Buchtipp: Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

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Hajo
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Registriert: Mo 10. Mär 2008, 19:28

Re: Buchtipp: Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Beitrag von Hajo »

Hallo,

in der heutigen FAZ ( 29.12) ist unter dem Titel:"Auf der Sklavenroute durch die Wüste" eine wohlwollende Rezension von Gattis Buch unter der Rubrik Fachbuch erschienen. (Link gibts nur einen kostenpflichtigen :kotz: )

Hajo
Roger-Tecumseh
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Registriert: Mi 6. Jun 2007, 16:37

Re: Buchtipp: Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Beitrag von Roger-Tecumseh »

Hajo hat geschrieben:Hallo,

in der heutigen FAZ ( 29.12) ist unter dem Titel:"Auf der Sklavenroute durch die Wüste" eine wohlwollende Rezension von Gattis Buch unter der Rubrik Fachbuch erschienen. (Link gibts nur einen kostenpflichtigen :kotz: )

Hajo

So lange man noch komplette Buecher kaufen kann, gibt es eigentlich keinen Grund zum Kotzen - oder?
schu achbar ?

Re: Buchtipp: Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Beitrag von schu achbar ? »

Zahlt mal ordentlich.
Kostenpflichtig ist immer schön, man ist es ja nicht anders gewohnt.
Ausser man ist zB. Serbe oder Mazedonier( oder hat zumindest irgendwie diesen Pass bekommen) u. stellt in Deutschland Antrag auf Asyl.
Das geht leicht, eine gefährliche Odyssee durch Afrika nicht notwendig.

Seit Dezember 09 herrscht für Besucher aus diesen Ländern in der EU Visumsfreiheit. Bonien u. der Kosovo werden bald folgen.

Also das Spiel geht so: Man bucht eine billige Bustour bei einem einheimischen"Reiseveranstalter".
Dann fährt man nach Dummland u. beantragt Asyl. Da dies aussichtslos ist nimmt man den Antrag zurück u. bekundet wieder in die Heimat fahren zu wollen.
Dann gibts pro Erwachsenem 400 Euro u. pro Kind 200 Euro "Rückkehrhilfe".
Gott segne die Fruchtbarkeit der Frauen...
Seit kurzem wurden die Zahlungen eingestellt, die Bustouristen haben nun die "Reiseveranstalter "verklagt, weil die versprochenen Gewinnmargen ausblieben u. man obendrein noch die Bustour bezahlen musste.
Natürlich macht so ein Ausflug immer noch Sinn, wenn man es auf Taschendiebstahl oder das Plündern v. Wohnungen durch strafunmündige Minderjährige abgesehen hat.
Leider kan Dummland die Visumspflicht nicht mehr reaktivieren.
Es hat sozusagen seine Souveränität in grossen Teilen aufgegeben.
Das Streichen der Visumsfreiheit geht nur durch den Entscheid des allwissenden EU Staatsratskommitees in Brüssel. :twisted:
Hajo
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Registriert: Mo 10. Mär 2008, 19:28

Re: Buchtipp: Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Beitrag von Hajo »

Roger-Tecumseh hat geschrieben: So lange man noch komplette Buecher kaufen kann, gibt es eigentlich keinen Grund zum Kotzen - oder?
Mit dem Bücherkauf hast Du recht. Wenn die Zeitung nach fast einem Jahr dieses Buch entdeckt und für die Weiterverwertung nochmal Geld will, dann hat sie etwas falsch verstanden. :roll:

Egal, nen guten Rutsch wuensche ich.

Hajo
Hajo
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Re: Buchtipp: Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Beitrag von Hajo »

Hallo

Jetzt hat die FAZ doch den Artikel online gestellt: http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2 ... ntent.html

Gruss Hajo
abacus
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Re: Buchtipp: Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Beitrag von abacus »

So, jetzt hab ichs auch eher zufällig hin die Hände bekommen und gestern fertig gelesen, und jetzt mal den Fred durchgearbeitet.

Spontan fällt mir zum letzgenannten Link in der FAZ ein:
FAZ hat geschrieben:Fast hundertdreißig Personen zählt er einmal auf der Ladefläche eines Kleintransporters.
nein, das waren die LKW, die Kleintransporter haben ~15 Leute
FAZ hat geschrieben:James und George
im Buch heißt es etwa 1000 mal Joseph und James, ok, eine Kleinigkeit, aber wenn der Autor des Artikels wirklich das Buch gelesen hat, dann wäre ihm das nicht passieren, oder warum sollte mir das sofort auffallen?

Insgesamt finde ich das Buch schlüssig. Es war wohl nie wirklich eine Einreise nach Libyen geplant, ein Visum für Libyen zu Hause zu bekommen dürfte ziemlich unmöglich sein in Anbetracht der Visa- und Führerbestimmungen (wie von schu angeregt). Ich denke, der Autor des Buches hat es deshalb so geschreiben, dass er halt kein Visum bekommen hat, anstatt über die libyschen Einreisebestimmungen zu lamentieren, die nichts zum Buch beitragen.

Der Wahrheitsgehalt des Buches läßt sich natürlich nicht überprüfen, aber mir erscheint es plausibel. So lassen sich auch die derzeit diskutierten ausländischen Söldner Ghaddafis leicht erklären und das Buch ist immer noch hoch aktuell.
Heinrich
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Re: Buchtipp: Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Beitrag von Heinrich »

Interview mit Fabrizio Gatti über die gegenwärtige Situation in Libyen.
Eindrücklich sind derzeit die Bilder, die uns aus dem Grenzgebiet zwischen Tunesien und Libyen erreichen.
Da bin ich gleicher Meinung. Die Hilfsorganisationen sollten ihr Engagement auf dieses Gebiet konzentrieren. Sonst haben wir dort in wenigen Tagen die ersten Hungertoten. Mir ist schleierhaft, worauf Europa noch wartet. Die italienische Regierung hat mittlerweile eine humanitäre Aktion in Tunesien beschlossen. Aber es geht alles so lange. Wenn es auf Haiti ein Erdbeben gibt, dann gehen alle sofort hin. Weshalb hier nicht? Stattdessen kümmert sich Europa darum, wie hoch die Zahl der möglichen Flüchtlinge sein könnte, ob das Benzin teurer wird und welchen Einfluss diese Situation auf die Wirtschaft haben wird.
Was sollte Europa Ihrer Meinung nach jetzt tun?
Die Staaten, die Gaddafi aufgerüstet und jahrelang von den Wirtschaftsbeziehungen profitiert haben, stehen jetzt in der Pflicht. Das oberste Ziel muss sein, Gaddafi sofort zu entwaffnen. Gleichzeitig sollte mit den Menschen rund um Benghazi diplomatischer Kontakt aufgenommen werden. Ein Bürgerkrieg muss unbedingt vermieden werden. Wenn es aber nicht anders geht, müsste die UNO den Druck stufenweise erhöhen.
Woran denken Sie dabei?
Es braucht eine No-Fly-Zone, damit der libysche Diktator nicht mehr mit Flugzeugen angreifen kann. Hält er sich nicht daran, müsste die UNO Gaddafi mit Gewalt stoppen.
http://www.20min.ch/news/ausland/story/ ... --15221521
schu achbar ?

Re: Buchtipp: Bilal - Als Illegaler auf dem Weg nach Europa

Beitrag von schu achbar ? »

""An der Schweiz sollten sich die anderen Länder orientieren. Asylsuchende erhalten viel Hilfe.
Für Wirtschaftsflüchtlinge ist es hingen fast unmöglich, in die Schweiz zu kommen.""

Wieso nicht möglich ?
Läuft es bei euch nicht so, dass man "Asyl" sagt und dann
,von lauter NGOs und dem Pfarrer der evangelisch-sozialistischen Kirche betüddelt, erstmal gegen alles mögliche Einspruch erheben kann ?
In Deutschland ist das so, wenn man sich nicht total dämlich anstellt.

Ausserdem hat die Schweiz ja vor kurzem die sofortige Ausschaffung f.
schwer kriminelle Ausländer per Volksentscheid beschlossen.
Wenn er das meint, was er aber nicht anspricht, ok...daran sollten wir uns orientieren.

Ansonsten hat er in einigem recht: Hilfslieferungen möglichst flott.
Man ist ja nicht in Haiti, wo man noch wegen Einschleppung v. Bakterien :mrgreen: gelyncht wird.
(Port au Prince ist ja bekannt dafür, dass man ohne nervige Ausländer dort vom Boden essen kann :twisted: )

Ob man sich in den Konflikt einmischen sollte weiss ich nicht so recht.
Was bitte haben wir mit den östlichen Stämmen zu schaffen ?
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