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ich bin sicher, deine Entscheidung, nicht nach Kuba zu reisen, ist die richtige.
Kuba und du, ihr passt nicht zusammen.
Du würdest nicht glücklich auf der Insel.
@ all:
Damit hier kein falscher Eindruck bezüglich der von Markus vorbeschriebenen vermeintlichen "Abzocke" in den überaus herzlichen und gastfreundlichen Casa Particulares entsteht:
Ich hatte die Lebenssituation der Kubaner in meinem Posting vom 01.11.2015 ziemlich genau beschrieben:
in Kürze starten wir unsere Kuba-Reise. Die meisten Unterkünfte haben wir bereits gebucht - bei Kubanern, die Übernachtungsmöglichkeiten in vielfältiger Form (vom einzelnen Zimmer über Appartments bis hin zu kompletten Wohnungen) anbieten (i.d.R. werden Frühstück und Mahlzeiten opitional angeboten).
Auf diese Weise hat man sofort Kontakt zu den Kubanern und - das finde ich besonders positiv - das Geld fliesst nicht in die Taschen von Hotelketten, sondern kommt den Kubanern zu Gute, die immer noch unter den Sanktionen unsere „amerikanischen Freunde“ leiden.
Die Zuschläge beim Konvertieren des CUC in USD oder EUR interessieren mich, mal abgesehen von dem kleinen persönlichen, organisatorischen Mehraufwand, doch nur in so fern, dass ich schaue, was unterm Strich in EUR zu zahlen ist.
Ich weiss jetzt nicht, was du erwartest, aber das Übernachtungsangebot beginnt bei ca. 20 EUR pro Tag/pro Zimmer. (Effektiv, alle Gebühren und Zuschläge, eingerechnet). Wenn Dir das angebotene Frühstück zu teuer erscheint, versorge Dich selbst oder geh´ woanders essen.
Die Ein- und Ausreisebebühren liegen unter 50 EUR/Pers.
Warum die Telefonkosten für Dich so relevant sind, verstehe ich zwar nicht, hängt vielleicht von den persönlichen Umständen ab, aber per SMS und EMail kann man ja nun auch Kontakt zu seiner Heimat halten. Das Smartphone permanent vor der Nase geht aber nicht, das stimmt ....
Teuer sind die Leihwagen, was auch nachvollziehbar ist (Sanktionen). Der Preis pro Tag beginnt bei ca, 75.- EUR inkl. Versicherung, aber du bist ja mit dem Rad unterwegs.
Deine Empörung versteh ich daher nicht, aber wenn du Tagessätze von 10 EUR wie in einigen Ecken von Asien erwartest, dann liegst du sicher mit Kuba nicht ganz richtig.
Vielen Dank Birgitt für die tollen Bilder und Berichte, die haben unsere Vorfreude noch erhöht.
Es ist nicht so daß ich nicht nachdenke ... zumal der Unterschied eklatant groß ist ...
Aber es ist nunmal so daß ich für einen Freund eine Angelegenheit zu erledigen habe, für die die Frist einen Monat beträgt und so muß ich zumindest wissen wann die Frist beginnt ... (das ist unklar).
Und sicher zählt es, was es unter dem Strich kostet und sicher sehe ich, wie extrem groß die Unterschiede sind wirtschaftlicher Art. Es geht nicht um die Höhe der Kosten sondern über die Art - und 14 % einfach draufschlagen nur weil ich Geld nach Kuba bringe is irgendwo arg viel.
Erfahrungsberichte helfen und irgendwie ist mir der Satz von Birgitt
ich bin sicher, deine Entscheidung, nicht nach Kuba zu reisen, ist die richtige.
Kuba und du, ihr passt nicht zusammen.
so tief ins Mark gegangen, daß ich überlege, genau deshalb hinzufahren. Aktuell überlege ich eine Rad - Pauschalreise; die mag vielleicht etwas teuerer sein, dafür hab ich kein Gesuche nach Wegen bin in der Gruppe und es is organisiert.
ich habe die Reisepläne gestrichen, nachdem ich die Kreditkarte für die Flugbuchung schon in der Hand hatte.
Eine gute Entscheidung. Vor allem für Kuba. Wenn man auf der einen Seite das volle Programm genießen will, dann wird man zwangsläufig auf der anderen Seite etwas dafür bezahlen müssen. Ich denke, dass ist nur fair. Gewöhnlich gibt einem so ein Land sehr viel. Eindrücke, Kultur, Erlebnisse, Abenteuer und nicht zuletzt der Kontakt zu den Menschen. Dafür kann man auch etwas im Austausch zurückgeben. Für ein armes Land wie Kuba kann man ruhig etwas extra auf den Tisch legen.
Preisgünstiger reisen kann man allerdings auf Balkonien. Da brauch man auch keine Kreditkarte.
Aber vielleicht ist das bald alles kein Problem mehr, wenn Kuba die neue Währung einführt
Kuba hat Tschechien angeboten, jahrzehntealte Schulden auch in Rum statt in Euro oder Dollar zurück zu zahlen. Das bestätigte das Finanzministerium in Prag.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Ich habe mir das reiflich überlegt: Es gibt eine traurige Wirtschaftslage auf Cuba aber es gibt auch Grenzen und ich sage jetzt bewußt für Abzocke. Wenn ich in ein armes Land fahre tue ich das auch um Geld auszugeben und um die Kultur kennen zu lernen und um mich wohl zu fühlen (dafür mag ich nicht so viel Bargeld um mich rum, allenfalls € 500.)
Wenn das Land ärmer ist gelten andere Regeln wie für reichere Länder und bei armen Ländern denke ich mehr nach als bei reichen Ländern.
Nur gibt es bei meiner Meinung Grenzen. Wie viel bist Du denn bereit zu zahlen fürs Geldwechseln ? 20 % 30 % ?
ich bin nicht in einer Lage, in der ich es mir erlauben kann, das Geld mit vollen Händen auszugeben und glaub mir, ich hab das auch denen mitgeteilt, die Cuba in Deutschland vertreten, zusammen mit Verbesserungsvorschlägen.
Wenn das nicht aufgegriffen wird, fahre ich eben nicht hin.
Ach und: Der CUC kann einfach gedruckt werden und soll einem US - $ gleichen, aber was wenn mehr CUC gedruckt werden als US - $ im Land sind ?
Das sind dann auch Staatsschulden, nur werden keinesfalls alle auf einmal ihre CUC gegen Deutschland tauschen.
Cuba war (seit 1959), ist und bleibt auch noch (eine Weile?) ein, im Vergleich zum Restkontinent Amerikas, ein Land ohne wirkliche Armut aber mit kostenfreier Bildung- und Gesundheitsversorgung!
Für mich immer noch (nach mehreren Reise- und Arbeitsaufenthalten in Cuba und Lateinamerka) das Paradies des amerikanischen Kontinents.
Hasta la victoria, siempre!
Gute Reise nach Cuba
Ferdi
Ein Jahr nach Fidel Castros Tod ist das Gedenken an den Revolutionsführer allgegenwärtig. Doch wer auf mehr politische Öffnung gehofft hatte, wurde enttäuscht. Und das wieder getrübte Verhältnis zu den USA drückt die wirtschaftliche Entwicklung ...
"Präsident Trump hat immer wieder betont, dass er das Wirtschaftsembargo nicht aufheben wird, solange es bei uns keine politischen Veränderungen gibt", sagt Rodriguez. Doch Kuba werde niemals Bedingungen oder Auflagen akzeptieren. "Wir erinnern Präsident Trump daran, dass das Embargo - wie bei seinen Vorgängern - noch nie funktioniert hat und nie funktionieren wird." Dem Ansturm hunderttausender US-Touristen, die nach Jahrzehnten der Eiszeit neugierig die Insel erkundeten, hat Trump ein Ende gesetzt - zum großen Bedauern der Kubaner, die auf eigene Rechnung arbeiten. "Er muss verstehen, dass sich unsere Situation dadurch sehr verschlechtert", sagt eine der Selbstständigen. "Viele von uns - vor allem in Havanna - leben von den US-Touristen. Sie werden ihre Arbeit verlieren." [...] Politische Veränderungen sind für Kuba dennoch nicht verhandelbar, auch nicht, wenn die Ära der Castros endet. Der 86-jährige Raúl hat angekündigt, das Präsidentenamt im Februar abzugeben. Wer sein Nachfolger wird, steht noch nicht fest. Nur eines ist wieder garantiert: die Kontinuität. Der Übergang ist längst organisiert.
Der kubanische Staatschef Raúl Castro will im April sein Amt aufgeben. Der 86-Jährige ist seit 2008 Präsident der sozialistischen Insel. Er hatte die Präsidentschaft von seinem Bruder Fidel übernommen. Wer sein Nachfolger wird, ist noch unklar ...
Der kubanische Präsident Raúl Castro wird im kommenden April vom seinem Amt als Staatschef abtreten. Das Parlament der sozialistischen Karibikinsel kündigte in der Hauptstadt Havanna an, dass das ursprünglich für den 24. Februar erwartete Ende seiner Amtszeit auf den 19. April verschoben werden solle. Die kubanische Nationalversammlung wird dann den Staatsrat wählen. Dieser bestimmt wiederum Castros Nachfolger.
USA schränken den Geldfluss nach Kuba massiv ein. Pro Quartal dürfen Menschen in den USA nur noch 1000 Dollar an Verwandte in Kuba senden, an Nichtverwandte keinen Cent mehr. Die neue Regelung tritt am 9. Oktober 2019 in Kraft und wird viele Kubaner hart treffen, die auf die Überweisungen ihrer in USA lebenden Angehörigen angewiesen sind ...
"Wir unternehmen zusätzliche Schritte, um das kubanische Regime finanziell zu isolieren", erklärte Finanzminister Steven Mnuchin. Kuba werde damit der Zugang zu harter Währung verweigert. Die USA zögen die Führung in Havanna zur Rechenschaft "für die Unterdrückung der Menschen Kubas und die Unterstützung anderer Diktaturen in der Region, etwa das illegitime Regime Maduros", sagte der Minister in Bezug auf Kubas enge Bande mit Venezuela [...] Trump dreht die Lockerungspolitik seines Vorgängers Barack Obama gegenüber dem kommunistisch regierten Karibikstaat immer weiter zurück. Im Juni hatte die US-Regierung Reisen amerikanischer Bürger nach Kuba eingeschränkt und auch Kreuzfahrten dorthin gestoppt.
Trotz Corona-Krise öffnet sich Kuba vorsichtig für Touristen. Doch bis die das Land wieder mit Geld versorgen, wird es dauern. Ökonomen werben deshalb für tiefgreifende Veränderungen ...
Kuba hat angesichts des wirtschaftlichen Einbruchs infolge der Corona-Pandemie Reformen in Angriff genommen, um Privatbetriebe zu stärken. Kleine und mittlere Unternehmen sollen künftig einen wesentlich größeren Handlungsspielraum bekommen. Es wurden nun 72 Läden eröffnet, in denen Nahrungsmittel und andere lebenswichtige Güter in US-Dollar angeboten werden. Zugleich wird die zehnprozentige Steuer, die bislang auf die US-Währung bezahlt werden musste, nicht mehr erhoben. Kuba steckt wegen Corona in einer Versorgungskrise. Der massive Einbruch des Tourismus hat zu einem eklatanten Mangel an Devisen geführt, weshalb die Importe eingeschränkt werden.
Kuba will zum Beginn des kommenden Jahres eine seiner zwei Währungen abschaffen. Ab dem 1. Januar soll nur noch eine Währung namens Peso zirkulieren. Der Wechselkurs wurde auf 24 Peso zu einem US-Dollar festgelegt. Die Vereinheitlichung der Währung soll bessere Bedingungen schaffen, um den Bürgern Kubas Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit zu garantieren ...
Seit Januar 2021 wird im Zuge der Währungsreform der CUC (Peso Convertible) schrittweise abgeschafft und der CUP (Peso Cubano, oft auch „Moneda Nacional“ genannt) als einziges Zahlungsmittel gelten. In einer Übergangsphase bleibt der CUC für 6 Monate noch gültiges Zahlungsmittel, er wird in Läden/Hotels etc. mittlerweile allerdings kaum noch akzeptiert.
Es ist ratsam, Bargeld in Euro mitzubringen, das Reisende bei allen kubanischen Banken und staatlichen Wechselstuben (CADECA), auch am Geldautomaten bei Ankunft am Flughafen Havanna, zum geltenden Tageskurs in CUP umtauschen können. Das Bezahlen mit US-Dollar und Euro ist nur vereinzelt möglich. In den sogenannten Devisenläden kann nur mit einer zuvor beschafften Geldkarte bezahlt werden. Die Möglichkeit des Erwerbs für Touristen ist zurzeit noch nicht möglich.
Nicht benutzte CUP können vor der Abreise am Flughafen zum Tageskurs in Euro zurückgetauscht werden. Es ist ratsam, hierbei die Quittung über den CUP-Erwerb vorzulegen. Die Ein- und Ausfuhr von Pesos ist verboten.
Kaum hatten die Kubaner ihre Unabhängigkeit vom spanischen Kolonialregime errungen, versuchten die USA vor 120 Jahren, sich die Karibikinsel einzuverleiben. Nicht per Eroberung, sondern mit einer Klausel in der kubanischen Verfassung ... Apropos »freies Kuba« ... Um 1900 gelangte mit den US-Soldaten auch ein neues Getränk nach Kuba: Coca-Cola. Es ist einer der Bestandteile des berühmten Longdrinks Cuba Libre, für das Cola mit einheimischem Rum gemischt wird. Einer nicht verbürgten Anekdote zufolge hatte ein US-Soldat das Mixgetränk so benannt – als »freies Kuba« ...
Der letzte Castro geht. Raúl Castros Abgang fällt in die schlimmste Krise Kubas seit Jahrzehnten. Auf die Nachfolger warten wirtschafts- und außenpolitische Mammutaufgaben ...