Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

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Mathilda
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Mathilda »

Katastrophale Berichte ueber Tansania und Zimbabwe ....

"Tanzania has emerged as the epicentre of Africa’s elephant poaching crisis after a government census revealed it had lost a “catastrophic” 60% of its elephants in just five years."

http://www.theguardian.com/environment/ ... us-reveals


"After a full and thorough interrogation I was told that I was “not allowed to train anyone and if I did I would be arrested”. When I protested that I had been given a two year residence permit in order to train anti poaching personnel, that I was training police with the authority of Police HQ and with the permission of the appropriate authority for the area, I was told to shut up, that they were “above the police”

http://chengetawildlife.org/youngs-leave-zimbabwe/
Alexander
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Wilderei in Afrika - Erst stirbt der Elefant, dann der Wald

Beitrag von Alexander »

Sie sind kleiner als ihre Verwandten aus der Savanne, aber ungleich stärker bedroht: Unter dem Blätterdach des zentralafrikanischen Regenwalds werden Waldelefanten (Loxodonta cyclotis) massenhaft massakriert, um an ihr Elfenbein zu kommen. Und das habe Folgen weit über die Art hinaus, so Thomas Breuer von Wildlife Conservation Society in New York und sein Team. Da es die Wilderer vor allem auf die alten Leittiere mit den größten Stoßzähnen abgesehen hätten, zerstören sie die Familienverbände und vernichten gleichzeitig den Erfahrungsschatz dieser Elefantenkühe ...

Spektrum: Erst stirbt der Elefant, dann der Wald

Grüsse
Alexander
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Rufus
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Rufus »

Manchmal gibt es doch Gerechtigkeit auf der Welt:

"Südafrika: Löwen fressen mutmaßliche Nashorn-Wilderer" :h:

https://www.gmx.net/magazine/panorama/s ... r-33047154

"Ein Rudel Löwen hat in einem Naturreservat in Südafrika mehrere mutmaßliche Nashorn-Wilderer gefressen.

Von den Eindringlingen blieben kaum Überreste, Parkwächter fanden unter anderem noch ein Gewehr mit Schalldämpfer, eine Axt und drei paar Schuhe, wie Nick Fox sagte, der Besitzer des privaten Wildreservats Sibuya in der Provinz Ostkap.

Bei den gefundenen Knochen handele es sich um menschliche Überreste, erklärte Ostkap-Polizeisprecherin Mali Govender. Untersuchungen müssten zeigen, von wie vielen Menschen die Knochen stammten."
...
"Die mutmaßlichen Wilderer hatten es wohl auf Nashörner abgesehen. Offenbar kamen sie dem sechs Löwen starken Rudel in die Quere. "Die Vegetation ist an dem Ort extrem dicht", sagte Fox.
...
In Südafrika werden jährlich rund 1.000 Nashörner von Wilderern getötet. Die Hörner werden vor allem nach Asien verkauft, wo für sie - als Zutat der traditionellen Medizin - ein Vermögen gezahlt wird.© dpa

optimistische Grüße
Rudi
Alexander
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Alexander »

Rufus hat geschrieben:"Südafrika: Löwen fressen mutmaßliche Nashorn-Wilderer" :h:
Das tut mir jetzt aber leid ;-)
Ich hoffe, dass sich die Löwen nicht den Magen verderben.

Grüsse
Alexander
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Turi
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Turi »

Mach dir mal ganz andere Sorgen, im südlichen Afrika werden solche Tiere vielfach leider als "Problemtiere" abgeschossen :bang:

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Rufus
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Rufus »

Hallo Turi,
das scheint diesen Löwen wohl nicht zu drohen.
Aus der gleichen Quelle:

"Zwar hätten die Löwen Menschenfleisch gefressen - es gebe aber keine Gefahr für Safaritouristen, denn diese dürften das Reservat nicht zu Fuß, sondern nur mit Rangern in speziellen Fahrzeugen besuchen, erläuterte Fox. Als Vorsichtsmaßnahme begleite ein bewaffneter Parkwächter bis auf Weiteres die Safari-Fahrzeuge."

Mögen ihnen ein langes Leben beschieden sein!

LG
Rudi
Joburg
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Joburg »

Südafrika
Neben der Wilderei für den asiatischen/ chinesischen Markt ( Tinkturen, Pülverchen etc. Nashorn u.s.w. ) und darüber hinaus, hat der Kontinent Afrika mit Wilderei der einheimischen Bevölkerung aus bloßen überleben ( Hunger/ zum eigenverzehr ) ganz stark zugenommen. In Südafrika gibt es faktisch keine nicht unter Aufsicht stehenden Tier Populationen mehr. Entweder in staatlichen Parks oder in privaten Parks. Jeder Wildtierpark weiß ganz exakt wie viele Tiere es hat.Ein Tierarzt hat mir erklärt damit will man gegensteuern in punkto Inzucht. Bei vielen Wildtierarten ist der natürliche Gen Pool gefährdet.Gerade in Südafrika werden Wildtiere auf Teufel komm raus ( Inzucht völlig normal) , rein für Jagden gezüchtet. Auch die Big Five - macht Euch die Mühe und googelt solche Anbieter für Großwildjagden und deren Preislisten. Viele gezüchtete Löwen wären in freier Natur überhaupt nicht mehr lebensfähig ihr Dasein ist einzig und allein für den Abschuss bei der Jagd bestimmt. In den allermeisten Fällen wenn sich Jäger mit Jagdtrophäen von Großwildjagden auf Bildern ablichten lassen sind es Tiere extra für diesen Zweck gezüchtet. Übrigens ein äusserst lukrativer Business.Chinesen haben den Markt in schwindeleregende Höhen preislich katapultiert.Und es gibt tatsächlich Jäger die wirklich glauben ein reines/echtes Wildtier erlegt zu haben , die Tiere werden in riesigen Arealen auf dem Presentierteller zum Abschluss von den Jagdanbietern präsentiert.
Zukünftig werden Tiere auch aus der blanken Not heraus gewildert, bedingt durch den massiven Anstieg der Bevölkerungen in Afrika. Gab mal einen TV Bericht der ARD über Wilderei in Kenia zum Eigenverzehr gewilderter Tiere.
Rufus
Beiträge: 384
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Rufus »

Hallo,
ich bin kein Jäger und kann auch diese Jagt-"Ethik" nicht nachvollziehen.
Aber um ehrlich zu sein wäre ich ich lieber ein Wildtier, das auf auf einer weitläufigen Jagtfarm so lange ein einigermaßen normales Leben führen darf bis es völlig unerwartet eine Kugel durch den Kopf bekommt als ein deutsches/europäisches Mastschwein, das ohne Tageslicht und vollgepumpt mit Antibiotika auf seinen unterbezahlten bulgarischen Schlachter warten muss.
Die Frage ist doch, wie man mit Tieren umgeht? Ich finde Jagtfarmen, die die Tiere nach dem Abschuss vollständig verwerten und zusätzlich noch Fell und Hörner als Trophäen verkaufen weniger verwerflich als unsere Massentierhaltung, die Tiere quält nur damit ich für 1,98 € mein Schnitzel auf den Teller bekomme.
Und was die Wilderei aus Hunger betrifft... ich hoffe, das solche Ansätze fruchten, die die einheimische Bevölkerung in den Wildtierschutz mit einbezieht und die Leute auch finanziell etwas davon haben (Tourismus). Die "Zoologische Gesellschaft Frankfurt" ( https://fzs.org/de/ueber-uns/ ) setzt sich für solche Projekte ganz stark ein, die den Leuten vermittelt, dass sie langfristig mehr davon haben die Wildtiere zu erhalten.
LG
Rudi
Turi
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Re: Wilderei in Afrika - Alarmierende Zunahme

Beitrag von Turi »

Hallo Wüschigemeinde
Die Frage ist doch, wie man mit Tieren umgeht? Ich finde Jagtfarmen, die die Tiere nach dem Abschuss vollständig verwerten und zusätzlich noch Fell und Hörner als Trophäen verkaufen weniger verwerflich als unsere Massentierhaltung
Wir waren vor einiger Zeit mehrere Tage auf einer Farm, die Löwen für die Jagd züchtet.
Es sind überwiegend Kalahari Löwen, die wegen ihrer Trophäe dort fünf Jahre aufgezogen werden, danach an Jagdfarmen verkauft.
Nach einem Monat "Auswilderung" dürfen sie dann von einem der zahlt,( bis zu 50 000 US $) abgeschossen werden, jedoch nicht aus dem Auto heraus.
Wir haben mit dem Besitzer der Farm längere Zeit geredet.
Seiner Meinung nach ist es besser, dass diese Tiere geschossen werden, von Jagd kann da ja keine Rede sein, als dass illegal Tiere in der Wildnis gejagt werden.
Hier wird einzig das Fell als Trophäe behalten, der Rest verfüttert.
Die Frage bleibt, ob das sinnvoll ist oder nicht?
Denke, solange es Trophäenjagd gibt, solange braucht es diese Farmen, um die wild lebenden Tiere, auch nur halbwegs, schützen zu können.
Dazu kommt, dass die Tiere nie in Freiheit lebten, wurden im Gehege geboren und aufgezogen, sie könnten auch nie in Freiheit leben, da sie nicht gelernt haben zu jagen.
Meiner Meinung nach sollte diese "Jagd" sehr hoch besteuert werden, mit dem Ertrag die Wilderei besser bekämpft und Farmer für den Verlust, der von den Wildtieren gerissenen Tiere, entschädigt werden.
Es muss auch niemand auf den Gedanken kommen solche Jagd zu verbieten, solange es Trophäenjagd gibt, wird sie auch angeboten, wenn nicht legal dann illegal, illegal wird sie nur teuerer und eine Kontrolle ist überhaupt nicht mehr möglich.

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Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Birgitt
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Mosambik | Mit Theater und Radio gegen Wilderei

Beitrag von Birgitt »

Mosambik ist noch immer ein Hotspot für Wilderer, vor allem der Limpopo-Nationalpark an der Grenze zu Südafrika. Dort setzen Regierung und Umweltschützer auf eine neue Strategie gegen Wilderei ...
"Kheta" heißt das Programm, das die Menschen über die Risiken der Wilderei aufklären soll. Dahinter stehen die staatliche Naturschutzbehörde, die internationale Umweltorganisation WWF und verschiedene Medienhäuser. "Kheta" bedeutet so viel wie "Entscheide Dich" – willst Du auf der illegalen Jagd sterben oder vom Reichtum der Natur profitieren? [...] "Wenn die Wilderei eingedämmt wird, stehen die Leute ohne Einkommen da", sagt der Moderator von Radio Mosambik. Er hat die neue Kommunikations-Strategie erfunden. "Die Leute sind arm. Und wenn sie sich entscheiden müssen, ob sie an der Armut sterben oder beim Wildern umkommen, dann entscheiden sie sich für die Wilderei. Das ist eine logische Überlebensstrategie." Am Ende sei es daher eine ökonomische Frage, ob sich sein Radio-Publikum künftig an an Recht und Gesetz halten werde oder nicht.
Mosambik: Mit Theater und Radio gegen Wilderei
16.12.2020 - DW World

Gruß
Birgitt
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Mit KI gegen illegalen Wildtierhandel

Beitrag von Birgitt »

Der Flughafen London Heathrow hat sich mit Microsoft zusammengetan, um das weltweit erste System künstlicher Intelligenz zur Bekämpfung des illegalen Handels mit Wildtieren zu testen. Das «Projekt SEEKER» kommt illegalem Tierhandel in Fracht und Gepäck auf die Schliche, indem es bis zu 250.000 Gepäckstücke pro Tag scannt. Es ist besonders effektiv bei der Erkennung von Elfenbeinteilen wie Stoßzähnen und Hörnern. Durch die frühzeitige Identifizierung haben die Behörden mehr Zeit, mehr Möglichkeiten und mehr Informationen, um kriminelle Händler zu verfolgen [...] Nach den Versuchen in Heathrow ruft Microsoft nun Naturschutzorganisationen, Strafverfolgungsbehörden und andere große Verkehrsknotenpunkte auf, das Projekt SEEKER einzusetzen und dabei zu helfen, die Fähigkeiten des KI-Modells zu verbessern ...

London Heathrow bekämpft illegalen Wildtierhandel mit künstlicher Intelligenz
19.11.2021 - aerotelegraph

Gruß
Birgitt
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