Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Informationen und Erlebnisse in der Tier- und Pflanzenwelt der bereisten Länder

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Alexander
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Zwei Tonnen Elfenbein beschlagnahmt

Beitrag von Alexander »

Mehr als fünf Tonnen Elfenbein wurden in den letzten 15 Monaten von Afrika nach Thailand geschmuggelt. Jetzt ist dem thailändischen Zoll ein spektakulärer Fang gelungen ...

20min: Zwei Tonnen Elfenbein beschlagnahmt

Grüsse
Alexander
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Mathilda
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Mathilda »

Ich moechte euch an einer Email-Korrespondenz teilhaben lassen.
Verfasserin ist eine Franzoesin, welche urspruengl. in den Tschad ging,
um die Wahlen zu beobachten. Dabei wurde sie auf die unhaltbaren
Zustaende bezgl. Wildereien aufmerksam. Sie gruendete eine
Organisation (Google-Stichwort: SOS Elefants Chad) zum Schutz der
Dickhaeuter, welche rapide in ihrer Anzahl abnehmen!

So ging es los, 6.5.11

"very good news , Chinese poachers arrested at Ndjamena airport with Ivory in their luggage ! In chad, the law 14/ PR /2008 prohibit the purchase of Ivory that is condemned to 2 years jail !
Congrats to the Airport authorities of CHAD

Dann heute

The poachers arrested in Chad by the security airport were released by the Chadian Police !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!We are investigating , our lawyer wait the name of the Chinese to fill a plaint to the Prosecutor ! It is a really serious issue .We are trying to understand why the police took the initiative to release the Chinese whereas they were carrying Ivory from slaughtered elephants , a serious issue .The Airport security did a good job and we do not know what happened to the police ..it is serious

we are releasing a press communique to ask the re-opening of the case in order that the prosecutor open a file

The Chinese claims they were diplomats but indeed they are two engineers working in a pipeline in the Chari baguirmi where 1000 elephants are still livoing without any rangers , and where 1000 others elephants have been killed in the last past three years just around the pipeline !thank you China to those benefits you bring to Africa , it is a genocide very well organized !

We got the information that the Chinese Embassy intervene to free them and they were released with their luggage an 20 tusks of Ivory ! welcome to Chad "

Tja - Gruss, Mathilda
schu achbar ?

Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von schu achbar ? »

Die deutschen Hobby-Mahner werden sich die Amis als letzte Weltmacht noch einmal zurückwünschen.Aber erst wemm man sieht, dass alles auch noch viel schlimmer gehen kann.
Mathilda
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Mathilda »

Auch die oertl. Presse berichtete von der Freilassung der Chinesen.

http://www.alwihdainfo.com/Tchad-Trafic ... a4157.html

Noch eine aktuelle Email der SOS Elefantengruppe vorort - sie scheinen
ein Hearing erwirkt zu haben:

Stephanie Vergniault 10:45am May 25

N 1327/PR/2022 dated from the 24/05/2011 .
The official complain of SOS Elephants of Chad against Mr Han JINYUAN and Mr DU HUA , two Chinese engineers who were caught in may 2011 at Ndjamena airport carrying several kilograms of Ivory of slaughtered elephants .Those two engineers are working in the field of oil in a Chinese company CNC and these were flying to Addis Abeba and then to the far east .According to the law 14 /PR/2008 , the illegal traffic of Ivory in chad is condemned to two years jail !We are waiting the date of the hearing !

Gruss,

Mathilda
Birgitt
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Wilderei in Tansania - Wildtiere gestohlen

Beitrag von Birgitt »

Tanzania has banned wildlife exports after about 130 animals and birds - including giraffes and vultures - were smuggled out of the country. The wildlife - worth $110,000 (£66,700) - was flown out in a cargo plane from Tanzania's second airport last year. Prime Minister Mizengo Pinda said the ban would stay in place until investigations into the theft ended. The ban would affect businesses licensed to sell animals to zoos around the world, correspondents say ...

Tanzania bans wildlife exports after animals stolen
18.08.2011 - BBC

Gruß
BIrgitt
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Kamerun: Wilderer töten 200 Elefanten in vier Wochen

Beitrag von Alexander »

Mindestens 200 Elefanten sind in den vergangenen vier Wochen in Kamerun von Wilderern getötet worden. In dem Nationalpark Bouba Ndjida seien viele verwaiste Elefantenkälber gesichtet worden, denen ohne ihre Mütter der Tod durch Hunger und Durst drohe, teilte die Tierschutzorganisation Internationaler Tierschutz-Fonds am Donnerstag mit ...

RP-online: Kamerun: Wilderer töten 200 Elefanten in vier Wochen

Grüsse
Alexander
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Alexander »

Und wenn ich im Internet dann noch einen Jagdreiseveranstalter finde, mit dem ich auch noch legal einen Elefanten abknallen kann, dann bekomme ich Magenkrämpfe

elefant.jpg

Grüsse
Alexander
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Hunderte Elefanten in Kamerun getötet

Beitrag von Alexander »

Die Elefantenwilderei in Kamerun nimmt immer dramatischere Züge an. Allein seit Mitte Januar sind über 400 Elefanten wegen ihres Elfenbeins getötet worden. Das Militär versucht, die Dickhäuter mit Waffengewalt zu schützen ...

Focus: Blutiger Konflikt zwischen Wilderern und Militär: Hunderte Elefanten in Kamerun getötet

Grüsse
Alexander
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Helmut
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Helmut »

Ihr müßt Euch alle mal daran gewöhnen das das momentane System dieser Welt nur auf Profitgier beruht. Ein Fischer an der Ostsee wurde vor ein paar Jahren mal gefragt ob er auch noch Kabeljau fangen würde wenn dieser Fang die letzten wären und es gäbe dann keinen einzigen mehr.
Antwort: ja er würde fangen weil es sonst ein anderer tut.
Ob Afrika oder sonst wo überall das gleiche Spiel(mir ist übrigens zum kotzen wenn ich mich hineinsteigere)

Die größten Verbrecher sind die Konsumenten die die Nachfrage nach Elfenbein,Wildfleisch oder sonstige exotische Artikel anheizen.
Das Rauchen auf Ausflugsschiffen ( drausen) zu verbieten das ist ganz wichtig, aber Reisen zum Abschuss wilder Tiere in der EU zu verbieten dazu reicht es nicht.( weil man als Politiker auch gerne mal ein Tier abschiesst )

nix für ungut Helmut
Turi
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Turi »

Hätte da eine einfache Lösung
Der Staat Kamerun könnte ja mal eine "Wilderer-Kurz- Safari" ausschreiben.
Mit Abschussprämien für Wilderer.
Anstatt als Söldner in den ständigen Kriegsgebieten sich austoben.
Wette, die Safaris wären in kurzer Zeit ausverkauft.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Henrik
Beiträge: 147
Registriert: Mi 28. Okt 2009, 14:18

Spanischer König bei der Elefantenjagd verunglückt

Beitrag von Henrik »

Wilderei in Afrika ist alarmierend. Offensichtlich ist der Jagdtourismus auch unter den höchsten Amtsträgern mit höchstem moralischen Anspruch weit verbreitet. Sie geben ein hervorragendes Beispiel für ihre Untertanen ab.

Der spanische König Juan Carlos ist bei einer Elefantenjagd in Botswana verunglückt.

http://www.publico.es/espana/429457/el- ... n-botsuana
Según apuntan algunos medios, como El País , el rey podría haber sufrido el percance mientras se encontraba "cazando elefantes". Si bien este aspecto no ha sido confirmado por la Casa Real, las fuentes consultadas reconocieron que "en esos sitios suelen realizarse esas prácticas".

Además, es conocido el interés del monarca por la caza. En 2005, se supo que Juan Carlos de Borbón estuvo de caza en Botsuana unos días después de que 17 militares españoles fallecieran en Afganistan tras estrellarse el helicóptero en el que viajaban. Esta mañana, los términos 'Botswana' (nombre en inglés del país), 'el rey', 'borbones' y 'Casa Real' ya son Trending Topic en Twitter .
Die Google Übersetzung ins Englische:
According suggest some means, such as El País, the king may have suffered the accident while he was "hunting elephants." Although this aspect has not been confirmed by the royal family, the sources acknowledged that "in those places are usually carried out such practices."

Furthermore it is known the monarch's interest in hunting. In 2005, it was learned that Juan Carlos de Borbon was hunting in Botswana a few days after 17 Spanish soldiers were killed in Afghanistan after crashing the helicopter they were traveling. This morning, the terms 'Botswana' (English name of country), 'the king', 'Bourbon' and 'Casa Real' already Trending Topic on Twitter.
Weitere Englischsprachige Meldung zum Thema
http://www.typicallyspanish.com/news/pu ... 4361.shtml

Ich kann meine Abscheu von derartigem Gebaren nur schwer unterdrücken. Sorry :kotz:

Während die Menschen in Spanien zu tausenden ihre Jobs verlieren, täglich etwa 140 Wohnungen von der Polizei mit Gewalt geräumt werden, da die Menschen entweder ihre Miete oder ihren Kredit nicht mehr bedienen können, erschießt der König von Spanien Elefanten in Botswana - welche Dekadenz.

Henrik
Wolfgang16
Beiträge: 155
Registriert: Di 22. Jan 2008, 11:06

Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Wolfgang16 »

So negativ würd ich das mit der Jagd nicht sehen. Ich kenn die Verhältnisse vor Ort nicht, aber Jagd kann auch Sinn machen. Wenn es zuviele Elefanten gibt, so daß die alles niedertrampeln, dann ist das auch umweltschädlich, und ich hoffe mal daß der spanische König als Ehrenmann nur auf eine sinnvolle Jagd geht. :wink:

Und wenn die Elefanten ohnehin geschossen werden müssen, dann macht es auch Sinn, das teuer an zahlungskräftige Ausländer zu verkaufen. Wenn der Jäger 11.000€ für einen Elefanten hinblättern muß, ist das ja auch kein Pappenstiel und wenn das Geld dann wiederum dem lokalen Naturschutz oder zumindest der lokalen Wirtschaft zugute kommt, um so besser. Die Leute, die dann dort von dem Geld leben, haben wiederum ein Motiv, den Lebensraum für die Elefanten zu bewahren. Der Lebensraum ist ja das entscheidende, sonst könnte man die Elefanten auch im Zoo halten.

Wie wir aus der Heimat wissen, hat man bei bejagten Gebieten übrigens eher das Problem, daß der Wildbestand zu hoch ist, weil man dem (zahlenden?) Jäger natürlich ein tolles Erlebnis bieten will.
Henrik
Beiträge: 147
Registriert: Mi 28. Okt 2009, 14:18

Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Henrik »

Angesichts der Tatsache, daß gerade in dieser Diskussion über Wilderei in Afrika und das massive Dezimieren geschrieben wird, verwundert mich der letzte Kommentar doch schon sehr.

Ich sehe in dem privatwirtschaftlichen Abschießen von Elefanten keinen Sinn, solange die Bestände in Afrika sinken, um auf das Argument von Wolfgang16 einzugehen. Wenn Menschen den Elefanten und anderen Tieren genügend Lebensraum zur Verfügung stellen würde und ihn nicht ständig mehr und mehr beschränken würde, wäre ausreichend Lebensraum vorhanden, in dem natürliche Auslese zu einer ökologischen Balance führt. Dann wäre das Jagen hinfällig.

Die privatwirtschaftlichen Jagdgebiete sind reine Privatbetriebe, die von kapitalstarken Unternehmen und Einzelpersonen vorrangig aus der westlichen Industriegesellschaft stammend Konzessionen von der Regierung erwerben. Der lokalen Wirtschaft kommen die Profite kaum zu gute, denn sie fließen wieder zurück in die westlichen Kapitalgesellschaften.

Wenn es denn den sogenannten Überbestand wirklich gibt, sehe ich nicht warum ein Staatsoberhaupt dort seine Lust zu jagen befriedigen sollte, während seinen "Untertanen" den Boden unter den Füßen verlieren. Von "Ehrenmann" kann also kaum die Rede sein, eher ein Monarch der im Stil vorheriger Jahrhunderte lebt und regiert.

Und um ein wenig provokativ zu schließen, ich würde den Vorschlag von Turi gerne auf Botswana ausdehnen.

Grüße
Henrik
Turi
Beiträge: 2261
Registriert: Di 14. Feb 2006, 21:49
Wohnort: Ostschweiz

Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Turi »

Hallo zusammen
gerade in dere letzten Woche ist bei uns ein Filmbericht über die Wilderei von Nashörnern gekommen.
Grausam mitanzusehen was mit den Tieren passiert.
Dort wurden in wenigen Wochen 150 getötete Nashörner gefunden, ausschliesslich wegen des Horns getötet.
Dort hat auch eine, so viel mir ist, australische Schauspielerin damit geprahlt, was das Horn für ein Jungbrunnen wäre. :kotz:
Eine Möglichkeit von der ich gehört hab ist, dass man den Nashörnern das Horn vergiftet, um dann wiederum die Abnehmer bei Einnahme zu vergiften.
Finde ich eine geniale Idee, so wären die Abnehmer lokalisiert und gleichzeitig ausgeschaltet.
Im Filmbericht wurden die Nashörner mit einem Sender versehen, somit kann man den Weg des Nashorns und evtl. später den Weg des gewilderten Horns verfolgen.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Wolfgang16
Beiträge: 155
Registriert: Di 22. Jan 2008, 11:06

Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Wolfgang16 »

Immerhin hat eine Privatjagd ein hohes Interesse und auch finanzielle Mittel, Wilderei zu unterbinden. Wer soll es denn sonst machen? Unterbezahlte Polizisten, die von den Wilderern bestochen werden? Eine inkompetente Regierung, die von den Chinesen unter Druck gesetzt wird? Wenn irgendwo der Wildbestand zu niedrig ist, kann man das nicht dadurch wettmachen, daß man anderenorts den Wildbestand zu hoch hält. Ich weiß auch nicht, wie man das Problem löst, aber ein Verbot solcher Großwildjagden ist keine Lösung.

Und eine Stichelei kann ich mir jetzt auch nicht verkneifen: die ursprünglichsten Naturlandschaften, die wir hier in den Münchener Ausflugsgebieten haben, waren früher mal die Jagdgebiete unserer gekrönten Häupter. :wink:
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