DR Kongo | Mit dem Boot über den Lake Tanganyika

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Birgitt
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DR Kongo | Mit dem Boot über den Lake Tanganyika

Beitrag von Birgitt »

Hallo Zusammen,

seit einigen Tagen bin ich zurück aus Ostafrika. Genau 5 Wochen waren wir unterwegs mit dem 4x4.

Unser ursprüngliches Ziel waren der Kundelungu NP sowie der L'Upemba NP in Ost-Kongo. Außerdem wollten wir den Lake Tanganyika etwas genauer inspizieren und herausfinden, ob eine Seereise auf dem Lake Tanganyika samt Fahrzeug möglich ist und welche Schiffs- und Fährverbindungen es über den See gibt - wir wussten lediglich von der Existenz der alten Liemba ...

Gestartet sind wir in Kenia (Mombasa), dann ging es Transit durch Tansania sowie durch den Norden Sambias bis zum "Objekt der Begierde", dem Osten Kongos. Eigentlich wollten wir über Tansania zurück nach Kenia - nur der Kongo wollte nicht so recht :wink: Da man als Traveller aber ja flexibel ist, führte uns der Weg über Ruanda und Uganda zurück nach Nairobi.

Gruß
Birgitt
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Tansania | Transit Mombasa - Sambia mit Ruaha NP

Beitrag von Birgitt »

Um relativ zügig von Mombasa nach Nord-Sambia zum Lake Tanganyika zu gelangen, haben wir uns im Dezember 2009 - bis auf kleine seitliche Abstecher - für den Tan-Zam-Highway entschieden.

Grober Routenverlauf:

Mombasa -*- Tanga - Pangani - Mkwaja - Makata - Chalinze - Morogoro - Iringa - Ruaha NP - Mbeya - Tunduma - Laela - Mwimbi -*- Mbala

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Grenze HoroHoro/LungaLunga - Tanga - Pangani - Mkaja - Makata - Chalinze

Freundliche Grenzabfertigung Kenia/Tansania innerhalb 30 min, Visum für Tansania nach wie vor 50 US$ p.P., 20 US$ RoadTax für 30 Tage, 5 US$ Fuel Levy Tax.

Info für alle ATM-Fetischisten: in Tanga gibt es einen ;-)

Ab Grenze Wellblechpiste bis Tanga (gute Versorgungsmöglichkeiten, Internet-Cafés, Tankstellen) und weiter bis Kigombe, zum Peponi Camp. Peponi ist für uns an der Nordküste nach wie vor die erste Wahl. Wunderbarer Strand, kleiner Pool, schöne Bar/Restaurant, viel Platz und viele schattenspendende große Bäume, gute sanitäre Einrichtungen, nettes Publikum sowie nette Gastgeber und das ganze seit Jahren stabil für 4 US$ p.P./Nacht. - Übrigens: frisches Baguette, Käse und andere Kleinigkeiten (tolle Flipflops, Shirts etc. :lol: ) gibts nebenan im Capricorn. Nein, keine Sorge, die Küste ist nicht völlig zugebaut, Peponi und Capricorn sind irgendwie verschwägert und die einzigen Camps weit und breit.

Die Piste Kigombe - Pangani ist momentan in einem überraschend guten und glatten Zustand, die Fähre über den Pangani-River zum Glück in Betrieb, nachdem sie wieder einige Tage geschwächelt hatte. Jetzt im Januar soll eine neue Fähre ihren Dienst aufnehmen und damit den Verkehr entlang der Küstenlinie sicherstellen. Preis für einen 4x4 oneway 5.000 TZS.

Wir fahren einen "Umweg" Richtung Saadani NP, weil wir uns einmal ein eigenes Bild des Beach Crab Camps machen wollen - wir hatten unterschiedliche Meinungen zu dieser Tauch- und Surfbase bisher gehört. Der Strand ist super, der Restaurantbereich auch sehr schön, aber dem Platz für die Camper fehlt ein wenig der Charme. Das Gelände hinter dem Workshop ist nicht so sehr einladend, etwas wenig Schatten und Süßwasserduschen gibt es leider nur in den Bungalows. Die Duschen für den Campingplatz werden zu 100 % mit salzigem Meerwasser gespeist. Preis 8.000 TZS p.P./Nacht.

Weiter geht es Transit teilweise durch Sisalplantagen, teilweise durch den Randbereich des Saadani NP über teils recht gute und teils verschlammte Piste nach Mkwaja, bis wir bei Makata auf die Asphaltstraße nach Chalinze (und weiter nach Dar es Salaam) treffen.

Tipp: Wer Interesse an handgeflochtenen Matten hat, wird in den Dörfern auf der Strecke Pangani - Mkwaja fündig, wo so ziemlich jeder vor seiner Hütte sitzt und diesem Handwerk nachgeht.

Gruß
Birgitt
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Tansania | Von Tanga bis Chalinze

Beitrag von Birgitt »

Peponi Camp - nur ein paar Schritte vom Auto bis ins (nicht kühle) Nass ;-)
Besonders an nasskaltregnerischen verschneiten Tagen wie heute wünsche ich mich genau dorthin zurück!

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Keine Sonnenschirme, keine lauten und übervollen Strandbars, alles herrlich natürlich - und das erste kleine Riff zum schnorcheln ist schwimmenderweise zu erreichen.

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Das Fischerdorf Kigombe - nur einen Spaziergang am Strand entfernt

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Ich hätte wirklich gerne Fotos von Pangani und Umgebung gemacht - aber als wir dort ankommen regnet es in Strömen. Pangani hat einen leicht arabischen Touch, wenn die Dhaus am Hafen anlegen und die Waren in die alten Lagerhäuser gebracht werden erinnert das ein wenig an die Bilder, die man von Sansibar im Kopf hat ... aber im Regen macht das alles wenig Spaß. Deshalb nur die Preistafel der Fähre ;-)

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Der Strand beim BeachCrab - nach dem großen Regen und bei Ebbe

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Obwohl uns der nächste Tag mit strahlend blauem Himmel begrüßt wollen wir weiter, so schön diese Traumstrände auch sind.

Im Hinterland der Nordküste Tansanias fährt man durch riesige Sisalplantagen - Kigombe Sisal Estate, Mwera Sisal Estate, Kilimangwido Sisal Estate ... um nur einige zu nennen

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Sisal ist auch heute noch eine der wichtigsten Faserpflanzen weltweit. Einer der Haupterzeuger für Sisal ist Tansania. Die Fasern der Sisal-Agave werden zu Tauen, Seilen, Garn und Teppichen und zahlreichen anderen Produkten verarbeitet, neuerdings z.B. auch als Füllstoff für Matratzen oder als Poliermittel für technische Zwecke.

Der aktuelle Marktbericht Sisal 2009, beschreibt die derzeitige Situation des Sisalgeschäfts auch in Tansania sehr eindrücklich, die lange anhaltende Trockenzeit dort fordert auch im Sisalgeschäft ihren Tribut.

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Die Pflanze einmal etwas näher betrachtet

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Trocknung der Faserbündel nach dem Faseraufschluss und der Wässerung

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Sisal - das Endprodukt

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Weiter geht es Richtung Saadani NP

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Die Piste führt einige Kilometer Transit durch den Park - bei starkem Regen kann es hier ziemlich ungemütlich werden

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Bald erreichen wir die ersten Häuser von Kwamsisi

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Es ist Samstag, Markttag ... das ganze Dorf ist auf den Beinen

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Wer neue Kleider braucht, kauft sich Stoff und geht zum Schneider

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Gemüse, Obst, Fisch, Öl ... alles ist erhältlich auf dem Markt

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und noch viel mehr!

Hier der Marktstand des Witchdoktors ;-) Gegen alles und jedes hat er ein kleines Fläschchen mit diversen Pülverchen ...

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... und er vertraut auf die Heilkraft der Natur. Es gibt ausgehöhlte Igel, kleine trockene Stachelschweine, diverse Krallen, Stacheln und Hörnchen, Muscheln, Wurzeln ... was auch immer man damit machen soll.

Er gibt sich alle Mühe, mir alles zu erklären - aber mein Swahili lässt nach wie vor zu wünschen übrig :lol:

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Nach dem Lunch im Dorfrestaurant machen wir uns auf zur Asphaltstraße

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und hier sind wir bereits an der großen Straßenkreuzung in Chalinze, wo die Überlandstraßen von Nairobi, Arusha, Dodoma, Dar es Salaam und Lusaka auf dem Tan-Zam-Highway zusammentreffen.

Der Himmel hat sich bereits wieder zugezogen und kündigt den nächsten Regen an...

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Tansania | Von Chalinze zum Ruaha Nationalpark - Infos

Beitrag von Birgitt »

Chalinze - Morogoro - Iringa - Ruaha NP

Vorsicht auf dem Tan-Zam-Highway - viele Polizei- und auch Radarkontrollen!

Morogoro - Philippe hat an anderer Stelle auf die Campingmöglichkeit auf dem Gelände des Kola Hill Hotel verwiesen. 15.000 TZS wollen sie dort mittlerweile p.P. für einen äußerst unattraktiven Stellplatz auf dem Gelände hinter dem Hotel, das zudem noch ziemlich weit vom Stadtzentrum entfernt liegt. Da wir Morogoro aus der Vergangenheit kennen, entscheiden wir uns für das von Indern geführte Hotel Oasis - freundlich, sauber, warme Duschen, Pool, free Internet, sicheres Parken, ruhig gelegen und dennoch nah am Stadtzentrum und das ganze für 50.000 TZS für 2 Personen inkl. Frühstück. Tipp: das hoteleigene Gartenrestaurant bietet sehr leckere und preisgünstige indisch-afrikanische Küche.

Der Highway führt Transit durch den Mikumi NP - zwischendurch immer wieder Speedbreaker, damit die Tiere überhaupt noch eine Chance haben, die Seiten einigermaßen unbeschadet zu wechseln. Wer einen Übernachtungsplatz außerhalb des Mikumi sucht: direkt am östlichen Parkrand ist ein neuer Campingplatz im Bau auf dem Gelände der Tan-Swiss-Lodge. Jetzt im Frühjahr solls mit dem Campingbetrieb losgehen - der Ablution Block war fast fertig (gut sahs aus!), die Bäume müssen jedoch noch wachsen ;-) Preis 5 US$ p.P. - GPS S07.23.693 / E37.00.093

Im Bereich ab ca. 80 km vor Iringa bis zum Ort Iringa wird momentan die Asphaltdecke erneuert, was zu teils erheblichen Wartezeiten führt.

10 km vor Iringa liegt die nur wenige km von der Hauptstraße entfernte Rivervalley Campsite - gepflegte Wiese direkt am Little Ruaha River, große Bäume, herrlich kühl, ruhig gelegen und auf Wunsch abends sogar warmes Wasser (Duschen müssen befeuert werden). Preis 8.000 TZS p.P..

Von Iringa sind es knapp 3 Stunden bis zum Ruaha NP - ca. 60 km vor dem Park gabelt sich die Piste. Die rechte ist (momentan ?) versperrt durch Barrieren in Form von querliegenden Ästen und Baumstämmen, da unterwegs die kleine Brücke saniert wird und zurzeit nicht benutzt werden kann. Solange der kleine Flusslauf kein Wasser führt, kann man die Brücke aber problemlos umfahren. Diese später an der Parkgrenze entlang führende Piste ist in einem deutlich besseren d.h. glatteren Zustand als die an der Gabelung geradeaus führende Hauptpiste (starkes Wellblech). Beide Pisten treffen genau am neuen Entrance-Gate (Y-Gate) des Ruaha Parks wieder zusammen (das alte Gate befand sich 7-8 km weiter). Koordinaten neues Gate S07.44.827 / E34.58.015. Eintritt Park 20 US$ p.P., Camping 30 US$ p.P., 40 US$ nicht tansanisches Fahrzeug.

Der Park ist es wert, besucht zu werden. Super Infrastruktur - ich habe selten eine bessere Beschilderung in einem Nationalpark gesehen. Mit der Ruaha-Skizze aus dem Reise-Know-How "Tansania" von Jörg Gabriel findet man sich sofort zurecht. Traumhafte Landschaft, die mich mit den einzelnen Granitblöcken etwas an Zimbabwe erinnert. Trotz Regenzeit einigermaßen gute Tiersichtungen - aber gerade wegen der Regenzeit waren wir auch die einzigen Gäste im Park und hatten das ganze Reich für uns alleine. Sehr schön ;-) Problematisch ist der Westteil des für Touristen zugänglichen Gebiets Richtung Gorge: TseTse ohne Ende! Abartig!

Im kleinen Dorf Tungamalenga, gerade außerhalb der Parkgrenze, gibt es einige kleine Campgrounds und Gästehäuser. Am nächsten zum Entrance-Gate (ca. 15 km) liegt die community-owned "Tanzania Kwetu Traditional Sanaa Campsite" (GPS S07.49.315 / E35.04.218). Der Platz exisitiert seit einem Jahr, die sanitären Einrichtungen sind "very basic" ;-) aber die Jungs (3 Brüder) sind wirklich um einen bemüht. Man steht noch nicht ganz, da züngeln bereits die ersten Flammen im Lagerfeuer ... Ich unterstütze solche Plätze ausgesprochen gerne. Ein Blick in ihren Curio-Shop lohnt auch! Preis für Camping: 5.000 TZS p.P.
Zuletzt geändert von Birgitt am Sa 23. Jan 2010, 17:03, insgesamt 4-mal geändert.
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Tansania | Von Chalinze zum Ruaha Nationalpark - Fotos

Beitrag von Birgitt »

Verkaufsstände am Straßenrand, wie sehr ich das liebe!
Jede Region hat ihre ganz eigenen Produkte im Angebot -
Obst, Gemüse, Öl, Honig, Holzkohle, Trommeln ... und und und.
In der Gegend um Morogoro werden wunderschöne Korbwaren rechts und links der Straße angeboten

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Mikumi Nationalpark - die vielbefahrene Asphaltstraße führt im Transit mitten hindurch! Ab und zu gibt es Speedbreaker, damit die Tiere überhaupt noch eine Chance haben, die Seiten einigermaßen unbeschadet zu wechseln

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Einige Fahrzeuge vor uns quert eine Gruppe Elefanten den Highway. Es sind diese kleinen Momente, in denen mir bewusst wird, dass es kaum noch Platz für die Tiere gibt. Wie Christian bereits geschrieben hat, werden die Parks mehr und mehr zu Inseln - und diese Inseln werden immer kleiner. Leider

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Durch traumhafte Berglandschaft fahren wir weiter in Richtung Iringa

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wo es - genau wie in Morogoro - wieder sämtliche Versorgungsmöglichkeiten gibt

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Auf dem Markt decken wir uns noch mit frischem Obst und Gemüse ein ...

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... bevor wir auf die Piste Richtung Ruaha NP abbiegen

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Schnurgeradeaus geht es hinab zum Ruaha River

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Irgendwann dann das erste Hinweisschild - Ruaha National Park - hier sind wir richtig!

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Im Park finden sich an jeder größeren Gabelung Hinweisschilder in diversen Tierformen, toll gemacht und auffallend genau.

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Die Pisten im Park sind überwiegend in sehr gutem Zustand -
und glücklicherweise lässt sich auch ab und zu die Sonne blicken, was der Giraffe sofort ein hübscheres Aussehen verleiht!

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Die wilde Landschaft des Ruaha - in der Regenzeit verwandeln sich die trockenen Flussläufe in reißende Gewässer

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Baobab mit Durchblick ;-)

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Elefanten wohnen nicht, Elefanten wüten! Es ist unglaublich, wie sie Bäume zu Kleinholz verarbeiten können - dieser Baumstamm hier zeigt die "Liebkosungen" eines Elefanten recht eindrucksvoll

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Später Nachmittag - die ersten Hippos haben ihren Tümpel bereits verlassen und grasen friedlich am Fluss

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Wir verlassen den Park und fahren am frühen Abend noch die 15 km bis Tungamalenga ...

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... zu "unserem" Camp der lokal Community ;-)

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Tansania | Vom Ruaha NP zur Grenze nach Sambia - Infos

Beitrag von Birgitt »

Ruaha NP - Iringa - Mbeya - Tunduma - Laela - Mwimbi - Grenze nach Sambia

Kisolanza Old Farm House, etwa 50 km hinter Iringa in Richtung Mbeya gelegen, bietet eine weitere schöne Übernachtungsmöglichkeit auf der Transitstrecke des TanZam-Highway. Auf dem weitläufigen Farmgelände werden Tabak, Blumen und Gemüse angebaut sowie Schafe und Rinder gehalten. Wer also noch ein leckeres und wirklich gutes Stück Fleisch fürs Braai kaufen möchte: einfach dem Farmer Bescheid geben! Camping 5.200 TZS p.P. - GPS S08.08.817 / E35.24.733.

In Mbeya, der größten Stadt im Südwesten Tansanias, findet man nochmals alles: Restaurants, kleine Supermärkte, Internetcafé (superschnell!). Im Green View Inn (Isanga/Chunya Road) ist Camping im Hof möglich - es ist nicht der attraktivste Ort (die sanitären Einrichtungen sind ein wenig, na ja ...) aber er ist ruhig, und man kann zu Fuß ins Städtchen gehen, wenn man ein paar Schritte laufen nicht scheut. Camping 4.800 TZS p.P. (3 US$ p.P., 1 US$ Auto bis 1 to, 5 US$ Auto bis 5 to, 10 US$ Auto bis 10 to).

Vor der Hauptgrenze nach Sambia herrscht das totale Chaos - Sprittanker blockieren die komplette Straße, es ist schier unglaublich. Hier in Tunduma steht wirklich Truck an Truck, alle unterwegs Richtung Sambia. Wir suchen noch schnell die Tankstelle auf, machen nochmals alles voll, weil wir wissen, dass der Sprit in Sambia teurer ist, dann biegen wir ab auf die Piste Richtung Sumbawanga und Lake Tanganyika. Die Fahrerei hier macht nicht allzuviel Spaß, denn die Piste ist ziemlich zerfahren. In Laela verlassen wir die Hauptpiste und steuern zunächst Mwindi und dann die sambische Grenze bei Mosi an. Zwischendurch regnet es immer wieder wie aus Kübeln - es ist uns egal, denn die Strecke hier lässt sich deutlich besser fahren, die schmale Piste Richtung Sambia ist frisch gegraded und bestens!

Zum Schluss die Überraschung, die kleine Grenze nach Sambia bei Mosi ist zu! Wir stehen vor einem verschlossenen Eisentor! Als wir am Gate rütteln, kommt ein Watchman und klärt uns auf, dass dieser Grenzposten momentan nicht besetzt sei. Glücklicherweise öffnet er dennoch das Tor und lässt uns passieren. Die Grenzformalitäten Einreise Sambia werden in Mbala, dem ersten größeren Ort in Nordsambia, erledigt - auf die Ausreiseformalitäten Tansania verzichten wir gerne ;-)

Gruß
Birgitt
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Tansania | Vom Ruaha NP zur Grenze nach Sambia - Fotos

Beitrag von Birgitt »

Kisolanza Old Farm House -
das riesige Hinweisschild am Rande des TanZam-Highways kann niemand verfehlen

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Kisolanza beginnt nur wenige hundert Meter vom Highway entfernt -
ein riesiges Areal, auf dem es Spaß macht, auch einmal zu Fuß unterwegs zu sein.
Auf der einen Seite locken die Blumenfelder zu Spaziergängen, auf der anderen Seite Tabak und die Rindviecher ;-)

Irgendwo im Wald entdecken wir dieses Sägewerk

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Bei uns bestaunt man derartige Sägen im Freilichtmuseum - hier in Tansania wird damit noch ganz normal gearbeitet. Auch das ist wieder einer der Millionen Momente in denen mir bewusst wird, wie selbstverständlich für uns in Deutschland/Europa manche Dinge geworden sind, nicht nur technische.

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Zurück auf dem Highway, auf dem Weg nach Mbeya

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Wie hier in Mbeya sieht man überall im Land die Werbetafeln von Zantel. Ein wirklich gelungenes Marketing, das Zantel da betreibt, völker- und kulturverbindend. Hier eine Werbetafel "black and white", woanders eine auf dem Christen und Muslime sich umarmen. Nicht schlecht!

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Noch ein paar Ananas als Reiseproviant für zwischendurch, dann geht es weiter Richtung Süden

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Wir sehen die ersten Häuser von Tunduma, gleich hinter dem Hügel ist die große Grenze nach Sambia

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Der Schwarzmarkt blüht!

Von Malawi und Sambia - beide nur einen Steinwurf von hier entfernt - versprechen sich die "Sprithändlern" big business. In Sambia ist der Sprit um einiges teurer, in Malawi gibts zur Stunde gar keinen, also wird der Drahtesel vollgepackt mit Kanistern und auf gehts zum nächsten Markt dort

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Vor der Grenze staut sich der Verkehr durchs ganze Dorf, Sprittanker reiht sich an Sprittanker, alle auf dem Weg nach Sambia

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Den Kids ist der Stau egal - sie haben ihren Spaß, die Abgase interessieren sie nicht

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Endlich!

Wenige Meter vor der Grenze lassen wir den Asphalt im wahrsten Sinne des Wortes links liegen und biegen ab auf die Piste nach Sumbawanga

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Auch hier wieder, wie überall, die Verkaufsstände am Pistenrand, und mit wirklich sinnvollen Dingen ;-)
Feuerholz und .... ?
Na, erratet ihr was das ist?

Richtig, Bremsklötze - hier gibt es hölzerne Bremsklötze unterschiedlicher Dimensionen zu kaufen, selbstverständlich auch in unterschiedlichen Preisklassen :lol:

Aber heute fällt bei uns das Shopping aus ;-) Wir fahren nach Sambia! Es sind nur noch wenige km.

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Sambia | Vom Lake Tanganyika zum Lake Mweru - Infos

Beitrag von Birgitt »

Grober Routenverlauf:

Mbeya - Tunduma - Mwimbi -*- Mbala - Mpulungu (Lake Tanganyika) - Kapatu - Mporokoso - Lumangwe Falls - Kawambwa - Kampampi - Nchelenge (Lake Mweru) - Chiengi -*- Pweto

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Grenze - Mbala - Mpulungu

Transit durch Tansania zur winzigen, zurzeit nicht besetzten Grenze bei Mosi. Einreiseformalitäten Sambia können bei der Immigration in Mbala abgewickelt werden (Büro neben Barclays Bank). Sehr guter Zustand der kleinen Piste von der Grenze bis Mbala - die Piste Mbala Richtung Kalambo Falls haben wir nur die ersten Kilometer getestet: Schlagloch an Schlagloch - später Richtung Falls soll sie jedoch besser werden, haben wir gehört. Wir sind unterwegs umgedreht, denn Wasserfälle und strömender Regen war uns eindeutig zu viel des guten Nass 8)

Mbala bietet zwei Banken (Barclays hat auch ATM), zwei Tankstellen (beide mit Sprit), diverse kleine Geschäfte, in denen man das wichtigste kaufen kann, und natürlich den obligatorischen Markt. Und in Sambia spricht man wieder englisch, sehr angenehm!

Die Strecke Mbala - Mpulungu ist perfekt asphaltiert, und je näher wir dem Lake Tanganyika kommen, desto besser wird auch das Wetter! Unten am See ist es feucht und heiß und überall riecht es nach Fisch :x Wir fahren als erstes zum Hafen, weil wir uns nach der alten Liemba erkundigen wollen. Wenn es die Möglichkeit gibt, unser Auto auf das Schiff zu verladen, dann werden wir nicht lange zögern! Es ist bereits Samstag und die Liemba ist schon wieder auf dem Weg nach Tansania. Fahrplan und weitergehende Infos dazu findet ihr BPfeilB hier. Die Info des Hafens ist mehr als ernüchternd: es werden von Mpulungu nach Norden keine Autos mehr transportiert :| Nun gut, wir sind flexibel, irgendwie werden wir schon einen Weg nach Norden finden ;-)

Die Suche nach der einige Kilometer entfernten Lake-Tanganyika-Lodge (Camping-Tipp lt. Reise-Know-How Tansania) verläuft ergebnislos. Dadurch haben wir aber die Gegend am See hoch und runter kennengelernt - auf abenteuerlichsten Pisten. Nach 2 Stunden Sucherei erfahren wir von einem freundlichen Menschen, dass diese Lodge schon einige Zeit nicht mehr existiert. Campingmöglichkeit im Ort bietet die Nkupi-Lodge (S08.45.580 / E31.06.893) für 25.000 ZKW p.P., es gibt viel Schatten, der Platz ist ruhig, die sanitären Einrichtungen sind sauber und das Wasser aus den Duschen fließt in Strömen. Was wollen wir mehr? Die winzige Küche zaubert uns später zum Candlelight-Dinner - Strom ist in Mpulungu nur sporadisch verfügbar ;-) - noch einen phantastisch zubereiteten Fisch, der kaum auf den großen Teller passt, von dem wir später noch lange träumen.

Von Mpulungu gibt es übrigens keine Möglichkeit auf direktem Weg mit dem Fahrzeug zum Sumbu Nationalpark zu gelangen, die Strecke führt immer in einem riesigen Umweg über Mporokoso. Und die Piste von Mporokoso nach Norden ist in der Regenzeit wohl ein ganz besonderes Highligt :twisted: Es verkehren zwar mehr oder weniger regelmäßig Boote zwischen Mpulungu und Kasaba Bay, aber nur im Personenverkehr.

Gruß
Birgitt
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Sambia | Lake Tanganyika - Mbala - Mpulungu - Fotos

Beitrag von Birgitt »

Das Shopping-Center von Mbala, es gibt so ziemlich alles! Auch meine geliebten Krapfen ;-) ich liebe diese Dinger, besonders wenn sie ganz frisch und noch warm sind! In Nord-Sambia und auch im Osten Kongos gehört dieses Gebäck scheinbar mit zu den Grundnahrungsmitteln, überall werden sie verkauft, jeder hat einen Eimer oder einen Korb voll mit diesen Köstlichkeiten

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Chicken zu kaufen - wahlweise "freilebend" oder "Käfighaltung" :lol:

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Frisches Gemüse in Hülle und Fülle ...

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... und auch fangfrischer Fisch - von Mpulungu direkt nach Mbala auf den Markt

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Das südliche Ende des Lake Tanganyika - ein Fischerdorf wenige km westlich von Mpulungu

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Die Bucht von Mpulungu ...

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... und die Hafeneinfahrt - ziemlich unspektakulär das ganze ;-)

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Mpulungu ist ein relativ großer Ort, der in sich etwas "zerrissen" wirkt, weil es verschiedene kleine "Zentren" gibt. In jeweils abgeschlossenen Bereichen findet man den Fischereihafen und den Haupthafen, dann gibt es noch den wuseligen Geschäftsbereich rechts und links der Asphaltstraße sowie den Markt am Seeufer

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Birgitt
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Sambia | Von Mpulungu zu den Lumangwe Falls - Infos

Beitrag von Birgitt »

Mpulungu - Kapatu - Mporokoso - Lumangwe Falls

Mpulungu bzw. Mbala Richtung Süden (Kasama / Mpika) perfekter Asphalt. Wir biegen bei Nondo (auf ca. halber Strecke Richtung Kasama) auf die kleine unscheinbare Piste nach Kapatu ab. Der Norden Sambias besticht durch ein äußerst geringes Verkehrsaufkommen.

Auf den Pisten nach Kapatu und weiter nach Mporokoso und zu den Lumangwe Falls wechseln Schlaglöcher und Schlamm ab mit guten und relativ schnell befahrbaren Abschnitten. Wir sind überrascht, wie dicht der Norden Sambias besiedelt ist. Im ersten Moment sieht man zwar nur Busch, aber wenn man einen Moment am Straßenrand verweilt, kommt Bewegung in die Blättern ;-) und sobald sich das Auge einen Weg durchs Grün gesucht hat, werden auch die ersten Strohhütten sichtbar. Etwas einsameres Buschcamping, wir wir es bevorzugen, ist hier aufgrund der Dichte der Dörfer kaum möglich.

Achtung: entgegen dem Hinweis in einigen Landkarten gibt es in Mporokoso keine Tankstelle! Sprit jedoch erhältlich aus Kanistern.

Einen spektakulären Übernachtungsplatz einige km abseits der Hauptpiste bieten die Lumangwe Falls am Kalungwishi River - der Preis ist nicht ohne, da mittlerweile "National Monument", aber die Falls sind es wert! (entry fee 3 US$ p.P. und 3 US$ Auto / Camping 10 US$ p.P.). Tipp: Gebühren in ZKW zahlen - kommt in jedem Fall günstiger.

Ich empfehle unbedingt auch einen Abstecher zu den wenige Kilometer entfernten Kabwelume Falls. Auch wenn die Piste in der Regenzeit etwas aufgeweicht ist, lohnt sich der Ausflug! Entry fee scheint mit dem Eintritt für die Lumangwe Falls bereits abgegolten ;-)

Gruß
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Sambia - Unterwegs zu den Lumangwe Falls und Kabwelume Falls - Fotos

Beitrag von Birgitt »

Die Piste nach Kapatu ...

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... und weiter nach Mporokoso. Da es zwischendurch immer wieder regnet, ist das ganze stellenweise eine ziemliche Schlammschlacht ;-)

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Am späten Nachmittag erreichen wir den Abzweig zu den Wasserfällen. Genau passend, denn wir suchen einen Platz für die Nacht!

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Eine nicht zu übersehende Gebührentafel heißt uns willkommen

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Die Staff lebt die Bürokratie perfekt, handeln ist zwecklos!
Also trage ich uns in das dicke Besucherbuch ein. Dabei fällt mir ein, dass Andreas uns ja :arrow: hier berichtet hat, dass er im vergangenen Jahr auch in Nordsambia war. Von Neugier getrieben blättere ich im Buch ...

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... und da! Erwischt! Da haben wir ihn :lol: Im Wüstenschiff schreibt niemand, ohne dass es anschließend kontrolliert wird ;-)

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Der Übernachtungsplatz ist einfach genial, man schläft direkt an der Kante der Wasserfälle und nachts hört man das Rauschen der Fluten.

Einziger Wermutstropfen sind die hyperaggressiven roten Ameisen -
nicht umsonst meinte die Staff "beware of red ants!"
Bevor man sich also häuslich niederlässt, sollte man erst den Boden checken ;-) Die Biester treten glücklicherweise nur punktuell auf, dann aber verdammt gut aufgestellt!

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Die Lumangwe Falls sind überwältigend und nach den Vic Falls wohl die größten (von der Breite) in Afrika

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Nach dem Regenzauber des vergangenen Tages und besonders der vergangenen Nacht spielt der Wettergott heute mit und malt traumhafte Regenbogen in die Szene

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Diese kleine Piste führt uns ...

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... zu den Kabwelume Falls -
denn wenn wir schon hier sind, wollen wir auch alles sehen!

Anders, als bei den Lumangwe Falls, parkt man hier nicht direkt an den Fällen, sondern geht einige hundert Meter zu Fuß durch den "Regen"-Wald ;-) Am besten nimmt "zimperliche Frau" dazu eine Machete mit, um die Spinnennetze zu entfernen 8) diese Tierchen sind rasend schnell in ihrer Arbeit, sie spinnen ihr Netz unmittelbar nach Zerstörung wieder neu und man rennt auf dem Rückweg schon wieder in die Fäden ;-)

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Die Brücke über den Kalungwishi River, kurz nach dem Abzweig zu den Falls

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Birgitt
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Sambia | Von den Lumangwe Falls zur Grenze DR Kongo - Infos

Beitrag von Birgitt »

Lumangwe Falls - Kawambwa - Kampampi - Nchelenge (Lake Mweru) - Chiengi - Grenze nach DR Kongo

Kurz nach dem Abzweig zu den Lumangwe Falls überqueren wir bei Chipempe den Kalungwishi River auf der noch recht neuen Brücke (2004) - ab hier sind es nur noch genau 30 km bis wir wieder Asphalt unter den Rädern haben. Wir sind überrascht!

Guter Asphalt bis Kawambwa und weiter bis zur T-Junction bei Kampampi. Die Straße von Kampampi nach Süden ist kpl. asphaltiert und nach Norden reicht der Asphalt bereits bis Nchelenge.

In Kawambwa Tankstelle, jedoch kein Sprit! Sprit erhältlich auf dem Schwarzmarkt aus Fässern - der Preis ist oft niedriger als der offizielle - die Qualität jedoch meist auch ;-)

Nchelenge - ein kleiner Ort am Lake Mweru. Übernachtung direkt am See möglich im Mweru Water Transport Guest House - Zimmer zwischen 40.000 und 120.000 ZKW, Camping neben dem Guest House auf der kleinen Wiese möglich zum Preis des billigsten Zimmers ;-) GPS S09.20.839 / E028.43.914 - In Nchelenge Tankstelle, und diesmal auch mit Sprit!

Von Dezember bis März ist Fish-Ban am Lake Mweru - keine Chance auch nur irgendwo einen frischen Fisch aufzutreiben. Für einen Mzungu schon zweimal nicht, er könnte ja von der kontrollierenden Behörde sein ;-) Eigentlich ist es zu begrüßen, dass diese Regelung hier so strikt eingehalten wird, um das Gewässer vor Überfischung zu schützen und die Brut zu gewährleisten, wir waren nur erstaunt, dass sich scheinbar auch alle an die Vorgaben halten.

Hier in Nchelenge treffen wir die einzigen Traveller auf unserem Weg durch den Norden Sambias: ein Paar aus Singapur (!) das mit seinem in Südafrika gemieteten 4x4 für mehrere Monate durchs südliche Afrika cruised. Unglaublich, wie wenig los ist unterwegs. Selbst an den Wasserfällen sind wir die einzigen Gäste, und das seit Tagen bzw. Wochen.

Von Nchelenge ist man ruckzuck an der Kongo-Grenze. Die Piste über Chiengi ist brandneu, superglatt und breit. Fast wie eine Autobahn. Da der Bergbaubetrieb im Bereich Pweto in der Kongo-Provinz Katanga immer weiter ausgebaut wird und die Handelsbeziehung zu Sambia ab 2010 verstärkt werden soll, sind die Straßen auf sambischer Seite bereits dem entsprechend vorbereitet.

Es gibt eine winzige Grenzstation mit einer bis an die Zähne bewaffneten Security - die automatischen Waffen Richtung Pweto ausgerichtet. Unsere Ausreise nach DR Kongo erfolgt freundlich, schnell und völlig problemlos.

Gruß
Birgitt
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Sambia | Von Kawambwa zur Grenze DRC / Kongo - Fotos

Beitrag von Birgitt »

Kawambwa - die Tankstelle ist trocken, aber wenigstens gibt es Sprit auf dem Schwarzmarkt. Und da wir nicht sicher sind, ob es in Nchelenge Sprit gibt, tanken wir hier lieber nochmals nach. Auch wenn die Qualität sicher nicht die beste ist.

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Nchelenge Downtown - das geschäftige Zentrum. Wir sind auf der Suche nach Fisch, trotz Fish-Ban ...

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Der Koch des Gästehauses fährt mit uns zum Markt, in der Hoffnung, eventuell doch noch irgendwo etwas frisches aufzutreiben - aber Fehlanzeige. Nur Trockenfisch, und das in Massen.

Ich rümpfe die Nase, als er unseren Korb voll Trockenfisch packt, und versichere ihm, dass ich das nicht essen werde. Als er mir aber später lächelnd den fertig zubereiteten (Trocken-) Fisch auf den Tisch stellt und es so dermaßen gut duftet, probiere ich ganz vorsichtig: lecker!!!

Es schmeckt leicht geräuchert und irgendwie gut. Ich muss nur das Bild des halbvertrockneten Fischhaufens auf dem Markt samt den darauf sitzenden Tausend Fliegen aus dem Kopf bekommen ... ;-)

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Der winzige Strand des Mweru Water Transport Guest House

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Auf dem Weg Richtung Norden passieren wir immer wieder Dörfer, und jede Hütte bietet etwas zum Verkauf. Diesmal Bananen, keine Kochbananen, sondern diese kleinen dicken Dinger, die noch so richtig gut nach Banane schmecken. Wir freuen uns und kaufen ein .... :)

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Schön bunt - Chiengi, der letzte größere Ort vor der Kongo-Grenze

Immer wieder faszinieren mich die Frauen, wie sie graziös ihre Lasten auf dem Kopf balancieren, sogar Koffer ...

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Ein Blick auf die Bucht von Chiengi ...

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... und auf die Piste nach Pweto, es ist nicht mehr weit. Gleich sind wir im Kongo!

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Birgitt
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Kongo DRC | Unsere Idee für den Osten

Beitrag von Birgitt »

In der Michelin habe ich die für uns interessanten Punkte markiert:
im Westen der L'Upemba und Kundelungu Nationalpark (nördlich Lubumbashi) und im Norden Kalemie und Kigoma

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Es sieht alles machbar und nah aus -
In meiner Naivität stelle ich mir das so vor, wie man auch in Kenia, Tansania oder dem südlichen Afrika reist: man fährt "mal eben" für ein paar Tage zum L'Upemba und zum Kundelungu, schaut, ob die Nationalparks interessant sind und wie die Infrastruktur so ist. Anschließend wollen wir nach Kalemie zum Hafen und eine Fähre nach Kigoma, zurück nach Tansania, nehmen.

Eigentlich also alles ganz einfach!

Karten- und Infomaterial außer unserer guten alten und immer hilfreichen Michelin:

Bradt Travel-Guide "Congo" von Sean Rorison, 1. Auflage 2008

Kongo-Karte 1:2 Mio., Reise-Know How Verlag

Gruß
Birgitt
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DRC - Ost-Kongo | Visa - Visum - Einreise Katanga bei Lunkinda

Beitrag von Birgitt »

Visa DR Kongo

Vor Einreise zu besorgen.

Da ich in der Nähe wohne, habe ich das Visum persönlich bei der Botschaft in Bonn gekauft. Die kongolesische Botschaft in Bonn ist eine der freundlichsten und schnellsten, die ich kenne, man wartet max. 10 Minuten auf sein Visum.

Kosten Touristenvisum preiswerteste Variante 64 €
90 Tage gültig ab Ausstellungsdatum - 30 Tage gültig ab Einreise

7-tägige Transitvisa werden in Bonn keine mehr ausgestellt!


Einreise Provinz Katanga bei Lunkinda

Carnet wird nicht anerkannt, demzufolge auch nicht gestempelt
Carte d'Entree für das Fahrzeug (TIP) 20 US$, gültig ein Monat
Roadtax 20 US$, gültig ein Monat

Achtung: diese Bescheinigungen unbedingt aufheben, da sie bei der Ausreise wieder vorgelegt werden müssen.

Einreise ohne Visum

Es besteht die Möglichkeit , an der Grenze ein Visum zu erwerben.
ABER: Man erhält an der Grenze max. ein 7-Tage-Transitvisum, das in Lubumbashi (!) in dieser Zeitspanne zu verlängern ist. Gleiches gilt, wenn man mit einem bereits abgelaufenen Visum dort auftaucht. Außerdem werden Kurzzeitvisa für max. 7 Tage ausgestellt, wenn man nur ein wenig die Gegend um Pweto bzw. Lake Mweru erkunden möchte. Kosten jeweils 50 US$. Ein kleiner Hinweis zur Visaverlängerung in Lubumbashi: Die Kongolesen aus Pweto fahren über Sambia (Lake Mweru, Grenze Kasenga) nach Lubumbashi. Soviel zum Zustand der "Straßen" und der Sinnhaftigkeit einer Road Tax ;-)


Die Einreise mit gültigem Visum geht schnell (15 min), überaus freundlich, korrekt und problemlos.

Die Beamten spüren meine Begeisterung, nach 3 Jahren nochmal DRC zu besuchen, so dass ich sogar ein Foto der Grenzstation machen darf. Da sind wir also ... mal wieder im Kongo :lol:

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