara
Oktober 2009 - Uptown
Ein Bild wie von einem anderen Planeten: So könnten Wüstenregionen aussehen, wenn sich
die Idee von Magnus Larsson durchsetzt. Die vom Wind geschaffenen räumlichen Strukturen
ließen sich dann begrünen und bewohnen. Bild: Magnus Larsson. / Quelle: Uptown
Die neue Wüstenstadt als Wohnraum? Bilder: Magnus Larsson / Quelle: uptown
Gruß
Birgitt