Flüchtlingswelle nach Europa

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Guido3

Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Guido3 »

Hallo Turi,
Turi hat geschrieben:Himmel Herrgott Guido
Willst Du nicht verstehen
Liegt nicht am Willen. Ich kann das nicht verstehen. Vermutlich lernbehindert. :mrgreen:
Turi hat geschrieben:Jetzt sind 1 Mio Flüchtlinge gekommen, wenn auch nur ein Promille straffällig wird, sind das 1000 und das ist meiner Meinung nach stark untertrieben.
Ist echt spaßig, wovon Du mich überzeugen willst. «Wenn meinetwegen 1% kriminell ist, dann sind das bei 1 Million Flüchtlingen absolut immerhin 10.000. Eine erhebliche Größenordnung.» Hat ein gewisser Guido hier schon vor Monaten geschrieben.
fluchtlingswelle-nach-europa-t51451-675.html#p169188

Ändert nach wie vor nichts daran, dass ich wegen 1 Promille oder auch 1 Prozent immer noch nicht alle Flüchtlinge in Sippenhaft nehmen und wilde Pauschalisierungen anstellen willen.

Weil ich es selbst nur schlechter ausdrücken könnte, zitiere ich mal aus einer SPON-Kolumne (Nur das Zivilisiert am Anfang würde ich ersetzen):
Zivilisiert zu sein bedeutet, nacheinander neun Schwarzhaarigen zu begegnen, die sich alle als Arschlöcher erweisen, und trotzdem dem zehnten Schwarzhaarigen nicht deshalb in die Fresse zu hauen. Es gibt nicht den einen Auslöser, nach dem Rassismus plötzlich okay ist. Wer angesichts der Kölner Attacken überlegt, ob rassistische Verallgemeinerungen vielleicht doch okay sind, war schon vorher Rassist und hat sich bloß nicht getraut, das zu kommunizieren.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/koel ... 70724.html
Ob er sich davon angesprochen fühlt, muss jeder selbst entscheiden.

Beste Grüße

Guido

PS.: Verzeiht, wenn ich nicht die nächsten 5 Tage voraussichtlich nicht antworten kann. Produktiv ist es ohnehin nicht, weil wir damit beschäftigt sind uns mit links, rechts Multikulti zu etikettieren und keiner von uns nur einen Mikrometer von seiner Meinung abrückt. Wenn hier nur noch eine Richtung vertreten wird, fände ich das aber auch etwas unschön.
Birgitt
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Birgitt »

Ich habe mir gerade den von Guido verlinkten Artikel aus der Zeit "Köln : Wenn Vermutungen zu Fakten werden" durchgelesen. Ich möchte diesen Artikel nicht kommentieren, aber Interessierte auch auf nachfolgenden Artikel hinweisen:

http://www1.wdr.de/themen/aktuell/dokum ... i-100.html

Das Thema wird gerade in der Aktuellen Stunde behandelt:

Aktuelle Stunde | Jetzt bis 19.30 Uhr | WDR Fernsehen

des Weiteren auch nachher im Brennpunkt:

ARD-Brennpunkt | Heute 07.01.2016, Uhrzeit 20.15 - 20.25 Uhr | Das Erste

Gruß
Birgitt

EDIT:
Der Brennpunkt ist bis einschl. 22:15 Uhr online noch abrufbar: http://www.tagesschau.de/multimedia/liv ... index.html
Lothar
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Lothar »

Hallo,

habe gerade den Brennpunkt gesehen - Hat man mir dort eben versucht zu erklären, dass die Polizei hier eine erhebliche Mitschuld an dem Geschehen trägt, weil sie die massenhaft durchgeknallten Typen nicht unter Kontrolle bringen konnte ?

Ich bin bestimmt nicht obrigkeitsaffin, aber ein grundsätzliches Versagen oder eine fahrlässige Fehleinschätzung der Situation sehe ich nicht. Mit so etwas muss man nicht rechnen und Hinweise oder Verdachtsmomente auf die Übergriffe lagen m.W. nicht vor. Wird hier nach deutscher Manier wieder die Schuld und Verantwortung in die falsche Richtung verschoben ?

Gruss

Lothar
Lothar
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Lothar »

Gudio hat geschrieben:Vor lauter Wut schon Leseschwäche? Das was Turi zu den Vorfällen aus irgendeinem Medium zitiert hat, war und ist falsch. Wenn Du das nicht mehr das erkennen kannst, dann mein ehrliches Beileid. ......
Bitte wie meinen ? Gehst du jetzt davon aus, dass ich erst deine Antworten aus andere Beiträge lesen und interpretieren muss, um zu verstehen, was du mir mitteilen willst - sorry, darauf kannst du dich nicht verlassen.

Hier nochmal zur Gedächnisauffrischung dein Text, auf den ich mich im Zusammenhang mit den Kölner Vorfällen beziehe:

Guido hat geschrieben:...... Das bisherige Finanzierungsmodell der Medien zerbröselt. Online zählen Klicks. Mehr Klicks, mehr Werbung, mehr Einnahmen. Und für möglichst viele Klicks braucht man möglichst reißerische Überschriften und Teaser und muss schnell sein, sonst sind andere schneller fischen die Klicks ab. Für aufwändige Recherchen fehlt häufig schlicht das Geld und die Zeit. Die vermeintlich gesteuerte Gleichschaltung resultiert auch daher, dass zunehmend nur noch alle das gleiche Material von wenigen Nachrichtenagenturen verwursten und keine eigenen Korrespondenten mehr vor Ort haben. ...................da geht es ausschließlich um Clicks
Vielleicht hast du ja den falschen Text reingestellt, aber ich habe das so interpretiert:
Das Thema (also Köln) wurde der Klicks wegen gehypt

Leseschwäche/Interpretationsschwäche meinerseits oder Gedächnisschwäche deinerseits?

Guido hat geschrieben:Ich sehe das Deutschland die Kapazität hat, diesen Menschen zu helfen. Und mir bricht hier nichts aus der Krone, wenn ich pro Woche ca. 2 Stunden den konkreten Flüchtlingen hier vor Ort helfe, sich zu integrieren und kleine Problemchen zu lösen.



Ja, ja, ich weiss, das hast du schon mehrmals hier vorgebracht (Tue Gutes und sprich´ drüber).

Aber ich glaube, du hast den Ansatz derer, die du für rechts, halbrechts oder etwas mehr rechts hälst, einfach noch nicht kapiert oder willst es nicht:

Ich versuche es mal mit wenigen Worten zusammengefasst für dich einprägsam zu formulieren:

Ich gehe davon aus, dass der weitaus größte Teil aller Deutschen sehr gerne bereit ist, Kinder, ältere Leute, Frauen und Familien aufzunehmen, wenn es sich um wirkliche Kriegsflüchtlinge handelt. Man ist sicher auch bereit, darüber hinaus noch einen Anteil Migranten zu akzeptieren, die nicht diesen Kriterien entsprechen, allein weil es aus organisatorischen Gründen gar nicht anders geht.
Und es zeigt sich schneller als befürchtet, dass genau dieser Ansatz wohl der richtige ist/wäre, und zwar im Interesse Deutschlands UND der Kriegsflüchtlinge.

Dieser Ansatz ist anscheinend für dich Rechts bzw. rechtsextremverdächtig.

Du scheinst der einfachen Formel zu folgen, „wer nicht einer uneingeschränkten Willkommenskultur frönt, kann nur gegen Ausländer sein.

Oder magst du es lieber als Propagandaparole umformuliert:
(vielleicht erkennst du sie ja)

Wer sich nicht zur uneingeschränkten Willkommenskultur bekennt, wird mindestens zum Rechten, besser aber Rechtsextremen und noch besser zum Nazi erklärt.
Guido hat geschrieben:Mit Ausländern in Deutschland haben Nazis dagegen ein großes Problem. Du anscheinend auch - zumindest mit bestimmten Gruppen von Ausländern in Deutschland.
Also was nun, zumindest oder nicht zumindest ??

Aber ich gehe mal auf die "Zumindest-Variante" ein:

ja, ich habe schon vor geraumer Zeit die Bedenken geäussert, dass junge Männer aus dem nordafrikanischen Raum hier Probleme machen werden - und nun ??

Klingt so, als ob es dich adelt, diese Bedenken nicht zu haben.


Lothar

PS: Deine Verwendung der Begriffe "Nazis" und "von etwas Reinwaschen" klingt irgenwie merkwürdig. Ich lege das mal zu den anderen Mosaiksteinchen....
Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

So ich werde mich hier mal outen :wink: so kann mich jeder einordnen wo er will

Ich unterstütze Flüchtlinge solange sie nicht:

unsere Gastfreundschaft für ihre eigenen Zwecke missbrauchen,
zB. ihre Kriege zu uns importieren.
sich unseren Sitten und Gebräuchen anpassen.
sich nicht gegen unsere Rechtsordnung stellen.
sich unsere Lebensweise anpassen und keine Parallelgesellschaften bilden.
unsere Sicherheit sich dadurch nicht verändert.
ihre Religion leben, und diese nicht als Gesetz anschauen,
sprich unser Grundgesetzt als oberstes Gesetz akzeptieren.
alle anderen Religionen respektieren, bzw. die der anders denkenden Flüchtlinge.

ich bin gegen Flüchtlinge, bzw. bin mir dann selbst der Nächste wenn:

wir uns den Flüchtlingen anpassen müssen, auf welche Art auch immer.
wenn sich die Flüchtlinge jeder Assimilation widersetzen.
unsere Rechtsordnung durch die Flüchtlinge in Gefahr gerät oder gezielt untergraben wird.
unser Staat, in Bezug auf Flüchtlinge , nicht mehr für unsere Sicherheit garantieren kann.
ich nicht mehr ohne Angst haben zu müssen durch die Stadt schlendern kann.
unsere Kinder im Schulunterricht sich einer fremdländischen Minderheit anpassen soll.
wenn kriminell gewordene Flüchtlinge nicht umgehend ausgeschafft werden.
und last but not least,
wenn Flüchtlinge Vorteile gegenüber der einheimischen Bevölkerung erhalten,
seien es rechtliche oder materielle.


So hat es jeder einzelne Flüchtling in der Hand ob man ihm Gastfreundschaft bietet oder nicht.


So liegt es an den Flüchtlingen und unserem Staat ob mich jemand einen Rassist nennt oder nicht.

Das oben Genannte ist nicht verhandelbar, zumindest nicht bei mir.

Gruss Turi
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Albatross
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Albatross »

Diese Diskussion ist leider polarisierend und der Graben zwischen den Ansichten wird immer breiter. Durch die polemischen Stellungnahmen werden Menschen digital in Schubladen eingeordnet. Demnächst wird es wohl nur noch Gutmenschen und Nazis geben. Beide Seiten versuchen sich zu übertrumpfen mit haarsträubenden Argumentationsketten um die Gegenseite zu bekehren. Zugehört wird kaum noch. Kein Wunder bei den oft weltfremden Aussagen.

Was mir Angst macht, ist das die etablierten Parteien immer die "Bedenkenträger" und/oder Kritikern der aktuellen Asylpolitik in die rechte Ecke stellen. Diese Strategie, um die "Patriotenparteien" klein zu halten, wird nicht funktionieren. Es hat in Skandinavien nicht funktioniert und es wird auch hier nicht funktionieren, sondern das Ergebnis wird 10-20% Wählerstimmen für diese Parteien auf lange Sicht geben. Die CSU mit Ihrer Strategie (rechts von mir ist die Wand) kann dieses nur in Bayern etwas abschwächen. Stellt euch einmal 20% AfD-Anteil im Bundestag vor. Das ist destabilisierend.

... und wenn die etablierten Parteien recht haben, und es doch rechte Rassisten und Nazis sind... wie sind sie es geworden? Oder... mit und durch was sind die alle aus ihren Löchern hervorgelockt worden?

Die Integration von Migranten (ob nun temporär oder dauerhaft) kann nur durch eine offene Diskussion ohne Emotionen und Vorurteile geführt werden, weil nur dann auch auf ALLE Argumente gehört werden und auch tatsächlich iterativ eine Lösung entstehen/gefunden werden kann.
Gruß Albatross
Wer Tippfehler findet darf sie behalten
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Lothar
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Lothar »

Hallo Turi u. Albatros,


http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... -box-pager

die Kolumne und besonders die Kommentare machen mich langsam etwas zuversichtlicher, dass sich die Mitte nicht auf Dauer nach rechts schieben lässt und der gesellschaftsspaltende Journalismus unter Druck gerät. Damit wird auch die Politkaste umdenken müssen.

Ich bin kein wirklicher Freund von Fleischhauer (SPON), aber Hut ab, dass er das Thema mal hoffähig macht.

Der Stein kommt wohl ins Rollen und wird hoffentlich noch richtig Fahrt aufnehmen.



Gruss
Lothar
Birgitt
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Birgitt »

Die Silvesternacht in Köln scheint einige Steine ins Rollen gebracht zu haben.
Laut aktuellen Presse- und Polizeiberichten scheinen Asylanten - auch kürzlich eingereiste Asylanten - leider nicht unbeteiligt (selbst unter Abzug von Hype und unter Berücksichtigung einer Quote von 50 % Lüge und Spekulation).

Als Frau ärgert mich in dem Zusammenhang - (und das ärgert mich maßlos !!!) - dass Menschen nun meinen, Frauen hier mit Verhaltensmaßregeln ausstatten zu müssen. Vielleicht wäre es angebracht, auch männlichen Wesen die ein oder andere Verhaltensmaßregel näher zu bringen.

So viel dazu.




Bei Aljazeera lese ich gerade von Abwab, einer Zeitung von Flüchtlingen für Flüchtlinge:

Refugees in Germany launch paper for fellow newcomers
08.01.2016 - Aljazeera

Im Dezember hat wohl auch die deutsche Presse darüber berichtet:

Neue Zeitung "Abwab" informiert Flüchtlinge auf Arabisch
22.12.2015 - W&V

Gruß
Birgitt
Lothar
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Lothar »

Hallo Birgit,

Auszug aus der Zeitung "Abwab"
Zeitung Abwab hat geschrieben:But the rise of anti-immigrant sentiment is strong, and has been stoked further by recent speculation that the perpetrators of a series of sexual assaults on women on New Year's Eve were of Arab and North African origin.

Michalski cited instances of refugees' homes being destroyed and anti-immigrant demonstrations.

"I hope this will stop," he said. "I hope efforts of integration continue and are fruitful and better than the past.".
"Spekulation ! über die Beteiligung Araber und Nordafrikaner" heisst es dort und das ist leider alles an Kommentar zu den Übergriffen - man sorgt sich dann nur um die nachlassende Intergrationsbereitschaft.

Man hätte an dieser Stelle die sexuellen Übergriffe ja auch mal verurteilten können, viellecht/hoffentlich ja an anderer Stelle.
Zeitung Abwab hat geschrieben:There was also a piece on the first refugee orchestra; legislative information useful to those seeking asylum; missing people pages; an article entitled "10 steps to integration", and another questioning "Are we racist?", a feature on discrimination towards refugees from Africa and Afghanistan.
Mich würde neben den Asyl-Tipps auch der Inhalt der "10 Steps of Integration" interessieren, ich hoffe, da hat das BAMF mitgewirkt !?
Für den Inhalt einer solchen Zeitung müssten sich neben der BAMF eigentlich auch unsere Medien interessieren.

Aber na, ja, wird schon alles gutgehen, mit ein bisschen gutem Willen von uns schaffen wir das ....

Gruss
Lothar
Alexander
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Alexander »

Hallo Zusammen,

könnte mir bitte mal jemand den Unterschied bzw. die Grenze aufzeigen, wo die Ablehnung von Flüchtlingen aufgrund von Ängsten, wie sie z.B. in Köln enstanden aufhört und Rechtsradikalismus anfängt, oder werden beide Gruppierungen generell unter braunen Generalverdacht gestellt, genauso wie man gute und böse Flüchtlinge unter sippenhaftmäßigen Gesichtspunkten betrachtet?

Ich habe manchmal den Eindruck, dass man aufgehört hat zu unterscheiden.

Grüsse
Alexander
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Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Alexander
Denke der Übergang ist fliessend, rechts wie links.
Sind linke Politiker linksradikal?
Ist bei uns die SVP rechtsradikal?
Der Unterschied, für mich, liegt in der Gewaltbereitschaft.
Zündet man Asylzentren an ist das klar rechtsradikal.
Werfen "die Linken" Molotow Cocktails gegen die Polizei dann sind die linksradikal.
Der Unterschied bezieht sich auf "radikal" und "gewaltbereit" gegen eine friedliche Person oder Gruppen


Wer grundsätzlich gegen Flüchtlinge ist, aber dies nicht Gewalt vertritt, ist nicht rechtsradikal.
Allerdings muss das jeder sich selbst entscheiden,
der der grundsätzlich gegen Flüchtlinge ist, der hat das gleiche Recht auf Meinungsäusserung,
wie der, der grundsätzlich für die Flüchtlinge ist.

Es steht nirgendwo geschrieben, dass man grundsätzlich keine Flüchtlinge aufnehmen muss,
steht aber auch an keinem Ort geschrieben, dass man diese grundsätzlich aufnehmen muss.

Darum habe ich auch im Forum manchmal Mühe damit, dass viele nicht differenzieren können, oder wollen :wink: .

Genau darum habe ich auch weiter oben meine Stellung dazu klar definiert, wenn jemand dann das Gefühl hat, ich wäre rechtsradikal dann soll er mit dem Gefühl leben, solange er mir nicht mit Gewalt meine Gesinnung austreiben will :shake:
Die Betonung steht auch hier auf "Gewalt"

Wo ich allerdings ein gewisses Gewaltpotential sehe ist, wenn der Staat die Bevölkerung nicht mehr schützen kann, dass dann ein gewisser Teil der Bevölkerung das versucht zu tun und darin sehe ich ein grosses Problem, dann wird nämlich nicht mehr differenziert und dann die, die Asyl verdient hätten, auch dran kommen.

Hier ist es allerdings auch an den Flüchtlingen, die faulen Eier unter ihnen zu melden und nicht solidarisch mit denen zu sein.

Man sagt, die Pegida hat immer mehr Zulauf, hat sich schon mal jemand gefragt wieso?

Wenn man die Zustände in Köln sieht, wo man wieder besseren Wissens die Herkunft der Täter verschleiert hat, der Staat und die Medien erst nach viel Druck und erdrückenden Beweisen mit der Wahrheit herausgerückt ist, die Täter mit ziemlicher Sicherheit nicht verurteilt werden, da muss man sich dann nicht wundern, wenn das Private versuchen in die Hand zu nehmen.
Ganz klar, ich kann nicht hinter Pegida stehen, kann aber deren Denkweise nachvollziehen, zumindest zum Teil.

Sollte ich einmal in eine solche Situation kommen und der Staat kann mir nicht helfen,
dann bin ich auch zur Gewalt bereit, wer sonst sollte mir dann helfen :?: :?:

Ist man, wenn man sich selbst, auch mit Gewalt, verteidigt rechtsradikal :?:

liebe Grüsse Turi
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Lothar
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Lothar »

Alexander hat geschrieben:könnte mir bitte mal jemand ..... die Grenze aufzeigen, wo die Ablehnung von Flüchtlingen aufgrund von Ängsten, wie sie z.B. in Köln enstanden aufhört und Rechtsradikalismus anfängt, oder werden beide Gruppierungen generell unter braunen Generalverdacht gestellt, genauso wie man gute und böse Flüchtlinge unter sippenhaftmäßigen Gesichtspunkten betrachtet?

Tja, - wo sind die Grenzen zwischen „Links Mitte Rechts“

Ich gehe erst einmal davon aus : „Gott hat die Dumpfköpfe gleichmässig und gerecht auf Linke und Rechte verteilt“. :mrgreen:

Zur Abgrenzung zwischen Mitte-Links bis Rechts-Extrem ist vielleicht erst einmal ein Status Quo sinnvoll:

Nach meiner Beobachtung/Erfahrung (!) haben wir z.Zt. folgende Situation:

1. Wer sich nicht uneingeschränkt zur unreflektierten Einreise von Migranten bekennt, ist irgendwo zwischen einfach Rechts bis Nazi.

2. wer präventiv auf mögliche Schwierigkeiten, Engpässe und Gefahren aufmerksam macht, schürt nur Angst und wird zum rechten Hetzer erklärt.

3. Wer konkrete Probleme benennt, stellt unter Generalverdacht und wird zum rechten Hetzer erklärt.

4. Die direkte Zuordnung nachgewiesener Straftaten auf Personen und Gruppen ist rechter Rassismus.

5. Wer „Negativstatistik“ aufzeigt, ist rechter Hetzer oder Rechtspopulist

6. Wer auf negative Entwicklungen hinweist, schlachtet diese nur rechtspopulistisch aus.

7. Wer darauf hinweist, dass sich Negativ-Trends bestätigen und akuter Handlungsbedarf besteht, schlachtet rechtspopulistisch aus

8. Wer nicht direkt mit Migranten zu tun hat oder in Problemvierteln lebt und sich trotzdem zu Wort meldet, gehört mit zu den Hetzern.

.... to be completed


Liest sich fast wie ein Strategiepapier - oder ?

Woher kommt so etwas oder wie entsteht so etwas ?

Ist das ein eigendynamisch erzeugtes, evolutionäres Ergebnis aus der chaotischen Ursuppe eines linken Gedankenguts oder eine detailliert ausgearbeitete Strategie ?

Das ist auch eine interessante Frage

Dieser Auflistung folgend ist eigentlich jeder Nicht-Linke-Bürger, der den Mund aufmacht, schon in der rechten Ecke und kaum noch handlungsfähig. Das Mandat des Handels bleibt damit links und der Nicht-Linke-Bürger steht unter Generalverdacht.

Aber auf die aktuelle Frage zurückzukommen - wo/wie trenne ich bei den einzelnen Punkten zwischen Mitte und Rechts ?

a. )
Meine oberste Prämisse: Alles was einer Sache dienlich sein kann, ist weder Links noch Rechts und ist auch diskutabel, muss sich aber einem öffentlichen Diskurs stellen.
(Extreme Standpunkte werden sich nicht durchsetzen, weil es reichlich kluge Bürger gibt und genauso ist meine Auflistung natürlich diskutabel !)

Wenn man es sich leisten kann, kann man sicher einige Themen tabuisieren.

b.)
Wer Tatsachen/Probleme wahrheitsgemäss schildert, kann doch per se schon mal nicht politisch einsortiert werden.

c.)
Opfern sollten über die eigentliche Tatsachen-/Hergangschilderung hinaus auch noch Emotionen (Revanche-bedürfnis) zugestanden werden,


Um das direkt auf Köln und deine Frage zu beziehen - Wenn eine Frau sagt, „Ich habe (jetzt) Angst vor arabischen jungen Männern“, dann ist das eine Tatsache bzw. die Schilderung ihres Problems und unterliegt damit doch nicht einer Links/Rechts Bewertung. So weit darf es nicht kommen !


Ich kann wirklich nur den Kopf schütteln, worüber wir hier mittlerweile in D. diskutieren.
Wenn man mit Leuten aus anderen Ländern spricht, fragen die nur noch, „sag´ mal, was macht ihr denn da ?“.
Damit ist in disem Falle nicht der Umgang mit den Flüchtlingen gemeint, sondern wie wir miteinander umgehen.


Gruss
Lothar
Turi
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Das grösste Problem ist, was die Politik und viele Mitbürger haben, dass sie nicht zugeben können, dass die Integrierung der Fremden, vor allen Dingen aus dem arabischen Raum, gescheitert ist und weiter scheitern wird.
Warum, weil die Unterschiede, religiös, politisch, moralisch und kulturell einfach zu gross sind.
Nehmen wir mal an es würde funktionieren, dann würde es sicher mehr als 2 Generationen brauchen.
Was ich bezweifle allein aus Religionsgründen.

Wenn ich so unsere ehemaligen Gastarbeiter aus der Türkei, ex Jugoslawien, Spanien, Portugal und sogar Italien anschaue, die schon 40 und mehr Jahre hier sind, die Meisten von Denen stehen uns kulturell näher.
Die leben überwiegend in einer Parallel Gesellschaft, haben ihre eigenen Clubs, ihre eigenen Läden, in Städten ganze Stadtteile, heiraten, mit wenigen Ausnahmen, auch untereinander.
Und was für mich sehr wichtig ist, sie wollen eine Doppelbürgerschaft, warum, wenn sie hier zu Hause sind?

Bin kein Fussballfan, aber dort funktioniert das Zusammenleben noch am ehesten.

Wie in Gottes Namen soll da eine Integration von Indern, Sudanesen, Äthiopiern, Syrern usw funktionieren?

Ich weiss nicht wie das in D aussieht, in unserer Gegend ist das auf jeden Fall so.

Man hat vor 40 Jahren sicher noch nicht so viel über Integration nachgedacht, die Schulbildung wurde vernachlässigt und nur wenige der Immigranten kommen und kamen in höhere Positionen, da darf auch eine türkischstämmige Beauftragte für Migration nicht hinwegtäuschen.
Die Staatshaushalte sind total überschuldet.
Mit wie viel Aufwand kann und will man eine Integration vorantreiben, wenn im Haushalt an der Bildung und sonst an allen Ecken und Enden gespart werden muss.
Auch die Arbeitsplätze werden in Zukunft nicht mehr, wie auch, die europäische Wirtschaft wird stagnieren, man kann und darf nicht immer mit Wirtschaftswachstum rechnen.
So wird die Politik auch weiter Löcher stopfen, wie jetzt angekündigt, bei der Polizei.
Wie das aber alles finanziert werden soll, nicht nur eine Legislaturperiode, sondern über Jahrzehnte, da redet keiner davon.
Hier hört man keine Fakten und Zahlen für die Zukunft und eine Phrase "Wir schaffen das schon", hilft da auch nicht weiter.
Die Arbeitsplätze für einfachere Arbeiten werden auch immer weniger und jedes Kindermädchen muss bald einen Hochschulabschluss haben.
Da ist die nächste Generation von Randständigen schon vorprogrammiert.

So macht man sich seine Gedanken, in erster Linie um die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder.

Das ist weder rechts noch links gedacht, sondern sind einfach Feststellungen, die sich bei allem guten Willen nicht schönreden lassen.

Gruss Turi
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Birgitt
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Birgitt »

Zum Thema ein Kommentar heute in der FAZ
Die Mauer, die von der deutschen Politik um die Flüchtlingsfrage herum gebaut wurde, bröckelt: Sicherheit und Zukunft Deutschlands hängen selbstverständlich davon ab, wen wir bei uns willkommen heißen.
Das Menetekel von Köln
09.01.2016 - FAZ

Pegida & Co. nutzen gerade die Gunst der Stunde mit ihrer Demo heute Nachmittag in Köln, die wegen Gewalttätigkeit abgebrochen werden musste, siehe Focus Live Ticker ... Das genau ist das Fatale was gerade passiert, dass solche Gruppierungen durch Vorfälle wie in der Silvesternacht stärker werden.

Gruß
Birgitt
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Re: Flüchtlingswelle nach Europa

Beitrag von Turi »

Hallo Birgitt

Was hast Du erwartet?
Denke das ist erst der Anfang.

Frage mich, wer in der Silvesternacht das Ganze in Köln, Hamburg, Stuttgart usw. initiiert hat?
Das kann doch nicht alles Zufall sein, oder doch??

Gruss Turi
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