Das kaspische Meer schrumpft

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Birgitt
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Das kaspische Meer schrumpft

Beitrag von Birgitt »

Der Wasserspiegel des Kaspischen Meeres sinkt pro Jahr um sieben Zentimeter. In den letzten 20 Jahren sind die Pegel dadurch bereits um eineinhalb Meter gesunken, wie Messdaten belegen. Der Hauptgrund für den Wasserverlust ist der Klimawandel: Weil Wasser und Luft wärmer werden, steigt die Verdunstung aus dem abflusslosen Gewässer. Wird der Zustrom durch die Wolga und andere Flüsse nicht erhöht, könnte der Nordteil des Sees austrocknen, wie die Forscher berichten ...
Wenn der aktuelle Trend anhält, könnte der Nordteil des Kaspischen Meeres in 75 Jahren komplett verschwunden sein. Denn viele Wasserbereiche in diesem Teil des Binnenmeeres sind weniger als fünf Meter tief. "Die Geschichte des Aralsees zeigt, welche dramatischen Folgen ein Ungleichgewicht in Wasserzustrom und -verlust bei einem solchen Binnengewässer haben kann", sagen die Forscher. Steuert man nicht gegen, indem man beispielsweise den Zustrom über die Flüsse erhöht, dann könnte dies für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt im Kaspischen Meer gravierende Konsequenzen haben. Vor allem die Störe könnten unter einem weiter fallenden Wasserspiegel leiden, denn sie nutzen das flache Nordende des Binnenmeeres als Laichgrund.

Gefährdet ist auch der Kara-Bogaz-Gol, eine Salzlagune, die nur über einen schmalen Kanal mit dem Kaspischen Meer verbunden ist. Fällt dort der Pegel weiter, fließt kein frisches Wasser mehr in die Salzpfanne. Welche Folge dies hätte, zeigte sich in den 1980er Jahren, als ein Damm die Wasserzufuhr abriegelte: Heftige Salzstürme überzogen die gesamte Region mit Staub und Sand und machten umliegende Felder unfruchtbar.
Das Kaspische Meer schrumpft
31.08.2017 - scinexx

Long-term Caspian Sea level change - 2017-07-12 - Geophysical Research Letters.pdf
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Gruß
Birgitt
Bäärti
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Re: Das kaspische Meer schrumpft

Beitrag von Bäärti »

Bis in die späten 1990-er Jahren stieg der Wasserstand des Kaspischen Meeres kontinuierlich an. Im Iran drohten erste Dörfer im Wasser zu versinken und manche Ölfelder wurden damals schon überspült (sieht man auch im von der Birgitt angefügten Dokument). Man befürchtete einen weiteren Anstieg um 4 bis 5 Meter. In Kasachstan dachte man sogar über einen Entlastungs-Kanal zum Aralsee nach.

Jetzt kommt Entwarnung, der Wasserstand sinkt wieder und die grösste Gefahr scheint gebannt.

Gruss Bäärti
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der Muger - ein Bergler auf Abwegen.
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