Serengetis Tierwelt weiß nicht mehr wohinFür die Safari-Camps im Masai-Mara-Park war es eine freudige Überraschung. Im Juli dieses Jahres erreichten hunderttausende Gnus, Zebras und Thomson-Gazellen das bei Touristen so populäre Naturschutzgebiet, das die kenianische Seite der Serengeti-Savanne bildet und sich über rund 1500 Quadratkilometer erstreckt. Mit den tierischen Gästen von der berühmten Huftierwanderung im Osten Afrikas hatte man eigentlich erst fast zwei Monate später gerechnet. Schnell machte diese Neuigkeit bei Reiseveranstaltern die Runde, und schon bald war fast jedes Bett in den Luxuscamps des Nationalparks ausgebucht. "So etwas haben wir bislang noch nie erlebt", sagt Nicholas Murero, der Koordinator des grenzübergreifenden Serengeti-Mara-Ökosystems. Doch der wissenschaftliche Hintergrund dieser Überraschung gibt nicht jedem Grund zur Freude. Im Gegenteil: Ökologen sehen im veränderten Migrationsverhalten der Tiere ein weiteres Indiz für etwas, was sie schon seit einer Weile befürchten: Das empfindliche Gleichgewicht dieses wichtigen Ökosystems könnte instabil werden.
29.08.2017 - spektrum
Gruß
Birgitt




