"Weit weg vom Rest der Welt" von Andreas Altmann

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Ina
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Registriert: Fr 16. Nov 2007, 11:02
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"Weit weg vom Rest der Welt" von Andreas Altmann

Beitrag von Ina »

Hallo zusammen!

Ich habe neulich diese Buch gelesen und der Schlussabschnitt, das Fazit sozusagen, wollte ich Euch nicht voreinthalten:

Ich war vor kurzem auf Sansibar. Ach,Afrika,was für ein Wunder an Licht und Düften, an wohlgeformten Männern und Frauen. Jeden Tag kam ich zweimal an Stanley vorbei, der in der Nähe meines Hotels einen Souvenirladen betrieb. Und der 27-jähirge saß (1 Meter) vor dem Laden und (1 Meter) neben dem Scheißhaufen, dem mannshohen Stinkberg, der als Müllkippe der Nachbarschaft diente. Und ich begriff, wieder einmal, dass Afrika nicht auferstehen wird, solange der Kerl den Müll nicht riecht und sich dagegen wehrt. Sagen wir, den Hintern bewegt und nach einer Schaufel mit Schubkarre sucht. In dieser Verweigerung lag, en miniature, die Antwort auf so viele Fragen Afrikas. Natürlich lächelte und winkte Stanley jedes Mal, wenn ich vorbeikam. Und so begriff ich auch das wieder: Ein weißer Souvenirhändler würde nicht fröhlich grüßen, nicht lässig herüberrufen, würde genervt neben der Kasse stehen und – schon wegen des Typens, der hier täglich vorbeikommt und nichts kauft – finster in die Welt blicken. Doch kein Scheißhaufen wäre zu sehen, nur asphaltblanker Parkplatz würde blitzen oder eine sechsspurige Autobahn oder ein anderes Monstrum, das wir uns zur Vermeidung jedweder Fröhlichkeit erfunden haben, würde den Blick abschneiden. Und, natürlich, kein Duft Sansibars käme nahe, kein Zauber würde versöhnen, nichts daran erinnern, wie fulminant die Freude sein kann, an diesem und den vielen anderen marmorblauen Tagen durch Afrika zu reisen.

Paßt doch, oder ?

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LG
Ina
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