Dubai (AFP) -
Beim Einsturz einer Pilgerherberge sind in Mekka wenige Tage vor Beginn der islamischen Pilgerfahrt mindestens 23 Menschen getötet worden. Mehr als 80 Menschen wurden verletzt, als das Gebäude im belebten Stadtzentrum nach einem Brand zusammenstürzte, wie ein Pilger berichtete. Das mehrstöckige Wohnheim beherbergte demnach vornehmlich Pilger aus Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das saudiarabische Innenministerium bestätigte die Zahl der Toten zunächst nicht, sondern berichtete nur, dass Rettungsteams nach Überlebenden suchten.
Laut dem französischen Augenzeugen liegt das Wohnheim nur wenige Meter von der Großen Moschee von Mekka entfernt, der heiligsten Stätte des Islam. Er sei beim Ausbruch des Feuers in der Nähe des Gebäudes gewesen, sagte Abderrahmane Ghoul, der im Südwesten Frankreichs eine islamische Organisation leitet. Ein Hubschrauber habe noch versucht, die Flammen aus der Luft zu löschen; kurz darauf aber sei das Haus zusammengestürzt. Viele der Toten seien Moslems gewesen, die zum Zeitpunkt des Unglücks auf dem davor liegenden Platz gebetet hätten. Über die Brandursache war zunächst nichts bekannt.
Am Wochenende beginnt in der saudiarabischen Pilgerstadt die Hadsch, an der laut dem Koran jeder Moslem einmal im Leben teilnehmen soll, der über die finanziellen Mittel verfügt. Bereits mehr als eine Million Pilger haben sich in Erwartung des Großereignisses in der Geburtsstadt des Propheten Mohammed versammelt. Insgesamt werden rund 2,5 Millionen Pilger erwartet. Etwa 60.000 Sicherheitskräfte sollen Massenpaniken wie in früheren Jahren verhindern. Zuletzt waren 2003 bei einer solchen Panik mehr als 250 Menschen zu Tode getrampelt worden.
Einsturz einer Pilgerherberge in Mekka
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Manfred Franz
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