Russland | "vor der Krim"

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Rolandderältere
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Russland | "vor der Krim"

Beitrag von Rolandderältere »

Hallo,

ich will ja nicht gerade alte Kamellen aufwärmen, da aber aus politischen Gründen so manche der klassischen Fernreiseziele wegfallen, will ich jetzt auch in diesem Forum meine Erkenntnisse aus unserer Russlandreise verbreiten.

Selbstverständlich hat sich zu so manchem Thema im Laufe der Jahre schon einiges geändert. Das sollte aber jeder Schreiber und auch Leser voraussetzen.
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Hallo,

2013 durften wir wieder einmal eine Reise mit unserer heiligen Kuh (unser Reisemobil) in einer Art machen, wie wir sie eigentlich 1971 schon begannen:
Ein Ziel welches schon lange ein Traum war, eine Zeitspanne die Hetze weitgehend ausschloss.

Während dieser Reise berichtete ich einige Male im Forum der Interessengemeinschaft Syncro 16“, einem Internetforum für Enthusiasten der alten VW-Busse T3 mit Allradantrieb.
Hier für alle die daran Interesse haben, zum mitlesen:
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Wir dürfen den Rubel rollen
Verfasst am: Fr Mai 03, 2013 12:17 am


Hallo,

wir haben endlich unsere Visa in den Pässen !

Ab dem 1. Juni dürfen wir uns 88 Tage in Russland rumtreiben! Unsere Jungfernfahrt dort.
Der Start soll ca. in einer Woche oder so stattfinden. Schaun wir mal, wie lange "oder so"dieses Mal dauert.
Wir wollen über das Baltikum einreisen, dann nördlich in Richtung St. Petersburg und darüber hinaus, dann vielleicht den "goldenen Ring"streifen, rechts oder links am Don gen Süden in Richtung Georgien um dann in die Türkei, oder Ukraine auszureisen. Sollten wir schneller wie erwartet vorwärts kommen, denken wir auch daran Kalmückien einen Besuch abzustatten.

Wer ist denn zu dieser Zeit von Euch auch in dieser Gegend unterwegs?
Wäre schon schön, Planung, Erfahrungen, ja zur Not auch Ersatzteile oder sonstige Hilfen austauschen zu können.
Nach dem Start sind wir (hoffentlich) am besten per Email zu erreichen.
Gerne natürlich auch schon jetzt.

Gespannt, welche Emailmengen wir zu bewältigen haben werden
grüßt wieder einmal
noch aus Niederbayern

Rolandderältere
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Wir sind in Russland!
Verfasst am: Mo Jul 15, 2013 7:32 pm

Hallo,

Jetzt kommt doch wirklich ein klitzekleiner Schritt für die Menschheit, jedoch DER, auf den wir uns doch schon seit Beginn jeglicher Reiseplanung, mit Ziel Russland, hin konzentrierten. Ob das wohl klappt? Schließlich erwähnte selbst das russische Konsulat noch, dass der Grenzübertritt an der russischen Grenze, auch ohne Angabe von Gründen, versagt werden könne.

1. Halt am Schlagbaum. Sichtkontrolle der Pässe nebst Aushändigung eines zweifachen Laufzettels zum ausfüllen. Sprache nur russisch, aber sehr freundlich.
2. Halt an der polizeilichen Kontrolle der Pässe nebst Visa und Gesichtsinspektion. Autokontrolle von der Schiebetür aus in Sekundenschnelle. Ausreichend englisch und sehr freundlich.
3. Halt. Die Zollkontrolle bestand aus dem ausfüllen der Deklaration unter tatkräftiger Hilfe der lustigen, jungen und hübschen Beamtin. Ausreichend englisch, sehr lustiges Klima und äußerst freundlich.
4. Halt. Straßengebühr Rubel 210,00, € 5,25 bei einer Dame hinter dem Gitter, die doch endlich dem Klischee einer typischen Russin entsprach: Kein englisch und nachdem wir nur Euros vorzeigten, ein Handzeichen auf ein "Magazin", dem Gemischtwarenladen gegenüber. Dort bekamen wir problemlos und zum guten Kurs 40 Euros getauscht und konnten die Straßengebühr bei der Dame bezahlen, die uns optisch auch noch sicher machte: Wir sind ja schon drin!

Vom Zeitaufdruck auf der estnischen Quittung bis hinter dem Schlagbaum der Straßengebührsmatruschka dauerte alles zusammen 80 Minuten und war total stressfrei!
Damit hatten wir nun doch nicht gerechnet.

Eine lang erwartete Freude wollten wir uns auch gleich noch machen: Diesel tanken!
Diese Erwartung erfüllte sich schon einmal mit dem Preis von € 0,78. Eine russische Spezialität auch: Der gewünschte Preis wird im Voraus bezahlt, danach aufgefüllt. Wird wohl seine Gründe haben...

Na dann wollen wir mal die nächste Unbekannte angehen: Wie wird denn die OSM Generic Karte in unserem Navigator (Garmin Nüvi 760) arbeiten, für dessen Existenz Iris, meine hauseigene Computerfreakadelle, zuhause so viel Hirnschmalz verbrannte?
Pskov war der erste Ort, zu dem uns das gute Stück lotsen sollte. Eintippen lies er sich schon einmal, aber die Route sah so gerade aus, wie eine Luftlinie.
Start, "Steffi" (unsere deutsche Garminstimme) sprach wie gewohnt von abbiegen und abbiegen u.s.w.. Da werden wir uns wohl an eine etwas andere Navihilfe gewöhnen müssen?
Nach einigen hundert Metern, war dann alles wieder im Lot. Die Route folgte dem Straßenverlauf wie mit den originalen Karten. Uff.
Überhaupt sind wir bis jetzt äußerst zufrieden mit dieser Orientierungsmöglichkeit. Ein bleibendes Problem ist die Schreibweise von Straßen- oder Ortsnamen. Die Übersetzung vom kyrillischen ins lateinische, aber auch direkt kyrillisch eingetippt ist oft nicht im Sinne dieser Technik, so dass wir uns jedes Mal freuen, wenn wir auf Geodaten zurückgreifen können. Zum Glück sind die in vielen touristischen Druckerzeugnissen, die wir hier bekommen üblich.
Auf der Papierkarte ausgesuchte Ortschaften lassen sich bis jetzt zu ca. 30% eintippen. Als Lösung scrollen wir dann auf dem Display bei verschiedenen Maßstäben in unsere gewünschte Fahrtrichtung und setzen dann einen Punkt in das ausgesuchte Ziel, um diese Gehhilfe dann wie gewohnt genießen zu können.

In Pskov waren wir zwar zu spät für die Touristinformation, das "Lenta", eine riesige Filiale dieser Supermarktkette versprach uns aber 24 Stunden lang jeden Tag der Woche um unsere Rubel zu buhlen und stellte zu deren "rauslassen" gleich 5 (in Worten fünf) Geldautomaten zur Verfügung, die alle gerne die Visa Karte "akzeptierten".

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Das erste Einkaufen in Russland war natürlich auch eine Erwartung für sich. Schließlich hängt davon schon eine gewisse Lebensqualität ab.
Der erste Endruck war auch hier wieder positiv. Das Angebot regelrecht überwältigend. Sehr viel Bekanntes und interessantes Unbekannte. Die Preise waren überwiegend um unser gewohntes Niveau herum platziert.

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Für einen Euro bekommt man ca. 40 Rubel!

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Später sollte es sich herausstellen, dass man in den Filialen der großen Ketten preisgünstiger kauft, wie in den kleinen "Magazin´s" und "Produktis". Ist aber zuhause auch nicht anders.

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Hinter diesen bewachten Wänden befindet sich ein äußerst gut sortierter "Tante Emma Laden".

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Später haben wir dann auch die überwiegend angebotenen1,5 Liter Bierflaschen da drin.

Ein Platz für die Nacht war in Pskov recht einfach gefunden. Dort fiel uns schon gleich eine, für ein ruhiges "stehen", sehr angenehme Eigenart der Russen in diesem Teil des Landes auf: Man nimmt fast keine Notiz von uns. Selbst Betrunkene trotten einfach nur ihres Weges, ohne Pöbelanstalten uns gegenüber. Hoffen wir einmal, dass das so bleibt.

Die Touristinformation!
Die einzige Kraft dort war absolut fremdsprachenfrei, dafür aber äußerst willig und hilfsbereit.
Wir erinnerten uns an eine Erfahrung, die Wolfgang16 hier schilderte und trafen ins schwarze: Da sie 2 Rechner mit Internet zur Verfügung hatte, unterhielten wir uns sehr gründlich per Google- Übersetzer.
Unsere Hauptanliegen waren erst einmal Adressen von Internetanbietern und das hier mögliche Procedere der "Registratur für Geschäftsreisende innerhalb von 7 Tagen ab der Einreise im Lande", vor der uns sämtliche Reiseforen, aber auch unsere Visaagentur regelrecht Respekt einflößten. Für Touristen, die üblicherweise in Hotels nächtigen, erledigen die diesen Akt. Bisher schien nur eine Hotelübernachtung die Lösung zu sein. So sah die erste Auskunft unserer Dame auch aus. Sie telefonierte mit dem "föderalen Migrationsdienst", der diese Prozedur wohl auch so bestätigte. Als wir dann aber klar machten, dass wir mit einem Wohnmobil unterwegs sind, kam die freudigste Erlösung wie aus einer Pistole geschossen: Für Reisende mit Wohnmobil gibt es keine Registrierpflicht!!! War das auf einmal eine Stimmung in diesen ehrwürdigen Mauern.
Uns klang das alles sehr kompetent. Als "Beweissicherung" habe ich auch gleich Fotos vom Bildschirm gemacht.

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Angesagte Fahrtrichtung war jetzt Sankt Petersburg.
Wir starteten erst einmal auf der Hauptstraße, die in diese Richtung führte, erlebten da aber gleich eine Eigenart des russischen Autoverkehrs:
Für uns zuerst einmal brutal, aber mit bestimmten, herauszufindenden, Regeln!
Die großen Hauptstraßen sind bisher meist zweispurig, mit jeweils einer breiten "Standspur". Da wir auch hier wieder zu den langsameren Verkehrsteilnehmern gehören, ging es auch gleich los: Beim ersten, mit Vollgas rechts überholenden gab es noch einen gewissen Schrecken, dann aber bald die Erinnerung an einige Länder Afrikas: Einkalkulieren! Rechts wird offensichtlich immer überholt, wenn es überhaupt geht. Auf Einfädelspuren nach einer Kreuzung, Bushaltestelle oder an kleeblattartig ausgebauten Kreuzungen. Vollgas ist angesagt, wo es nur irgendwie geht.
So einfach mal nach Sankt Petersburg "autowandern" ist hier nicht möglich, also suchen wir nach ruhigeren Nebenstrecken. Mit den beschriebenen Einschränkungen unseres Navis merken wir recht bald, dass wir schon genau hin schauen müssen, um nicht ungewollt in, manchmal 100 Km lange, Sackgassen zu landen. Wir waren durch Reiseberichte zwar darauf vorbereitet, finden es deshalb aber auch nicht netter. Verkehrsplaner mussten wohl schon besondere Vorgaben gehabt haben...
Die hier recht wenigen Mit- Verkehrsteilnehmer fahren schon deutlich ruhiger. Oft ja alleine auf weiter Flur fehlt wohl doch der Hahnenkampf.
Auf diesen Straßen machen wir aber schon deutlich Bekanntschaft mit den Ursachen oft beschriebener Fahrwerksprobleme, gelösten Schrauben und gebrochener Federn. Tadellose Fahrbahn und solche mit allermiesester, hunderte Male geflickter Oberfläche mit Löchern an den blödesten Stellen (weil man doch gerade da seine Räder hinlenkt) wechseln sich stetig ab. Wie erwartet.
Näher in Richtung Sankt Petersburg führen diese Landstraßen immer öfter auf die Hauptstraße. Man kommt nicht mehr drum herum und landet so bald auf der Autobahn, die dann endlich in diese 5 Millionen Einwohner zählende Großstadt mündet. Selbstverständlich wieder mit Autos, die überall und in jeder Situation überholen. Wir sind ja mal auf die Innenstadt gespannt.
Zwar nicht gesittet, wie ich den Verkehr in London kenne, Fahrbahnmarkierungen fehlen hier größtenteils und ebenfalls große Löcher im Asphalt erfordern oft Slalomfahrten. Im Gegensatz zur Anfahrt auf die Stadt herrscht dort jedoch eigentlich richtig Sitte und Anstand.

Die Eremitage, für viele Leute fast ein Grund zum ausflippen.
Wenn wir Zuhause nur den Namen Saint Petersburg aussprachen, folgte die Frage, ob wir uns denn nicht auch die Eremitage dort "vorgenommen" hätten.
Hatten wir. Irgendwie waren wir auch schon lange auf dieses, eines der weltweit berühmtesten Museen gespannt.

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Nicht nur, dass wir uns an diesem Tag angemessen zwischen Milliarden Euros zählenden Werten bewegten, sicher werden dort besuchstäglich auch viele Millionen Fotos geschossen. Erwartungsvoll ist die Stimmung bei jedem, nach dem Passieren der Eingangshalle.

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Wenn man vorher wissen würde, was einem da für eine Fülle in Sachen Kunst serviert wurde, würde man es vielleicht nicht glauben, oder wenigstens eine gute Woche für den Besuch dort einplanen. Da das aber die ganz seltene Ausnahme zu sein scheint, werden die Besuchergesichter schnell immer müder und desinteressierter. Zitat eines französischen Paares "Bis hier her haben wir es geschafft, da müssen wir jetzt auch noch durch."

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Uns ging es um keinen Deut besser.

Die Iris war tapfer und verstellte die Sicht zu den "Aufsichtsdamen" und meinem Fotoapparat, wenn hie und da für Werke ein Fotografierverbot bestand.

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Ich hielt mich mit dem Ablichten der Werke leicht zurück und konzentrierte mich hauptsächlich auf lebendige Objekte, oder auch die, die solch einen Anschein erwecken sollten.

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Nach dem Passieren des Ausgangs fragte ich die Iris ob sie in Kürze denn noch einmal, und wenn geschenkt, solch einen Besuch dort machen würde: "Frag mich doch mal in einer Woche wieder", war die Antwort.
Später kam dann aber doch ein wohlüberlegtes "Nein!".
Es war einfach alles zu viel. Vielleicht nur für uns?!
Mit 1000,00 Rubel, ca. € 25,00 für 2 Personen incl. einer Fotoerlaubnis war der Eintritt zwar zu bezahlen, für Einwohner Russlands galt jedoch 700,00 Rubel für die selbe Leistung. Macht mich leicht nachdenklich.
Wer die Eremitage allerdings am 1. Donnerstag im jeweiligen Monat besucht, zählt zu den 1. Siegern: Dann ist der Eintritt frei!

Unter den Besuchern im Museum gab es schon die eine oder andere deutsche Stimme. Deren Klangkörper waren aber offensichtlich fast alle eingeflogen. Fahrzeuge mit deutschen Kennzeichen sahen wir bisher noch keine!
Keine? Da gab es doch aber eine (in Worten EINE) Ausnahme. Das war allerdings nicht so einfach ein Fahrzeug, sondern immerhin ein VW Bulli T3!
Bis zu diesem Zeitpunkt sahen wir allerdings auch kein einziges weiteres Wohnmobil, gleich welcher Nationalität.

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Einen recht luftigen Standplatz für unsere Nächte fanden wir am Golf von Finnland, auf einem ehemaligen Wohnmobilstellplatz, direkt zwischen schwer bewachten Regierungs- Empfangspalästen und einer Marina. Die Entsorgung fürs Porta Potti funktionierte noch bestens.

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Wir fühlten uns irgendwie auch gut bewacht. Bewacht von einer übergroßen Bronzestatue Peters des Großen, im größten Land der Erde.

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Auf dem Weg heraus aus Saint Petersburg gab es dann noch einen Leckerbissen für unseren Fotoapparat. Kurz bevor sie jetzt in eine Restaurierungswerft verschwindet, konnten wir noch die Aurora fotografieren.
Von den Matrosen aus Kronstadt auf der Aurora gingen die ersten Schüsse auf den Winterpalast mit dem letzten russischen Zaren, die die Oktoberrevolution einleiteten.

So, genug aus dem Osten für dieses Mal.
Die Sterne stehen offensichtlich gut, dass der nächste Reisebericht nicht solch einen riesigen Abstand haben wird, von diesem.

Schreibt uns auch recht fleißig, was sich so alles bei Euch getan hat
und seid wieder recht herzlich gegrüßt

von der Iris und ihrem älteren Roland

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Jammernswertes
Verfasst am: Mo Jul 29, 2013 12:28 pm


Hallo,

wer seit unserem letzten Bericht auch den parallel im Technikbereich unseres VW Forums der IG Syncro 16“ , von den Problemen "Hitzewallungen"unserer heiligen Kuh, gelesen hat, weiß dass unsere Reise bei weitem nicht nur positiv verlief.

Seit Estland häufte sich so manches Unangenehme:
Angefangen mit dem Insektenproblem.
Das erste Mal im Baltikum, vor ca. 19 Jahren brauchten wir überhaupt nie Moskitonetz oder Chemie für die Haut. Dieses Mal waren wir für diese Viecher aber dermaßen attraktiv, dass für uns kein Spaß übrig blieb.
Unsere Einreise von Estland nach Russland erwies sich zu unserer gewählten Jahreszeit als suboptimal. Oder besser noch, als Fehler.
Wer die Landkarte darauf hin anschaut, findet deutlich Hinweise dass sich ein Sumpf an den anderen reiht. Konsequenz daraus war für uns wiederum, dass wir enorme Probleme mit der Standplatzsuche zum übernachten hatten.

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Da wir möglichst nie jemand direkt vor seinem Grundstück belästigen wollen, andererseits dort auch nicht Gesten der oft üblichen Gastfreundschaft herbei provozieren möchten, verbieten sich für uns Standplätze dort.
Andere waren äußerst rar.
Ausreichend gerade Plätze, die nicht landwirtschaftlich bebaut, waren in der Regel die Müllkippe der umliegenden Anwesen.
Wer sich jetzt noch an die allabendlichen Wetterkarten vom Sommer 2013 im Fernsehen erinnert, weiß von einer großen Hitzewelle in Russland, während man in Deutschland bibberte und große Hochwasser vor sich hatte.
Statt gemütlicher Abende im Campingstuhl vor dem Auto gab es nur die totale Abwehr gegen Mücken, Bremsen und Fliegen, wobei letztere in der Art der Kamikazeflieger voll Angriff auf unsere Haut und Haare flogen. Das dann auch noch in einer Größe, nicht gerade die von Pferden, mindestens aber die von Einhörnern. Fastungelogen!
Zeitgleich gab es hier im IG Forum eine Diskussion über den möglichst erfolgreichsten Kampf gegen solche Plagegeister. Für uns blieb nur: Für die eingesperrten Stunden im stehenden Auto eine totale "Vergazeierung"aller Fensteröffnungen bei händigem ermorden möglichst aller blinder Passagiere. Letztes war da dann oft die Hauptbeschäftigung bis zum Einschlafen. Danach war dann aber Ruhe unter unserem Passform-Moskitonetz für das Bett.
Irgend einen Grund wird es ja wohl haben:
In Ortschaften fand eben geschriebenes nicht statt!

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Wie oben schon angedeutet, zeigten die Instrumente unseres VW Bullis eine von Tag zu Tag steigende Kühlwassertemperatur an. Das, nachdem wir das Treibstoffversorgungssystem wieder von Pflanzenöl auf Diesel umgestellt hatten, da Pflanzenöl in Russland preislich nicht mehr attraktiv ist. Fälschlicherweise vermuteten wir dies als den Grund des Übels.
Für uns Hirten unserer heiligen Kuh begann ein Martyrium, welches so an die 3 Wochen anhielt. Unter diesem Link

klickt doch mal hier (dann kommt mittlerweile leider nur noch "Error 404", da das IG Syncro 16" Forum unglücklicherweise gestorben wurde.)

hatten wir unsere Bemühungen bis zur Lösung auch technisch interessierten Mitlesern dargestellt.
Bis wir in Moskau dann bei den dortigen Freunden des VW Bus Fan Club Russland endgültig die Lösung angehen konnten (ein elektronisches Bauteil der Temperaturanzeige war ausgefallen und unser, wohl doch schon zu alter, Wasserkühler litt unter Verstopfung), haben wir mindestens 30 Mal einen mehr oder weniger großen, aber nicht hilfreichen Eingriff machen müssen.

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Werkstattbesuche brachten ein anderes Problem zutage: Mit Deutsch-, Englisch- oder Französischkenntnissen unserer Gegenüber, oder Russischkenntnisse unsererseits hätten wir wenigstens vermeiden können, dass jeder Werkstattchef das Problem "zu hohe Kühlwasseranzeige"immer wieder beim buchstäblichen A beginnen wollte: Blick in den Wasservorratsbehälter, Frage nach Wasserpumpe, Thermostat, Keilriemenspannung u.s.w.. Wir konnten, wegen allgemein mangelnder Fremdsprachkenntnisse, einfach nie klar machen, was wir alles schon selbst an Ursachen ausgeschlossen hatten.
Schließlich schrieb ich das Punkt für Punkt nieder, um mich mittels Google Übersetzer auch auf Russisch mitteilen zu können. Natürlich streikte da dann unsere eigene Internetverbindung zu Google. Ein Freund im deutschen IG Syncro 16"- Forum sandte uns im Forum die russische Übersetzung, die zwar Erklärung für die russischen Mechaniker brachte, aber trotzdem nur Ratlosigkeit hinterließ. Die offizielle VW Vertretung in Jaroslavl, der Stadt in der wir am längsten in einem Ort an unserem Problem herumdokterten, wollte uns unbedingt eine neue Zylinderkopfdichtung verbauen...
Zur Geschäftsmoral der verschiedenen Werkstätten ist noch sehr wichtig anzumerken:
Bis auf die eine Werkstatt, der ich (total überredet) das Kühlwasserthermostat ausbauen ließ, konnten wir nirgendwo auch nur einen Rubel bezahlen. Trotz oft stundenlangem recherchieren hieß es jedes Mal "kein Resultat, keine Bezahlung". Schier unglaublich.

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Den wichtigsten Rückhalt bekamen wir von der deutschen IG Syncro16"Gemeinde per Beiträge im Forum. Im Endeffekt dann ja auch die Lösung.
Bis zum Ende dieser 3 Wochen bedeutete dies, mit steigender Tendenz, eine immer größere Ratlosigkeit, weil wir doch fast alles Erdenkliche schon ausgeschlossen hatten. Die meisten der Reparaturstopps fanden am Straßenrand, neben eben diesen schon erwähnten Müllkippen statt. Natürlich waren wir da wieder ein totales Angriffsziel der fliegenden Plagegeister der Sümpfe. Wenn es darauf dann zu einer neuen Probefahrt weiterging, die doch wieder nur einen Misserfolg zeigte, hieß es nach kurzem, sämtliche Innenraumheizungen aufdrehen um die angezeigte Kühlwassertemperatur abzusenken. Heizungen, die ja eigentlich für Außentemperaturen von -32°C und nicht von unseren hier herrschenden +32°C ausgelegt sind. Da wir überwiegend gen Süden fuhren, hatte die Iris zu unseren täglichen Hauptreisestunden auch noch die Sonne buchstäblich auf ihrer Seite.
So ward dann aus meiner Computerfreakadelle bald eine Art Grillhähnchen. Hier auch, etwas ostdeutsch, Broiler genannt.
Dass sie inmitten dieser Situation dann aber einmal mein schwaches, resignierendes "dann sollten wir uns vielleicht doch so langsam in Richtung Heimat bewegen..."entschieden von sich wies, werde ich wohl kaum gut machen können.
Um dem Ganzen auch noch einen gewissen makabren Touch zu geben, sind an lukrativen Stellen für einen Berufszweig auch noch Telefonnummern hinter kyrillischen Buchstaben groß annonciert:

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Nachdem wir den "Evakuierer"als Abschleppdienst eingestuft hatten, sahen wir auf jedem Ast nur noch Aasgeier. Woher wohl diese Verbindung?

Um die Jammerei nicht all zu abrupt abzubrechen, soll hier auch noch vom Wasser die Rede sein:
Bis Estland war es kein Problem immer genügend Wasser, z.B. auf einem Campingplatz, vorher auch aus öffentlichen Hähnen, auch auf Friedhöfen für den eigenen Tank zu bunkern. Ab der russischen Grenze war damit Schluss. Campingplätze fanden wir bisher nur in Saint Petersburg, einmal Wasser an einer Tankstelle, allerdings aus einem fragwürdigen Tank, gut für die Windschutzscheibe oder zur Not auch den Wasserkühler. Auf Friedhöfen zieht man das Blumenwasser aus Brunnen. Wir murmelten automatisch etwas von Leichenwasser... Gut, weit ab von Friedhöfen hatte auch fast jedes Anwesen seinen eigenen Brunnen. Dafür fühlten wir uns aber noch nicht reif genug, zweifeln doch erst einmal an der Wasserqualität. Unseren fabrikneuen Katadyn- Wasserfilter wollen wir nur im Notfall in Betrieb nehmen. Als wir gerade, neben dem schon immer üblichen Trinkwasser, auch drei 8 Liter Plastikflaschen aus dem Supermarkt zum waschen gekauft hatten, fanden wir unseren ersten öffentlichen Wasserspender.
Was wir bis zu diesem Zeitpunkt mit dem Wasser zauberten, nannte die Iris "Pfützenmanagement"!
In Jaroslavl war das auch mit ein Grund, warum unser Tempo bei den Aktivitäten um unser Kühlwassertemperaturproblem einen offensichtlich so trägen Eindruck machen konnte. Um aber irgendwo in einer Werkstatt oder Ersatzteilgeschäft auftreten zu können, war es schon angebracht, nicht gerade zu müffeln. Also Wasser für die Hygiene bunkern.
Auch war die Entsorgung unseres Pottiinhaltes nicht in der Stadt möglich. Also auch deshalb täglich raus in die Botanik, wo man ihn dieser anvertrauen kann.
Lebensmittel einkaufen. Da hatten wir bald unsere bevorzugten Adressen.
Für die verschiedenen Reparaturversuche fanden wir ebenfalls einen jeweils geeigneten Platz. Hier eine öffentliche Rampe, wie sie allenthalben an viel frequentierten Verkehrswegen jedermann zur Verfügung steht.
Wo das Motoröl nach dem Wechsel in der Regel aufzufinden ist, sieht man hier unter meinen Füßen. Untergelegte Bretter, Steine, Teppiche und vieles andere mehr, lassen die Arbeitshöhe unter dem Auto immer kürzer werden. Hier hatte ich noch Glück, als Schrumpfgermane.

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Jaroslavl ist eine Großstadt! Da kommen insgesamt schon eine Menge Kilometer zusammen. Dank der bald im Navi gespeicherten POI´s war wenigstens die Orientierung kein Problem.

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An diesem schönen Schattenplatz übernachteten wir alleine 5 Nächte hintereinander. Auf der einen Seite die Wolga, auf der anderen eine recht geschäftige Hauptstraße. Ungestört! Das können wir uns in Deutschland so nicht vorstellen.

Solch einen negativen Bericht wollen wir niiie wieder schreiben müssen.
In der Planung ist der nächste schon fast fertig.

Schöne Grüße wieder einmal aus Russland

von der Iris mit ihrem älteren Roland
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Großstädtisches
Verfasst am: Mi Aug 07, 2013 5:53 pm


Hallo,

Moskau.
Na ja, mit Moskau hatte man schon Bücher gefüllt.
Was haben wir uns nicht alles über diese Stadt unangenehmes anhören müssen, bevor wir in Moskau waren,
Es war aber nicht nur unsere kränkelnde heilige Kuh, die dann in Moskau ihren Veterinär finden sollte, sondern auch unsere Neugier, was an den Schauergeschichten denn wirklich dran sei. Wir steuerten Moskau an!
Als die Landstraßen auf Moskau zu immer mehr zur Autobahn wurden, sah alles noch furchtbar aus. Die Überholmanöver, der fast nur Vollgas fahrenden Autofahrer, aus jeder Situation heraus rechts auf dem Standstreifen, aber auch in jeder sich bietenden Lücke... Das endete dann in einem gigantischen Stau, der 38 Km vor Moskau begann, Kupplungen, Kühlwasser und Knautschzonen (bei den anderen) kostete und in Moskau dann überraschend endete.
Überraschend, weil hier meistens äußerst diszipliniert und zuvorkommend gefahren wird! Man gibt dem "schwächeren" schon einmal eine Chance. Wer den Pariser Verkehr kennt, erlebt hier vielfach angenehmeres.
Ausnahmen bestätigen das. Hummerfahrer, aber auch der anderer Marken mit ähnlichem zulässigem Gesamtgewicht. Grundsätzlich gilt schon, wenn von hinten ein blitzsauberes, dickes und schwarzes Auto heran rauscht, dessen Fahrer hat kräftige Ellenbogen!

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Für uns haben die Verkehrsplaner bisher in Russland fast ein Wunder vollbracht:
Es gibt keine Parkscheinautomaten, keine Parkscheiben und auch keine sonstigen Parkzeitbeschränkungen an sämtlichen nur denkbaren Knotenpunkten!
Zwar werden hin und wieder behindernde Autos abgeschleppt, dessen Fahrer haben es dann aber all zu dämlich getrieben und besaßen vor allem nicht die Autos mit oben erwähnter Gewichtsklasse incl. blankem Lack.
Überall im Land, fanden wir selbstverständlich einen guten Parkplatz. Ob vor der Eremitage in Saint Petersburg, aber auch beim Moskauer Kreml und vor jedem Einkaufladen oder Sehenswürdigkeit.

Die Verkehrsampeln zeigen, ähnlich wie in Österreich, grünes Blinklicht vor dem Gelb/ Rot. Meistens sogar noch mit herunterzählender Sekundenangabe der Restzeit. Sehr beruhigend.
Vor Zebrastreifen halten die Autofahrer sicher, wenn Fußgänger ihn queren.
Durchgezogene Mittelstreifen und Überholverbote werden sehr genau beachtet. Wieso dann die oft selben (?) Autofahrer brutal rechts auf dem Standstreifen u.s.w. überholen bleibt ein Rätsel. Da werden sie schon recht gerne von der Polizei abgefangen.

Die russische Polizei, Hauptgrund vieler Warnungen Kenner Russlands, aber auch sehr vieler "dem Hörensagen nach Kenner".
Sie sei so ziemlich hinter jeder Ecke präsent und immer darauf aus, Autofahrern eine Strafe abzuverlangen. Berechtigt, oder auch nicht. Möglichst in die eigene Tasche. Also total korrupt.
Ich erkläre hier feierlich, dass das von mir geschriebene von keiner Seite (staatliches Fremdenverkehrsamt, Polizeidirektion o.ä.) subventioniert wird! Denn:
Nach mittlerweile 2 Monaten und 3 Tagen in Russland sind wir überhaupt nur ein einziges Mal kontrolliert worden. An einer allgemeinen, festen Kontrollstelle in Elista, der Hauptstadt der autonomen Republik Kalmückiens. Wie jeder andere auch.
Hoffentlich bleibt das auch so für die weitere Zeit hier...

Moskau ist in seiner Größe ein Moloch in jeder Beziehung.
Es gibt von allem viel und das in gigantischen Dimensionen.
Die Hauptverbindungsstraßen sind in äußerst gutem Zustand, von gewaltig breiten Maßen und extrem sauber gehalten. Wir sahen hier die modernsten Reinigungsmaschinen:

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Als ich einmal in einem besonders großem Kreisverkehr die Ausfahrt verpasste, meinte die Stimme unseres Navis nicht "fahren Sie die ...te Straße rechts", sondern "fahren Sie einen Kilometer und dann rechts abbiegen".

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Als wir schon viele Kilometer weit durch ähnlich ausschauende Wohngebiete fuhren, meinte die Iris "Besoffen darfst du da abends nicht deine Wohnung suchen müssen...".
Es gibt natürlich auch noch das "andere" Moskau. Schließlich ist diese Stadt nicht nur während der letzten 20 Jahre entstanden.

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Charme, vielleicht aus den 1960er Jahren, strahlen da so manche Gebäude aus.

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Etwas, von den Hauptstraßen abgelegen darf man auch schon wieder auf die Fahrbahnbeschaffenheit achten.

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Sehr gut, oft im Gegensatz zum restlichen von uns bisher besuchten Landesteil, ist hier das Thema Müll gelöst. Auch in den "Nichtparadestadtteilen" geht alles seine geordneten Bahnen.
Besser wie bei uns zuhause gelöst, finden wir hier die Sperrmüllabfuhr. Gleich neben den Hausmüllsammelstellen (offenbar keinerlei "individuelle" Preisgestaltung) ist Platz für den anfallenden Schrank oder Teppich, o.ä.. Da bleibt auch der Stadtteilpark verschont!

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Nicht immer so prunkvoll hat aber auch hier eine gewisse Esskultur alle Stadtteile eingenommen. Da gibt es keine der berühmten und total guten Pelmelis oder Soljanka. Warum auch?
Geschäfte lassen sich auch hier mit allem möglichem machen:

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Im Supermarkt.

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Im Nobelrestaurant.

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Aber auch danach.
Für ca. 66 Eurocent darf man hier neben dieser Dame seine eigenen verrichten.

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N 55.65775 O 37.81528
Geodaten geben wir nicht gerne all zu viele von uns. Damit wird oft Schindluder getrieben.
Hier dürfen Reise-, aber auch Wohnmobilisten aller Art sich ihrer getätigten Geschäfte entledigen.
Eine vernünftige Entsorgungsmöglichkeit für ein duftes Porta Potti in Moskau verraten wir aber gerne.

In Moskau war doch aber noch was?
Ein Muss?
Na klar, auch für uns.

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Der rote Platz.

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Vor den ehrwürdigen Mauern des Kremls wurden sicher schon viele Geschäfte getätigt. Wohl aber nicht lange solche, wie dieses Angebot an Fotos in Farbe, in unserer Zeit der Digitalfotografie.

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Geschäfte gehobenen Kalibers macht an der anderen Platzseite seit mittlerweile 120 Jahren der berühmteste Einzelhändler Russlands, das Kaufhaus GUM.
Trotz seiner Berühmtheit stahl ihm dort vor einigen Jahren ein gewisser Herr Rust die Schau, als er mit seinem Flugzeug vor dessen Mauern landete.

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Zur Jubelfeier hat man standesgemäß das Haus Dior verpflichtet, für Blickfang, Düfte und sonstigen Budenzauber zu sorgen.

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Logisch dass da sämtliche Traditionen, auf die man stolz ist, mit verpflichtet werden.

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Mit "Do swidanja" "auf wieder sehen" meint das Kaufhaus GUM wahrscheinlich, dass es sich freut, wenn man wieder einmal mit seiner Kreditkarte vorbeischaut.

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Rest in Russland?
Verfasst am: Do Aug 22, 2013 4:43 pm


Hallo,

wir hatten bei unserer Planung der Russlandreise ja auch den "Goldenen Ring", einen Ring von geschichtsträchtigen Städten im Raum nördlich von Moskau, in unsere leichtgewichtige Planung mit einbezogen. Da wollten wir, ähnlich wie die Eremitage in Saint Petersburg, anschauen, was man dann alles so "gesehen haben muss".
Das ging mit uns nicht lange gut. Lag es an einer gewissen Übersättigung, Kunst und Kunsthandwerk zu bewundern, oder änderte sich unsere Einstellung zur Präsentation von Baudenkmälern allgemein?
Die Wirklichkeit der russisch orthodoxen Kirchenbauten hinkte hinter den Erwartungen auf keinen Fall hinterher. Mit Gold muss jetzt, bei den Restaurationsarbeiten nach der langen Pause durch andersgeartete politische Vorgaben, offensichtlich nicht mehr gespart werden.

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Was jetzt so fertig da steht, kann sich wirklich sehen lassen, bei interessierten.

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Gewisse Kirchenbauten sind offensichtlich zu Museen umgewidmet und öffnen sich gegen Zahlung eines Obolus.
Andere schließen uns einfach ganz aus:

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Es tut mir wirklich richtig weh, hier ein Foto in dieser Qualität zu veröffentlichen. Normalerweise wird so etwas am Abend seiner Entstehung gelöscht. Bitte verzeiht das hier.
Schon vor Saint Petersburg standen wir ein paar Mal vor verschlossenen Kirchentoren. Nun gut, das gibt es bei uns zuhause auch. Dahinter befinden sich eben Werte, für die viele empfänglich sind. Somit halten sich unsere Besuche eben aus verschiedenen Gründen in engeren Grenzen.

Mitte Juli sind wir dann ja doch noch wirklich da angekommen, wo wir eigentlich die ganze Zeit der Reise schon sein wollten, in einer angenehmen und reisemobilgerechten Gegend:
Südlich von Moskau und Tula gab die Vegetation auf unserer Route endlich ein erstes Mal unseren Blick frei über eine lang vermisste Distanz.

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Insektenfrei, nachts abkühlend und meistens ein angenehmer Wind.
Aufatmen. Wir hatten endlich wieder das Gefühl, von diesem Ort wollen wir nicht wieder schnell einen besseren suchen. Hier kann auch mal lange aufgeschobenes am Auto, der Ausrüstung und dem PC erledigt werden.

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Ein weiteres Besuchsziel war für uns der Don!
Da der sich nicht rar macht für Neugierige fanden wir bei Donskoje seine Quelle in einer hervorragend präsentierten Umgebung, in einem schönen Park.

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Wohl dem, der so etwas in erreichbarer Nähe hat. Wie bei allen Sehenswürdigkeiten machen russische Familien nicht nur Ausflüge mit ihren Kindern hier her, sondern auch viele Hochzeitsgesellschaften mit den dazu gehörenden Fotografen. In Gegenden ohne ähnliches halten die nicht wenigen Ehrenmale der Sowjetarmee mit Panzern und anderem Kriegsgerät auch so die Erinnerung an den 2. Weltkrieg wach.

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Zeugnisse der Geschichte werden allenthalben mit Stolz dargestellt:

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Hier die Errungenschaften der Kosaken für den Don.

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Wolgograd. Als es noch Stalingrad hieß, war es der Wendepunkt des "Großen vaterländischen Krieges".
Eine gigantische Statue weist heute dort auf ein noch gigantischeres Verbrechen an viele Völker Europas hin.

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Weitaus lieber war uns unser Besuch im letzten geplanten Ziel, in Kalmückien.

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Im Osten des europäischen Russland bis zum Kaspischen Meer reichend, stellt Kalmückien eine Besonderheit dar.
Die Bewohner dieser autonomen Republik in Russland sind, als Nachkommen Tschingis Khans, Buddhisten. Somit einziges Volk mit dieser Religion in Europa.
In der Zeit unter Stalin wurden sie in ihrer Gesamtheit nach Sibirien deportiert, um nach dem Krieg wieder nach Kalmückien zurück zu kehren. Dort leben sie hauptsächlich als Hirtenvolk wieder eigenständig mit ihrer angestammten Religion.

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Nicht nur wegen ihres fernöstlichen Aussehens fühlten wir uns weit weg aus Russland versetzt. Gewaltige Unterschiede gab es auch im tagtäglichen normalen nebeneinander.
Seit der Einreise in Russland kam niemals jemand an unseren Standplatz um sich nach irgend etwas zu erkundigen. Wir beobachteten, absolut auch unter Russen selber, generelles wegschauen, was größte Hilfsbereitschaft nach einem ansprechen jedoch nicht ausschließt. Hier waren wir auf einmal wieder Ziel offen gezeigten Interesses. So, wie wir es immer bei Reisen in sehr entfernte Länder kennen. Man kam zum Auto, fragte nach dem woher und wohin, wollte von dem unbekannten Fahrzeug erfahren. Kurz so, wie wir selbst es auch halten.

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So ländlich die Gegend auch ist, Die Mobilfunkabdeckung ist meistens hervorragend! Ob der Schafhirte zu Pferde, der Kuhhirte zu Fuß oder die für den Melonenverkauf am Straßenrand abkommandierten Söhne oder Töchter, sie sind online per Handy, Laptop oder Tablett PC. Darin kaum ein Unterschied zur BRD.

Die Landwirtschaft hat in den Sommermonaten überall Hochkonjunktur. Sie ist während der Reise immer wichtiger Gegenstand unserer Beobachtungen.
Wir sehen Gegenden in denen alte Männer mühsam mit der Sense Gras mähen, andere in denen Maschinen von bisher nie gesehenen Ausmaßen den Boden bearbeiten.
Eine Abwechslung für uns durften wir bereitwillig bei einer anderen Art Landwirte fotografieren:

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Die Tank- und Servicestation der chemischen Feldbehandlung.
Ganz rechts der Servicetechniker und im schwarzen Hemd der Pilot. Der wog ungefähr doppelt so viel wie seine Ladung in dem blauen Kunststofffass im Flieger.
Vom Herrn im weißen Hemd wissen wir jetzt, dass er als Sowjetsoldat bei Königswusterhausen in der (Originalton) „Deutschen Demokratischen Republik“ stationiert war.

Von der abgeleisteten Militärzeit in der DDR bekommen wir sehr oft und von allen möglichen Leuten erzählt. Da die "einfachen Soldaten" in der Regel kaum Kontakt zu Bürgern hatten, beschränkt sich deren deutscher Sprachschatz meist auf den Namen der Garnisonsstadt und eben auf "Deutsche Demokratische Republik". Schade.

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N 50.57575
O 40.98710
Dass wir davon noch nie gehört oder gelesen hatten...
Das hier könnten wir glatt als Toskana verkaufen. Sie stellt einen einzigen Reisemobilstellplatz dar.
Jedem seinen Feldherrenhügel mit freiem Blick in freie Landschaft.

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Vor einiger Zeit erwähnte ich schon die Gastfreundschaft in diesem Land.
Als wir seiner Frau mit deren Kindern bereitwillig von Bus und Reise "erzählten", kam dieser Imker anschließend einige Kilometer zu Fuß extra zu uns gelaufen, um sich mit einem dicken Glas Honig dafür erkenntlich zu zeigen. Widerrede zwecklos.

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Hier erkundigten wir uns nur nach der Existenz eines Weges, um sofort zum Essen eingeladen zu werden.

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Ein "harmloses" herumstehen an einem tscherkessischen Fluss artete kurzerhand nicht nur in die Gabe einer riesigen Menge Obst aus, sondern dazu noch in einer Einladungskaskade, die auch am nächsten Morgen wiederholt, dann nicht mehr abzulehnen war.

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Dieses Mal in der Familie eines pensionierten, ehemaligen, Militärjuristen. Dort lernten wir das feiern kennen, wie es eben in "gehobenen Kreisen" üblich ist: In einer Beziehung keinerlei Unterschied. Der Gast soll es auf jeden Fall besser haben, wie man selbst!
Hier gleich noch ein Buch mit seiner Widmung von A. Puschkin Literatur.

Da wir gleiches schon seit den 1970er Jahren kennen lernten, daheim in Deutschland aber auch die oft ganz andere Behandlung von Ausländern erlebten, haben wir immer mehr Schwierigkeit diese Offerten anzunehmen.


Ein immerwährendes Thema um Russland sind die Straßenverhältnisse.

Ursachen oft beschriebener Fahrwerksprobleme, gelösten Schrauben und gebrochener Federn. Tadellose Fahrbahn und solche mit allermiesester, hunderte Male geflickter Oberfläche mit Löchern an den blödesten Stellen (weil man doch gerade da seine Räder hinlenkt) wechseln sich stetig ab. Wie erwartet.

Letztes schrieb ich im 2. Reisebericht aus dem nördlichen Teil gen Saint Petersburg.
So sollte es auf vielen, in der Landkarte als "bessere" asphaltiert gekennzeichnete Straßen weitergehen.
Auf unserer Nord/Südstrecke im europäischen Russland gab es ähnliches immer wieder, aber nicht immer öfter, sondern immer seltener. In der Nähe von größeren Metropolen fanden wir Autobahnen, die auch bei uns diesen Namen verdient hätten. Dazwischen aber fanden wir immer wieder lange, auch tagelange, normale Strecken in 1a Zustand. Rechnen muss man aber zumindest bei jedem Wechsel in einen anderen Bezirk, aber auch sonst jederzeit, mit einem genauen Gegenteil der momentanen Straßenqualität.

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Fotos von unbefestigten Wegen kann ich nicht viele zeigen. Meistens sind sie nicht aussagekräftig, indem sie einen Schwierigkeitsgrad gar nicht zeigen:

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Bisher war dieses Schlammloch die einzige Stelle auf der bisherigen Reise, an der wir wahrscheinlich ohne unseren Allradantrieb, beide Differentialsperren und die noch sehr griffigen Allterrainreifen stecken geblieben wären.
Diesen Weg hätten wir aber nicht fahren müssen!
Mit einem Umweg (zurückfahren) wären wir auch ohne Allradantrieb an das damalige Tagesziel gekommen. In einer nasseren Jahreszeit dürfte das oft schlechter aussehen. Fahrer aller möglichen Geländefahrzeuge, brauchen trotzdem nicht verzweifeln. Hilfreich ist Allrad schon oft. Zusammen mit der kurzen Geländeübersetzung und guter Traktion ist manche Strecke "einfach so" zu fahren.
Gelegenheiten, den Syncro da zu versenken, wo sonst kein Fahrzeug mehr hinkommt, gibt es allenthalben auch. Unser Ehrgeiz besteht aber tagtäglich darin, die heilige Kuh so zu fahren, dass sie schlussendlich wieder in ihrem Heimatstall wiederkäuen kann.
Es braucht niemand, der bei einer Russlandreise "Off Road" schnuppern will, Angst haben außen vor zu bleiben. Man hat das laufend selbst in der Hand.

Von zuhause aus sollen dann Videoaufnahmen auch noch entsprechende Eindrücke wiedergeben.

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Schon einen Tag nach dem putzen des Luftfilters kann der Zyklonvorsatz schon wieder so aussehen.
Den 1. Filter hab ich dann nach ca. 8000 Km ersetzt. Nach mehrmaligem ausklopfen .
Momentan zeigt unser Kilometerzähler übrigens 9000 auf dieser Reise zurückgelegte Kilometer. Einen Reservefilter haben wir noch.

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Da gewiss nicht nur T3 Syncro Fahrer hier lesen, muss ich zum Thema noch berichten:

Am 14. August trafen wir die ersten "Autotraveller" auf dieser Fahrt überhaupt. In Kislovodsk, schon tief im Kaukasus trafen wir Malene und Marco, ein dänisch/ italienisches Paar. Diese, eigentlich doch viel versprechende Mischung bewahrte die beiden jedoch nicht vor einer wieder einmal von Landyfahrern nachgeplapperten Aussage, nachdem sie ihre momentane Streckenplanung erklärten, "aber da könnt Ihr nicht fahren".
Wir fuhren diese Strecke selbstverständlich. Leider ohne vielleicht interessante Reiseteilstreckenbegleitung.

Ein Ziel für manche kranke Kaukasustouristen ist dieses Kislovodsk. Ein Trink- und Badekurort, der vielen in westlicheren Ländern nicht hinterher hinkt!
Da kann man das Wort mondän schon anwenden.
Als Leckerbissen, noch, anderer Art geht von dort aber eine Straße in Richtung Elbrus, dem höchsten Berg Europas.
Nach 85 Km quellen an verschiedenen Stellen in 2376 m Höhe, dem Hörensagen nach, wahre Wunderwasser in reicher Menge aus dem Boden. Als Stehbad eingerichtet, getrennte Badezeiten für Weiblein und Männlein, aber auch als Trinkquelle gegen alle möglichen Wehwehchen sind die Wasser so berühmt, dass mit enormen Kostenaufwand eine moderne Asphaltstraße dort hin (SPA, Skilifte, Hotels, Travel Agenturen für Bergtouren u.s.w. sind wohl geplant) gebaut wird. Ca. 40 Km davon sind schon fertig, der Rest ist momentan so eine normale Baustellenpiste, die die Kenner normaler Bergstrecken allgemein verwünschen.

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Am momentanen Hauptziel trafen sich um diese Jahreszeit bis zum letzten Jahr wohl noch ca. 20 bis 30 Grüppchen um hier die Geschenke der Natur zu genießen. Dieses Mal waren wir mindestens 250 davon. Wohl das übliche Ergebnis allgemein wachsenden Wohlstands mit seinen Informationsmöglichkeiten.

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Für uns gab es in diesem Camp eine ganz neuartige Atmosphäre zu entdecken. Die Zusammensetzung der einzelnen Grüppchen und Familien war international. Da Russland ja ein wirklicher Vielvölkerstaat ist, hatten die Fahrzeuge trotzdem fast alle russische Kennzeichen.

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Rheuma und andere Probleme kennen keine Grenzen

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Solch eine Harmonie gab es allerdings nicht zwischen allen Nachbarn.
Wir als die "Nemze" hatten es da doch einfach. Konnten wir doch zu allen hingehen, uns mit jedem auf ein Schwätzchen versuchen. Bei denen wurden wir aber oft gewarnt. Gewarnt, mit den anderen doch bitteschön etwas vorsichtiger zu sein, die wären nicht immer alle so gesittet wie man selber. Für uns ein weiterer Beweis, dass auch Rassismus international ist.

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Sehr viel Gemeinsamkeit gab es dann aber beim Bewundern dieses Naturereignisses.

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Manch anderes Bewundern (?) fand dann aber doch nur klammheimlich statt.


Ich schrieb über die Polizeipräsenz während unserer Reise in Russland und die Behandlung die wir erfuhren.
Jetzt sind wir gerade in Vladikavkaz, in Nordossetien und bereiten uns auf unsere Ausreise nach Georgien vor. Seit Kalmückien bedeutet das, dass wir einige Grenzen autonomer Republiken innerhalb Russlands gequert haben. Offensichtlich hat jede dieser Republiken irgendwo feste Kontrollstellen, an denen jedes Fahrzeug nach irgend welchen Gesichtspunkten kontrolliert wird. So auch wir.
Wir erlebten bei keiner auch nur die kleinste Unregelmäßigkeit, Schikane oder gar Korruptionsversuch! Das "allerschärfste" war ein kurzer Blick in unsere Reisepässe.
Wenn wir da an unsere Erlebnisse in Mitteleuropa zurückdenken, Schweizer Grenzen, Österreichsche Grenzen (ja wir haben eben das entsprechende Alter) oder auch Checkpoint Charlie u.s.w., dürfen wir hier über wirklich nichts derartiges maulen.
Letzteres nur, weil wir vor unserer Reise doch immer wieder vor diesen Unmöglichkeiten gewarnt wurden.


Aus Russland wird dieses unser letzter Reisebericht sein.
Wie unsere Internetverbindung nach der Grenze aussehen wird, wissen wir noch nicht.

Über unser Erlebtes gibt es noch sehr viel, was ich eigentlich nicht für mich behalten möchte.
Es gibt noch viele Fotos, zu denen ebenfalls viel zu berichten ist.
Wir haben auch noch viele Videoaufnahmen "in der Kiste", von denen ich gerne etliches zeigen will. All das soll dann von zuhause aus stattfinden, weil wir in erster Linie hier unterwegs einfach die Zeit für den notwendigen Aufwand nicht abzweigen wollen, aber auch nicht die www- Möglichkeiten wie zuhause besitzen.


Hinter der russischen Grenze treibt uns kein auslaufendes Visa mehr vorwärts.
Grob planen wir interessantes neues in Georgien kennen zu lernen. Dann werden wir wahrscheinlich über die Türkei den Rückweg in die Heimat einschlagen.
Schau´n wir mal, dann sehn wir schon...
Irgendwie werde ich davon weiter berichten.

Diesen Teil "Russland" hier im Forum der IG 16" habe ich nicht gemietet!
Ich würde mich freuen wenn hier andere, allgemein interessierendes zu Russland veröffentlichen würden. Weiteren Interessierten könnte das dann vielleicht auch weiter helfen.

Schöne Grüße aus Vladikavkaz
senden dieses Mal wieder

die Iris mit ihrem älteren Roland

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Rolandderältere,
mit Reisemobil VW T3 15" Syncro,
seiner heiligen Kuh,
und 74 seit 1971 mit VW Bulli bereisten Ländern
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Rolandderältere
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Russland | "vor der Krim" 2. Teil

Beitrag von Rolandderältere »

Dann soll es mal weiter gehen im Kaukasus:

Georgien
Verfasst am: So Sep 15, 2013 8:02 pm

Hallo,

in bester Laune können wir jetzt aus Georgien weiter berichten.

Unsere Ausreise aus Russland verlief, mittlerweile erwartungsgemäß, reibungslos.
Die Kontrolle der Zolldeklaration beschränkte sich auf einen Vergleich mit dem Nummernschild unserer heiligen Kuh.
Dann am Polizeischalter eine gründliche Kontrolle wohl sämtlicher Sicherheitsmerkmale, die unsere Russlandvisa und Reisepässe so in sich tragen: "Do swidanija"!
Das war´s.
Die schon im 2. Reisebericht erwähnte Frage nach unserer Registrierung blieb aus.
Für Reisende im Reise-Wohnmobil wohl wirklich kein Thema mehr.
Uff.

Am 25. August kamen wir, nach ebenfalls problemloser und korrekter Grenzabfertigung ("Welcome to Georgia") über die letzte Schranke in das Land.

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Es begrüßte uns auf der Stelle mit einer seiner auffälligsten Eigenarten:
Die unmöglichsten Autofahrer, die wir jemals kennen lernten!
Chaotischstes vorwärts drängen vieler bis zur vollständigen Blockade der Fahrbahn. So etwas ist uns von Reisen schon bekannt. Allerdings Jahrzehnte zurückliegend. In Russland können wir uns das nicht vorstellen. Nicht an einem Kontrollpunkt, der von Staatsbeamten geführt wird.

Unser Bericht über Russland fing ja auch mit den besonderen Verkehrsregeln an, die man sich erst einmal zu eigen machen muss, dann konnte man schon gut damit zurecht kommen. Heute sind wir den 22. Tag in Georgien, haben 2 Mal die Hauptstadt durchfahren und müssen leider sagen: So nett, wie die Georgier allgemein auch sind, beim Autofahren sind zu viele absolutes Gegenteil, so dass es zum Russischen Roulett in Georgien wird.
Wieder ist es das überholen, ebenfalls das heran preschen an jegliches Hindernis, wie z.B. eine rote Ampel, Baustellenhindernis oder gar Fußgängergruppe: Mit Hupe und überhöhtem Tempo, aber auch quietschenden Reifen. Das ist für uns in dieser Größenordnung wirkliches Neuland. Voraussehendes fahren noch mehr gefragt...

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Erster Übernachtungsplatz war für 2 Tage bei der berühmten Kirche vor dem 5033m hohen Berg Kazbek, die Touristenattraktion im Nordosten schlechthin. Die ca. 6 Km Strecke vom letzten Ort dort hin ist recht schmal und teilweise haarig. Damit Reparaturarbeiten überhaupt statt finden können, finden sie unter den Augen der Polizei statt.

Vom letzten Dorf im Tal werden andere Touristen mit Allradtaxis und Pferde die Serpentinen hoch befördert. Sportlichere Typen gehen fast Luftlinie per Pedes. 1,2 Stunden Aufstieg benötigten die schnellsten, die wir dort sprachen. "Richtige" Alpinisten waren aber auch bis kurz vor dem Kazbekgipfel dabei.

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Die Fahrt dort hoch hatte sich für uns gelohnt! Sollten wir hier doch gleich einen Vorgeschmack von dem bekommen, was uns in Georgien auf ca. 70 % der von uns ausgewählten Strecken bevorstand.

Die 3 Monate in Russland hatten wir westeuropäische Touristen ein wenig vermisst. Hier trafen wir an den ersten 2 Tagen ein vielfaches. Selbst 3 weitere Autotouristen waren dabei.

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Was man nicht alles unter einen Bann stellen kann:

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Nicht nur die nackte Haut oberhalb der weißen Turnschuhe im Hintergrund waren in der Kirche tabu, auch die Jeansbeine der Iris mussten mittels Tuch noch einmal verhüllt werden!
Notstandsmaßnahme?

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In dieser engen Linksserpentine bergab konnten wir bequem für dieses Foto anhalten.

Dass das Moniereisen auf Reifenhöhe bergauf und bei Gegenlicht dem linken Vorderachsreifen verdammt nahe kam, lässt mir jetzt noch Schweiß ausbrechen...
Die Fahrer der Allradtaxis kennen dieses Eisen sicher.

Unsere 5 Reifen leben jetzt noch in einem prima Zustand.
"Am Kazbek" oben verabschiedete sich aber wortlos Iris ihr Laptop, der neuere von unseren beiden, in die ewigen (?) Jagdgründe. Außer dem Kühlerlüfter und Ladekontrolle tat sich absolut nichts mehr. Hardware!
Der Fachmann in Tiflis tauschte auf Verdacht einige Komponenten aus - Fehlanzeige. Er meinte, das wohl defekte Motherboard könne man in einigen Tagen wohl per Amazon aus dem Ausland kommen lassen...
Blöd, dass auf den Festplatten gerade soo viele Informationen über Georgien sind. Schlimmer aber noch, sämtliche Programme für unser Navi ebenfalls (dann nur noch zuhause auf unserer großen Festplatte). Die Navikarten selbst haben wir aber auf SD Speicherkarten.


Tiflis oder Tibilisi, wie es hier nicht nur geschrieben, sondern auch ausgesprochen wird.

Gegensätze, wie sie wohl schon per Gesetz zu einer Hauptstadt zu gehören scheinen. Der Potsdamer Platz und Neukölln bestätigen das in unserer Hauptstadt auch.

Als Stadt lang, ewig lang gezogen.

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Alte und neue Pracht und Reichtum neben alter Pracht und nicht mehr Reichtum.

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In Tiflis suchten wir wieder einmal eine Touristinformation auf. Eigentlich nichts verwerfliches. Dass wir uns dann aber an den Stellplatztip von dort hielten, sollte uns eigentlich nicht mehr passieren:
Am Turtellake befindet sich ein ganz nettes Freizeitzentrum. Hier selbstverständlich mit einem bewachten Parkplatz. Beim Eingang erkundigte ich mich mittels Händen und Fingern, was das Parken denn so koste. 2 Lari, ca. 1 € für 12 Stunden hieß es. Nun gut, also 2 € für uns Langschläfer. Passt schon.

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Nach dem Einschlafen, gegen Mitternacht, weckte uns dieser Parkwächter aber recht unsanft und forderte sofort 10 Lari. Wir waren wieder in einer Umgebung gelandet, die den Tourismus in jeglicher Variante kennt...
Keine 2 Minuten, da hatten wir das Gelände verlassen und fanden einen ruhigen Platz in einem Wäldchen. Stinksauer ob dieses Versuches der Erpressung.
Sofort kam wehmütige Erinnerung an "unser Russland" auf.

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Unter Touristen geht die Mär um, wegen des Kampfes gegen früher angeblich schlimme Korruption bei der Polizei werden jetzt sämtliche Polizeistationen als durchsichtige Glaspaläste gebaut?
Genau wie in Russland erlebten wir bisher auch in Georgien noch nicht den kleinsten derartigen Versuch.

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Das liebe Geld regiert auch die Reisewelt.
Für Diridari, Zaster, Pinkepinke, Moneten oder wie man zur Kohle noch sagen mag, sollte man irgendwie vorher schon gesorgt haben. Wie man heutzutage damit unterwegs aber klarkommt, dafür haben Ökonomen und Politiker erfolgreich einiges auf die Beine gestellt.
Zwischen den, von uns in den letzten Jahren bereisten, Ländern gibt es eigentlich keinerlei Probleme im Geldverkehr mehr. Ein Schwarzmarkt und somit Geldschmuggel über die Grenzen ist ausgestorben, weil nicht mehr lohnend. Normale Mengen von "Restgeld" kann man mit über die Grenze nehmen und bei einem zugelassenen Geldwechsler, zum angemessenen Kurs, in die neue Währung umtauschen.
Die wichtigste Errungenschaft ist für uns aber der eigentliche Geldnachschub bei einer Langreise per Geldkarte und "Bankomat".
Absolut gebührenfrei und zum offiziellen Tageskurs "zieht" man sich mittlerweile weltweit jegliche Währung. Wir mit der VISA Karte, unsere von der DKB (Deutsche Kreditbank) ähnlich gut gewiss aber mit Karten etlicher anderer Gesellschaften, die nur so um unsere Gunst werben.
Wenn man von zuhause per Vertrag mit der Bank auch noch die richtigen "Einstellungen" (limitieren der monatlichen Auszahlsumme) für diese Karte gemacht hat, vermeidet man auch absolut sicher, dass bei einem Kartenverlust auch noch das Konto leer geräumt werden kann.
Für Partner (z.B. Ehepaare) gibt die DKB- VISA sogar 2 gleichberechtigte Karten heraus, bei der die verbleibende nach einem Verlust der einen weiterhin voll funktionsfähig bleibt.
Wer für "den Ernstfall" daheim keine Eltern oder die richtig guten Freunde hat, die bei einer außergewöhnlichen Katastrophe aushelfen, kann mit seiner Bank immer noch eine Überweisung ausmachen, die telefonisch per Passwort auf den Weg geht.
Vor 3 Jahren machten wir in Südeuropa unseren letzten Versuch, mit Traveller Cheques unterwegs "flüssig" zu werden. Nie wieder!
Etliche Banken lehnten den Ankauf glattweg ab, andere berechneten eine Gebühr bis zu 5%. Die 6% Verlust, incl. 1% Kaufgebühr, taten somit schon weh.

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Bilderrätsel!
Wer kennt diesen Herrn denn noch?
Der Zustand seines Ehrenmals zeigt die wechselhafte Anerkennung die er selbst in seinem Geburtsland Georgien erlebte.
Heute gibt es hier etliche Stalinstraßen und auch neue Denkmale.

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Das Straßennetz in Georgien gibt wieder alles her, was man sich so denken kann.
Hochmoderne Autobahnstücke an der Grenze zu Südossetien, gepflegte Alleen in Adjara, der südwestlichen autonomen Republik mit der Hauptstadt Batumi, akzeptable Hauptverbindungsstraßen allenthalben. Dann Ortsverbindungen, die ich einfach nur "Altlasten" nennen kann. Wer einen aussagekräftigen Überblick über dieses Land gewinnen möchte, lernt somit alles kennen. Da wir in der offiziellen Landkarte der Touristinformation, aber auch in unserem Navi, sämtliche Straßenzustände gezeigt bekamen, die entweder Geschichte oder Zukunftsmusik waren, bewegten wir uns zu ca. 70 % unserer Fahrzeit auf federbrecherischen Pistenresten.
Auf dem Weg zu einigen Zielen mussten wir umdrehen. Zur Rkoni Brücke sogar bei der Anfahrt von beiden Seiten, die die Karte zeigte.
Vom Süden aus war, wohl wegen Erdrutsch, nur noch ein Fußweg übrig, vom Norden war es diese Furt, bei der der Treiber seiner heiligen Kuh streikte und alle Beteiligten diese Strecke bei der vorzeitigen Rückfahrt noch einmal genossen. Die Wassertiefe versprach ein zu großes Risiko mit der Aussicht, bei diesem Spiel den 2. Sieg davon zu tragen. Gewitter vor und nach diesem Tag dort stellten auch noch einen wesentlich höheren Wasserstand in Aussicht.
"Schisser"? Nun wenn ja, dann aber auch ein bekennender!

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Hier die Dandalo Brücke. Ungefähr so hätte ein Foto von der Rkoni Brücke ausschauen sollen.
Vielleicht gar mit einer Eigenproduktion von der heiligen Kuh drauf:

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Hier hat wohl jemand etwas dagegen, dass mit unserer heiligen Kuh auch noch was anderes gemacht wird, als zu reisen.
Ich auch!

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Mit dem Neuland ist dieser Tage so ziemlich Schluss.
Wahrscheinlich morgen werden wir über die Grenze in die Türkei fahren. Ab da sehen wir die weitere Fahrt bis nach Bayern dann als Rückreise an.
Wie beim letzten Bericht soll das dann erst wieder einmal heißen, dass unser www Zugang nicht sicher ist und der folgende Bericht wieder auf sich warten lassen kann.

Vertreibt Euch bitte diese Zeit nur mit angenehmen

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und seid von einem schönen Flussufer in der Nähe von Akhaltsikhe in Georgien
wieder einmal recht herzlich gegrüßt

von der Iris mit ihrem älteren Roland

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Türkei bis in den Heimatstall
Verfasst am: Sa Okt 26, 2013 1:07 pm

Hallo,

wie letztlich schon als möglich angekündigt, gab es dann bis nach Niederbayern kaum noch Internet für uns, vor allem wurde der Sog der heimischen Stallluft dermaßen stark, dass unterwegs keinerlei Zeit mehr für den Reisebericht übrig blieb.

Nun aber der Reihe nach:

Bevor wir an die türkische Grenze kamen, sollten wir doch noch einmal ein Problem(chen) am Kühlsystem unserer heiligen Kuh beheben. Noch einmal ein elektrisches. Hier wieder einen Link zur technischen Beschreibung in diesem Syncro Forum.
...Und mittlerweile wieder einmal nur noch die Trauernachricht: Das alte IG Syncro 16“ Forum ist Geschichte.

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Die Grenzkontrollen der Georgier und dann der Türken (wir kreuzten die Grenze bei Akhaltsikhe/ Posof) schienen irgendwie im Wettbewerb zu stehen:
Neben dem abstempeln der Pässe wollte wohl ein jeder alles auf eine noch kürzere "Belästigung" der deutschen Touristen bringen wie der andere.
Strahlende Augen nach unserem "see you again" zu den Georgiern und dann "Merhaba" bei den Türken.
Bei letzteren die Frage, ob wir schon einmal in der Türkei gewesen wären, beantwortete ich mit "Ja, zuerst 1968". Bei dem perfekt deutsch sprechenden Polizisten ergab das ein gewaltiges Lachen: "Da bin ich ja gerade geboren." Na ja, da musste ja sowieso alles in Ordnung sein...
Zollkontrolle auf beiden Seiten keine.

Die Türkei!
Wir querten sie vom fernen Osten nach Europa hauptsächlich am Schwarzen Meer entlang.

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Alles schwarz!

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Dieses Mal wieder voller extrem positiver Überraschungen.

Die Zeugnisse der enormen Bautätigkeit der letzten Jahrzehnte, zuletzt querten wir 1976 dieses Land, verblüfften uns ob ihrer Größenordnung.
Aber nicht nur. Vor 37 Jahren war in der ländlichen Türkei das Baumaterial überwiegend noch der Naturstein- heute fast nur noch industriell hergestellte Ziegel und Beton.
Hausfassaden hatten damals "DDR- Farbe", heute sehr oft die fröhlichsten bunten Anstriche. Auf vielen Dächern Solarthermie- Brauchwasserwärmer heimischer Produktion.

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Passende Bauklötze staunten wir, als wir dann bald erkannten, mit welchem Qualitätstandart der Bau der Straßen, Tunnels und Staustufen, also die wohl staatlichen Projekte, ausgeführt wird:
Die neuen Straßen entstehen so groß, dass sich das Verkehrsaufkommen noch vielfach vermehren kann. Man ist jetzt oft noch weit und breit alleine unterwegs (wir starteten in der östlichen Provinz Ardahan!). Die Fundamente reichen dermaßen weit in die Tiefe, dass alles wohl auch für tausend Jahre gut sein sollte. Oder aber für Erdbeben?
Die Tunnel würden glatt auf den ersten Stellen eines ADAC Tests stehen. GPS Empfang ist da drinnen natürlich Standart.

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Für den Staustufenbau wird die dafür notwendige Infrastruktur komplett in die Berge versetzt. An Ort und Stelle werden da ganze "Schottermühlen" und Betonwerke errichtet. Und, und und...
Bei all dem wird auch Wert auf gewisse Verträglichkeiten gelegt. Die Arbeitercamps machen einen blitzsauberen Eindruck, die notwendigen Umleitungen der alten Straßen sind meist schon besser als sie vor Baubeginn waren und, baustellenbedingte, Straßenverschmutzungen werden mittels Wassersprengwagen entschärft.
Auch die vielen Neubauten der Häuser in Städten und den meisten Dörfern veränderten "unsere" Türkei gewaltig.

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Die Weltmeisternation im grillen fand eine Lösung, den nachbarlichen Frieden auch bei innerstädtischer Rauchentwicklung zu erhalten. Schornsteinanschlüsse auf jedem Balkon.

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Wir wünschen ihr jetzt zu all dem, dass die Finanzierung dieser Anstrengungen auf stabileren Füßen steht, wie bei den südeuropäischen Beispielen.

Was sich auf unserem Wege zum Glück nicht veränderte, ist die Einstellung zu Reisenden, heute eben uns Touristen. Die überschwängliche Aufmerksam - und Freundlichkeit war wieder gewaltig und ging oft bemerkenswerte Bahnen:
Alleine das Erkennen des ausländischen Nummernschildes veranlasste den in einer Kolonne entgegenkommenden LKW Fahrer an einer Engstelle so zu stoppen, dass niemand mehr weiter fahren konnte, und uns eine Hand voll Nüsse zu reichen.
Vor Teehäusern sitzende Männer riefen (manchmal auch auf deutsch) und zeigten mit Gesten, ich (!) solle mich doch auf einen Tee zu ihnen begeben.

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Wenn wir, in der Nähe von Dörfern, an unseren Standplätzen erkannt wurden, kam bald ein Mann um uns vielleicht notwendige Hilfe anzubieten, dann aber oft wieder mit allen möglichen Gaben aus dem eigenen Garten oder der Vorratskammer.
Zu einem Parkplatz zurück kehrend stellten wir mehrfach fest, als wir die Kassierer entdeckten, dass der ja gebührenpflichtig war. Deren einziges Ansinnen war jeweils "Gülle Gülle (auf Wiedersehen) und Tschüß"...
Mit manchen größeren Gaben haben wir auch nach Jahren des Reisens immer noch ein gewisses Problem. Hauptsächlich, weil wir ja meistens gar nichts Materielles zurück geben können.
Nicht unwesentlich ist, dass in unserem Kulturkreis die Gastfreundschaft einen ganz anderen Stellenwert hat. Letztendlich bleibt aber auch noch, dass durch übermäßiges "zulangen" mancher Touristen diese Gastfreundschaft überstrapaziert wird und sich entweder in eine Enttäuschung, oft dann aber auch in "Abzocke dieser Klientel" entwickelt.
Leidtragende unserer Einstellung wurden wir selber in Istanbul.
Dort lebt Altug, der, hier im Syncro Forum bestens bekannt als Helfer für T3 Fahrer bei allen möglichen Problemen, schon viele auf seiner heimischen Couch sitzen hatte. Über ihn hätten wir sicher viel über die "Anatolien VW Gemeinde" kennen lernen können.
Er möge uns bitte verzeihen, dass wir dieses Mal durch Istanbul einfach so ohne Stopp durch rauschten. Einen nur kurzen Höflichkeitskontakt konnten wir uns einfach nicht vorstellen.

Trotz obiger Beschreibung des Fortschritts der Straßenbaumaßnahmen bietet die Türkei aber auch eine Menge Pisten, die eine artgerechte Fortbewegung unserer Syncros ermöglichen.

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Straßenkartenmäßig waren wir für die Türkei unzureichend ausgestattet. OSM- Karten fürs Navi hatten wir nicht für notwendig gehalten, meinte Garmin doch die ganze Türkei abzudecken. Pech. Unsere ist dort dermaßen schlecht, dass wir in einer Stadt stehend, in unserem Navi lasen, wir hätten noch 40 Km zu fahren (?). Hier erst Recht keine Hinweise zum Zustand der Straßen.
Unsere vor Ort erstandene "Türkiye Karayollari Haritasi", die türkische Straßenkarte, zeigt auch Straßenzustände auf. Auf jeden Fall fuhren wir haarige Pisten, bis in den Grenzbereich gehende Steigungen und anderes atemberaubende mit dieser Karte nach dem Zufallsprinzip.
Absolut auch ein Grund, den Syncro in die Türkei zu lenken!

Von den dieses Mal 11 bereisten Ländern war die Türkei das teuerste!
Ist vielen ja egal.

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Von Deutschland aus kommend, kann man sich gut vorher mit allen notwendigen Verbrauchsartikeln eindecken. Bis auf Schweinefleischerzeugnisse wäre das vom kulinarischen Gesichtspunkt aber schade. Alle anderen Lebensmittel und Speisen in den Märkten und Restaurants sind es absolut Wert "vor Ort" genossen zu werden!

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Die Sprittanks haben von heimatlichem aber nichts mehr. Pöl bieten die bulgarischen Supermärkte ja noch einmal günstig (bis runter auf einen Euro/Liter). In der Türkei klingelt es dann aber auch wieder beim "BIM" und "A101", die türkischen "ALDI" Varianten mit ca. € 1,20. Bei türkischen Dieselpreisen um die 1,80 Euro herum.

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In Richtung BRD fahrend hieß das natürlich, dass wir endgültig wieder einen appetitlichen Frittenduft in die Landschaft zauberten.

Was sich leider nicht veränderte, ist im ersten Teil dieser Türkeiquerung der Eindruck, den die Rolle der meisten Frauen dort auf uns gemacht hat!
Mit meiner Iris habe ich da eine kompetente Urteilende.
Da sie vor 37 Jahren ja auch 37 Jahre jünger war, darf sie heute so manches auch unter diesem Aspekt sehen.
Augenkontakt, ein Lächeln, eine positive Geste, eine weitergehende Kommunikation - das ist auch für Frauen der üblichste gute Weg sich anzunähern.
Meine Blicke und Gesten zu Männern wurden immer äußerst positiv und auf weiteres ausgerichtet entgegnet. Bei Frauen war schon klar, dass es das von mir aus nicht gibt. Aber bei Blicken von Frauen zu Frauen? Lange war das auf unserem Weg in der Türkei einfach "nicht drin".

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Je näher wir in Richtung Europa kamen, um so mehr verflüchtigte sich das dann zum Glück.
Es war ein richtiger Genuss, als die erste, so richtig nach türkisch-islamischen Richtlinien bekleidete, junge Frau die Iris anlächelte und annickte... Ausnahmen mit "gewagter" bekleideten Frauen gab es natürlich überall.
In Istanbul immer mehr Normalität.

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Um Istanbul fuhren wir eigentlich nur noch auf Autobahnen. Ja, wir waren auf dem direkten Wege nach Hause. Alle Langsamreisegewohnheiten und -genüsse vergessen.
Die Erdteilgrenze hatten wir auch auf der Autobahn und einer der Bosporusbrücken.
Was wir aus dieser Perspektive sahen, gab uns ein Gefühl der Sicherheit für das gute Gelingen der Olympiade 2020.

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Eine "Superlative" besonderer Art hatte die Türkei während dieser gut 2 Wochen für uns noch:
Wir sahen in dieser Zeit keinen einzigen VW T3! In Worten: NULL!
Den gegenteiligen Rekord hält da die russische Stadt Prohladnyj mit einem T3 Syncro und 8 „normalen“, 2 WD´s.
Als Überraschung gab es hier dann aber gleich einen T2 am Straßenrand. Schon noch recht weit östlich am schwarzen Meer. Zu haben! Interessenten daran kann ich gerne mit weiteren Fotos und Daten dienen.

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Ist Euch bis hierher aufgefallen, dass ich gar nichts negatives zum türkischen Autofahren von mir gab?
Da gab es einfach nichts.
Seit der Einreise gab es auf der Straße wieder Höflichkeit und Rücksichtnahme!

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Gut, dieses DUR schien ja so manches Mal "DURCHFAHREN" zu heißen, aber doch immer mit deutlicher Vorsicht.
Das ging ab da dann ganz einfach so weiter in:

Bulgarien!
Von der Türkei nach Bulgarien querten wir die EU- Außengrenze - zurück.
Vergleichend mit der anderen EU- Außengrenze estländisch - russischen Grenze empfanden wir die Kontrolle – so gegen Null.

In Bulgarien - wieder Autobahn, wo es nur ging. ((Pfui)).

Wir konnten noch einmal fast alles auf kyrillisch lesen.

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Für uns Geizhälse war das Einkaufen für die heimische Tiefkühltruhe ein Genuss. Die Preise für hochwertigste Genuss- und Nahrungsmittel waren Tiefstpreise.

Serbien!
In Serbien hatten wir ja schon den Autoput angepeilt. Maut- jetzt ok. Langweilige Autobahn nun - sollte man meinen.

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Die hatten, wohl als Entlangeweiler geplant, aber noch was parat:

Jahrzehnte lang diskutieren wir schon mit allen Göttern und Welten über das Thema Reisemobil, Wohnmobil, Campingplätze, Stellplätze und übernachten da und darin. Überwiegend über die Auswahl eines guten, sicheren, Stellplatzes für die kommende Nacht.
Oft warnten wir Wohnmobilisten, ihre Nacht auf Autobahnrastplätzen zu verbringen. Dort gibt es ja schließlich Profis einer bestimmten Art, die sich auf das Überfallen nächtigender LKW Fahrer und Wohnmobilisten spezialisiert haben! Laut Polizei, ADAC u.s.w..
Die absolut einzige dämliche Ausnahme machten wir dann in
N 44.57484°, E 020.64885°.
Hier gibt es sie, solch eine böse Person!
Als wir auf diesem Rastplatz an der Gazprom- Tankstelle morgens weiterfahren wollten, gab es erst einmal einen Schluckauf.
Durch die Fahrer- und Beifahrertür der heiligen Kuh wurde ein Einbruch versucht!

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Durch Manipulationen wurden die Zylinder der Fahrer- und Beifahrertürschlösser zerstört und die Türen geöffnet.
Wieder einmal Götter oder so waren uns gnädig.
Meine Sicherungen der Fahrerhaustüren ersparten massiven Ärger:

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Die Öffnung der Türen gelang nur ca.1 cm weit.

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Was wäre wohl, wenn ich diesem(r) Einbrecher(in) "Auge in Auge" gegenüber gestanden wäre?
Wie hätte sie sich vor einer eventuellen Entlarvung geschützt?
Wie blöd hätte ich darauf vielleicht reagiert?
Auf jeden Fall waren beide Türen nur ca. einen Zentimeter zu öffnen. Danach hatte ich dann "das richtige Holz in der Türe" und sie ließ wohl von ihrem Vorhaben ab.
"Wenn jemand an den Schlössern fummelt, wache ich schon auf" – dieser Gedanke ist fast schon Garantie für einen Trugschluss.

Unsere persönliche Statistik:
Wir sind seit 1971 mit dem Bulli in 61 Ländern campend unterwegs.
1974 ein Einbruch im Bulli vor der Haustüre in München.
2009 ein Raubversuch in Vlotho, auf dem Womo- Stellplatz an der Weser von Besoffenen. Dieses Mal in Serbien bringt meine Statistik so richtig unrühmlich für das Ausland durcheinander.

Ungarn!
Na ja, dass der korrekte ungarische Zöllner ein paar Fragen mehr stellte war ja fast schon beruhigend. Leider hatten wir aber nichts über dem Limit eingeführt, um das es da interessanter Weise gegangen wäre.
Ansonsten gab es in Ungarn ein Erwachen:
ORDNUNG vor allem!

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Seit Russland gab es Freiheiten, die in vielen Ländern den Charme mit ausmachen. Sichtbar war das auch an sehr individuellen "Pflegestufen" der Grundstücksansichten. In Schwäbischungarn waren wir dann wieder vorzeitig zuhause.
Eine gewisse Beklemmung stellte sich bei mir ein.
Zum tanken aus unserer Reserve stellten wir uns z.B. auf eine Wiese neben der Straße. Bald kam da jemand, der meinte wir mögen doch bitte wegfahren, das hier sei ein Privatgrundstück.
In der Türkei wählten wir einmal abends eine gleichartige Wiese zum übernachten. Nach unserer Langschläferei war da doch etwas vor dem Auto, was am Abend nicht da war:

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Der Spender tauchte auch noch auf und war nicht vor unserem gemeinsamen Frühstück auf seiner Ranch bereit uns zu verabschieden...

Österreich,
was soll ich denn hier darüber schreiben? Eine Übernachtung an dem sehr ruhigen Bahnhof in Waldegg. Eine weitere auf dem Parkplatz gegenüber einer Jausenwirtschaft. Das sahen wir aber erst am nächsten Tag.

Ab Passau (10.10.2013) merkten wir bald, dass Ihr alle Eure Suppe nicht so richtig gegessen hattet. Diese Menge Regen war ja nicht wirklich nett, hat uns dann aber doch mit einer einigermaßen gut gewaschenen heiligen Kuh vor dem heimischen Stall ankommen lassen.

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Schluss mit dem aktuellen Bericht von unserer Russlandreise!

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Hier werde ich in der Zukunft weiterhin gezielt Fotos einstellen, die bestimmte Themen dieser Reise betreffen, aber auch Themen weiterverfolgen, die sich passend vielleicht noch ergeben.

Jetzt seid Ihr dran,
grüßen wieder aus Niederbayern

die Iris
mit ihrem älteren Roland

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_________________
Rolandderältere,
mit Reisemobil VW T3 15" Syncro,
seiner heiligen Kuh,
und 74 seit 1971 mit VW Bulli bereisten Ländern
lehencountry
Beiträge: 399
Registriert: Di 10. Nov 2009, 13:10

Re: Russland "vor der Krim" 2. Teil

Beitrag von lehencountry »

Ein schöner Bericht, danke
gast265
Beiträge: 19
Registriert: Di 19. Aug 2008, 17:51

Re: Russland "vor der Krim" 2. Teil

Beitrag von gast265 »

Sehr schön geschrieben, die Bilder dazu verführen sofort aufzubrechen, um auf Zeit auszusteigen.
Danke, für diese schönen Berichte.

Liebe Grüße
Andreas
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