Es hat Klick gemachtNicht nur in Kenia gibt es deutliche Zeichen dafür, dass junge afrikanische Bürgerinnen und Bürger nicht mehr bereit sind, die desolaten politischen Verhältnisse in ihren Ländern kampflos hinzunehmen. Ein anderer Ausdruck dieser Bewegung ist die Initiative „Africans Rising“, gegründet im Sommer 2016. Deren Mitglieder nutzen – ebenso wie Boniface Mwangi – das Internet, um ihre Botschaften zu verbreiten. Auch das offizielle Musikvideo der Initiative ist im Netz frei zugänglich. Die Filmsequenzen führen mitten hinein ins städtische Afrika, mit seinen Armutsquartieren und seinen jungen, durchweg gut gekleideten und selbstbewussten Menschen. „Die ganze Welt guckt auf uns“, heißt es im Text, „sie wissen, dass hier das Geld der Zukunft liegt. Sie brauchen es, wir haben es – lasst die Welt kommen und diesen wunderbaren Kontinent kennenlernen“ [...]
[...] Die jungen afrikanischen Aktivistinnen und Aktivisten nutzen die digitale Kommunikation und die sozialen Medien, um die Bevölkerung zu mobilisieren und um sich zu vernetzen. Sie teilen eine Grundhaltung, die sich erfrischend absetzt von der Resignation, die in vielen afrikanischen Ländern weit verbreitet ist. Sie sind davon überzeugt, dass ihr Kontinent alle Möglichkeiten hat und dass sie nur ein politisches Klima brauchen, das es ihnen erlaubt, das Mögliche zu realisieren. Sie wissen, dass dieses Klima nie entstehen wird, wenn sie es nicht von den Herrschenden einfordern. Und damit haben sie angefangen.
31.07.2017 - IPG Journal der FES
Gruß
Birgitt




