FILM | Shahid

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Birgitt
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FILM | Shahid

Beitrag von Birgitt »

Biographie, Drama, Musical, Dokumentarfilm

Regie: Narges Kalhor
Deutschland 2024 - 84 min.
Kinostart: 01.08.2024

Die Regisseurin Narges Shahid Kalhor möchte nicht mehr Shahid (Märtyrer) mit Nachnamen heißen und inszeniert eine Schauspielerin als sich selbst, die sich daran machen soll den Familiennamen zu ändern. Genau da taucht ihr skurriler Urgroßvater auf. Ein Mann, der nach seinem heldenhaften Tod vor hundert Jahren im Iran zum Märtyrer ernannt wurde und seinen Nachkommen den Ehrennamen Shahid bescherte. Er will seine Urenkelin von ihrem Vorhaben abhalten.

Die zeitlichen Ebenen vermischen sich und Regisseurin und Schauspielerin geraten in einen nervenzehrenden Konflikt. Während der Film formal zwischen Realität, Fiktion, Theater und Musical springt, scheitern alle an ihrem Vorhaben: Die Regisseurin an den Hindernissen der Bürokratie, die Schauspielerin an den Anforderungen der Regisseurin, der Urgroßvater am Willen der Enkelin und schließlich der Film an sich selbst. Dabei stellt der Film alle möglichen radikalen Ideologien in Frage – und nimmt sich dabei selbst nicht immer ganz ernst.

Shahid ist ein persönlicher Film über die Gratwanderung, sich mit der Vergangenheit, mit der Gegenwart und mit sich selbst zu versöhnen ... mehr


Bild: Schmidbauer Film
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Birgitt
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FILM | Shahid - Kritik + Trailer

Beitrag von Birgitt »

Ein Taumel verschiedenster Ideen und Formen, irgendwo im Niemands- oder Neuland zwischen Dokumentar- und Spielfilm, tollkühnem Essay und betörendem Musical, Autofiktion und Geschichtsstunde, Bürokratiesatire und Film-im-Film-Spielerei. Das alles mag auf den ersten Blick dicht klingen, und verworren, doch das komplexe Gebilde, das Narges Kalhor mit ihrem Co-Autoren Aydin Alinejad, dem Kameramann Felix Pflieger, der Komponistin Marja Burchard und dem Cutter Frank J. Müller spinnt, gerät schlussendlich zu einem zwar assoziativen, aber erstaunlich kohärenten Gesamtkunstwerk, wie man es so nur selten auf der Kinoleinwand sieht. Allerdings bedarf es dazu schon der Bereitschaft, sich auf den Film einzulassen, der abseits der ausgetretenen narrativen wie formalen Wege sich seinen eigenen Trampelpfad durchs Unterholz bahnt ... mehr bei kino-zeit.de

Zwischen Realität und Fiktion, voller Poesie, mit Elementen von Theater, Film und Musical spielend, ist Shahid trotz der Komplexität seiner Thematik und Umsetzung ein unterhaltsamer Filmhybrid, der, ohne je in plumpe Didaktik zu verfallen, viele Anregungen und Denkanstöße bietet. Darüber hinaus untersucht er mit Selbstironie die Schatten der Geschichte, die sich sehr oft selbst hinter kleinen Dingen wie einem vermeintlich einfachen Namen verbergen ... mehr bei telepolis




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