Flüchtlingswelle nach Europa

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Guido3

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Guido3 »

Turi hat geschrieben:Ich denke das waren keine Flüchtlinge, das sind Auswirkungen der Parallelgesellschaft oder anders gesagt, der nicht Integrierten.
Turi am 17.09.2015: "Was ich allerdings unverständlich finde ist, dass man Flüchtlinge integrieren soll, da damit die Erwartung auf ein ewiges Bleiberecht geschürt wird."

Vom totalen Integrationsgegner zum Integrationsverfechter? Erfreuliche Fortschritte.

Beste Grüße

Guido
Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Guido

Ok, differenzieren wir mal.

Ich bin immer noch der Überzeugung, dass Kriegsflüchtlinge nach Beendigung des Krieges wieder nach Hause müssten.
Diese sind, mM nach auch nicht zu integrieren, bzw. nur soweit, dass sie sich über eine befristete Zeit in unseren Ländern zurechtfinden, zB. die Sprache lernen, Arbeitseinsätze ja, in den Arbeitsmarkt integrieren nein.
Es wird aber immer Flüchtlinge geben, die aus welchem Grund auch immer, hier bleiben müssen.
Auch die Anderen die man nicht willens ist, auszuschaffen.
Dass diese zu integrieren sind, ist auch mir klar.
Aus diesem Grund auch meine Forderung, Flüchtlinge im Heimatland oder im angrenzenden Ausland den vorübergehenden Aufenthalt zu ermöglichen.
Und immer noch, die EU Aussengrenze, wie vertraglich vereinbart, zu sichern und Wirtschaftsflüchtlinge gar nicht erst in den Ländern zu verteilen, sondern in Auffanglagern so lange festhalten, bis sie wieder zurückgeschafft werden können, wäre auch ein Abschreckung für die Folgenden.
Aber was rede ich, konkrete Vorschläge liegen von diversen Seiten auf dem Tisch, nur ist es dafür wieder mal zu spät, wie ganz Europa immer der Entwicklung diesbezüglich hinterherhinkt, es werden nur Löcher gestopft.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Guido3

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Guido3 »

Hallo Turi,

Du stellst selbst fest, dass die nicht Integrierten potentiell eher Probleme machen, Parallelgesellschaften bilden, zu einer Bedrohung werden. Die Einschätzung teile ich. Dann willst Du die Menschen aber aufteilen, in die, die vermutlich irgendwann wieder gehen und die die bleiben. Letztere willst Du integrieren, die anderen eher nicht.

Nur wissen wir überhaupt nicht, ob und wann die Menschen zurück gehen können. Ob in 3 Jahren, in 5 oder 15. Bis dahin generieren wir vorsätzlich hunderttausende Ausgegrenzte, die dann besonders anfällig für die Vereinnahmung durch IS-Rattenfänger und andere sind? Das ergibt keinen Sinn. Nicht mal unter Kostenaspekten. Es wird uns nicht schaden, wenn wir denen Deutsch beibringen, wenn wir sie beruflich qualifizieren, wenn die hier arbeiten können und dabei in unsere Sozialsysteme einzahlen. Und sollten sie irgendwann wieder zurück gehen, dann wird die Qualifikation helfen, das Land dort wieder aufzubauen.

Beste Grüße

Guido
abacus
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von abacus »

Sorry Turi,

aber deine Argumentation ist so wirr, da kann ich einfach nicht folgen.
Bei dem zu was du die Leute alles zwingen möchtest, da bin ich verdammt froh, dass du nichts zu bestimmen hast, was du forderst ist weit schlimmer als DDR-Verhältnisse. :shake:

Anschläge wie in Brüssel oder Paris sind natürlich tragisch für jeden betroffenen, ob getötet, verletzt oder sonst wie beteiligt. Aber das ist halt nun mal Teil unserer Realität, wie Verkehrstode auch, überflüssig, tragisch, aber unvermeidbar. Vorgestern sind bei einem Busunglück in Spanien 14 junge Frauen getödet worden. Ich finde die Anschläge werden überbewertet und damit bekommen die Attentäter genau die Aufmerksamkeit die sie suchen. Und dann kommt einer auf blöde Ideen wie ein Breivig ...

Grüße
abacus
Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Guido
Es wird uns nicht schaden, wenn wir denen Deutsch beibringen, wenn wir sie beruflich qualifizieren,
Da bin ich deiner Meinung, eine berufliche Qualifikation wird sich auch in ihrem Heimatland günstig auswirken.

Was aber erste Priorität haben sollte, wäre eine Rückführung in ihre Heimat.

Und wenn man der ehemaligen deutschen Flüchtingsbeauftragten glauben darf und das denke ich schon, dann sind in den letzten Jahrzehnten nicht mehr als 50 % innert 5 Jahren, in die Arbeitswelt integrierbar gewesen.
Das würde bedeuten, dass 50 % der in den letzten paar Jahren und die die noch kommen werden, den Sozialstaat ziemlich heftig belasten.

Wieviel es leiden mag, um keine grösseren sozialen Spannungen entstehen zu lassen, werden wir in den nächsten Jahren sehen.

Es ist doch so, die, die sich integrieren und sich nur halbwegs an unsere Grundordnung halten,haben die Chance auch in unserer Gesellschaft aufgenommen zu werden.
Dazu habe ich genug Beispiele in der näheren Umgebung, die Anderen werden hier eh nicht glücklich.

Gruss Turi
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abacus
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von abacus »

Turi hat geschrieben:... den Sozialstaat ziemlich heftig belasten.
Also gehts dir doch nur ums Geld, du hast Angst dass deine Abgaben steigen. Geiz ist geil, immer nur her mit der Kohle ...

Die Bankenrettung war bei uns bissl teurer als alle Flüchtlingskosten zusammen, und völlig sinnlos, im Gegensatz zur Flüchtlingshilfe. Die Rente wurde diese Woche um 5% erhöht, bei 25 Millionen Rentenbeziehern und das trotz quasi nicht existierender Inflation, also wir können wir uns das leisten!

Grüße
abacus
fordfahrer
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von fordfahrer »

Hi,
ich glaube, nur ums Geld geht's hier nicht. Hier geht's um mittelfristige Perspektiven der Gesellschaft. Ein solidarisches Sozialsystem ist nicht schlecht, nur wird es immer mehr dahin geschoben, dass nur die Mitte zahlt und unten und oben! die Solidarität abgegriffen wird. Die Politik schmeisst unkontrolliert mit dem Geld um sich, dass sie nicht verdienen müssen.

Man muss sich politisch schon die Mühe machen, seine Entscheidungen sinnig zu verkaufen. Nur mit der moralischen Keule geht das nicht. Bei uns werden ja die Flüchtlinge auf dem Lande von der Integrationsministerin schon als Lösung für die Landflucht genannt.... .

Ich hatte das ja schon weiter oben mal geschrieben, man muss halt vermitteln, warum nie Geld für irgendwas da ist, sei es Jugendarbeit oder dass mal eine Strasse fertig gebaut wird oder auch mal eine Universitätsturnhalle, die seit Ostzeiten genutzt wird rekonstrukiert wird, oder dass für einen defekten Flügel in der Schule mal ein paar Euro übrig sind, oder dass im Kinderhort der Schule die Schaukel nicht nur aufgrund der Spenden des Fördervereins angeschafft werden kann.
Aber jetzt ist plötzlich Geld da, für Wohnungen, Erstaufnahmeeinrichtungen, persönliches Geld für die Bewerber, Integrationsprogramme, Sprachkurse etc. Ich will das nicht kritisieren und das wird auch gebraucht, nur vermittelt das keiner der Bevölkerung.

Ich hätte hier (Chemnitz) gern noch etwas mehr multikulti. Für viele hier ist das alles etwas plötzlich und das provoziert wohl auch heftige Reaktionen, aber das wird schon noch. Syrer haben wir schon Jahrzehntelang hier ausgebildet, nur eben nicht so viele auf einen Haufen. Ich glaube bei uns ist die Integration auch besser, da es große "Auslandskommunities" wie jetzt in Köln nicht gibt. Man muss also mit einheimischen Nachbarn zusammen wohnen. Das klappt ganz gut. Die Kinder mit Migrationshintergrund in unseren Schulen machen vielleicht mal 2-3 auf 25 aus, da haben die viel bessere Chancen, als wenn nur Mirgantenkinder in der ganzen Klasse sind. Ausländer haben wir hier schon lange, ua große Mengen von Spätaussiedlern aus Russland, der Ukraine und auch Kazachstan. Dazu kommen inzwischen viele Polen und Tschechen mit denen wir sehr gut auskommen. Außerdem gibt es natürlich auch noch die Vietnamesen und Afrikaner. Diese Gruppen integrieren sich alle ganz gut (sind natürlich auch keine Flüchtlinge). Jetzt kommen eine große Gruppe von heute auf morgen dazu, das muss die Gesellschaft erst mal bewältigen. Die Poltik sollte dabei helfen, tut sie aber nicht. Anstatt Lösungen durchzusetzen, versucht sich jede Gruppe zu profilieren. Warum die AfD in den Landtagen gewählt wurde, wenn die Flüchtlingspolitik Bundessache ist, erleuchtet sich mir nicht, zeugt aber wohl davon, dass der Wähler nicht nach Programm sonder aus Protest seinen Haken gemacht hat.

Gruss
Christian
Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Abacus


Also gehts dir doch nur ums Geld, du hast Angst dass deine Abgaben steigen.
Meine Abgaben werden nicht mehr steigen, ich habe mich Ende 2012 aus dem System verabschiedet :wink:

Abgesehen davon wäre das zu einfach gedacht, da ist schlussendlich das aufzutreibende Geld das kleinere Übel.

Betreffend der Banken, die Kosten vom Einen kann man mit dem Anderen nicht vergleichen, auch da hängt viel mehr daran als nur das Geld das man dafür aufwenden muss.

Bei dem zu was du die Leute alles zwingen möchtest, da bin ich verdammt froh, dass du nichts zu bestimmen hast, was du forderst ist weit schlimmer als DDR-Verhältnisse. :shake:
Das ist doch fertiger Quatsch, das ist das Gleiche was jeder Bürger in Europa tut oder tun muss, nicht mehr und nicht weniger.


Anschläge wie in Brüssel oder Paris sind natürlich tragisch für jeden betroffenen, ob getötet, verletzt oder sonst wie beteiligt. Aber das ist halt nun mal Teil unserer Realität, wie Verkehrstode auch, überflüssig, tragisch, aber unvermeidbar.

Du vergleichst die Attentate mir den Verkehrstoten
unvermeidbar
dass sie unvermeidbar sind.
Wenn das so wäre, müsste man heute noch Europa militärisch absichern, wenn unsere Politik gegenüber den Terroristen aufgibt, und irgend wann mal so argumentiert, dann muss sich niemand wundern, wenn sich Untergrundbewegungen bilden und das tun, was die Politik versäumt hat.

Da hätte unsere Gesellschaft und unsere Staaten verloren.

Abgesehen davon hast Du mir noch keine Antwort auf meine Frage, betreffend Iran, gegeben!


Gruss Turi
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abacus
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von abacus »

Man kann sich nicht aus dem System verabschieden, zum Beispiel Mehrwertsteuer, Mineralölsteuer, Alksteuer ...

Also das Geld ist da, man muss sich halt entscheiden, wofür man es ausgeben will, für Humanität oder für Rentner.

Gegen ein paar durchgeknallte Rambos gibts keinen Schutz. Daran zu glauben ist Quatsch. Da hilft kein Militär und keine Grenzkontrolle, am ehesten noch eine vernünftige Erziehung. Aber ein paar werden immer übrig bleiben.

Ein Vergleich mit den USA zeigt

dass wohl die Idee alle mit Waffen zu versorgen nicht so gut ist. Aber wer unbedingt will, der wird morden.
Es darf in keinem Mehrfamilienhaus ein grösserer Ausländeranteil als 50 % vorhanden sein,
ist so bisher z.B. kein europäisches Gesetz, also ist die Aussage
das ist das Gleiche was jeder Bürger in Europa tut oder tun muss, nicht mehr und nicht weniger.
Quatsch.

Iran: nein, ich wollte da auf keinen Fall wohnen und habe daher größtes Verständnis für Wirtschaftsflüchtlinge. Bei der korrupten Regierung sind die Zukunftsaussichten einfach nur düster. Ein einzelner, egal wie klever er ist hat kaum Chancen, alles geht nur über Vetternwirtschaft. Wie soll man diese Mullahs je aus der Regierung drängen, Demokratie ist das ja keine. Die haben auch die ganze Wirtschaft in der Hand, für einen Umsturz bleibt eigentlich nur mal wieder eine Revolution, die kann aber sehr blutig sein. Also bei den Aussichten verstehe ich jeden Iraner den denkt "nichts wie weg". Da können die Iraner noch so freundlich sein, davon kann man nicht leben. Für eine Reise hingegen ist es ok.

Und so beschissen sind halt leider die Zukunftsausichten in vielen Ländern, daher die Flüchtlinge. Ich kann es ihnen nicht verübeln.

Grüße
abacus
landcruiser.
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von landcruiser. »

Zur Abwechselung stelle ich mal eine Hypothese (!) auf:

Deutschland wird über kurz oder lang seine Grenzen dicht machen.

Warum?

Der Bedarf an Sicherheitskräften wird durch weitere Anschläge von Daesh so ansteigen, dass zunächst keine Kapazitäten mehr für die Bewältigung der Flüchtlingsproblematik zur Verfügung stehen und man sich bei der Abwägung der Interessen für die Sicherheit der deutschen Bevölkerung entscheidet.

---------

Ganz bewusst kurz und provokant formuliert.
Kein Wunsch, eine Befürchtung.
Der Gedanke kam mir nach den Anschlägen in Belgien.

Wie sehen das die hier anwesenden Europäer?
Ist ein solches Szenario vorstellbar?
Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Abacus

Also das Geld ist da, man muss sich halt entscheiden, wofür man es ausgeben will, für Humanität oder für Rentner.
Frage Dich das dann, wenn Du selber alt bist, 50 Jahre gearbeitet hast, von der kleinen Rente noch Steuern zahlen musst.
Abgesehen davon gibt es nicht ein ent oder weder, man kann beides in vernünftigem Mass umsetzen, oder sagen wir mal fifty/fifty.
ist so bisher z.B. kein europäisches Gesetz, also ist die Aussage
das ist das Gleiche was jeder Bürger in Europa tut oder tun muss, nicht mehr und nicht weniger.

Quatsch.
Das war ein Vorschlag um der Entwicklung von Parallelgesellschaften vorzubeugen, wäre doch möglich ähnliches umzusetzen.


Iran: nein, ich wollte da auf keinen Fall wohnen und habe daher größtes Verständnis für Wirtschaftsflüchtlinge. Bei der korrupten Regierung sind die Zukunftsaussichten einfach nur düster. Ein einzelner, egal wie klever er ist hat kaum Chancen, alles geht nur über Vetternwirtschaft. Wie soll man diese Mullahs je aus der Regierung drängen, Demokratie ist das ja keine.
Das ist, was ich meinte, als Gast bist Du sicher willkommen, nebenbei bringst du auch noch ein wenig Kohle, dort leben? Nein Danke.

Die Kriegsflüchtlinge sind als Gast auch willkommen, nur Gäste gehen wieder nach Hause, tun sie das nicht, sieht die Sache ein wenig anders aus.
Will man in irgend einem Land auf dieser Welt bleiben und versuche Leistungen von der Regierung zu erhalten, wo könntest Du wohl hin, ausser in die EU, nicht umsonst wollen alle hierher und nicht in den Süden, weiteren Westen oder Osten?

Wenn ich nur daran denke wieviel Aufwand uns in den 30 Monaten Afrika und dem nahen Osten, nur betreffend der Visa entstanden ist, ganz zu schweigen von den Kosten, in den meisten Ländern ist man noch nicht mal willkommen, obwohl man Geld ins Land bringt und nicht um Allmosen bittet, ausser eben bei der einfachen Bevölkerung von der wir im übrigen in allen Ländern, ohne Ausnahme auch Gastfreundschaft erfahren haben, allerdings nicht immer so ganz uneigennützig :wink: .

Genau die Länder, die uns als Reisende das Leben schwer machen, nehmen ihre Landsleute nicht zurück und bekommen jede Menge Kohle von Europa, während dem die Regierungsclans im Geld schwimmen.

Und so beschissen sind halt leider die Zukunftsausichten in vielen Ländern, daher die Flüchtlinge. Ich kann es ihnen nicht verübeln.
Genau so ist es, nur können wir zum überwiegenden Teil nichts dafür, sollen doch die, die die Probleme mit verursacht haben auch den grössten Posten für die Flüchtlinge finanzieren.

Da wären in erster Linie neben der USA, noch Frankreich die die Kriege in der arabischen Welt anheizen und die Saudis etc, die den Terror direkt oder indirekt in den Moscheen in Europa mitfinanzieren.

Sollen schlussendlich die Rentner, für die Fehler und Versäumnisse der Politik, den Kopf hinhalten??
Denke das kann's nicht sein.

Gruss Turi
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abacus
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von abacus »

Turi hat geschrieben:Sollen schlussendlich die Rentner, für die Fehler und Versäumnisse der Politik, den Kopf hinhalten??
Denke das kann's nicht sein.
Nein (oder naja, warum eigentlich nicht ...), aber es gibt auch keinen Grund warum die Rentenerhöhungen stets etwa doppelt so hoch sind wie die Erhöhungen im öffentlichen Dienst, außer natürlich dem Argument, dass wir auf 65 Millionen Wahlberechtigter 25 Millionen Rentenbezieher haben und irgendwer ja die Regirung wählen muss :evil:

Grüße
abacus
Burckhard
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Burckhard »

Hallo Abacus,
das war ja wohl nix! Ich hab in den letzten 14 Jahren eine Netto- Rentenerhöhung von beinahe 10 % erhalten, kannst ja mal mit den Erhöhungen im Öffentlichen Dienst vergleichen. Die jetzt angekündigte Erhöhung von fast 5 % ist einmalig und wird auch für die nächsten Jahre nie wieder erreicht, sie beruht auf einer außerodentlichen Konstellation der sehr komplizierten Berechnung. Es gab mehrere Jahre mit Nullrunden.
Dafür sind wir Rentner und die Menschen, die nicht Beamte, Richter oder Politiker sind, diejenigen die bereits jetzt schon täglich für die Flüchtlinge zur Kasse gebeten werden.Und das geht so:
Die Krankenkassen haben einen Überschuss von ca. 20 Milliarden € gebunkert, da ist auch mein Geld dabei.Ist nun ein Flüchtling krank bezahlt das die Krankenkasse. Ein schlauer Wissenschaftler hat errechnet, daß der Überschuss bis kurz nach der nächsten Wahl reichen wird.Dann ist auch mein eingezahltes Geld weg.
Als Politiker würde ich auch nicht darauf hinweisen, daß nur eine bestimmte Gruppe, und das sind nicht die Höchstverdiener! bereits jetzt wegen der Flüchtlinge belastet wird.
Fremdes Geld kann man gut ausgeben.
Übrigens:ich bin für eine vernünftige Versorgung kranker Menschen! Nur sehe ich nicht ein, daß nur ein Teil der Bevölkerung damit belastet wird!
Grüße
Burckhard
Guido3

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Guido3 »

Hallo,
Burckhard hat geschrieben: Die Krankenkassen haben einen Überschuss von ca. 20 Milliarden € gebunkert, da ist auch mein Geld dabei.Ist nun ein Flüchtling krank bezahlt das die Krankenkasse. Ein schlauer Wissenschaftler hat errechnet, daß der Überschuss bis kurz nach der nächsten Wahl reichen wird.Dann ist auch mein eingezahltes Geld weg.
1. In den ersten 15 Monaten sind Flüchtlinge in der Regel nicht Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Leistungserbringer rechnen in diesen 15 Monaten direkt mit den Kommunen ab. Das mag regional unterschiedlich geregelt sein, aber die Flüchtlinge müssen sich die Behandlung normalerweise bei den Kommunen genehmigen lassen und sich einen Behandlungsschein ausstellen lassen. Mit dem behandelt der Arzt sie und rechnet direkt an die Kommune ab. Es wird in der Regel nur zwingend Erforderliches genehmigt. Ein Flüchtling kann sich also nicht mal eben für 20.000 EUR die Zähne sanieren lassen oder sich jeden Tag eine Rückenmassage in der Physiotherapie abholen. Die GKV hat damit kostenmäßig nichts zu tun.

2. Der Staat überweist seit Jahren etwas zu wenig Geld für Hartz-IV-Empfänger an die GKV. Ab 2016 sind es 90 EUR/Person/Monat. Einige argumentieren nun auf der Basis, dass das "Defizit" steigt, wenn mehr Flüchtlinge zu Hartz-IV-Empfängern werden, was in der Regel einen genehmigten Asylantrag voraussetzt. Allerdings sind die Flüchtlinge im Schnitt deutlich jünger als der durchschnittliche Hartz-IV-Empfänger. Es ist komplett offen ob unter dem Strich Belastungen für die GKV durch die Flüchtlinge entstehen - sagen die, die es wissen müssen, nämlich der GKV-Spitzenverband, der sonst pausenlos nach mehr Zuschuss vom Staat schreit.
https://www.gkv-spitzenverband.de/press ... 346432.jsp

3. Die nächste Bundestagswahl ist im Herbst 2017. In einem ausgesprochen negativen Szenario sind bis dahin 1 Million Flüchtlinge für durchschnittlich 1 Jahr Mitglied der GKV. Damit da 20 Mrd. Überschuss verbraten werden, müsste die GKV monatlich 1.667 EUR pro Flüchtling ausgeben. Kompletter Schwachsinn. Im Worst-Case könnte der Überschuss durch die Flüchtlinge vielleicht um 1 Mrd. absinken. Das entspricht bei rund 70 Mio. Versicherten rechnerisch einmalig 14 EUR pro GKV-Mitglied...

Entweder ist der "schlaue" Wissenschaftler strunzdumm. Oder die Berechnung stammt von einem Hetzer. Oder es ist auf einem der Portale erschienen, die nur noch Clickbaiting betreiben und bei denen der letzte Rest an journalistischen Standards abhanden gekommen ist, z.B. Focus Online. Oder alles drei zusammen.

Beste Grüße

Guido
todo
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Registriert: Mo 22. Dez 2008, 13:15

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von todo »

Guido3 hat geschrieben: Oder die Berechnung stammt von einem Hetzer.
da liegst du richtig mit.

wobei
Guido3 hat geschrieben: Oder es ist auf einem der Portale erschienen, die nur noch Clickbaiting betreiben und bei denen der letzte Rest an journalistischen Standards abhanden gekommen ist, z.B. Focus Online
auch paßt

http://www.mimikama.at/allgemein/20-mil ... nfografik/
zitat:
Was wahr ist:
Deutschland hat nicht nur fast 20 Milliarden auf der hohen Kante, sondern sogar 21,1 Milliarden Euro.

Was falsch ist:
Dies ist nicht etwa der Überschuss aus den Krankenkassen-Beiträgen, sondern der Gesamtüberschuss der staatlichen Kassen. Ein Großteil davon wird in die Schuldentilgung fließen.

Und die Krankenkassen?
Bei denen schaut es eher mau aus, denn die drücken jenen Überschuss nach unten. In der ersten Jahreshälfte 2015 lagen laut Statistischem Bundesamt deren Verluste bei 4,2 Milliarden Euro, weswegen die Bundesregierung damit rechnet, dass die Krankenkassen im kommenden Jahr höhere Zusatzbeiträge verlangen werden.

Fazit:

Es gibt keinen fetten Überschuss bei den Krankenkassen, sondern ein herbes Defizit, welches die betroffenen Krankenkassen mit einem „rasanten Ausgabenanstieg“ begründen.

Grafiken mit kurzen Texten sind furchtbar beliebt auf Facebook. Ob die Infos nun wahr oder falsch sind, scheint die wenigsten zu interessieren, so verteilt sich auch jene Grafik, dessen Urheber bei den Nachrichten auch nur halb hingehört hat.

gruß
todo
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