Dokumentarfilm
Regie: Enrique Sánchez Lansch
Deutschland, Norwegen 2024 - 99 min.
Kinostart: 05.12.2024
Im Königspalast von Kambodscha zieht die Startänzerin Chea Samy liebevoll den kleinen Bruder ihres Mannes auf, als wäre er ihr eigener Sohn, schickt ihn auf die besten Schulen und ermöglicht ihm ein Studium in Paris. Jahre später, als Zwangsarbeiterin unter der Herrschaft der Roten Khmer, erfährt sie, dass ihr Pflegesohn niemand anderes ist als der Diktator Pol Pot. Zwischen 1975 und 1979 wird unter seiner Führung geschätzt ein Viertel der kambodschanischen Bevölkerung ermordet, der klassische kambodschanische Tanz stand kurz vor dem Aussterben. Chea Samy überlebt jedoch und widmet sich der Ausbildung hunderter traumatisierter junger Mädchen zu Tänzerinnen. Sie bietet ihnen nicht nur eine Perspektive, sondern bewahrt eine tief in der Kultur verwurzelte Tradition vor dem Vergessen. Heute zählt dieser Tanz zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der Tanz- und Historiendokumentarfilm Pol Pot Dancing von Erfolgsregisseur Enrique Sánchez Lansch erzählt auf verschiedenen zeitlichen Ebenen vom Werdegang und der Herrschaft Pol Pots, untrennbar verbunden mit dem klassischen kambodschanischen Tanz. Der Film kombiniert nie gesehenes Archivmaterial aus den 1920er bis 1990er Jahren, Originalinterviews und Choreografien, die die Geschichte Pol Pots nacherzählen, und geht auf Spurensuche bis in die Gegenwart ... mehr
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Birgitt
FILM | Pol Pot Dancing
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Birgitt
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FILM | Pol Pot Dancing - Kritik + Trailer
... mehr bei kino-zeit.deWarum nur hat Pol Pot, der bei der Machtübernahme sämtliche Stadtbewohner aufs Land zur Zwangsarbeit deportieren ließ und in den „einfachen Menschen“ der Landbevölkerung die einzigen würdigen Vertreter eines kruden Steinzeitkommunismus sah, seine eigene Herkunft und Erziehung derart gehasst? Die assoziativ ineinander geschnittenen Erzählstränge des Films kreisen um diese Frage, ohne selbst eine Antwort vorgeben zu wollen. Eines aber machen sie in der üppigen Schönheit der Bilder genauso deutlich wie in erhellenden Interviews: Die Kunst lässt sich nicht so einfach töten wie über zwei Millionen Menschen, ein Viertel der damaligen Bevölkerung. Poesie, Theater, Musik und Tanz überleben in den Köpfen und Herzen. Selbst bei grausamster Verfolgung verschaffen sie sich in kleinsten Nischen heimliche Ausdrucksmöglichkeiten [...] Weltweit sind Diktatoren und Autokraten auf dem Vormarsch, die mit freier Kunst und Kultur ähnlich wenig anfangen können wie Pol Pot ...
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Birgitt




