AtoEndelebu hat geschrieben:im uebrigen habe ich die Beni-Shangul-Gumz tour gut hinter mich gebracht. Wir sind ueber Asosa-Guba-Almahal-Dangla gefahren. Ich kann die Strecke und die Region nur empfehlen. Sobald ich Zeit habe schreibe ich noch einen kleinen Bericht fuers Forum mit einigen nuetzlichen Informationen...
Das wäre super, wenn du uns dazu etwas schreiben könntest, sehr gerne bebildert
So, nun gehts aber endlich weiter auf unserer Tour
Nur ein paar Schritte von unserem Hotel entfernt ist das Tourist-Office, dem wir gleich einen Besuch abstatten. Unsere Frage nach dem nächsten Grenzübergang nach Südsudan löst entsetztes Erstaunen aus

Was wir denn dort wollen?
Wir zeigen unser Südsudan-Visum im Pass und erklären, dass wir ganz gerne nach Südsudan ausreisen möchten. Als "gängiger" Grenzübergang wird uns Pagak empfohlen, von dort sollen wir weiter die Haupstraße nach Malakal im Norden des Südsudans nehmen, um dann wiederum den Weg in Richtung Süden über Bor nach Juba einzuschlagen. Absolut indiskutabel für uns. Wir erklären den beiden Herren dort, dass wir diese Strecke aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage für nicht hinreichend sicher halten.
Unsere Idee - die wir auch schon mit David Dang Kong, deputy head of mission im GOSS-Office in Addis besprochen hatten - ist die Strecke von Gambella nach Abobo, Gog und von dort "irgendwie" weiter nach Pochalla und Boma. Dafür brauchen wir ein Permit, wird uns gesagt. Und das bekommen wir erst am Montag. Der Leiter des Tourist-Office, Chuol Chany Kier, notiert sich unsere Handynummer und will uns anrufen, sobald wir das Permit abholen können.
Wir haben nun also das ganze Wochenende Zeit, um Gambella zu erkunden. Und das machen wir zu Fuß - unser Auto steht gut und sicher unter den Bäumen am Hotel.
Als erstes starten wir zu einer kleinen Bergtour

ca. 1 km nördlich der Stadt gibt es einen alleinstehenden Hügel, auf den ein schmaler steiler Pfad hinauf zum Gipfel führt. Bei den Temperaturen hier und der Luftfeuchtigkeit habe ich das Gefühl, die Eiger Nordwand zu erklimmen
Auf dem Gipfel thront eine kleine - leider verschlossene - christlich-orthodoxe Kapelle.
Der angenehme Wind hier oben mit diesem wunderschönen Blick über Gambella und den Baro River entschädigt für die Strapazen des Aufstiegs