Fahrzeug-Ortung
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Gerhard Göttler
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Re: Fahrzeug-Ortung
Hallo Tom und andere!
Habe soeben auch wieder mal reingeschaut, ja die düsen mit rund 100 km/h gen Osten. China hat in den letzten Jahren enorm viele Autobahnkilometer gebaut und diese Autobahnen sind teilweise sehr wenig benutzt. Teilweise - weil in anderen Regionen sind sie völlig überlastet. Jedenfalls stand ich noch nie so viel im Stau wie auf chinesischenen Autobahnen im Sommer 2007 (war pauschal dort).
Gerhard Göttler
Habe soeben auch wieder mal reingeschaut, ja die düsen mit rund 100 km/h gen Osten. China hat in den letzten Jahren enorm viele Autobahnkilometer gebaut und diese Autobahnen sind teilweise sehr wenig benutzt. Teilweise - weil in anderen Regionen sind sie völlig überlastet. Jedenfalls stand ich noch nie so viel im Stau wie auf chinesischenen Autobahnen im Sommer 2007 (war pauschal dort).
Gerhard Göttler
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Manfred Franz
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Re: Fahrzeug-Ortung
Hallo Gerhard,
ja, es wird seit gestern konstant eine Geschwindigkeit von 100,2 km/h
angezeigt. Auf der Karte bleibt der Bus aber stehen!
ja, es wird seit gestern konstant eine Geschwindigkeit von 100,2 km/h
angezeigt. Auf der Karte bleibt der Bus aber stehen!
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Angelika Baumann
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Re: Fahrzeug-Ortung
Hallo zusammen,
heute bei SWR3-Weltweit Bericht über die Tour. Es wurde auch ein Telefonat mit Peter Stephan gesendet. Er berichtete u. a. über die Schwierigkeiten bei den Grenzübertritten.
Und hier der direkte Link zum Blog mit Reiseberichten: http://busblog.athen-peking.de/
Viele Grüße
Angelika
heute bei SWR3-Weltweit Bericht über die Tour. Es wurde auch ein Telefonat mit Peter Stephan gesendet. Er berichtete u. a. über die Schwierigkeiten bei den Grenzübertritten.
Und hier der direkte Link zum Blog mit Reiseberichten: http://busblog.athen-peking.de/
Viele Grüße
Angelika
Re: Fahrzeug-Ortung
Moin,
ein weiteres Live-Tracking (mit dem System von TTQV) gibt es hier:
http://www.ttqv.com/main.php?aktuellid=104
Da kann man einige Teilnehmer der Transsiberia beobachten.
Ciao Carlo
ein weiteres Live-Tracking (mit dem System von TTQV) gibt es hier:
http://www.ttqv.com/main.php?aktuellid=104
Da kann man einige Teilnehmer der Transsiberia beobachten.
Ciao Carlo
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Gerhard Göttler
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Re: Fahrzeug-Ortung
Hallo!
Da das Tracking leider nur sehr lückenhaft funktioniert hier ein Kurzbericht zum Grenzübergang, erschienen am vergangenen Mittwoch 16.7. in der regionalen Badischen Zeitung, verfasst von einem mitreisenden Redakteur des Südwestfunks:
Endlich in China! Endlich wieder freundliche Menschen, die uns offen ins Gesicht blicken, fröhlich anlachen und in lebhafter Zeichensprache Kontakt suchen. Wir fühlen uns wie befreit nach vielen Stunden mit Vertrödeln an Grenzstationen Kasachstans, in starker Hitze und auf staubiger Straße, ohne Sitzgelegenheit und Erfrischung. Eine komplizierte Strecke führte von der Grenzstation zwischen Usbekistan und Kasachstan (vier Stunden) über die Grenze von Kasachstan nach Kirgistan (fünf Stunden), dazwischen eine Route mit tiefen Schlaglöchern, so dass wir nur im Schneckentempo voran kamen. Wir erreichten das Hotel in Bischkek daher nicht wie geplant zum Abendessen, sondern erst am folgenden Morgen um halb sieben. Wir waren also 24 Stunden unterwegs. Für Alain und Hans-Peter, die Fahrer des roten Busses, eine Tortur, aber auch für uns Passagiere.
Bei der letzten Ausfahrt aus Kasachstan kam es noch schlimmer — länger als fünf Stunden stand der Bus, wir hockten wieder untätig vor einem Zollgebäude, während die kasachischen Grenzer immer neue Schikanen ersannen, um die Ausfahrt nach China zu behindern. Fahrgenehmigungen wurden eingefordert, die es gar nicht gab und von denen bei der Einfahrt ins Land keine Rede gewesen war, die Tachoscheiben wurden überprüft, unverständliche Protokolle handschriftlich verfasst, um sich schließlich eine angeblich fällige Gebühr von einigen hundert Dollar auszudenken. Als endlich alles paletti zu sein schien — war Mittagspause und der Schlagbaum zu. Also wieder Herumsitzen und Abwarten, allerdings ohne Tee zu trinken&
Nun, das liegt hinter uns, Kasachstan ade, du siehst uns niemals wieder. Wir sind in China. Gleich am ersten Abend in dem Provinzstädtchen Qing Shui führt uns der deutsche Sinologe Linus, der als Reiseleiter zu uns gestoßen ist, in ein Gasthaus. Dort hat man bereits in der erfrischenden Kühle des Abends Tische am Straßenrand für uns aufgeschlagen, und wir genießen die schmackhaften Gerichte und ein kühles Bier. Um uns scharen sich fröhliche Kinder, die mit aufgerissenen Augen die fremden "Langnasen" bestaunen und laut über ihre Eindrücke schnattern. Auch bärtige Männer bleiben stehen und schauen uns zu. Europäer haben hier im "wilden Westen" Chinas Seltenheitswert.
Inzwischen sind wir in Urumqi angelangt, der Hauptstadt der Autonomen Region Xinjiang-Uighur. Die Fahrt hierher geht über eine Hunderte Kilometer lange Piste, die Fernstraße 312 quer durch China ist in diesem Abschnitt eine riesige Baustelle. Halt machen wir in einem neuen Berghotel auf 2000 m Höhe, direkt neben traditionellen Weidegründen kasachischer Nomaden. Nun sind wir es, die sie bestaunen können — die Menschen, die in ihren Jurten hier den Sommer verbringen mit ihren Herden von Schafen und Ziegen, Rindern, Pferden und auch Kamelen. Sie hätten wir in dieser Berglandschaft, die uns an die Schweiz erinnert, nicht vermutet!
Endlich China! Wir haben nun also keine hinderliche Grenze mehr vor uns, stattdessen vier hoffentlich glückliche Wochen — mit spannenden Erlebnissen und köstlichem chinesischen Essen, das wir nach den Einheitsspeisen der zurückliegenden Zeit ganz besonders zu schätzen wissen.
Da das Tracking leider nur sehr lückenhaft funktioniert hier ein Kurzbericht zum Grenzübergang, erschienen am vergangenen Mittwoch 16.7. in der regionalen Badischen Zeitung, verfasst von einem mitreisenden Redakteur des Südwestfunks:
Endlich in China! Endlich wieder freundliche Menschen, die uns offen ins Gesicht blicken, fröhlich anlachen und in lebhafter Zeichensprache Kontakt suchen. Wir fühlen uns wie befreit nach vielen Stunden mit Vertrödeln an Grenzstationen Kasachstans, in starker Hitze und auf staubiger Straße, ohne Sitzgelegenheit und Erfrischung. Eine komplizierte Strecke führte von der Grenzstation zwischen Usbekistan und Kasachstan (vier Stunden) über die Grenze von Kasachstan nach Kirgistan (fünf Stunden), dazwischen eine Route mit tiefen Schlaglöchern, so dass wir nur im Schneckentempo voran kamen. Wir erreichten das Hotel in Bischkek daher nicht wie geplant zum Abendessen, sondern erst am folgenden Morgen um halb sieben. Wir waren also 24 Stunden unterwegs. Für Alain und Hans-Peter, die Fahrer des roten Busses, eine Tortur, aber auch für uns Passagiere.
Bei der letzten Ausfahrt aus Kasachstan kam es noch schlimmer — länger als fünf Stunden stand der Bus, wir hockten wieder untätig vor einem Zollgebäude, während die kasachischen Grenzer immer neue Schikanen ersannen, um die Ausfahrt nach China zu behindern. Fahrgenehmigungen wurden eingefordert, die es gar nicht gab und von denen bei der Einfahrt ins Land keine Rede gewesen war, die Tachoscheiben wurden überprüft, unverständliche Protokolle handschriftlich verfasst, um sich schließlich eine angeblich fällige Gebühr von einigen hundert Dollar auszudenken. Als endlich alles paletti zu sein schien — war Mittagspause und der Schlagbaum zu. Also wieder Herumsitzen und Abwarten, allerdings ohne Tee zu trinken&
Nun, das liegt hinter uns, Kasachstan ade, du siehst uns niemals wieder. Wir sind in China. Gleich am ersten Abend in dem Provinzstädtchen Qing Shui führt uns der deutsche Sinologe Linus, der als Reiseleiter zu uns gestoßen ist, in ein Gasthaus. Dort hat man bereits in der erfrischenden Kühle des Abends Tische am Straßenrand für uns aufgeschlagen, und wir genießen die schmackhaften Gerichte und ein kühles Bier. Um uns scharen sich fröhliche Kinder, die mit aufgerissenen Augen die fremden "Langnasen" bestaunen und laut über ihre Eindrücke schnattern. Auch bärtige Männer bleiben stehen und schauen uns zu. Europäer haben hier im "wilden Westen" Chinas Seltenheitswert.
Inzwischen sind wir in Urumqi angelangt, der Hauptstadt der Autonomen Region Xinjiang-Uighur. Die Fahrt hierher geht über eine Hunderte Kilometer lange Piste, die Fernstraße 312 quer durch China ist in diesem Abschnitt eine riesige Baustelle. Halt machen wir in einem neuen Berghotel auf 2000 m Höhe, direkt neben traditionellen Weidegründen kasachischer Nomaden. Nun sind wir es, die sie bestaunen können — die Menschen, die in ihren Jurten hier den Sommer verbringen mit ihren Herden von Schafen und Ziegen, Rindern, Pferden und auch Kamelen. Sie hätten wir in dieser Berglandschaft, die uns an die Schweiz erinnert, nicht vermutet!
Endlich China! Wir haben nun also keine hinderliche Grenze mehr vor uns, stattdessen vier hoffentlich glückliche Wochen — mit spannenden Erlebnissen und köstlichem chinesischen Essen, das wir nach den Einheitsspeisen der zurückliegenden Zeit ganz besonders zu schätzen wissen.
Re: Fahrzeug-Ortung
Tja, so unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein, ich habe Freunde die gerade in KZ unterwegs sind, und die sind sehr begeistert von der Gegend. Auch mir persönlich hat es dort gut gefallen und ich fand die Leute sehr angenehm und freundlich, ganz besonders in Usbekistan.Gelbfüßlers Zeitung hat geschrieben:Endlich in China! Endlich wieder freundliche Menschen ... Kasachstan ade, du siehst uns niemals wieder.
Man muss einen Grenzübergang halt so betrachten: man nimmt sich einen Tag Zeit, und wenn mans schneller schafft, dann freut man sich drüber. Mein "Langzeitrekord" liegt bei über 10h
Grüße
abacus
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Gerhard Göttler
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- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: Fahrzeug-Ortung
Hallo Fernost- und Trackinginteressierte!
Der Avanti-Bus kommt weiter! Steht gerade (oder das weitere Tracking setzt aktuell aus) in einer Stadt mit einem von mir nicht entzifferbaren chinesischen Namen. Heute gabs wieder einen Bericht in unserer Badischen Zeitung, wie immer von einem mitgereisten Redakteur des Südwestfunks:
"14000 KILOMETER:
Überlebensgroße Buddhas in den Mogoa-Grotten
Chinesischer Massentourismus zwischen verkitschten Naturszenerien im Disneylandstil und malerischen Ruinenstädten
Das Avanti-Team vor der großen Festung am westlichen Ende der chinesischen ...mehr
Rund 14 000 Kilometer lang ist die Strecke Freiburg — Peking: Auf weiten Teilen der Seidenstraße fährt der Freiburger Busunternehmer Hans-Peter Christoph mit einer 24-köpfigen Reisegruppe derzeit nach Peking. Inzwischen hat die Gruppe China erreicht und ist auf dem Weg durch die Wüste Gobi nach Jiayuguan. Mit dabei: der ehemalige Studioleiter des SWR in Freiburg, Roland Schrag.
In unserem "Roten Bus" rolle ich, während ich dies schreibe, auf einer gut ausgebauten Straße durch die Wüste Gobi, auf der Fahrt vom Touristenstädtchen Dunhuang nach dem schwierig auszusprechenden Jiayuguan. Sieben Wochen liegen hinter, noch drei Wochen vor uns. Das Ende der Tour ist absehbar. Wir sprechen untereinander schon mal über die Heimkehr, obwohl der bevorstehende Abschnitt immer noch die Dauer eines normalen Urlaubs umfasst. Doch auf dieser Reise, die für jeden von uns die längste im Leben darstellt, haben wir eigene Maßstäbe entwickelt.
Insgesamt durchqueren wir einen Monat lang China über 5000 Kilometer weit von der nordwestlichen Grenze bis Peking. Oft passierten wir eine grau-braunen Sandebene, so auch im Augenblick, die begrenzt wird von grau-schwärzlichen Hügelketten. Über weite Strecken säumten den Horizont hohe Gebirge mit bis zu 5000 Meter hohen schneebedeckten Bergriesen. Immer wieder unternahmen wir Ausflüge in Bergregionen. Meist saß dann Alain Lamy am Steuer, unser Steuermann (während "Hanus Kaptan" Christoph daheim im Hotel am Internet über seinem Büro-Tagewerk brütete). Auf der Fahrt zum "Himmelsee" ging es wieder einmal über eine holprige Ausweichpiste, während die eigentliche Straße von Wanderarbeitern im Billigstlohn mit Pickel und Schaufel aufgerissen und neu planiert wurde. Auch für Alain bedeuten solche Baustellen Schwerstarbeit, einmal blieben wir in einem plötzlich sich öffnenden Loch beinahe stecken.
In Europa wäre diese Strecke mindestens für Busse gesperrt worden, nicht so in der Ferienregion Xinjiang, wo der Tourismusbetrieb zum Beispiel am Himmelssee nicht unterbrochen werden soll. Heerscharen chinesischer Ausflügler, darunter auch wir wenigen Europäer, wurden mit einer Gondelbahn in 2000 Meter Höhe hinauf gekarrt, um dort Bootchen zu fahren, sich knallbunt verkleidet vor malerischer Kulisse ablichten zu lassen und Souvenirs-Souvenirs zu erstehen. Der chinesische Massentourismus allerorten in dieser Provinz gehört für mich zu den überraschenden Eindrücken.
Oft locken im Disneylandstil verkitschte Naturszenerien oder historische Pagoden die Ausflügler an, anderswo aber auch ganz seriös zum Beispiel die malerische Ruinenstadt bei der Oase Turfan, morgen in Jiayuguan das westliche Ende der chinesischen Mauer oder gestern die einzigartigen Mogoa-Grotten bei Dunhuang: Hunderte von Kulthöhlen mit überlebensgroßen Buddhas aus bemaltem Stuck, die ältesten 1800 Jahre alt. Auch dies für die meisten von uns eine ganz überraschende Kunstbegegnung.
Kunstgenuss habe ich gestern Abend auch auf meinem Teller im Restaurant des Luxushotels erlebt, in dem wir abgestiegen waren: "Lamm auf zweierlei Art" . Das Gericht zierten kunstvoll aus rosafarbenem Rettich geschnitzte Rosen, während die zweierlei Lammbraten-Scheibchen (in scharf und sanft gewürzter Soße) von der Skulptur eines Rückenknochens voneinander geschieden wurden, eingebettet in schachbrettartig gewürfelte Gurkenstückchen: Beinahe zu schade zum Verzehr. Doch nach ausgiebiger Betrachtung gab ich mich denn doch dem Gaumengenuss hin — ein doppelt lustvolles Erlebnis. China hat uns gefangen genommen mit Körper und Geist.
Infos: Reiseblog unter http://www.avantireisen.de Dort ist auch ein Link zu SWR 4, wo Roland Schrag ebenfalls von unterwegs berichtet.
"
Gerhard Göttler
Der Avanti-Bus kommt weiter! Steht gerade (oder das weitere Tracking setzt aktuell aus) in einer Stadt mit einem von mir nicht entzifferbaren chinesischen Namen. Heute gabs wieder einen Bericht in unserer Badischen Zeitung, wie immer von einem mitgereisten Redakteur des Südwestfunks:
"14000 KILOMETER:
Überlebensgroße Buddhas in den Mogoa-Grotten
Chinesischer Massentourismus zwischen verkitschten Naturszenerien im Disneylandstil und malerischen Ruinenstädten
Das Avanti-Team vor der großen Festung am westlichen Ende der chinesischen ...mehr
Rund 14 000 Kilometer lang ist die Strecke Freiburg — Peking: Auf weiten Teilen der Seidenstraße fährt der Freiburger Busunternehmer Hans-Peter Christoph mit einer 24-köpfigen Reisegruppe derzeit nach Peking. Inzwischen hat die Gruppe China erreicht und ist auf dem Weg durch die Wüste Gobi nach Jiayuguan. Mit dabei: der ehemalige Studioleiter des SWR in Freiburg, Roland Schrag.
In unserem "Roten Bus" rolle ich, während ich dies schreibe, auf einer gut ausgebauten Straße durch die Wüste Gobi, auf der Fahrt vom Touristenstädtchen Dunhuang nach dem schwierig auszusprechenden Jiayuguan. Sieben Wochen liegen hinter, noch drei Wochen vor uns. Das Ende der Tour ist absehbar. Wir sprechen untereinander schon mal über die Heimkehr, obwohl der bevorstehende Abschnitt immer noch die Dauer eines normalen Urlaubs umfasst. Doch auf dieser Reise, die für jeden von uns die längste im Leben darstellt, haben wir eigene Maßstäbe entwickelt.
Insgesamt durchqueren wir einen Monat lang China über 5000 Kilometer weit von der nordwestlichen Grenze bis Peking. Oft passierten wir eine grau-braunen Sandebene, so auch im Augenblick, die begrenzt wird von grau-schwärzlichen Hügelketten. Über weite Strecken säumten den Horizont hohe Gebirge mit bis zu 5000 Meter hohen schneebedeckten Bergriesen. Immer wieder unternahmen wir Ausflüge in Bergregionen. Meist saß dann Alain Lamy am Steuer, unser Steuermann (während "Hanus Kaptan" Christoph daheim im Hotel am Internet über seinem Büro-Tagewerk brütete). Auf der Fahrt zum "Himmelsee" ging es wieder einmal über eine holprige Ausweichpiste, während die eigentliche Straße von Wanderarbeitern im Billigstlohn mit Pickel und Schaufel aufgerissen und neu planiert wurde. Auch für Alain bedeuten solche Baustellen Schwerstarbeit, einmal blieben wir in einem plötzlich sich öffnenden Loch beinahe stecken.
In Europa wäre diese Strecke mindestens für Busse gesperrt worden, nicht so in der Ferienregion Xinjiang, wo der Tourismusbetrieb zum Beispiel am Himmelssee nicht unterbrochen werden soll. Heerscharen chinesischer Ausflügler, darunter auch wir wenigen Europäer, wurden mit einer Gondelbahn in 2000 Meter Höhe hinauf gekarrt, um dort Bootchen zu fahren, sich knallbunt verkleidet vor malerischer Kulisse ablichten zu lassen und Souvenirs-Souvenirs zu erstehen. Der chinesische Massentourismus allerorten in dieser Provinz gehört für mich zu den überraschenden Eindrücken.
Oft locken im Disneylandstil verkitschte Naturszenerien oder historische Pagoden die Ausflügler an, anderswo aber auch ganz seriös zum Beispiel die malerische Ruinenstadt bei der Oase Turfan, morgen in Jiayuguan das westliche Ende der chinesischen Mauer oder gestern die einzigartigen Mogoa-Grotten bei Dunhuang: Hunderte von Kulthöhlen mit überlebensgroßen Buddhas aus bemaltem Stuck, die ältesten 1800 Jahre alt. Auch dies für die meisten von uns eine ganz überraschende Kunstbegegnung.
Kunstgenuss habe ich gestern Abend auch auf meinem Teller im Restaurant des Luxushotels erlebt, in dem wir abgestiegen waren: "Lamm auf zweierlei Art" . Das Gericht zierten kunstvoll aus rosafarbenem Rettich geschnitzte Rosen, während die zweierlei Lammbraten-Scheibchen (in scharf und sanft gewürzter Soße) von der Skulptur eines Rückenknochens voneinander geschieden wurden, eingebettet in schachbrettartig gewürfelte Gurkenstückchen: Beinahe zu schade zum Verzehr. Doch nach ausgiebiger Betrachtung gab ich mich denn doch dem Gaumengenuss hin — ein doppelt lustvolles Erlebnis. China hat uns gefangen genommen mit Körper und Geist.
Infos: Reiseblog unter http://www.avantireisen.de Dort ist auch ein Link zu SWR 4, wo Roland Schrag ebenfalls von unterwegs berichtet.
"
Gerhard Göttler
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Manfred Franz
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Re: Fahrzeug-Ortung
Guten Morgen GG,
wie kommen eigentlich die Passagiere und der Bus wieder zurück ???
wie kommen eigentlich die Passagiere und der Bus wieder zurück ???
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Gerhard Göttler
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- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: Fahrzeug-Ortung
Hallo Franz!
Da bin ich überfragt! Soll ich mich mal informieren? Die haben ja ihren Sitz hier in Freiburg.
Der Gerhard
Da bin ich überfragt! Soll ich mich mal informieren? Die haben ja ihren Sitz hier in Freiburg.
Der Gerhard
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Manfred Franz
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- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
Re: Fahrzeug-Ortung
Ja, gerne, würde mich schon interessieren.Gerhard Göttler hat geschrieben:Hallo Franz! (Manfred)
Da bin ich überfragt! Soll ich mich mal informieren? Die haben ja ihren Sitz hier in Freiburg.
Hauptsächlich wie der Bus zurück kommt, denn ich vermute nicht, daß er
auf Achse nach Hause kommt.
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Gerhard Göttler
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Re: Fahrzeug-Ortung
Hallo Mafra!
Doch, der Bus fährt auf eigener Achse zurück! Wegen der gewählten Strecke und der Möglichkeit, Passagiere aufzunehmen, habe ich den Chef des Unternehmens angemailt. Ich melde mich mit Ergebnissen!
Der Gerhard
Doch, der Bus fährt auf eigener Achse zurück! Wegen der gewählten Strecke und der Möglichkeit, Passagiere aufzunehmen, habe ich den Chef des Unternehmens angemailt. Ich melde mich mit Ergebnissen!
Der Gerhard
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Manfred Franz
- Beiträge: 2036
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Re: Fahrzeug-Ortung
Danke Gerhard!
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Gerhard Göttler
- Beiträge: 1148
- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: Fahrzeug-Ortung
Hallo Franz und andere Fernostinteressierte!
Antwort kam:
"Zurück fahren wir im
> Prinzip wie auf dem Hinweg: Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan,
> Iran, Türkei...
> Ich wollte ursprünglich den Bus ab China verschiffen, aber das hat
> sich als immer schwieriger, mit höheren Kosten verbunden und als
> zeitaufwändiger herausgestellt, als die Angebote, die mir
> vorlagen. Deshalb haben wir uns schließlich entschlossen, den Bus
> über Land zurückzufahren. Wir fahren alleine, ohne Gäste, und
> buchen auch keine Hotels usw. vor. Mit Gästen zu fahren, hätte
> wieder umfangreicher Planung und Vorausbuchungen bedurft, vom
> ganzen Stress hinsichtlich der Visa etc. ganz abgesehen."
Ich stell den Text mit ausdrücklicher Zustimmung des Avanti-Chefs hier rein.
Gerhard Göttler
Antwort kam:
"Zurück fahren wir im
> Prinzip wie auf dem Hinweg: Kasachstan, Usbekistan, Turkmenistan,
> Iran, Türkei...
> Ich wollte ursprünglich den Bus ab China verschiffen, aber das hat
> sich als immer schwieriger, mit höheren Kosten verbunden und als
> zeitaufwändiger herausgestellt, als die Angebote, die mir
> vorlagen. Deshalb haben wir uns schließlich entschlossen, den Bus
> über Land zurückzufahren. Wir fahren alleine, ohne Gäste, und
> buchen auch keine Hotels usw. vor. Mit Gästen zu fahren, hätte
> wieder umfangreicher Planung und Vorausbuchungen bedurft, vom
> ganzen Stress hinsichtlich der Visa etc. ganz abgesehen."
Ich stell den Text mit ausdrücklicher Zustimmung des Avanti-Chefs hier rein.
Gerhard Göttler
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Manfred Franz
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- Registriert: So 11. Sep 2005, 17:55
Re: Fahrzeug-Ortung
Genau das war auch meine Befürchtung.Ich wollte ursprünglich den Bus ab China verschiffen, aber das hat
> sich als immer schwieriger, mit höheren Kosten verbunden und als
> zeitaufwändiger herausgestellt
-
Gerhard Göttler
- Beiträge: 1148
- Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36
Re: Fahrzeug-Ortung
Hallo China-Interessierte!
Wie immer mittwochs war auch in dieser Woche wieder ein Artikel übers Vorankommen des Avanti-Busses hier in unserer Badischen Zeitung. Ich stelle ihn verkürzt hier ein:
"
Nur noch 2000 Kilometer liegen bis Peking vor uns in den kommenden knapp zwei Wochen. Wir fahren von einem Erlebnis zum anderen: Höhlentempel mit 1800 Jahre alten Buddha-Statuen, Bergklöster, imposante Landschaften. Und dann fahren wir weiter zum nächsten Höhepunkt der Reise.
Diese Fahrten sind abenteuerlich. Die chinesischen Kapitäne der Landstraße überholen einander in ihren sechsachsigen und bis zu 100 Tonnen schweren Fernlaster auf der holprigen Straße in riskanten Manövern. Stets muss unser Fahrer Alain mit frontal entgegenkommenden Lastwagen und Bussen rechnen. Wer sich der
Verkehrsanarchie nicht anpasst, kommt nicht voran. Auf der Landstraße nach Xian (auf der Landkarte eine Autobahn, aber Papier ist ja geduldig) staut sich heute der Verkehr über 160 Kilometer im Stillstand oder Stop-and-Go. Alain nutzt eine Lücke und steuert beherzt auf der Gegenspur vorbei am Stau. Mehrere Kilometer schaffen wir so, bis es wieder Gegenverkehr gibt. Alain beherrscht rückwärts fahren so gut wie vorwärts, und so setzt er in aller Seelenruhe wieder einige hundert Meter bis zur Ausweichstelle zurück. Auf einer Brücke, gekennzeichnet mit 20 Tonnen Höchstlast pro Fahrzeug, stehen bereits mindestens zehn 80-Tonner, unser Bus mit seinen 24 Tonnen wartet, bis auf unserer Seite alle drüben sind. Dann folgen wir im Schneckentempo — die Brücke hält. Für die 350 Kilometer bis Xian brauchen wir endlich 13 Stunden, Durchschnittstempo 27 Stundenkilometer!
In der Drei-Millionen-Stadt Lanzhou am Gelben Fluss bekamen wir vorgestern einen kleinen Vorgeschmack auf Peking. Links abbiegen? Willst du nicht stecken bleiben, musst du handeln ohne zu zögern. So wie der Pkw vor ein paar Minuten uns einfach den Weg abgeschnitten hat, musst du nun umgekehrt den Linienbus vor uns schneiden, anders biegst du nicht ab. Übrigens haben wir die Vorstellung vom Fahrradland China revidiert. In Lanzhou und jetzt in Xian sind viel weniger Velos unterwegs als in Freiburg. Letzter Schrei sind dagegen Elektro-Fahrräder. Und die Chinesen träumen, wie wir Deutschen, von einem möglichst großen Auto. Wobei chinesische Marken oft unverhohlene Plagiate schicker Auslandsmodelle sind. Importautos sind hier kaum unterwegs.
China verlässt sich auch im Alltag auf eigene Kräfte. Kaum einer von vielen Dutzend Angestellten im Hotel spricht ein paar Brocken Englisch. Weniger hat uns gewundert, dass die Wirtin der kleinen Kneipe am Straßenrand nur Chinesisch sprach. Im Gegensatz zum Hotelmanager wusste sie sich aber zu helfen: Sie rief ihren kleinen Neffen herbei, der in der Schule englisch lernt. Er übersetzte der Tante unsere Wünsche, und sie zauberte aus ihrer kleinen, aber sauberen Küche frisch gezogene Nudeln mit unterschiedlichsten Beilagen herbei, ein wohlschmeckendes Mittagsmahl. In den Hotels erreichen wir übrigens gewöhnlich auch unser Ziel — mit Händen und Füßen.
"
Das mit den Staus kann ich bestätigen. Hab immer den Spruch getan, in meinem gesamten Autofahrerleben noch nicht so viel im Stau gestanden zu haben wie in drei Wochen China. Das mit dem Linksabbiegen sehe ich etwas anders; eigentlich weniger als "Schneiden" sondern eher als ein unglaublich geniales Verkehrsgebahren, wie Dutzende von Verkehrsteilnehmer trotz Gegenverkehr einigermaßen flüßig die Richtung wechseln. Da beharrt kaum je einer auf seinem eigentlich bestehenden Vortrittsrecht - und drum geht das auch fast immer gut. Radfahrer dagegen gabs in Peking ohne Ende, fast immer sind sie auf eigenen Radstraßen (nicht -wegen!) unterwegs, unter schattenspendenden Bäumen, mit radfahrerfreundlichen Kreisverkehrssystemen, die dem muskel- und nicht motorangetriebenen Verkehrsmittel weite Wege ersparen. Das wäre hier in Europa auch angebracht.
Gerhard Göttler
Wie immer mittwochs war auch in dieser Woche wieder ein Artikel übers Vorankommen des Avanti-Busses hier in unserer Badischen Zeitung. Ich stelle ihn verkürzt hier ein:
"
Nur noch 2000 Kilometer liegen bis Peking vor uns in den kommenden knapp zwei Wochen. Wir fahren von einem Erlebnis zum anderen: Höhlentempel mit 1800 Jahre alten Buddha-Statuen, Bergklöster, imposante Landschaften. Und dann fahren wir weiter zum nächsten Höhepunkt der Reise.
Diese Fahrten sind abenteuerlich. Die chinesischen Kapitäne der Landstraße überholen einander in ihren sechsachsigen und bis zu 100 Tonnen schweren Fernlaster auf der holprigen Straße in riskanten Manövern. Stets muss unser Fahrer Alain mit frontal entgegenkommenden Lastwagen und Bussen rechnen. Wer sich der
Verkehrsanarchie nicht anpasst, kommt nicht voran. Auf der Landstraße nach Xian (auf der Landkarte eine Autobahn, aber Papier ist ja geduldig) staut sich heute der Verkehr über 160 Kilometer im Stillstand oder Stop-and-Go. Alain nutzt eine Lücke und steuert beherzt auf der Gegenspur vorbei am Stau. Mehrere Kilometer schaffen wir so, bis es wieder Gegenverkehr gibt. Alain beherrscht rückwärts fahren so gut wie vorwärts, und so setzt er in aller Seelenruhe wieder einige hundert Meter bis zur Ausweichstelle zurück. Auf einer Brücke, gekennzeichnet mit 20 Tonnen Höchstlast pro Fahrzeug, stehen bereits mindestens zehn 80-Tonner, unser Bus mit seinen 24 Tonnen wartet, bis auf unserer Seite alle drüben sind. Dann folgen wir im Schneckentempo — die Brücke hält. Für die 350 Kilometer bis Xian brauchen wir endlich 13 Stunden, Durchschnittstempo 27 Stundenkilometer!
In der Drei-Millionen-Stadt Lanzhou am Gelben Fluss bekamen wir vorgestern einen kleinen Vorgeschmack auf Peking. Links abbiegen? Willst du nicht stecken bleiben, musst du handeln ohne zu zögern. So wie der Pkw vor ein paar Minuten uns einfach den Weg abgeschnitten hat, musst du nun umgekehrt den Linienbus vor uns schneiden, anders biegst du nicht ab. Übrigens haben wir die Vorstellung vom Fahrradland China revidiert. In Lanzhou und jetzt in Xian sind viel weniger Velos unterwegs als in Freiburg. Letzter Schrei sind dagegen Elektro-Fahrräder. Und die Chinesen träumen, wie wir Deutschen, von einem möglichst großen Auto. Wobei chinesische Marken oft unverhohlene Plagiate schicker Auslandsmodelle sind. Importautos sind hier kaum unterwegs.
China verlässt sich auch im Alltag auf eigene Kräfte. Kaum einer von vielen Dutzend Angestellten im Hotel spricht ein paar Brocken Englisch. Weniger hat uns gewundert, dass die Wirtin der kleinen Kneipe am Straßenrand nur Chinesisch sprach. Im Gegensatz zum Hotelmanager wusste sie sich aber zu helfen: Sie rief ihren kleinen Neffen herbei, der in der Schule englisch lernt. Er übersetzte der Tante unsere Wünsche, und sie zauberte aus ihrer kleinen, aber sauberen Küche frisch gezogene Nudeln mit unterschiedlichsten Beilagen herbei, ein wohlschmeckendes Mittagsmahl. In den Hotels erreichen wir übrigens gewöhnlich auch unser Ziel — mit Händen und Füßen.
"
Das mit den Staus kann ich bestätigen. Hab immer den Spruch getan, in meinem gesamten Autofahrerleben noch nicht so viel im Stau gestanden zu haben wie in drei Wochen China. Das mit dem Linksabbiegen sehe ich etwas anders; eigentlich weniger als "Schneiden" sondern eher als ein unglaublich geniales Verkehrsgebahren, wie Dutzende von Verkehrsteilnehmer trotz Gegenverkehr einigermaßen flüßig die Richtung wechseln. Da beharrt kaum je einer auf seinem eigentlich bestehenden Vortrittsrecht - und drum geht das auch fast immer gut. Radfahrer dagegen gabs in Peking ohne Ende, fast immer sind sie auf eigenen Radstraßen (nicht -wegen!) unterwegs, unter schattenspendenden Bäumen, mit radfahrerfreundlichen Kreisverkehrssystemen, die dem muskel- und nicht motorangetriebenen Verkehrsmittel weite Wege ersparen. Das wäre hier in Europa auch angebracht.
Gerhard Göttler




