Adriaküstenstrasse - neuere Erfahrungen?

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Marcus der Africanus
Beiträge: 163
Registriert: Fr 17. Jul 2009, 16:07

Adriaküstenstrasse - neuere Erfahrungen?

Beitrag von Marcus der Africanus »

Hallo,

ich bin seit den frühen 80er Jahren nicht mehr in der Gegend gewesen,
denke aber für dieses Jahr über eine Tour entlang der Adriaküste
(also wirklich immer am Meer) bis nach Griechenland nach.

Diese Strasse hieß früher mal "Jadranska Magistrala" oder so.

Wer hat aktuelle Arfahrungen auf dieser Strecke,
insbesondere was Maut in Kroatien
und die auf dem Weg liegenden Grenzen
(Kroatien-Bosnien/Herzegowina-Albanien) angeht?

Als ich das letze Mal dort war,
hiess alles vor Albanien noch Jugoslawien :D

Gruß
MA
Ralf Kiefer
Beiträge: 1575
Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
Wohnort: nahe Karlsruhe

Re: Adriaküstenstrasse-neuere Erfahrungen?

Beitrag von Ralf Kiefer »

Marcus der Africanus hat geschrieben: Wer hat aktuelle Arfahrungen auf dieser Strecke,
insbesondere was Maut in Kroatien
und die auf dem Weg liegenden Grenzen
(Kroatien-Bosnien/Herzegowina-Albanien) angeht?
Wenn Dir 2,5 Jahre alte Erfahrung reichen? ;-)

Slowenien: Was Maut betrift, spinnen die. Für diesen Preis müßte Huckepack-Transport mit Chauffeur inkl. gekühltem Getränk zur Begrüßung drin sein. Maut gilt nur auf der Autobahn, also nimmt man die Nicht-Autobahn von Triest nach Rijeka. Einmal volltanken, sonst schnell durch. Dasselbe wie bei der Schweiz.
Kroatien: Maut nur auf der Autobahn, nicht auf der Küstenstraße. Zumindest nicht offiziell, denn zur Reisezeit lauern recht viele Wegelagerer mit Lasermeßgerät bewaffnet und fordern Tribut. Teilweise nicht klar erkennbar, welche Geschwindigkeitsbegrenzung gilt. Viele Ortschaften, viele langsame Fahrzeuge. Preise jeglicher Art entlang der Küste deutsch, im Landesinnern normal.
Bosnien: bei den paar km bosnischer Küstenstraße gibt's genausowenig Maut. Grenzübertritt mit deutschen Papieren zügig, rein wie raus.
Montenegro: wir sind im Landesinnern gefahren, dort war die Abfertigungsdauer an der Grenze schon größer.
Albanien: Ein- und Ausreise den Umständen entsprechend ;-) Wir sind von Montenegro her ins Vermoshtal eingereist, einer der, vermutlich sogar der seltenst genutzte Grenzübergang nach Albanien. Dort geht es einfach sehr gemütlich zu, denn die langweilen sich. BTW die Montenigriner haben so wenig Interesse an ihrem Nachbar Albanien, daß die Zufahrt zur Grenze erst gefunden werden muß. Nach Vermosh ist nichts ausgeschildert, der Feldweg rechts ab in der Linkskurve vor Gusinje muß erraten werden. Auch die wichtigste Straße für den LKW-Verkehr nach Albanien, die von Podgorica nach Koplik bzw. Shkodra, ist in Montenegro nicht ihrer Bedeutung gemäß ausgebaut. Die mögen sich offensichtlich nicht ;-)

Das wichtigste Papier an diesen Grenzen für das Fahrzeug ist der grüne Versicherungsnachweis. Spätestens in Albanien wirst Du erfahren, weswegen das so ist. Die Anzahl der Fahrzeuge mit deutschen Kennzeichen, aber ohne Stempel, oder mit Kurzzeitkennzeichen, deren Jahreszahl auch mal ein Jahrzehnt zurückliegt, ist recht groß. Genauso fallen in Albanien die Fahrzeuge mit US-amerikanischen Kennzeichen auf. Die gibt's preisgünstig bei Ebay, haben die rausgefunden ;-)

Sehr detaillierte Infos findest Du im schweizer Albanien-Forum.

Gruß, Ralf
martääh
Beiträge: 222
Registriert: Do 28. Sep 2006, 11:25
Wohnort: Graz

Re: Adriaküstenstrasse - neuere Erfahrungen?

Beitrag von martääh »

hi,

der beitrag oben verlangt nach ein paar richtigstellungen.

slowenien: ich muss sagen, ich tanke lieber um 1,359 als um 1,557 (heute, sentilj vs hof, jeder der die 1,55 freiwillig zahlt muss spinnen :shock: ); es gibt geeignete umfahrungsstrecken (siehe auch meinen beitrag hier im forum) für die die sich die 15 EUR maut sparen wollen.

die polizei finde ich hier in österreich wesentlich nerviger als weiter im süden; ab spielfeld sollte man sein hirn einschalten und nicht auf der deutsch/österreichisch erlernten vorfahrt beharren und die vollkasko-mentalität am besten gleich am walserberg, suben oder kiefersfelden abgeben.

die jadranska magistrala ist eigentlich überall sehr gut ausgebaut, zwischen senj und starigrad kam sie letztes jahr nagelneu (soll wohl etwas über die trost- und tankstellenlosigkeit hier hinwegblicken lassen)

an dem bosnischen küstenstreifen gibts eine eigene transitspur, bei der nicht kontrolliert wird. sprit ist dann wieder billiger als in kroatien; kann aber sein, dass er aktuell sogar in montenegro billiger ist.

nach albanien kommst du ohne grüne karte wie oben festgestellt nie, da diese bereits in montenegro pflicht ist und kontrolliert wird. an der grenze zu montenegro werden vignetten als öko-steuer verkauft, die ein jahr zur benützung aller straßen berechtigen. kostet 10 EUR

die grenze bei sthuf (also zwischen ulqin und skhoder) wurde vor 2 jahren neu gebaut; sollte also zwischenzeitlich EU-niveau haben. bei der einreise muss das auto verzollt werden (es gibt einen wisch um 10 EUR dafür) - wird beim verlassen wieder gelöscht. zusätzlich ist dann straßensteuer fällig, ich glaube es sind 2 EUR pro tag.
Die Anzahl der Fahrzeuge mit deutschen Kennzeichen, aber ohne Stempel, oder mit Kurzzeitkennzeichen, deren Jahreszahl auch mal ein Jahrzehnt zurückliegt, ist recht groß.
soll ja auch länder geben, bei denen reicht es, eine versicherung zu haben (oder fahren zu können) und straßensteuer zu zahlen. siehe die massen von niederländischen exportkennzeichen in westsahara
Genauso fallen in Albanien die Fahrzeuge mit US-amerikanischen Kennzeichen auf. Die gibt's preisgünstig bei Ebay, haben die rausgefunden
ich kenn mich zwar nur bei den mercedessen aus; erstaunlicherweise hatten die US-kennzeichen tragenden fahrzeuge alle US-bumper und sealed beams...

grüße

martin
Bäärti
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Re: Adriaküstenstrasse - neuere Erfahrungen?

Beitrag von Bäärti »

Hoi zäme

Wir sind seit vier Wochen auf dem Balkan unterwegs. Wir haben jetzt alle zehn Länder besucht.

Die Ein- und Ausreise war überall völlig problemlos; keine Formulare, keine Wartezeit. Aber (fast) überall wurde die grüne Versicherungskarte verlangt. Ausser im Kosovo, da muss an der Grenze eine extra Versicherung abgeschlossen werden. Für 15 Tage kostet die € 77. Die „Eco-Taks“ in Montenegro kostet für kleine Autos jetzt glaub € 30, für uns € 80. Allerdings liess sich der Preis dann verhandeln, aber das ist eine eigene Geschichte…

Sonst müssen keine weiteren Gebühren, Vignetten, Abgaben bezahlt werden; nirgends!

Die Grenze zwischen Kososvo und Serbien ist faktisch nicht passierbar, da muss man einen kleinen Umweg über Montenegro machen.

Die Strassen sind ausser in Albanien durchwegs in sehr gutem Zustand. In Albanien wird zur Zeit heftig an den neuen Autobahnen gebaut. Die sind dann in sehr gutem Zustand. Manche Überlandstrasse auch, aber mancherorts immer noch fürchterlich.

Wir haben keine gebührenpflichtigen Autobahnen benutzt.

guck hier


Gruss Bäärti

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