Bazan-Pfeffer? Die nette Dame reicht uns einen Beutel mit Nụ vối. Die Knospe des Voi-Baumes wird von den Einheimischen für Tee verwendet, der die Verdauung fördern, den Blutdruck senken und den Blutzuckerspiegel stabilisieren soll. Wir schütteln den Kopf, wir suchen etwas anderes
Es folgen noch einige unterschiedliche Beutel. Jeweils Fehlanzeige.
Das hier vielleicht? Strahlend zaubert sie die nächste Tüte hervor ... Tiêu Rừng. Hmmmm ... könnte sein. Das Bild passt! Aber wir trauen uns nicht so recht
Kon Tum Markt
Bis in den hintersten Winkel fragen wir rum. Bei Bazan-Pfeffer zuckt jeder bedauernd mit den Schultern. Möglicherweise würde es aber die Apotheke für traditionelle chinesische Medizin verkaufen
Zwischen Schneidereien, die die traditionellen Trachten der Bahnar herstellen
finden wir dann auch die TCM-Apotheke. Eine sehr gut englisch sprechende Apothekerin erklärt uns zwischen allerhand getrockneten Echsen, undefinierbaren anderen Dingen und vielen Döschen mit irgendwelchen Pülverchen, dass der wilde Wald-Pfeffer eine Art Szechuan-Pfeffer sei, den die Menschen aus den Dörfern hier in den Wäldern nur zum Eigenverbrauch in kleinen Mengen ernten. Die größte Chance sei, am Gewürzstand an der Kon Klor Bridge (!) nachzufragen, die Produkte aus Măng Đen verkaufen.
Allerdings habe sie ähnliches da ... und zaubert aus ihren gefühlten 100 Schublädchen ein Glas mit irgendetwas hervor. Fructus zanthoxyli steht darauf. Roter Sichuan-Pfeffer. Wir nehmen 100 Gramm mit und sind gespannt, wie er schmeckt. Doch das Tasting fällt aus. Als wir die Tüte nach einiger Zeit zu Hause öffnen, hat sich bereits erstes Leben darin entwickelt
Bei weiterer Recherche lange nach unserer Rückkehr wäre es der Beutel Tiêu Rừng gewesen, von der Kräuterfrau an der Kon Klor Suspension Bridge! Fürs nächste Mal wissen wir Bescheid ...




