In fetten Lettern prangt es an der Hauswand: Guane.
Genau dort wollen wir hin ...
Sichtbarer kann man einen Weg nicht markieren
Heute ist Wandertag! Wir wollen auf dem Camino Real, einem Steinweg aus dem vorletzten Jahrhundert, von Barichara nach Guane laufen. Der Weg beginnt in Barichara oberhalb der Kirche Sta. Barbara am Bólivar-Stein
und passiert kurz danach eine Marienstätte
bevor der Blick frei gegeben wird vom Hochplateau über das tiefe Tal des Rió Suárez. Der Blick von hier oben ist einfach umwerfend
und der Weg ist es nicht minder
In Schlangenlinien geht es langsam den Berg hinab. Guane liegt rund 150 m niedriger als Barichara, und all zu weit ist es auch nicht bis Guane, nur knapp 10 km. Die haben es aber in sich, denn es ist windstill und schweinewarm.
Die Rinder schauen interessiert zu
wie ich mich wieder für jedes kleine Krabbelwesen begeistere
manche sind so getarnt, dass man sie zunächst gar nicht erkennt
Die "goldenen Bäume" begegnen uns sehr oft in Kolumbien, sie haben eine völlig glatte in der Sonne gold glänzende Rinde und sehen toll aus im Sonnenlicht. Ein Foto schafft es nicht, die Schönheit dieser Stämme zu vermitteln
Und auch der "Märchenbaum" entlockt mir einen Juchzer
Der Baum ist über und über mit Feenhaar bedeckt, Tillandsia usneoides, auch Louisianamoos oder Spanish Moss genannt. Es gibt Landstriche in Kolumbien, die sind voll davon. Traumhaft sieht das aus!
Kurz vor Guane Gedenkstätten am Wegesrand
Geschafft ! Wir sind da
In Guane wurde kleinen Kindern früher ein Holzbrett vor die Stirn gebunden, um das Schönheitsideal einer fliehenden Stirn zu erzielen. Diese Zeiten sind ewig vorbei, die Guane Indianer wurden bei Ankunft der Spanier seinerzeit stark dezimiert, der Rest hat sich vermischt mit zugewanderter Bevölkerung und alte Rituale sind ausgestorben.
Ein Rundgang durchs kleine Dorf, der Bus zurück nach Barichara fährt erst in einer halben Stunde -
Zeit für eine Belohnung ! Ich teste mein erstes Poker