Das Kaspische Meer schrumpftWenn der aktuelle Trend anhält, könnte der Nordteil des Kaspischen Meeres in 75 Jahren komplett verschwunden sein. Denn viele Wasserbereiche in diesem Teil des Binnenmeeres sind weniger als fünf Meter tief. "Die Geschichte des Aralsees zeigt, welche dramatischen Folgen ein Ungleichgewicht in Wasserzustrom und -verlust bei einem solchen Binnengewässer haben kann", sagen die Forscher. Steuert man nicht gegen, indem man beispielsweise den Zustrom über die Flüsse erhöht, dann könnte dies für die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt im Kaspischen Meer gravierende Konsequenzen haben. Vor allem die Störe könnten unter einem weiter fallenden Wasserspiegel leiden, denn sie nutzen das flache Nordende des Binnenmeeres als Laichgrund.
Gefährdet ist auch der Kara-Bogaz-Gol, eine Salzlagune, die nur über einen schmalen Kanal mit dem Kaspischen Meer verbunden ist. Fällt dort der Pegel weiter, fließt kein frisches Wasser mehr in die Salzpfanne. Welche Folge dies hätte, zeigte sich in den 1980er Jahren, als ein Damm die Wasserzufuhr abriegelte: Heftige Salzstürme überzogen die gesamte Region mit Staub und Sand und machten umliegende Felder unfruchtbar.
31.08.2017 - scinexx
Gruß
Birgitt




