Flüchtlingswelle nach Europa

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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marcelloperrone
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von marcelloperrone »

Die Reaktion Italiens ist nur verständlich; absaufen lassen kam international nicht so gut an, aufnehmen kann und will man die Leute nicht, da es ohnehin an jeder Straßenecke nur so von Afrikanern wimmelt, die einem irgendwelchen Schrott aufschwatzen wollen, an dem auch die Mafia schön Geld verdient. Dauerhaft für die Leute aufkommen ist auch nicht, gibt nichtmal für Italiener Sozialhilfe, über Jobs brauchen wir im Moment auch nicht zu sprechen. Nun sind also die Gutmenschen einigermaßen zufrieden gestellt und je mehr Menschen ankommen, umso größer wird der Druck auf Resteuropa sich grundliegende Gedanken zu machen. Die Befürworter von "Asyl für Alle", nördlich der Alpen, können ja schon mal ein Kämmerchen freiräumen, in Italien läßt es sich zwar ganzjährig auch draußen einigermaßen aushalten, dafür ist in Deutschland die Supporterdichte wesentlich höher und die staatliche Unterstützung vorhanden...
Es bleibt spannend.....
Mia
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Mia »

Flüchtlinge blockieren Berliner Fernsehturm.
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 80167.html
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weiland alex
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von weiland alex »

Der s.g. demografische Wandel kam ja erst durch das andauernde Nichtstun unserer Politiker zu Stande.Würde endlich mal die Situation kommender Familien dauerhaft und glaubwürdig verbessert werden , hätten wir diese Probleme erst gar nicht.
Anstatt, wie seit etwa 50 Jahren ,Unsummen an Entwicklungshilfe nach Afrika in blödsinnige Projekte zu entsenden, sollte zumindest ein anständiger -oder besser,ein grosser Teil !! - dieses sowieso verschwendeten Geldes in den Ländern Europas investiert werden,
damit die Menschen wieder Sinn im Zeugen von Kindern und den damit verbundenen sehr langfristigen finanziellen Belastungen sehen. In einem Europa, in dem manche Länder mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 40- 50 % zu kämpfen haben,kann und sollte !!! man nicht eine endlose Zahl an Flüchlingen aufnehmen.
Wir sollten Afrika endlich mal dazu zwingen, seine Probleme selbst zu lösen - am besten, oder besser, am effektivsten wäre eine wesentlich rigorosere Geld- und Flüchtlingspolitik.Wodurch lernt der Mensch immer am schnellsten? Durch körperlichen
oder finanziellen Schmerz - leider ist es so. Einfaches Reden bringt leider meistens nichts.
Wie viele von den Afrikanern welche hier sind, sind tatsächlich politisch verfolgt, also haben einen tatsächlichen Anspruch auf Asyl ?? Kaum einer . . . . die meisten sind halt . . . Wirtschaftsflüchtlinge . . . !
Alex
Mia
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Mia »

Mia hat geschrieben: Werden die Flüchtlingswellen, die größte Probe für den Zusammenhalt der Europäischen Union? Unseres demokratischen Staates, unserer Gesellschaft?
In den letzten Wochen hat der Strom der Flüchtlinge noch mehr zugenommen. Die ganze Thematik geht zwar in der Presse momentan unter, aber sie wird uns wieder in ihrer ganzen Komplexheit einholen.
weiland alex hat geschrieben:Der s.g. demografische Wandel kam ja erst durch das andauernde Nichtstun unserer Politiker zu Stande.Würde endlich mal die Situation kommender Familien dauerhaft und glaubwürdig verbessert werden , hätten wir diese Probleme erst gar nicht.
Der demografische Wandel kam in erster Linie 1965 mit dem Pillenknick, als Frauen über ihre Geburtenkontrolle mit Hilfe eines Medikamentes selbstständig bestimmen konnten. Die meisten Frauen dieser Generation haben einen Beruf gelernt und gearbeitet, auch in der Ehe und mit Kindern. (Familien mit mehr Kindern als 3 Kindern galten unter vor gehaltener Hand eher als suspekt.) Damals wurde unter Mitarbeit der Frauen, die Basis für viele jetzt vorhandene Familienvermögen geschaffen, auch unter dem Aspekt das man ein besseres Leben für sich und seine Kinder erwirtschaften wollte.
Rentenbeiträge wurden auch damals eingezahlt und werden bis zum heutigen Tage von Politikern und Behörden nicht verantwortungsvoll verwaltet. Sonst wäre genug Geld für die Renten auch in Zukunft vorhanden.
weiland alex hat geschrieben:Anstatt, wie seit etwa 50 Jahren ,Unsummen an Entwicklungshilfe nach Afrika in blödsinnige Projekte zu entsenden, sollte zumindest ein anständiger -oder besser,ein grosser Teil !! - dieses sowieso verschwendeten Geldes in den Ländern Europas investiert werden,
Das gezahlte Geld ist weg. Eine Kontrolle über künftige Entwicklungshilfegelder und der sofortige Zahlungsstopp bei nicht zweckgebundener Verwendung ein gute Lösung. Ob unsere zuständigen Politker genug Verantwortungsgefühl für die Umverteilung dieser Steuergelder und genug Beamte für die Kontrolle haben ist fraglich. Es ist auch einfacher Steuern zu erhöhen und bei den eigenen Leuten einzutreiben. Immerhin gilt Steuerhinterzug in der Volksmeinung langsam als großes Verbrechen. So "bildet" man/Presse/Politiker Meinung.
weiland alex hat geschrieben:Wir sollten Afrika endlich mal dazu zwingen, seine Probleme selbst zu lösen
Ein ganzer Kontinent kann nicht gezwungen werden etwas zu ändern. Das müssen die Menschen in ihren einzelnen Ländern für sich selbst tun, das sie in der Lage sind, zu protestieren, beweisen sie.
http://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemit ... nn=1366068
Die Flüchtlinge, wie geschrieben, ein komplexes Thema, das gerade erst richtig anfängt.
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Kuno
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Kuno »

Liebe Leute; hinter der ganzen Dramatik und dem menschlichen Leid, finde ich, darf man aber auch den politischen und den komerziellen Aspekt dieser Migrationsbewegung nicht vergessen.

Jeder Trucker, der die Migranten auf der Ladung mitreisen laesst, der laesst sich das gut bezahlen. Und zwar im Voraus... denn es koennte ja eienr runterfallen.

In Libyen leben wahrscheinlich nicht wneige Leute ganz gut davon, dass sie an die wartenden Migranten eine Unterkunft vemrieten koennen - ich gehe davon aus, dass die geforderte Miete nicht ganz dem gebotenen Wohnkomfort entspricht.

Wenn an einem Wochenende 2'500 Leute "abgefischt werden und jeder von denen USD 3'000 fuer das one-way Ticket bezahlt hat, dann hat auf der anderen Seite jemand satte 7,5 Millionen USD einkassiert - und dies fuer die Lieferung von ein paar dusseligen Booten.

Die italienische Marine, Kuestenwache und wer auch immer sich an "Mare Nostrum" beteiligt wird zur Zeit weniger Diskussionen bezueglich Sparmassnahmen und Budgetkuerzungen haben, als sie das aufgrund der finanziellen Lage Italiens eigentlich erwarten muessten.

Die Landwirtschaft in den suedlichen Laendern Europas bekommt guenstige Erntehelfer.

Und auch hier vermietet wieder jemand einen netten feuchten Kellerraum an Leute, die eine diskrete Unterkunft suchen.

Das italienische Sexgewerbe hat eine etwas exotischere Praegung bekommen.

...und wer verkauft dir in Como einen Regenschirm, wenn das Gewitter kommt? Nein, kein Italiener - es ist ein Kollege aus Pakistan oder aus einem afrikanischen Land (und ich gehe nicht davon aus, dass das nicht ziemlich gut organisiert ist).

Und zu beschreiben, wie die Politiker aller Schattierungen die "schwarze Flut" zu nutzen wissen, wuerde eine noch groessere Liste fuellen.
Mia
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Mia »

Kuno hat geschrieben:Liebe Leute; hinter der ganzen Dramatik und dem menschlichen Leid, finde ich, darf man aber auch den politischen und den komerziellen Aspekt dieser Migrationsbewegung nicht vergessen.

Jeder Trucker, der die Migranten auf der Ladung mitreisen laesst, der laesst sich das gut bezahlen. Und zwar im Voraus... denn es koennte ja eienr runterfallen.
Das lukrative Schleppergeschäft ist inzwischen nach Europa geschwappt und Deutschland als Ziel ist beliebt, da die Grundversorgung besser gewährleistet ist, als in den Herkunftsländern der Migranten oder dem übrigen südlicheren Europa.
Die Schulden der Kommunen, die zur Unterbringung und Verpflegung der zugeteilten Flüchtlinge verpflichtet werden, werden steigen und das Geld für Pflege und Sanierung von Gemeinwesen noch mehr fehlen.
Kuno hat geschrieben:Das italienische Sexgewerbe hat eine etwas exotischere Praegung bekommen.
Viele Mädchen und Frauen werden auf der Flucht zur Prostitution gezwungen oder verschwinden ganz.
Gerade dieser Form der Ausbeutung wird auch bei uns durch das sehr lückenhafte Prostitutionsgesetz an noch mehr Frauen
möglich sein.
http://www.derwesten.de/staedte/dortmun ... 08519.html
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Mia
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Mia »

Hallo,

Ein interessantes Interview des Bundespolizei-Chef

http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... -oben.html
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Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Der Schleusungslohn, der zwischen 3000 und 20.000 Euro pro Kopf liegen kann, muss von den Geschleusten übrigens oft im Transit- oder Zielland abgearbeitet werde
Das heißt Sklavenarbeit auf unbestimmte Zeit.

Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Kuno »

Alexander hat geschrieben:Das heißt Sklavenarbeit auf unbestimmte Zeit.
Kann sein - ist es wohl in den meisten Faellen aber nicht. Die Leute arbeiten im Haushalt, auf dem Bau und in der Landwirtschaft. Bei der Muellabfuehr soeiw in Autowerkstaetten. Vertraege gibt's keine, Steuern auch nicht und wenn sie genug zusammen haben, dann kommen sie am naechsten Morgen nicht mehr zur Arbeit. Die Loehne fuer Hausangestellte haben sich seit dem Aufstand in etwa verdoppelt - eventuell werden sie aber jetzt wieder sinken, da die grandioese Aktion "Mare Nostrum" der Italiener eine gute Sogwirkung hat und damit wieder mehr Leute ins Land kommen um zuerst Geld zu verdienen.
Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:
Alexander hat geschrieben:Das heißt Sklavenarbeit auf unbestimmte Zeit.
Kann sein - ist es wohl in den meisten Faellen aber nicht.
Dann kennst du dich im Flüchtlingsmetier ja recht gut aus. Keine Verträge, der Pass wird in der Regel abgenommen, damit die Flüchtlinge nicht flüchten können, der Lohn wird u.U. gar nicht ausgezahlt. Ich würde sowas Sklavenarbeit nennen. Ok, man kann es auch Betrug, Schwarzarbeit, Steuerhinterziehung, oder was auch immer nennen.
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Kuno »

Alexander hat geschrieben:...damit die Flüchtlinge nicht flüchten können
:wink:

Ja, Alexander. Tatsaechlich weiss ich da ein bischen was... Die Horrormeldungen, auf die du anspielst gehoeren auch zum "Geschaeft". Zu dem der damit befassten NGO und natuerlich wird kaum einer, der in Europa angekommen ist, bei der Befragung sagen, dass er in LY gut behandlet worden ist. Waere dumm von ihm...
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:Ja, Alexander. Tatsaechlich weiss ich da ein bischen was...
Ein bisschen mag da vieleicht nicht ausreichen und mit NGOs hat das eigentlich weniger zu tun.

Praktisches Beispiel: Flüchtlinge kommen in DE an und werden zu ihren "Einsatzbereichen" verbracht. Die Pässe hat man ihnen abgenommen. Die Baracken in denen die Flüchtlinge wohnen werden Abend abgesperrt und am Morgen bei der Abholung wieder aufgeschlossen. Es gibt gelegentlich auch etwas zu Essen. Die Menge und Qualität der Nahrung würden vermutlich dein Inneres nach aussen kehren. Nein Kuno, ein bisschen reicht da nicht.
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Kuno »

Alexander hat geschrieben:
Kuno hat geschrieben:Praktisches Beispiel: Flüchtlinge kommen in DE an und werden zu ihren "Einsatzbereichen" verbracht. Die Pässe hat man ihnen abgenommen.
Ich wusste nicht, dass du von Vorkommnissen in DE sprichst. Dachte es haette mit dem Aufbringen des Geldes fuer die Fahrt ueber das Mittelmeer zu tun...
Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Kuno hat geschrieben:Ich wusste nicht, dass du von Vorkommnissen in DE sprichst. Dachte es haette mit dem Aufbringen des Geldes fuer die Fahrt ueber das Mittelmeer zu tun...
Ich sprach von Vorkommnissen im "Zielland"
Der Schleusungslohn, der zwischen 3000 und 20.000 Euro pro Kopf liegen kann, muss von den Geschleusten übrigens oft im Transit- oder Zielland abgearbeitet werde
Evtl. hast du das übersehen.
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Kuno »

Alexander hat geschrieben:
Der Schleusungslohn, der zwischen 3000 und 20.000 Euro pro Kopf liegen kann, muss von den Geschleusten übrigens oft im Transit- oder Zielland abgearbeitet werde
Evtl. hast du das übersehen.
Scheint mir nicht allzu realistisch zu sein. Wir haben bisher ueber Migranten diskutiert, die ueber das Mittelmeer kommen. In diesem Fall verlieren die Schlepper die Kontrolle sobald die Leute auf dem Schiff sind. Da gilt nur Vorauskausse. Anders kann es sein, wenn die Leute aus Osteuropa oder Asien kommen - da sind die "Auffangorganisationen" in europa schon praesent. Kennt man auch von den Chinesen in Nordiatlien.
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