Verschleierung | Burka-Verbot ?

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Birgitt
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Birgitt »

Verhüllungs- statt Burka-Verbot soll eingeführt werden
16.06.2010 - nachrichten.ch

Aarau - Der Kanton Aargau soll mit einer Standesinitiative vom Bund ein nationales Verhüllungsverbot im öffentlichen Raum fordern statt nur ein Burka-Verbot. Eine Kommission des Kantonsparlamentes will die im Mai für erheblich erklärte Standesinitiative breiter fassen ... mehr

Gruß
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Birgitt »

Antrag der Opposition angenommen
Auch Spanien will ein Verbot von Vollschleiern

23.06.2010 - tagesschau

Nach Belgien soll auch in Spanien Frauen das Tragen von Vollschleiern in der Öffentlichkeit verboten werden. Mit einer Mehrheit von zwei Stimmen votierte der Senat (Oberhaus) in Madrid überraschend für einen Antrag der oppositionellen Volkspartei (PP), Burka und Nikab grundsätzlich aus dem Stadtbild zu verbannen ... mehr

Gruß
Birgitt
Stefanie
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Stefanie »

Aus dem Artikel der Tageschau:
Europarat spricht sich gegen Verbote aus

Unterdessen forderte der Europarat die Schweiz auf, das Bauverbot für Minarette so rasch wie möglich aufzuheben. Für die Übergangszeit sollte die Schweiz ein entsprechendes Moratorium beschließen, hieß es in einer Entschließung der parlamentarischen Versammlung, die in Straßburg mit bemerkenswerter Einstimmigkeit angenommen wurde. Der Baustopp sei eine "Diskriminierung der muslimischen Gemeinschaft und ein Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention".

Die Abgeordneten aus den 47 Europaratsländern lehnten in der gleichen Entschließung auch ein generelles Verbot des Ganzkörperschleiers ab. Den muslimischen Frauen sollte die freie Wahl ihrer Kleidung überlassen bleiben, hieß es. Punktuelle gesetzliche Regelungen, wie sie in Frankreich geprüft würden, nannten die Parlamentarier akzeptabel: beispielsweise für die Identifizierung, bei der Ausübung öffentlicher Ämter oder wenn eine religiöse Neutralität erforderlich sei. Ein generelles Verbot wird zur Zeit nur in Belgien im Parlament beraten.
Das klingt doch mal endlich vernuenftig...theoretisch!!!
Gruesse aus Baharia
Stefanie

Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
schu achbar ?

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von schu achbar ? »

Hallo Stefanie !
Die Schweiz sollte sich vom Europarat nichts sagen lassen und sämtliche Menschenrechtskonventionen kündigen.
Natürlich ist das Schleierverbot nur Kosmetik u. mir auch ziemlich egal wie die Rechtgläubigen sich kleiden.
Mit dem Minarettverbot geben die Schweizer allerdings ein wichtiges Zeichen, dass sie die Ausbreitung dieser Religion einfach nicht wollen.
Und das ist vernünftig, denn der Anteil der Radikalen ist auch in der Schweiz nicht klein. Es gibt Predigten in Moscheen wo Schweizer als weniger Wert als Tiere bezeichnet wurden.
Ohne Druck können solche Leute machen was sie wollen u. wenn die Europäer das nicht schnallen u. alles mitmachen... wie soll sich da jemals an der Deutung im Islam was ändern ?
Es wäre gut wenn es in Europa ein Land gäbe das in puncto Arbeitsmarkt in etwa kanadische oder australische oder Golfstaaten- Einwanderungspraktiken hätte, Kriminelle sofort abschiebt u. auf religiöse Extrawürste keine Rücksicht näme.
Dann könnten alle Europäer sehen wo es in Europa besser klappt, wo es weniger Stress, Arbeitslose, Abgestochene gibt.
Die Welt ist ja gross. wenn es mit der Reformation nicht in 200 Jahren klappt, dann warten wir eben noch 200 Jahre länger.
Aber solange sollte man keine Masseneinwanderungen gestatten u. den Leuten auch noch gleiche Rechte oder Bürgerrechte einräumen.
Ich habe gestern eine streng gläubige Muslimfamilie gesehen.
Er mit ungestutztem Bart ( Du weisst was ich meine), sie nur Gesicht frei, Mantel bis zum Boden, fünf Kinder.
Ich habe keine Lust das diese Familie deutsche Pässe kriegt, hier wählen darf u. Kindergeld bekommt. Und das geht ja erstaunlich schnell u. leicht.
In 200 Jahren vielleicht oder in 400.
Aber nicht eher. Als Gäste auf Zeit gerne, genau wie die islamischen Länder es machen. Aber das reicht
Gerade gelesen das unser Torschütze gegen Ghana die kleine Schwester von dieser Sarah Connor heiratet.
Und die Familie berichtet , das Klein Connor natürlich zum Islam übertritt.
Was soll das ?
Ich möchte das mal in der Türkei erleben.
Häuser würden brennen, Blut würde fliessen.
Solange alles auf Einseitigkeit beruht, keine gleichen Rechte.
So wie Du dann auch konsequent in Ägypten leben find ich richtig.
Wenn mich die übergewichtigen,bauchfreien primitiv girls u. die Alcopop Kiddies mal zu sehr anwidern , dann kann ich ja immer noch konvertieren.
Aber dann nerv ich hier nicht rum, lebe unter Leuten die ich ja eigentlich ablehne u. mache die Sozialkassen leer , sondern ziehe ins islamische Gebiet. Ist doch klar.

Jetzt magst Du mich bestimmt nicht mehr :wink:
Stefanie
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Stefanie »

Ach Schu achbar?....
so schnell kannst du's dir mit mir nicht versauen! Sorry :wink:

Spass beiseite - bevor sich HF wieder meldet -

Ich bezog mich eigentlich auf das mit dem Verschleierungsverbot. Inhaltlich stimme ich dem, was du geschrieben hast, in groben Zuegen zu, doch geht es darum, dass ich es fuer Schwachsinn halte, eine Bedeckung welcher Art auch immer zu verbieten. Einzelfall-Verbote (Fuehren eines Fahrzeugen, Arbeit...) sind durchaus ok, doch der Rest ist ueberfluessig und eigentlich nicht mehr als Provokation (unter dem Deckmantel von Frauenrechten... :kotz: )
...................
Das Minarett-Verbot bezog sich doch eigentlich "nur" auf die Tuerme - Moscheen koennen weiter betrieben werden - und das hat doch nichts mit der Ausbreitung der Religion zu tun - auch wenn das de facto die Ursache fuer das Abstimmungsergebnis war...

Ich bin auch fuer eine schnelle Abschiebung von Kriminellen. Das Problem ist nur, wenn sie nicht abgeschoben werden koennen (Gefahr fuer Leib und Seele im Heimatland...). Es muessten Gesetze geaendert werden - oder vielleicht einfach keine Menschen aus Laendern einreisen duerfen, wo es Folter gibt...oder vor Genehmigung des Asylantrags ein besseres Bild von der Vergangenheit der Menschen zu erstellen veruchen...(mir ist schon wieder zu wram, ich kann nicht mehr formulieren :oops: )
Gruesse aus Baharia
Stefanie

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Kuno
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Kuno »

Stefanie hat geschrieben:Das Minarett-Verbot bezog sich doch eigentlich "nur" auf die Tuerme - Moscheen koennen weiter betrieben werden - und das hat doch nichts mit der Ausbreitung der Religion zu tun - auch wenn das de facto die Ursache fuer das Abstimmungsergebnis war...
Manchmal hat man zwar aus der Distanz den besseren Ueberblick. Dass aber der Wunsch nach der Verhinderun der Ausbreitung des Islam de facto' der Grund fuer das Abstimmungsresultat war erscheint doch mehr als unglaubwuerdig und ziemlich an den Haaren herbeigezogen! Der Islam tritt in der Schweiz weder aggressiv noch dominant auf - auch wenn uns die Medien genau das Gegenteil suggerieren wollen.

Der Grund fuer das Abstimmungsresultat lag vielmehr darin, dass es eine schnell und immer groesser werdende Kluft zwischen Volk und Regierung gibt. Das Volk wird immer oefter als unmuendig, ja gar laestig angesehen. So war es auch bei diesem Thema - das Abstimmungsresultat muss vielmehr als Trotzreaktion angesehen werden, mit dem der Regierung und dem Parlament ein Zeichen gegeben wurde.

Es ist in der CH halt einfach schon noch etwas anders als zB. in FR oder DE. Leider ist der Schweizer in seinem Verhalten eher traege und reagiert meist erst, wenn die Kacke schon richtig am dampfen ist. Das ist eine Wohlstandserscheinung, die sich aber wahrscheinlich in den kommenden Jahren wieder verfluechtigen wird.
Stefanie hat geschrieben:Ich bin auch fuer eine schnelle Abschiebung von Kriminellen. Das Problem ist nur, wenn sie nicht abgeschoben werden koennen (Gefahr fuer Leib und Seele im Heimatland...). Es muessten Gesetze geaendert werden - oder vielleicht einfach keine Menschen aus Laendern einreisen duerfen, wo es Folter gibt...oder vor Genehmigung des Asylantrags ein besseres Bild von der Vergangenheit der Menschen zu erstellen veruchen...
Es muss tatsaechlich die Hitze sein. Was du da geschrieben hast haelt wohl keiner nuechternen Betrachtung stand.

Keine Menschen mehr einreisen lassen aus Laendern wo gefoltert wird? Dann wuerde es aber schnell leer auf den Europaeischen Flughaefen. Und genau die, die einen berechtigten Grund haetten vor solchen Zustaenden zu fliehen und in EUstan Asyl zu suchen waeren ausgeschlossen. Ist dann ja wohl auch nicht optimal.

Und warum soll jemand nicht in ein Land zurueckgeschickt werden, wenn er dort um Leib und Leben fuerchten muss? So ging es ja wohl seinen Opfern bei uns auch, oder nicht?

Das Abschieben ist allerdings durchaus zweifelhaft. Sehr schoen fuer die Transportfirma - denn die verkaufen nicht nur dem Abzuschiebenden ein Ticket sondern auch noch seinen mindestens zwei Begleitern. Mal das. Und dann noch der eher erheiternde Umstand, dass jemand, der bei uns ein Verbrechen begangen hat, nicht ins Gefaengnis kommen soll sondern auf Staatskosten in seine Heimat und im Normalfall wohl in die Freiheit verbracht wird.

(Ich muss zu letzterem aber zugeben, dass ich nicht weiss, was da tatsaechlich im 'Empfaengerland' passiert. Haengt wohl davon ab, in welcher Laune man dort gerade ist...)
schu achbar ?

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von schu achbar ? »

Niemand will Folteropfer wieder wegschicken.
Aber in der Realität kommen Leute ohne Papiere, die Dir was vom Horst erzählen
und Du musst das glauben. Das ist das Problem u. nicht die handvoll echte Folteropfer.
Und aus dieser Hilfsbereitschaft resultiert dann Folgendes

""


Die Geschäfte der Nigerianer

Sein Tod sorgte für Schlagzeilen: Der Nigerianer Alex Khamma starb bei der Ausschaffung in sein Heimatland. Bis auf sein tragisches Ende verlief sein Leben so wie das vieler Landsleute: Sie leben illegal in der Schweiz und beherrschen den Kokainhandel. Schweizer Frauen helfen ihnen. Von Daniel Glaus

Mit dem Sonderflug vom 17. März 2010 wollte das Bundesamt für Migration (BFM) den Nigerianer Alex Khamma ausschaffen. Im Dezember 2005 hatte der damals 24-Jährige einen Asylantrag gestellt. Das BFM lehnte ab. Weil er trotzdem in der Schweiz blieb, wollte ihn der Bund mit Gewalt in seine Heimat zurückbringen.

Die Zwangsausschaffung nahm er nicht einfach hin. Im Flughafengefängnis wehrte er sich heftig. Er griff die Polizisten an, die ihn in die Maschine bringen wollten, die das BFM gechartert hatte. Die Beamten fesselten ihn und setzten ihn auf einen Rollstuhl. Er tobte weiter – bis zur Ohnmacht. Eine halbe Stunde später war er tot.

Wahrscheinlich hatte Khamma gesundheitliche Probleme, die die Polizisten nicht kannten. Noch untersucht die Zürcher Staatsanwaltschaft die Todesursache. BFM-Chef Alard du Bois-Reymond und ein nigerianischer Botschaftsvertreter waren Zeugen. Du Bois-Reymond stoppte zwischenzeitlich die Sonderflüge in sämtliche Länder. Nach Nigeria werden noch immer keine Ausschaffungen durchgeführt, weil das Land nur freiwillige Rückkehrer akzeptiert - und solche gibt es praktisch nicht. Im Juli will du Bois-Reymond die nigerianischen Behörden mit neuen Sicherheitsmassnahmen zum Einlenken bringen.

Ein einziger anerkannter Flüchtling
Das Schweizer Asylsystem ist am Anschlag. Im vergangenen Jahr haben 1786 Nigerianer einen Asylantrag gestellt. Aus keinem anderen Land haben in den letzten Jahren so viele Menschen in der Schweiz um Asyl ersucht. Derzeit kommen jeden Monat rund 150 hinzu.

Allerdings hätten «99,5 Prozent» nicht «die geringste Chance», hierbleiben zu können, sagte du Bois-Reymond im April. Eine Mehrheit komme, um zu arbeiten, was kein Fluchtgrund sei. Viele würden kriminell. Die Statistik bestätigt das: Über die Hälfte von knapp 600 Anzeigen wegen Kokaindelikten richteten sich 2009 gegen Nigerianer. Nur einen Einzigen der meist zwischen 18 und 35 Jahre alten Männer akzeptierte das BFM 2009 als Flüchtling. Alex Khamma ist damit, bis auf seinen tragischen Tod, ein «08/15-Nigerianer», wie ein Beamter sagt, der den Fall kennt. Er gab an, aus dem Sudan zu sein, was widerlegt wurde. Im September 2006 wurde sein Gesuch definitiv abgelehnt.

«Swiss girls are very nice!»
Sobald abgewiesene Asylbewerber das Land verlassen müssten, erhalten sie nur noch Nothilfe. Zuletzt wohnte Khamma in der Notunterkunft Uster. Ein Zivilschutzbunker neben der Autobahn durchs Zürcher Oberland. 98 Plätze hat es. Bis auf zwei sind alle belegt. Zwei Drittel von Nigerianern. Sie hausen in Zimmern mit acht bis achtzehn Matratzen auf Kajütenbetten. Für ihren Lebensunterhalt erhalten sie pro Woche sechzig Franken in Form von Migros-Gutscheinen. Wenn nötig Kleider, Schuhe; im Notfall medizinische Hilfe.

Über eine Art Tiefgarageneinfahrt gelangt man in den Bunker. Die Luft ist stickig. Es ist warm und feucht. Einige der Männer beenden gerade ihr Ämtli. Mit anderthalb Stunden Toilettenputzen oder Gängeschrubben können sie sich einen 5-Franken-Gutschein dazuverdienen. Arbeiten ist ihnen verboten.

Damit Polizei und Betreuer jederzeit in die Zimmer können, hängen in den Türrahmen nur Tücher anstatt Türen. Wenige Stunden vor dem Besuch der Weltwoche hat die Polizei einen illegalen Nigerianer aus dem Bett geholt, um ihn in Ausschaffungshaft zu setzen. Zirka alle drei Monate gibt es eine Razzia. Wenn überhaupt, findet die Polizei nur kleine Mengen Cannabis, selten etwas Kokain.

Wer mit Drogen handelt, wickelt die Geschäfte ausserhalb ab. Auch Alex Khamma fuhr regelmässig nach Zürich zum Dealen. Aber nicht nur dafür. Er suchte auch eine Frau. Eine Schweizerin zum Heiraten. Es ist der einzige Weg, zu einer Aufenthaltsbewilligung zu kommen. Illegale aus Nigeria seien darin durchaus erfolgreich, erzählen Beamte. Khammas ehemalige Zimmergenossen stehen dazu: «Swiss girls are very nice!» Sie sprächen die Frauen überall an: Unter der grossen Uhr im Zürcher Hauptbahnhof, in Parks, am See.

Wiederholt haben die Illegalen am Bahnhof Uster auch allzu junge Frauen angesprochen – was nicht toleriert wird. Es setzt einen scharfen Verweis der Unterkunftsleitung ab. Verstossen die Illegalen gegen die Hausordnung, erhalten sie Hausverbot. Das wirke meistens, sagt die Leiterin.

Schweizerinnen mit einem Flair für die gutgebauten und fröhlichen jungen Männer finden sich vor allem an «Afrika-Partys». Dort sei es am einfachsten, bestätigen die beiden Nigerianer. Ihre Masche ist simpel: «Hello, how are you?», lächeln und Geduld haben: 100, vielleicht 200 Körbe habe Alex kassiert. Im Sommer habe es dann geklappt, er fand eine Freundin. Eine Studentin aus Zürich. Er zog zu ihr.

Alex war seinem Ziel einen Schritt näher: ein sicheres Nest in der Schweiz für seine Geschäfte als Drogendealer. Bei ihren Freundinnen und Frauen seien die meisten Nigerianer hochanständig – fast unterwürfig, erzählt ein Polizist. In Statistiken über häusliche Gewalt existieren illegale Nigerianer praktisch nicht. Auch andere Delikte wie Autos klauen oder Schlägereien begehen sie kaum. Nur nicht auffallen. Doch wehe, sie werden gefasst: Ein Polizist sagt, Nigerianer würden oft sehr aggressiv. «Sie schreien, spucken und schlagen wie keine andere Bevölkerungsgruppe.»

Plötzlich tauchen die Papiere auf
Bei der Partnerwahl sind die Nigerianer pragmatisch – es geht ihnen in erster Linie darum, heiratswillige Schweizerinnen zu finden. Oder noch besser: solche, die heiraten und ein Kind haben wollen. So ist der Aufenthalt doppelt abgesichert. Steht die Hochzeit bevor, sind auch Pass und Geburtsurkunde rasch zur Hand. Papiere, die beim Asylgesuch zwecks Verschleierung der Herkunft noch als verschollen galten.

Es sind Frauen in allen Lebenslagen, die sich auf eine Ehe mit einem illegalen Nigerianer einlassen. Ältere Singles, die geschmeichelt sind, dass ein Mann sie aufs Standesamt führen will. Oder junge, die Mitleid haben und sich verlieben. Eine Frage von Intelligenz oder Einkommen sei es auf keinen Fall, weiss ein Schweizer Beamter.

In den vergangenen fünf bis sechs Jahren sind die Nigerianer zu Marktführern im Kokainhandel aufgestiegen. Wie ist ihnen das gelungen? Ihr Netzwerk sei «nahezu perfekt abgeschottet», weil sie Dialekt sprächen und ihre eigene Kultur pflegten, schreibt das Bundesamt für Polizei (Fedpol). Ein weiterer Teil des Erfolgsrezepts ist die Organisationsstruktur. Bei den Nigerianern ist alles flexibel. Es gibt keinen Capo wie in der Mafia und kaum blutige Kämpfe unter Konkurrenten wie zwischen Albaner-Gruppen, die den Heroinhandel beherrschen.

Den Einstieg ins Drogengeschäft erleichtern erfahrene Landsmänner. Ein Teil der knapp 1800 legal anwesenden Nigerianer in der Schweiz bildet das Rückgrat des Drogen-Netzwerks. Die Verbindungen sind weltweit, denn in fast allen westlichen Ländern gibt es eine nigerianische Diaspora. Nigerianer sind eine Art Kokain-Qaida: Einzelpersonen oder kleine Gruppen, die einen Deal zusammen durchziehen und sich wieder trennen. Jeder arbeitet auf eigene Rechnung. Wer eine Aufenthaltsbewilligung hat, ver-kauft Handys mit SIM-Karten, macht Geld-überweisungen, versteckt Schmuggler in seiner Wohnung. Dank der Personenfreizügigkeit können Nigerianer mit einer Aufenthaltsbewilligung in ganz Europa als Touristen reisen und Geschäfte abwickeln.

Milch trinken hilft
Die Illegalen verkaufen auf der Strasse Kokainkügelchen. Arbeit gibt es für alle: Coci ist längst keine Luxusdroge mehr, sondern so günstig wie noch nie. Eine Linie gibt es schon ab zwanzig Franken. Die Nachfrage ist riesig. In die Schweiz gelangt das Kokain von Südamerika via Spanien und die Niederlande. Dort werden Unmengen Fracht umgeschlagen. Kontrolliert wird nur ein Bruchteil. Der reine Stoff erreicht Europa tonnenweise in Schiffscontainern oder in kleinen Mengen per Flugzeug.

Ortsansässige Nigerianer nehmen die Ware in Empfang und wickeln die Bestellungen ihrer Landsleute ab. Diese holen den Stoff selber teilweise ab. Oder sogenannte Bodypacker transportieren ihn, verpackt in Kondomen in ihren Mägen. In sicheren Wohnungen in Bern, Basel oder Zürich scheiden sie diese Fingerlinge aus. Literweise Milch trinken hilft.

Schweizer Frauen unterstützen die Drogenhändler zumindest passiv. Die Wohnungen gehören oft den Schweizer Frauen – sie halten die Schmuggler für Flüchtlinge und kochen auch noch für sie. Haufenweise Bargeld, mehrere Handys ihres Mannes, stundenlang zugesperrte Toiletten und Streckmittel fürs Kokain scheinen sie nicht misstrauisch zu machen. Oder sie schauen bewusst weg, weil sie Angst um die Beziehung haben. Einige helfen auch ihren dealenden Ehemännern. In Kinderwagen oder Einkaufstaschen verschieben sie das Kokain innerhalb der Schweiz. Oder sie bringen es, versteckt in Körperöffnungen, über die Grenze.

Auch im Drogengeschäft spielt der Heiratsmarkt. Einige Dealer versuchen, ihre Kundinnen mit vorteilhaften Konditionen an sich zu binden. Bei Beschattungen von als Dealer Verdächtigten fällt der Polizei auf, dass verheiratete illegale Nigerianer oft noch mindestens eine Freundin haben. Eine Nigerianerin in der Schweiz, dazu eine Studentin – und in der Heimat Frau und Familie, die mit Geld versorgt werden. Geld aus Drogengeschäften, aber auch Sackgeld von der Schweizer Partnerin.

50 000 Franken Entschädigung
Alex Khammas Freundin hat schliesslich wohl Verdacht geschöpft und ihn deshalb aus der Wohnung geworfen. Im Herbst sei er zurück gewesen in der Notunterkunft, sagen seine Zimmergenossen. Khammas Suche nach einer heiratsfreudigen Schweizerin begann wieder von vorne. Doch Uster ist ein hartes Pflaster, Alex musste nach Zürich. Im Tausch gegen einen 10-Franken-Migros-Gutschein erhalten die Illegalen in der Notunterkunft fünf Marken für je eine Tageskarte des Zürcher Verkehrsverbundes. Sie ist jeweils ab neun Uhr gültig. Wer kein Geld aus Drogengeschäften hat, tauscht in Zürich weitere Gutscheine gegen Bares ein. Sans-Papiers-Anlaufstellen kaufen die Gutscheine ab.

Am Sonntag, 13. Dezember 2009, verabschiedete Khamma sich in Uster von seinen Kollegen. Er wollte nach Zürich an eine Party und geriet in eine Polizeikontrolle. Die Polizisten nahmen ihn auf den Posten. Rasch war ihnen klar: Khamma ist nicht nur ein Illegaler, sondern auch ein Dealer – und zwar kein kleiner Fisch: Zu drei Jahren Gefängnis war er verurteilt. Die Hälfte bedingt.
Dann ging alles rasch: Zwei Tage nach der Verhaftung wurde Ausschaffungshaft angeordnet. Die Polizei brachte ihn ins Flughafengefängnis in Zürich. Der nächste Sonderflug sollte am 17. März starten. Gegen Abend jenes Mittwochs starb der 29-Jährige. Alex Khammas Familie hat soeben eine letzte Überweisung aus der Schweiz erhalten: 50 000 Franken Entschädigung vom Bund.""
Quelle: Weltwoche, Schweiz





Es gibt keinen Grund sich über den Tod dieses Mannes zu freuen , obwohl er sicher ein Arschloch war ist er zu jung gestorben.

Aber überleg mal, da kommt Jemand unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in
die Schweiz. Er bescheisst Euch, wird kriminell gegen die Gesundheit der meist jugendlichen Einwohner des Gastlandes, lebt auf Eure Kosten, verarscht Eure Frauen , leistet Widerstand gegen Eure Polizei und stirbt ohne erkennbaren Grund.
Und dann kriegt seine Familie 50.000 Franken Entschädigung.

Gibt es ,ausser in Europa, noch so bekloppte Länder ?
Ich kann mir eher vorstellen , es gibt irre Länder , die schicken der Familie noch ne Rechnung über die Einäscherung, selbst wenn er von Polizisten totgeschlagen worden wäre.
Stefanie
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Stefanie »

Kuno,

du hast geschrieben:
Der Islam tritt in der Schweiz weder aggressiv noch dominant auf - auch wenn uns die Medien genau das Gegenteil suggerieren wollen.
Das in etwa hatte ich gemeint, als ich das von der Ausbreitung schrieb... Das Ergebnis mag sicherlich ein Resultat von Unzufriedenheit mit der Regierung sein (du kennst dich da besser aus), allerdings eben auch Folge einer gezielten Kampagne, die den Islam verteufelt und dessen Ausbreitung als Gefahr sieht.

Als ich schrieb
. Es muessten Gesetze geaendert werden - oder vielleicht einfach keine Menschen aus Laendern einreisen duerfen, wo es Folter gibt...

habe ich noch ueberlegt, ob ich "Achtung Ironie" dazuschreiben sollte...
Die Situation ist einfach schwierig: sollen wir Verbrecher auf Steuerkosten im Land behalten, nur weil niemand weiss, was mit ihnen im Heimatland geschieht?

Ich sehe es sehr aehnlich wie Schu achbar? - auch wenn ich es nicht so krass ausdruecken wuerde! Unter dem Strich (etwas provokant!): die "Guten" kommen gar nicht erst, die "Gangster" kommen, machen was sie wollen, und bleiben (und fuer manche ist sicher ein Platz im Gefaengnis immer noch besser als das Leben vor Ausreise aus dem Heimatland) so oder so...

Da kann ja Europa nur als Paradies fuer jeden gelten...

Ich hoere nicht zuletzt hier oft genug, dass ich doch eine Europaeerin fuer die Maenner oder sogar die Soehne suchen solle. Das Leben "dort" ist doch einfach besser als hier... Ich denke nicht, dass sie hier sooo anders sind als in anderen Schwellen- und Drittlaendern!
Gruesse aus Baharia
Stefanie

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schu achbar ?

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von schu achbar ? »

Es gibt eine interessante Doku von Güner Balci, die auch schon früher tolle Beiträge fürs TV gemacht hat...

http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn ... 00h~cm.asp

Interessanterweise kommt das mitten in der Nacht, wurde verschoben u. soll angeblich nun heute oder morgen Nacht auf WDR kommen.
Wollen da ein paar gut besoldete Ewiggestrige die Ausstrahlung
torpedieren ?

Ich kann das Anschauen leider nicht empfehlen, da ungerechte und verallgemeinernde Reaktionen nicht ausgeschlossen sind. :mrgreen:

Nein im Ernst, man sollte die Politiker dafür stramm stehen lassen, nicht die verdrehten Libanesen- oder Türken Kids.

Anschauen u. blutdrucksenkende Mittel einwerfen !!
schu achbar ?

Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von schu achbar ? »

War relativ harmlos. Keine Vergewaltigung auf dem Klo, kein Messer im Gedärm. War auch noch ne gute Schule. Etwas langatmig , aber für Interessierte durchaus sehenswert.
Vor allem die Aussagen des Kurdenduos reichen völlig um garnix mehr dazu sagen zu müssen.
Es kam von der Lehrerin ganz klar zum Ausdruck: Der Islam ist auf dem Vormarsch und fördert das Trennende.
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/ ... Id=4980716
Wolfgang K
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Wolfgang K »

Fast spannender als die eigentliche Frage finde ich die Besetzung der Standpunkte durch die verschiedenen politischen Lager, bzw, das unsichere Getorkel beim Versuch einen Platz einzunehmen.

Alice Schwarzer in der FAZ:

Irgendwer in der TAZ:


Zu mehr als der Einnahme einer beliebigen Gegenposition reicht es nicht.

Oder ein Beleg dafür, dass das „Rechts - Links“ – Modell der politischen Einstellungen schlicht keine Erklärungskraft hat, wenn es über reine Fragen der Verteilung hinausgeht.

Grüße
Wolfgang
Birgitt
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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Birgitt »

Neues Gesetz in Frankreich
Senat stimmt für Verbot von Burka und Nikab

15.09.2010 - tagesschau

Mit deutlicher Mehrheit hat der französische Senat für ein landesweites Verbot von Vollschleiern gestimmt. 246 Mitglieder votierten für den Gesetzentwurf, eines dagegen. Nun muss das Verfassungsgericht über das umstrittene Verbot entscheiden. Die Nationalversammlung stimmte bereits zu ... mehr

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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Birgitt »

Kampf um Symbole
28.09.2010 - Qantara

Sowohl in Europa als auch in arabischen Ländern wird eifrig über Sinn und Unsinn des Gesichtsschleiers gestritten. Der mauretanische Religionshistoriker und Islamgelehrte Mohamed El-Moctar lebt in Katar, einem Land in dem der Gesichtsschleier weit verbreitet ist – doch für ihn hat er mit dem Islam nichts zu tun ... mehr

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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Birgitt »

Hochschulverband hebt umstrittene Regelung auf
Kippt das Kopftuchverbot an türkischen Universitäten?

04.10.2010 - tagesschau

Keine Kopftücher an türkischen Hochschulen - das galt bislang für alle Studentinnen in der Türkei. Ein Versuch der Regierung, das Kopftuchverbot aufzuheben, scheiterte vor zwei Jahren. Nun startete der türkische Hochschulrat einen neuen Versuch - und hob das Verbot auf ... mehr

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Re: Verschleierung | Burka-Verbot ?

Beitrag von Birgitt »

Burka-Verbot
Bin Laden droht Franzosen

27.10.2010 - Focus

Sämtliche Franzosen sind nach der Einführung des Burka-Verbots potenzielle Opfer von El Kaida. So will Terrorfürst Osama bin Laden zumindest seine jüngste Botschaft verstanden wissen. Ein Anfang ist angeblich schon gemacht. Bin Laden stellte die Entführung von fünf Franzosen im Niger als Reaktion auf das Burka-Verbot in Frankreich dar ... mehr

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