Oben: Nein, ganz so schief sind die Zelte und deren Plattformen nicht, aber sie sind schief...
Oben: ...so schief dass selbst der Webervogel die Augen schockiert aufriss als er das sah...
Oben: ...und sogleich sein Haus überprüfte...
Um etwa 16 Uhr erreichen wir nach einigen Tiersichtungen das Rwonyo Camp.
Endlich Zelte!!! Endlich die Natur hören wenn man im Bett liegt!
Aber recht schnell verfliegt die Freude, denn zum Einen ist eines der Betten im Zelt von Bianca und Lucien so schief dass man nicht drin schlafen kann, weshalb ich dann dieses Zelt nehme, zum Anderen hat's keine Toiletten und Duschen im oder am Zelt!
Das macht uns zwar normalerweise nichts aus, vorausgesetzt wir wissen es und nehmen unser Equippement mit, aber ich hab Douglas extra gefragt ob wir überall normale Sitz-WC's haben und ich hab zur Antwort erhalten dass wir in jedem Zimmer eigene Toiletten haben werden...toll!!!
Denn nun stehen wir auf einem Platz, an dem wir Nacht's die Zelte wegen der Büffel und Nilpferde nicht verlassen dürfen und haben unser genau für solche Situationen vorgesehenes Equippement wegen dieser Aussage nicht dabei!
Danke Douglas, kannst sicher sein meine Meinung gegeigt zu bekommen!
(Nachtrag: Wie sich im klärenden Gespräch rausstellte hat die UWA die Zelte als inkl. WC/Dusche im Zelt deklariert, Douglas wurde also getäuscht...in der Situation als ich den Bericht schrieb, also vor Ort, wusste ich das aber noch nicht...)
Die Toilettenbesichtigung steigert meine Laune auch nicht sonderlich, da es schlicht dreckig und ein Spühlkasten defekt ist.
Das ist aber nur auf den ersten Blick ein Nachteil, denn es fliesst sowieso kein Wasser...schon die dritte Unterkunft in Serie wo kein Wasser fliesst!!!
Immerhin ist da ein Ranger redlich bemüht das mit dem Klo und dem Wasser in Ordnung zu bringen, aber sehr dreckig bleibts trotzdem und ins Zelt wandert das Klo deswegen auch nicht!
Und vor allem wussten die Ranger dass wir kommen...die hättens vorher mal überprüfen können!!!
Ich bin stocksauer!!!
Zuerst hat sich die Verlegung in ein besseres Guesthouse beim Chimp-Trecking als Griff ins Klo herausgestellt, als nächstes fallen die halbtägige Bootstour mit der Kaffeeinsel, dem gemäss Douglas 'fantastischen' Blick zum Nyragongo sowie die Stadtbesichtigung flach, und nun das mit dem Zelt ohne Dusche und Klo!
Ich komm mir echt verarscht vor!!!
Paul ist's nach dem Gespräch das ich wegen der bisherigen Mängel mit ihm geführt habe nicht recht dass schon wieder was nicht passt...
Vor dem Abendessen macht Paul noch den am Vortag gewünschten Nacht-Game-Drive klar, kurz darauf die nächste Hiobsbotschaft: die Reitsafari fällt aus weil die Pferde alle schon von den Gästen der entsprechenden Lodge gebucht sind und wir als Leute von aussen trotz Buchung hintenanstehen müssen!
Tolle Lodge!!!
Bezahlt haben wir ja, das ist ja das Wichtigste, das Bezahlte zu erhalten ist ja nicht notwendig... 'kotz'
Wir sind zwar alle Drei keine Reiter, aber ich hätt schon gern mal so was erlebt!
Na ja...im Vergleich zu den anderen Problemen Peanuts...trotzdem schade!!!
Neben den Restaurant dröhnen die Boxen, die Ranger wollen den kürzlichen Nationalfeiertag und die Schichtablösung feiern, dafür macht man den Campground des Nationalparks zur Disco, logisch!
Da aber einige Camper da sind wird dann doch die Disco an einen anderen Ort verlegt, wo man offensichtlich niemanden stört, was mir auch recht ist, zumal wir uns so beim Abendessen wenigstens unterhalten können.
Nach dem Abendessen gehts los in die Dunkelheit, zusammen mit einem Ranger namens Moses und seinem Scheinwerfer.
Oben: Foto im Automatikmodus ohne Blitz aus dem fahrenden Auto auf welliger Pad...nicht schlecht, die Kamera!!! :-D
Ich hab dann noch mit ISO bis 25'600 probiert, für Beweisfotos in der afrikanischen Nacht mit bewölktem Himmel reichts knapp!!!
Er sieht zwar viele Tiere, zeigt sie aber kaum mal... Wer nicht dauernd den Blick mit dem sehr schnell hin und her streifenden Lichtkegel mitlenkt sieht kaum was...die wenigen Tiere bei denen der Lichtkegel mal länger als eine oder zwei Sekunden stehen bleibt sind Hasen, Weissschwanz-Mangusten und Buschbaby's, wobei man die kaum sieht weil sie sich sofort verstecken.
Nach zweieinhalb Stunden brechen wir die Übung ab und kehren zu den Zelten zurück, wo der Ranger doch allen Ernstes für die Benutzung seines Suchscheinwerfers zehn Dollar will...wie will er denn sonst einen Night-Game-Drive machen und Tiere zeigen?
Indem er bei jedem Tier ein Lagerfeuer entfacht oder was?
Ideen haben die Kerle, tststs...
Nach einem kurzen Gespräch mit Paul bezahlt er alles mit dem Geld das wir für die Reitsafari bezahlt haben.
Schon beim Heranfahren ist mir laute Musik aufgefallen...die werden doch nicht etwa???
...
...odrr????
...
Doch!!!
Und noch eins: !
Die Idioten haben die Disco so nah bei unserem Camp platziert dass ich bis nach vier Uhr morgens wegen des Lärms keine Sekunde schlafen kann!!!
Danke vielmals!!!
Da kann zwar Douglas nichts dafür, aber wenn der Teufel mal in was drinn steckt dann steckt er drinn!!!
Nochmals 'kotz'!!!
(Auto-Fahrstrecke 320km)
