Mehr Starkregen in Afrikas DürregürtelKarger, staubiger Boden, hier und da eine verdorrte Pflanze, am Ende ein Spendenaufruf: Hier zu Lande kennen die meisten Menschen die als Sahel bekannte streifenförmige Übergangszone von der Sahara zur Savanne vor allem als Schauplatz schwerer Dürren. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Immer öfter kommt es im Sahel auch zu Überschwemmungen durch extreme Regenfälle – zuletzt in Niger, Mali, Burkina Faso und im Senegal im Sommer 2016 [...] Es ist nicht nur der Mangel an Wasser, der in der Sahelzone verheerende Folgen hat – umgekehrt richtet in der Savanne manchmal auch ein Zuviel an Regen leicht Schaden an [...] Unter den schwierigen Wetterbedingungen der Sahelzone leben bereits heute 80 Millionen Menschen. In Zukunft wird diese Zahl wegen den hohen Geburtenraten in der Region stark ansteigen. Wie sich Regenmenge und Art der Niederschläge in den kommenden Jahrzehnten und Jahrhunderten verändern, ist noch ungewiss [...] Generell verstärkt eine höhere Feuchtigkeit die Neigung zu neuen Niederschlägen. Im Sahel ist die Lage aber komplizierter. Denn die Bodenfeuchte wirkt sich auf regionale Differenzen der Temperatur aus; diese beeinflussen ihrerseits die Regenbildung. Hier müssen die Modelle also offenbar noch deutlich verfeinert werden.
08.09.2017 - spektrum
Mehr dazu:
Mali | Überschwemmungen
Niger | Überschwemmungen
Gruß
Birgitt




