Wolfgang, in dieser Diskussion geht es nicht um Sentimentalität, sondern um die Tatsache, wie der Mensch mit der Natur und der Tierwelt umgeht, welches Recht er dazu hat und welche Formen des Umgangs notwendig und richtig sind. Die einzelnen Aspekte sollten sich dabei am heutigen Erkenntnisstand orientieren.
Das von Alexander zitierte Sozialverhalten der Elefanten ist letztlich ein Beispiel dafür, wie sehr der Mensch in der Vergangenheit die Lebensweise und das Verhalten von Tieren verkannt hat. Es wird also Zeit diese Erkenntnisse in unserem Umgang mit Tieren zu berücksichtigen. Und wer meint, diese Erkenntnisse aus ökonomischen oder Profit-Interessen ignorieren zu können, macht sich meiner Ansicht nach schuldig.
Worte sind oft verräterisch und offenbaren schnell unterschwellig die wahre Motivation des Schreibers.
Wolfgang16 hat geschrieben:armen Tierchen eiskalt abzuknallen
ich unterstelle eine gewisse Ignoranz.
Die von Dir zitierte Notwendigkeit des "Abknallens" von Tieren in D, hängt schlicht mit der Tatsache zusammen, daß der Mensch in Europa den meisten Tieren den Lebensraum genommen hat und eine natürliche Auslese und ein natürliches Gleichgewicht nicht mehr vorhanden ist. In der Region um Tschernobyl, wo der Mensch weite Teil des Landes verlassen mußte, hat sich die ursprüngliche Flora und Fauna das zurückgeholt, was sich sich der Mensch einst genommen hat.
Es gibt bei den Verhandlungen mit Regierungen und NGO zum Schutz von Tieren in Afrika eine Vielzahl an Maßnahmen, die von den meisten Ländern akzeptiert werden, dann aber aus Gründen des Profits wieder verwässert werden. Als Beispiel das Verbot des Verkaufes von Elfenbein und Elfenbeinprodukten, und das einmalige Verkaufen existierender Bestände.
Ermutigend ist beispielsweise die Erweiterung der Reservatsgebiete zu länderübergreifenden Nationalparks wie in Botswana, Zambia, Namibia (Angola Zimbabwe ?) und Südafrika. Dadurch wird die Möglichkeit zur Wanderung der Tiere verbessert und der Lebensraum deutlich vergrößert.
Weitere Stickworte, wenn auch weitest gehend bekannt:
- sanfter Tourismus, der die lokalen Märkte stärkt, und die Menschen vor Ort engagiert
- kein profitorientiertes Jagen
- keine Konzessionen zur Nutzung von Reservaten an Kapitalgesellschaften
- Umsiedlung von Überbeständen
- Aufrechterhaltung des Verbots des Elfenbeinhandels und andere tierische Teile + Boykott und Bestrafung auf internationaler Ebene
Das für den Moment
Henrik