Dann mach ich mal weiter, denn ich hab noch einen Reisebericht unserer Marokko-Reise 2011 hier liegen, der genauso geschrieben ist - Und bei dem auch einiges irgendwie anders verläuft, als im Neckermann Prospekt versprochen
Dienstag - Aufbruchsstimmung
Holla, es war ziemlich kühl heute Morgen. Unser Plan sah vor, heute den Weg nach Norden anzutreten, weil wir nicht wirklich wussten, welche Defekte oder Probleme uns noch erwarten würden. Aber vorher durften wir noch eine Runde im MAN KAT durch die Dünen drehen. Als Beifahrer und Filmer auf der Ladefläche. Einmaliges Erlebnis, grandios. Wie so ein KAT quasi komplett mühelos über die Dünen bügelt - Man könnte eine ganze Weile blind Luftlinie fahren, ohne auch nur einmal stecken zu bleiben.
Parallel war die TGC Gruppe in den letzten Rundkurs aufgebrochen und suchte nun nach GPS Punkten auf dem Gürtel des großen Ergs. Wir packten unsere Sachen, zahlten die Zeche, trugen uns ins goldene Buch des Platzes ein und starteten unsere Motoren für den langen Weg nach Hammamet. Wir kamen genau 3km weit, dann musste Patrick eine Schraube in der Lenkung nachziehen und ich stellte fest, dass meine abkürzende Piste alles andere als gut zu fahren war. Wir kehrten um, fuhren nach Ksar Ghilane, gaben es Druck auf die Reifen und ab ging es nach Norden. Nachdem sich aber wieder ein Wobble bei Patricks Jeep einstellte, fuhren wir nun etwas langsamer - So etwa mit Tempo 70. Um das Risiko zu minimieren, führte der weg diesmal durch die Berge bei Matmata, vorbei an Gabes, Sfax etc. Um Punkt 21.02 Uhr erreichten wir dann das Hotel Paradis Palace und waren ziemlich fertig von der sehr langen Fahrt.
Da wir zwei Minuten nach Beendigung des Abendbrotes ankamen, packten wir auf dem Parkplatz unsere italienischen Wurst- und Käsereserven aus und leckerten uns ein eigenes Futter zu Gemüte.
Mittwoch - Lands End
Unser ursprünglicher Reiseplan sah mal vor, eine Woche im Sand zu sein und eine Woche den Norden zu erkunden. Mittelmeer und Co. Daraus wurde ja nicht wirklich was. Erst lag Flashi flach, dann die Probleme technischer Natur. Also entschieden wir uns, diesen Plan von hier wieder aufzunhmen. Unser Ziel war Lands End - Der Nord-Östlichste Zipfel der Nabeuler Halbinsel bei Al Haouria. Wir starteten so gegen 10.00 Uhr im Hotel und fuhren hinwegs die südliche Hauptstraße. Dabei ging es durch mehrere sehr enge Städte immer nahe des Meeres. Uns erwartete, wie in der Sat-Karte schon zu erahnen war, eine Bergformation direkt am Ende der Halbinsel. Nach einigen sehr engen wegen und Mudcrawling bergauf, standen wir wie begossene Dödel mit einem mal auf einer Teerstraße. Diese führte über spektakuläre Serpentinen und Aussicht zur Spitze des Berges. Oben angekommen begrüße uns das Schild "Access inderdite" und ein rauher kalter Sturm. Aber es war ein wunderbarer Ort. Die Aussicht war wirklich atemberaubend. Nach Norden, Osten und Süden ah man das Mittelmeer, in die andere Richtung konnte man etliche Kilometer weit ins Land schauen, während der Sturm einem ums Gesicht peitschte. Dieser Besuch hatte sich schon jetzt gelohnt, da sicher nicht viele Besucher hier herauf kommen würden. Neben einer kleinen Feuerstelle, war alles sauber und unberührt.
Wir fuhren die nördliche Route heim und genossen die schöne Landschaft dort. Weniger Städte, mehr Berge am Horizont. Mit Einbruch der Dunkelheit waren wir wieder im Hotel, grade rechtzeitig zum Abendfressen :blink:
Inzwischen waren auch die TGC Kollegen eingetroffen und wir verbrachten zusammen einen feucht-fröhlichen Abend.
Kochen für Fortgeschrittene (in Bezug auf Wind, Kälte und Regen)
Et Voila - Ein Nudeln - Würstchen - Ananas-Curry