Weihrauch in Gefahr?

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Birgitt
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Weihrauch in Gefahr?

Beitrag von Birgitt »

„Heiliges“ Harz: Weihrauch wird seit Jahrtausenden genutzt, doch bald könnte dieses Duftharz knapp werden. Denn den Hauptlieferanten des Weihrauchs, den Boswellia-Bäumen, geht es schlecht. Ihre Populationen sind überaltert, geschwächt und schon seit Jahrzehnten sind keine neuen Pflanzen nachgewachsen, wie Forscher festgestellt haben. Es droht ein Kollaps der Populationen. Schon in den nächsten 20 Jahren könnte dadurch die Weihrauchernte auf die Hälfte sinken ...
Wie es um die Boswellia-Bestände in Ostafrika steht, haben nun Frans Bongers von der Universität Wageningen und sein Team untersucht. Für ihre Studie analysierten sie Alter und Zustand von 23 Beständen mit mehr als 20.000 Bäumen der Art Boswellia papyrifera in Eritrea, Äthiopien und im Sudan. „Diese Boswellia-Art ist seit den 1990er der Hauptlieferant für Weihrauch weltweit“, berichten die Forscher. „Sie macht zwei Drittel der Gesamtproduktion aus.“ Das erschreckende Ergebnis: „Wir fanden Belege für einen Populationskollaps bei Boswellia papyrifera im gesamten geografischen Verbreitungsgebiet“
Weihrauch in Gefahr?
03.07.2019 - scinexx

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Birgitt
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Weihrauch | Warum die hohe Nachfrage kein Segen ist

Beitrag von Birgitt »

Weihrauch ist am Dreikönigstag kaum wegzudenken. Seit Jahrhunderten wird das beliebte Gummiharz aus Bäumen in Somalia und den umliegenden Ländern gewonnen, doch das Überzapfen ist für die Bäume verheerend ...
„Es gibt eine unersättliche Nachfrage“, sagt Frans Bongers von der Universität von Wageningen (Niederlande), der zu Boswellia-Bäumen forscht. Dies betrifft zunehmend vor allem Somalia, speziell die semiautonome Region Somaliland. Die dort zu findende Art Boswellia sacra, auch Boswellia carteri genannt, sei derzeit eine heiße Ware auf dem Markt, sagt Expertin Anjanette DeCarlo, die sich mit ihrer Organisation Save Frankincense für den Schutz der Bäume einsetzt. Man könnte meinen, dass die steigende Nachfrage ein Segen sei, die Realität sieht aber anders aus. Zuvor nomadische Völker, die die Bäume anzapfen, ließen sich zunehmend nieder, erklärt DeCarlo. Gekoppelt mit dem Bevölkerungswachstum steige der Druck auf die Bäume, auch in immer abgelegeneren Gebieten. „Wir sehen, dass nun immer mehr Menschen die Bäume anzapfen, denn der Preis (von Weihrauch) ist gestiegen.“ [...] Als ätherisches Öl destilliert kostet demnach ein Kilo rund 14 bis 22 Dollar – und in kleine Fläschchen verpackt kommt das Kilo auf wuchtige 104 bis 430 Dollar.
Tradition in Gefahr: Warum die hohe Nachfrage nach Weihrauch kein Segen ist
06.01.2021 - Berliner Zeitung


Wer sich für die Arbeit von Anjanette DeCarlo und ihre Organisation zum Schutz der Weihrauchbäume interessiert, der schaut auf die Website: Save Frankincense

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Oman | Sie sammeln das weiße Gold

Beitrag von Birgitt »

Schon seit Jahrtausenden wird im Oman Weihrauch geerntet. Aber im modernen Golfstaat droht diese Tradition auszusterben ...
Im Oman gehört der Weihrauch zum Alltag: Die Menschen räuchern damit ihre Wohnungen und die Kleidung aus. Es riecht gut, soll Unheil und böse Geister vertreiben, Insekten verscheuchen und Bakterien abtöten. Omanis lösen Weihrauchklümpchen in ihrem Trinkwasser auf – gegen Husten, Asthma und zur besseren Konzentration. Oder kauen sie als Kaugummi zur Zahnreinigung. Und manchmal landet es auch auf den Tellern. Koch Ibrahim Salem hat eine besondere Hommage an den Weihrauch geschaffen ...
Weihrauch-Ernte im Oman bedroht: Sie sammeln das weiße Gold
22.12.2024 - taz

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Birgitt
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