Drama
Regie: Mohammad Rasoulof
Iran, Frankreich, Deutschland 2024 - 168 min.
Kinostart: 26.12.2024
Iman ist gerade zum Untersuchungsrichter am Revolutionsgericht in Teheran befördert worden, als nach dem Tod einer jungen Frau eine riesige Protestbewegung das Land ergreift. Obwohl die Demonstrationen zunehmen und der Staat mit immer härteren Maßnahmen durchgreift, entscheidet sich Iman für die Seite des Regimes und bringt damit das Gleichgewicht seiner Familie ins Wanken. Während der strenggläubige Familienvater mit der psychischen Belastung durch seinen neuen Job zu kämpfen hat, sind seine Töchter Rezvan und Sana von den Ereignissen schockiert und elektrisiert. Seine Frau Najmeh wiederum versucht verzweifelt, alle zusammenzuhalten. Dann stellt Iman fest, dass seine Dienstwaffe verschwunden ist, und er verdächtigt seine Familie ...
Mit Die Saat des heiligen Feigenbaums liefert Mohammad Rasoulof, Gewinner des Goldenen Bären für "Doch das Böse gibt es nicht", sein Meisterwerk ab: eine zornige und unverblümte Abrechnung mit dem Unrechtsregime im Iran, erzählt als brillanter, atemloser Politthriller und erfüllt mit authentischen Bildern der Proteste im Herbst 2022, die das Land in seinen Grundfesten erschütterten. Es ist ein unter schwierigen Umständen entstandener, geheim im Iran gedrehter Film, dessen Wirkkraft so groß ist, dass sich Rasoulof noch kurz vor der Weltpremiere im Wettbewerb von Cannes gezwungen sah, sein Heimatland zu verlassen.
Bei den 77. Filmfestspielen von Cannes wurde Die Saat des heiligen Feigenbaums mit minutenlangen Standing Ovations bedacht, von der Presse international gefeiert und mit dem Spezialpreis der Jury sowie vier weiteren Preisen ausgezeichnet. Der majoritär von Rasoulofs Hamburger Firma Run Way Pictures hergestellte Film ist Deutschlands Oscarbeitrag in der Kategorie „Bester internationaler Film” ... mehr
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Birgitt
FILM | Die Saat des heiligen Feigenbaums
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Birgitt
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FILM | Die Saat des heiligen Feigenbaums - Kritik + Trailer
... mehr bei kino-zeit.deThe Seed of the Sacred Fig verdichtet, dramatisiert und kondensiert die Vorkommnisse in Rasoulofs Heimat derart konzentriert, unterfüttert die familiäre Konstellation mit so viel psychologischer Tiefe und Glaubwürdigkeit und inszeniert das Geschehen derart dicht und spannend, dass man den Figuren und Entwicklungen atemlos folgt und die stattliche Laufzeit von beinahe drei Stunden in keiner Sekunde spürt – so sehr zieht der Film sein Publikum in den Bann. Der Film besitzt eine Wucht und eine Wahrhaftigkeit, die nicht nur im Wettbewerb von Cannes kaum übertroffen werden konnte. Auch abseits davon gelingt Rasoulof mit seinem Film ein Musterbeispiel dafür, wie gut, wie drängend, aufrüttelnd und zugleich ästhetisch herausragend politisch relevantes Kino – in letzter Zeit gerne mal wegen angeblich mangelnder künstlerischer Qualität gescholten – sein kann. Ein Film, an den man sich erinnern wird als einen, der Geschichte geschrieben hat – und zwar nicht nur iranische ...
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Birgitt




