landcruiser. hat geschrieben:
Ev. hab ich auch nicht die Ansprüche an solche Dinger wie andere, von denen ich in machen Foren gelesen habe wie sie ihre Sonntagsnachmittagskaffeetouren mit dem Moped minutiös vorher am PC planen und immer ein Haar in der Suppe des Autoroutings finden.
Ich habe im Laufe der Jahre mit GPS-Geräten meine Ansprüche an ein funktionierendes Gerät sehr runterfahren müssen. Die einzigen beiden Geräte, die ihre versprochenen Eigenschaften leisten konnten bzw. können, sind das Garmin 55 aus dem letzten Jahrtausend (8-Kanal seriell und alphanumerische Anzeige) und das Garmin eTrex aus der allerersten Serie. Alles, was danach kam, war eher mehr als weniger eine Katastrophe, wobei ich mir erkennbar unbrauchbare Geräte gar nicht erst kaufte. Zuletzt hatte ich meine Ansprüche schon auf das absolute Minimum heruntergefahren: Track aufzeichnen (mehrwöchige Reise, ohne Anschluß an PC zum Leeren) sowie eine Koordinate anfahren, also Pfeil mit Entfernung. Mehr erwarte ich gar nicht mehr. Kartendarstellung, Autorouting, u.ä., das kann Software bis heute nicht fehlerfrei, Tendenz: Steigerung der Fehlerzahl). Die beiden vorhandenen Tracker als Minimallösung sind allerdings ebenso beide eine Katastrophe (Navin Minihomer von Znex [1], i-gatu GT-820 pro), weswegen ich mir als Tracker(!) das Garmin 78S kaufte.
landcruiser. hat geschrieben:
Für mich sind die Dinger allenfalls Hilfsmittel.
Klar. Wer sich drauf verläßt ...
Das Verkümmern vom Orientierungssinn war schon länger eine Beobachtung in meinem Umfeld. Mittlerweile schreiben schon welche
in der Zeitung davon

"Eine junge Frau aus Frankfurt ruft von ihrem Auto aus die Polizei. Sie steckt, völlig verzweifelt, in einem Schlammloch fest - mitten im Wald. Das Navi hat die Autofahrerin in die Irre geführt. Wo sie sich denn befinde, wollen die Beamten wissen. Doch es ist schon dunkel, und die Verkehrsteilnehmerin hat jegliche Orientierung verloren. Erst vier Stunden später, unter Einsatz von zehn Streifenwagen und eines Handy-Ortungsgerätes, wird die Frau gefunden."
Stell Dir vor das Mobiltelefon wäre noch nicht erfunden, dann hätte diese Frau den vielversprechenden Versuch unternommen den Genpool zu verlassen. Die hatte sogar so ein tolles Gerät, auf dem sie nicht mal Koordinaten ablesen kann.
Soll für den Fragesteller heißen: probiere alles, was Du unterwegs mit dem Gerät und Kartenmaterial machen möchtest, lange genug vorher schon zuhause aus, inkl. dem Kartenmaterial aus derselben Quelle wie die, die Du auf Reise nutzen möchtest! Meine Erkenntnis aus dem
Garmin-Forum war die, daß OSM-Karten offensichtlich diverse Dialekte in ihrer Beschreibung kennen, von denen die Garmin-Geräte und die diversen Firmware-Versionen nicht alle beherrschen und während der Kartennutzung auch mal hängen bleiben oder ganz abstürzen. Wenn in diesem Zusammenhang diskutiert wird, welche ältere Firmware welchen Fehler noch nicht hatte, dann weiß ich zum Glück schon vorher, welchen Nutzen eine solche Geräte-Karten-Kombination haben kann. Betrifft die Garmin 78-Serie und Artverwandte.
Gruß, Ralf
[1] Zum Minihomer und dem deutschen Importeur Znex: der Chef (Jürgen Heinz) hat eine etwas merkwürdige Art mit fremder Leute Daten umzugehen. Er benutzt zur Anpreisung seiner Geräte auch mal Daten seiner (jetzt ehemaligen) Kunden, die er wg. einer (Software-)Reparatur im Rahmen einer Sachmängelhaftung erhielt, und zu deren Veröffentlichung er "vergaß" beim Urheber nachzufragen geschweige denn heute auf freundliche Nachfrage antwortet.
Hier findet sich der Track meines Flugs nach Marokko. Soll heißen: Sachmängelhaftung bei Znex werde ich nie wieder in Anspruch nehmen, weil sonst meine Daten irgendwo im Netz auftauchen werden.