
Hamed Abdel-Samad war als Student in Kairo Mitglied der Muslimbrüder, einer in Ägypten verbotenen Vereinigung von Fundamentalisten – heute sitzt der 38-Jährige in der deutschen Islamkonferenz und schreibt Bücher. „Der Untergang der islamischen Welt“ erscheint heute. Über seine kontroverse These sprach der deutsch-ägyptische Politikwissenschaftler mit Redakteurin Yvonne Stock. mehr...
„Wäre der Islam eine Firma, dann wäre er längst pleite gegangen.“ Hamed Abdel-Samad
Die islamischen Länder, so der Autor, eint ein Glaube, aus dem sie ein seit Jahrhunderten überholtes Menschen- und Gesellschaftsbild ableiten. Ungeheure kreative und geistige Ressourcen können deshalb nicht genutzt werden. Reformdebatten werden zwar häufig angestoßen, aber nie zu Ende geführt. Niemand traut sich an die wirklich elementaren Probleme der Kultur und Religion. Bildungssystem und Religion beschränken sich darauf, zu Gehorsam gegenüber den Regimes zu erziehen. Der Westen wird dabei zum Sündenbock an der Misere der islamischen Welt gemacht. Der Autor zeigt in seinem Debattenbuch, wie jeder Versuch einer Veränderung von der islamischen Orthodoxie und der Machtbesessenheit der Herrschenden erstickt wird. mehr...
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Hamed Abdel-Samad: Der Untergang der islamischen Welt. Eine Prognose. Droemer Verlag, 240 Seiten, 18 Euro
Grüsse
Alexander




