Verschleierung | Burka-Verbot ?

Nachrichten zu und aus den Sahara- und Wüstenregionen.

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Marcus der Africanus
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Marcus der Africanus »

Kuno hat geschrieben:Man wird es mit der Zeit einfach muede, immer wieder von Beispielen zu lesen, die hunderte von Jahren zurueckliegen, wenn mit denen dann versucht wird die heutige Situation zu rechtfertigen.
Ich habe nichts rechtfertigen wollen.

Es ging mir nur darum, der Darstellung zu widersprechen,
dass es dem Islam pe se inhärent sei, keine andere Religion
neben sich zu dulden.

Wenn es um Beispiele für Unduldsamkeit geht,
ist das Christentum (alleine schon wegen des zeitlichen Vorsprungs)
denke ich bisher ungeschlagen...

Gruss
MA
Kuno
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Kuno »

Marcus der Africanus hat geschrieben:Ich habe nichts rechtfertigen wollen.
...aber genau so ist dein Spruch bei mir leider angekommen :wink:

Nochmal: Es geht nicht um Islam vs Christentum. Ist das wirklich sooooo schwierig?
schu achbar ?

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von schu achbar ? »

Hallo Marcus,

die Bundesrepublik ist (leider)nicht laizistisch. Mir wäre das auch lieber u. in der Tat gibt es auch bei der CDU einige Fundis. Zb. die hessische Schulministerin. Ob das noch die Aktuelle ist weiss ich nicht, ich hab das nicht verfolgt. Selbst die linke evangelische Kirche kann sich nicht so richtig von einigen Fundis lösen.
Abschreckendes Beispiel war Ursula v.d. Leyen, die doch tätsächlich das agnostische Kinderbuch " Wo bitte gehts zu Gott" auf den Index setzen wollte.

Auch der Gottesdienstbesuch städtischer Schulen passt mir nicht.

Aber das ist Geschmackssache u. einige werden mir jetzt zum ersten Mal
nicht zustimmen.
Fakt ist jedoch, dass solche Fälle wie das Kinderbuch sofort v. den Medien aufgegriffen und entsprechend angeprangert werden.

Und was die Fundithesen anbetrifft gehts da um etwas Darwin u. kein Sex vor der Ehe, nicht schwul werden bzw. das als Krankheit ansehen u.ä.
Das ist schräg aber nicht lebensbedrohend.
Wenn Du als Homopärchen in bestimmten deutschen Stadtteilen abends einer Gruppe junger Muslime begegnest, dann ist das aber lebenbedrohend. Man stelle sich vor, der CVJM ginge abends mal auf Schwulenjagd :shock:
Darwin ist im Islam nicht etwa anzuzweifeln, sondern Gotteslästerung u.
verantwortlich für alle möglichen Katastrophen wie Faschismus u. Kommunismus. Ich hab eine arabische DVD Sammlung davon.
Aramäische Christen ticken oft ähnlich in puncto Darwin, sind aber gegen Schwule zB. nicht gewaltbereit.

Wie auch immer: Wir werden weniger u. älter, also inaktiver bei gesellschaftlichen Prozessen.
Die "neuen Deutschen" (Zitat Bushido) werden bestimmen wo es langgeht.
Deshalb ist das Thema Islamisierung wichtiger als das Thema Fundichristen mit billigen Anzügen u. Seitenscheitel.

Intoleranz ist dem Islam (nicht jedem Muslim) inhärent, weil die Sharia wichtiger Bestandteil dieser Lehre ist.
Aber auch ohne Sharia gibt es im Islam eine Apartheitsunterscheidung.
Du bist als Ungläubiger mit minderen Rechten ausgestattet, wie die Schwarzen im alten Südafrika. Du hast Dich zu fügen.
Das Verlassen der Religion wird mit dem Tod bestraft. Imho gibt es keine Rechtsschule, die das bestreitet. Sollte ich da Neuerungen verpasst haben, dann bitte ich um Kommentare. Aber sogar auf offiziellen Websites auf deutsch wird v. Islaminstituten empfohlen diese Apostaten ihrer "gerechten" Strafe zuzuführen. Allerdings mit Hinweis auf das Ausland, weil hier ja ev. problematisch...
In den Verbänden , die mit Schäuble an einem Tisch sitzen (saßen) sind Figuren, die Deutschland in einen islamischen Staat umwandeln wollen.
Stell Dir mal vor die Piusbruderschaft (das einzig Vergleichbare im Christentum) würde als Verhandlungspartner im Innenministerium sitzen.
Was wäre dann hier los in den Medien ?

Ohne Reformation kann man den Islam in Europa nicht wie jede andere Religion hier heimisch werden lassen. Das vernichtet auf Dauer die europäische Lebensweise.
Ich möchte ja auch nicht mit Massenvermehrung v. Christen die arabische Lebenswelt durcheinanderbringen. Gleiches Recht kultureller Selbstbehauptung für Alle.
Barbara4x4
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Barbara4x4 »

Mal ein paar nordafrikanische Gedanken zum Islam-und-Westen-Thema:

Sorry, französisch

Um noch was zum eigentlichen Fredthema zu schreiben: Schleier und Fundikopftuch am Steuer - DAS würde ich verbieten, denn davon geht wirklich Gefahr aus wegen des eingeschränkten Blickwinkels. Kennt ja jeder Radfahrer von seiner Regenkapuze :wink:

Gruß
Barbara
Kuno
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Kuno »

Barbara4x4 hat geschrieben:Schleier und Fundikopftuch am Steuer - DAS würde ich verbieten
Jetzt wird einem ja auch klar, warum die Frauen in KSA nicht autofahren: Sicherheitsgruende 8)
Barbara4x4
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Barbara4x4 »

Schutzgründe lieber Kuno! So zumindest die offizielle Begründung. Im Falle eines fatalen Verkehrsunfalles wird ja Blutzoll fällig. Und damit Frauen diese Risiko nicht tragen müssen......
Ein eher fürsorglich verstandener Aspekt kam dagegen in der Vorstellung zum Ausdruck, Politik sei ein schmutziges Geschäft, in dem Frauen es zu schwer haben würden, die Achtung der Gesellschaft zu wahren. Ihre Einbeziehung in politische Entscheidungen werde so unweigerlich zum Verlust ihrer Weiblichkeit führen, während die Abhängigkeit von ihren Männern durch die Einführung des Stimmrechts nur gegen neue Abhängigkeiten eingetauscht werde.
http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenstim ... er_Schweiz

Männer sind eben kulturübergreifend fürsorglich 8)

Viele Grüße
Barbara
Franz (UNI)Murr
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Franz (UNI)Murr »

Barbara4x4 hat geschrieben:Mal ein paar nordafrikanische Gedanken zum Islam-und-Westen-Thema:

Sorry, französisch
Tja, liebe Barbara,

und schon hast Du mich wieder aus der Diskussion ausgeschlossen. :wink:
Mein Afrika-Französisch reicht nicht für solche Texte.

Es geht hier nicht um eine Bewertung des Islam. Das ist Geschmackssache.
Es geht um die Islamisierung des europäischen Lebensraum. Und dagegen werde ich einstehen.
Ich komme gut mit dem Islam zurecht. Im isamischen Land. In Deutschland würde ich gerne meine Freiheiten durch das Grundgesetz geschützt sehen. Ich tauge nicht zur Unterwerfung.

Gruß

Franz
Zuletzt geändert von Franz (UNI)Murr am Di 22. Dez 2009, 18:59, insgesamt 1-mal geändert.
Der Mensch braucht zuweilen etwas Wüste. Das Sein in der Wüste ist wie Yoga für meine Seele.
Wolfgang K
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Wolfgang K »

Zweiter Anlauf :-) :
Ich weiss auch aus erster Hand von einer Studienreferendarin,
die nach einer Prüfungslehrprobe vom Schulleiter und
dem Lehrbeauftragten der Hochschule aufs Schärfste kritisiert wurde,
weil sie die Darwin'sche Evolutionstheorie als
wissenschaftliche Tatsache hingestellt hatte.

Sie hätte stattdessen sagen müssen, dass diese EINE von vielen
Erklärungen für die heutige Artenvielfalt sei, neben der christlichen
Schöpfungslehre
("Gott schuf alles in 6 Tagen und am 7. machte er Siesta")

Soviel zum Thema
"In den Griff bekommen" christlicher "Auswüchse"...
Das mit dem Kreationismus im Biologieunterreicht war die hessische Kultusministerin Karin Wolf und auch der ehemalige Thüringische Ministerpräsident Althaus.

Man kann sich entweder den Herrschaften, die solchen Unsinn fordern applaudierend an die Seite stellen oder über sie den Kopf schütteln und anschließend ihre Forderungen ad acta legen.

Es ist letzteres geschehen. Obendrein haben sich diese Protagonisten für alle Zeiten lächerlich gemacht. Und genau darauf will ich ja hinaus: Man hat sich gegen solche Einflüsse gewehrt. Solche Anekdoten als Argument gegen die kritische Beäugung anderer Religionen und ihrer Aktivitäten zu benutzen heißt nichts anderes als sie letztendlich salonfähig zu machen.

Wenn sich der Eine daneben benimmt, ist das kein Freibrief für den Anderen dies auch zu tun, sondern dringender Anlass beide zum maßregeln.

Wenn ich schreibe, dass man die Auswüchse der Christlichen Religion in den Griff bekommen hat meine ich genau das. Wenn es irgend ein christlicher Fundi, von denen es ja genug gibt, wieder einmal übertreibt, kann man ihm öffentlich auf die Finger hauen, ohne es mit der Staatsmacht oder dem Volkszorn zu tun bekommen. Auch wenn die Positionen unterschiedlich sind, die Diskussion ist öffentlich und sie wird zugelassen. Solche Diskussionen sind teil unseres politischen Lebens.

Es geht doch nicht darum krude Gedanken und Ansinnen zu verbieten, sondern um das Recht diesen offen entgegen zu treten, ohne dass sich der Verbreiter dieser Gedanken hinter die Religionsfreiheit oder die gebetsmühlenartige Diskreditierung seiner Kritiker zurückzieht.

Grüße
Wolfgang
schu achbar ?

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von schu achbar ? »

Franz (UNI)Murr hat geschrieben: Es geht hier nicht um eine Bewertung des Islam. Das ist Geschackssache.
Es geht um die Islamisierung des europäischen Lebensraum. Und dagegen werde ich einstehen.
Ich komme gut mit dem Islam zurecht. Im isamischen Land. In Deutschland würde ich gerne meine Freiheiten durch das Grundgesetz geschützt sehen. Ich tauge nicht zur Unterwerfung.
Gruß
Franz
Dem möchte ich mich anschliessen.


Mit dem Autofahren.. vielleicht hat das auch was mit der Kamelfatwa zu tun.

Die befindet, ein Muslimin dürfe sich ohne einen männlichen Blutsverwandten nur maximal 81 Kilometer von der ehelichen oder elterlichen Wohnung entfernen.

Das nämlich ist die Entfernung, die eine Kamelkarawane zu Zeiten des Propheten Mohammed innerhalb von 24 Stunden zurücklegen konnte.

Rechnet man die Pannenstatistik dazu, dann dürften Muslimas eigentlich bedenkenlos Landies fahren :mrgreen:

@ Barbara, möchtest Du diese Fürsorglichkeit denn auch auf unser Stammesgebiet ausgedehnt haben ?
Das ist der eigentliche Knackpunkt.
Was im Haus des Islam geschieht ist mir nämlich ziemlich wurscht.
Gerhard Göttler
Beiträge: 1148
Registriert: Mi 14. Sep 2005, 12:36

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Gerhard Göttler »

Hallo Franz!

Dein Satz gefällt mir!: "Ich tauge nicht zur Unterwerfung."

Der Gerhard
Franz (UNI)Murr
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Franz (UNI)Murr »

Hallo Gerhard,

danke für die Lorbeeren, es ist meine ureigendste Überzeugung.
Das Resultat von zu vielen Versuchen in meiner Kindheit, meinen Willen zu brechen. :evil:

Grüße

Franz
Der Mensch braucht zuweilen etwas Wüste. Das Sein in der Wüste ist wie Yoga für meine Seele.
Roger-Tecumseh
Beiträge: 2066
Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Da klicke ich hin - da klicke ich her: keine Spur hier von diesem Frontalangriff auf einen Eckstein der verzweifelt ums Ueberleben kaempfenden europaeischen Kultur! Und dabei verkuendet doch der "Spiegel" in gewohnt abgeklaerter Art nichts anderes, als den gezielten Schlag auf den Solarplexus deutscher Empfindsamkeit:

""HEILIGABEND - ATTACKE; ISLAMISCHER GELEHRTER WILL WEIHNACHTEN VERBIETEN."

Was ist also los, bei den sonst so angestrengt aufgeregten Wueschi-Verteidigern abendlaendischer Kulturreinheit?? Alle schon beim Christbaumschmuecken; beduselt in der Takelage verknotet, oder gar auf den vereisten Planken der gestrandeten Barke ausgerutscht?
Es fing doch so gut an! Aber dann muss man eben am Schluss lesen - und alles wird klar :mrgreen: - der Artikel nimmt eine unerwartete, konzeptstoerende Wende, die der handlichen Titelverheissung kuehl die Beine kuerzt.


"FATWA gegen das Weihnachtsfest: Ein erzkonservativer populärer Prediger hetzt gegen Christen und will ihnen das Feiern untersagen. Die islamischen Regierungen sind entsetzt bis pikiert, protestieren aber nicht - denn niemand wagt die direkte Konfrontation mit dem Idol der Massen.

Scheich Jussuf al-Kardawi ist 83, wortgewaltig, und er hat Einfluss. In Doha, der Hauptstadt des Golfemirats Katar, führt der sunnitische Religionsgelehrte ein islamisches Forschungszentrum. Der Ägypter gilt als angesehenste "graue Eminenz" in der islamischen Welt, dessen Einschätzungen mehr Gewicht haben als die Meinungen der meisten Vertreter des offiziellen Islam - jetzt aber hat er sich einen Fauxpas geleistet, der ihm Probleme bereiten könnte.

"Araber und Muslime dürfen keine Weihnachtsfeste mehr erlauben", wetterte er in einer Fatwa, einem islamischen Rechtsgutachten. Man müsse es den Christen in den islamischen Ländern verbieten. Denn solche Feste seien "haram", verstießen also gegen den islamischen Glauben.
Und weiter: Kein Geschäft dürfe Weihnachtsbäume verkaufen - eine Praxis, die mit der Ausnahme von Saudi-Arabien in allen Teilen der islamischen Welt üblich ist. Er könne sich angesichts der Weihnachtstreibens in Doha fast fragen, in welcher Art von Gesellschaft man lebe, einer islamischen oder einer christlichen. "All diese Feiern der sogenannten Geburt von Jesus, des sogenannten Christmas!" Man feiere ja nicht mal die Geburt des Propheten Mohammed - "aber Christmas?" Und das, obwohl die Muslime anderswo den Bau von Minaretten verboten bekämen.

Der Scheich setzte seiner Tirade sogar noch einen drauf und spottete über die Christen, die sich auf kein bindendes Geburtsdatum Christi hätten einigen können. "Die westlichen Kirchenfeiern am 25. Dezember, die anderen am 7. Januar. Sie sind sich nicht einmal sicher, ob Jesus im Winter oder im Sommer geboren wurde", frotzelte der lange über alle Kritik erhabene Imam.

Und auch jenseits von Weihnachten sähe der einflussreiche Prediger die Rechte der Christen gern beschnitten: "Kirchen dürfen keine Kreuze mehr tragen. Kirchenglocken dürfen auch nicht mehr läuten", forderte er weiter.

Die Weihnachtsattacke des greisen Einpeitschers verheißt nichts Gutes. Kardawi verbreitet sein Gedankengut dank üppiger Geldspenden in allen islamischen Ländern - mit Ausnahme der schiitischen Islamischen Republik Iran. Denn er lehnt die schiitische Glaubensrichtung ab, was im Westen lange als Beweis einer gemäßigten Weltsicht missinterpretiert wurde. Dabei hatte der selbsternannte "Da'i li-Din-Allah" ("der zum Übertritt zum Islam Aufrufende") dieses Renommee schon vor über einem Jahrzehnt eingebüßt. Damals empfahl er Hindus und Buddhisten, aber auch Christen und Juden, die laut Koran besonderen Schutz genießen, ein Konvertieren zum Islam, wenn sie in den Himmel kommen wollen.

Seinem Ansehen bei den Massen tat der gezielte Affront gegen Andersdenkende keinen Abbruch. Die oft scharfmacherischen religiösen Sermone festigten seinen Ruf weiter. Mit einer Anzahl radikalislamischer Anhänger hat er sich im bevölkerungsarmen, aber finanzstarken Golfstaat Katar niedergelassen, um nach eigenem Bekunden den "wahren Islam" zu predigen.

Kardawis Meinung gilt etwas in der islamischen Welt - bis heute, wenngleich seine Nähe zu radikalen Imamen und seine prinzipielle Ablehnung eines friedlichen Ausgleichs mit Israel seine Gastgeber in Katar und in anderen arabischen Hauptstädten zunehmend misstrauisch machen. Noch lassen sie ihn gewähren. "Niemand will das Massenidol antasten", sagte ein Regierungssprecher in Kairo, der anonym bleiben wollte. "Am liebsten würden die Regimes das Problem aussitzen." Der in der arabischen Welt populäre Fernsehsender al-Dschasira jedoch ging merklich auf Distanz zu Kardawi, je ausfälliger seine politischen Kommentare gerieten.

Um einen offenen Konflikt mit seinen Gastgebern in Katar und in Nachbarländern zu vermeiden, verzichtete der inzwischen zum Präsidenten der "Weltvereinigung der islamischen Religionsgelehrten" aufgestiegene Geistliche eine Zeitlang auf allzu provokative Anwürfe gegen seine politischen Gegner und Kritiker. Er verurteilte wie verlangt die Anschläge der al-Qaida - vertrat und vertritt aber weiterhin erzkonservative Ansichten. Zum Beispiel das Gedankengut der weltweit aktiven Muslimbruderschaft, welche die Errichtung eines islamischen Gottesstaates anstrebt, dem alle Länder der islamischen Welt beitreten sollen.

Viele Regierungen sehen Attacken auf Christen problematisch

Die jetzige Attacke auf die Christen in der islamischen Welt aber ist töricht. Dafür gibt es einfach zu viele von ihnen - sie sind Teil des sozialen Gefüges in den Staaten. Allein in den arabischsprachigen Ländern leben schätzungsweise 20 Millionen Christen. Im Libanon ist der Staatspräsident laut Verfassung immer ein Christ. In vielen arabischen Regierungen gibt es christliche Kabinettsminister.

In Ägypten hat Staatspräsident Husni Mubarak das koptische Weihnachtsfest zu einem staatlichen Feiertag erklärt. Ähnlich verhält es sich im Sudan, in Syrien, Palästina und im Irak. Der Südsudan ist gar überwiegend christlich geprägt.

Auch die ägyptische Muslimbruderschaft muss sich jetzt von einem Mann distanzieren, dem sie einmal den Posten des obersten Führers ("Murschid Amm") angetragen hatte. Ungut für den gerade angelaufenen internen Wahlprozess in der stärksten Oppositionsfraktion am Nil.

Hinter den Kulissen wird bereits gemunkelt, dass der Emir von Katar den jetzt unbequem gewordenen Gast aufgefordert habe, seine folgenschweren Aussagen zu dementieren. Die regierungskritische ägyptische Wochenzeitung "Saut ul-Umma" ("Stimme der Nation") widmete dem brisanten Thema fast eine ganze Seite. Sie konfrontiert die Leser darauf mit dem vielsagenden Zitat des oberägyptischen Priesters Abdul Massih Lam'i: "Die Zeiten der Inquisition sind vorbei."
schu achbar ?

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von schu achbar ? »

Du hast wohl zuviel selbst Aufgesetzten genossen und bist auch schon ein bisschen beduselt. Sonst würdest Du das mal verlinken u. nicht ellenlange Spiegeltexte copypasten.

Hier ist das Vid vom Scheich



Hier ist der link zu SPON

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 58,00.html


Viele Moslems am Golf lieben Weihnachten. Das passt dem Prediger wohl nicht so ganz. Und er passt ihnen wohl auch nicht so ganz.
Sehr schön.
Ich sags ja : Vom Golf wird eines Tages die Reformation ausgehen, so sie denn kommt. Ein sehr strenger u. gleichzeitig offener Islam herrscht dort an vielen Orten. Man ist am Lauf der Welt interessiert u. seltenst aggressiv. Viele pakistanische Schreihälse sollten sich da mal ein Beispiel dran nehmen.
Einfach angenehme Menschen.
Besser als viele Deutsche. Ja, das sag ich so u. ich bin davon überzeugt, dass dort die Wende möglich ist. Sie werden weiter streng bleiben . Ist auch ok so. Aber die Legitimation der Gewalt wird aus der Fiqh u. der Sunna früher oder später entfernt werden.
Insch` Allah u. ein Segen für Alle.
Unter diesen Umständen würde ich dort auch Muslim.
Aber im freien Europa gefällts mir auch ganz gut. :wink:
In der Provence kann man sich ja so gut zudröhnen :mrgreen:
Zuletzt geändert von schu achbar ? am Mi 23. Dez 2009, 18:32, insgesamt 2-mal geändert.
schu achbar ?

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von schu achbar ? »

Hey, ich bin bei 1008 Beiträgen.
Wo bleibt mein Fresspaket in Folie u. die goldene Mitgliedskarte, die Alex mir versprochen hat ??
Alexander
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Alexander »

schu achbar ? hat geschrieben:Hey, ich bin bei 1008 Beiträgen.
Wo bleibt mein Fresspaket in Folie u. die goldene Mitgliedskarte, die Alex mir versprochen hat ??
Ich habe das Goldtöpfchen noch nicht gefunden :oops: Kuno sagt immer: grab hier, grab da, aber da ist nix. Langsam glaube ich, Kuno ist von einem bösen Dschinn besessen mit der Bestimmung, Wüstenschiffadministratoren zu ärgern :twisted:

Grüsse
Alex
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