Auch an dieser Stelle will ich den erneuten Ausbruch von Ebola in Uganda (siehe zum letzten im Herbst 2022 weiter oben in diesem Thread) noch einmal in den Kontext setzen:
Der Fall in Uganda betrifft einen Krankenpfleger, der aus Mbale, im Osten des Landes, stammt (noch ist es außerdem ein isolierter Einzelfall - wobei es vermutlich dabei nicht bleiben wird). Zwischen dieser Region und dem jüngsten Ausbruch im
Westen der Demokratischen Republik Kongo liegen tausende von Kilometern, im Kongo mit fast inexistenten Verkehrsverbindungen. Eine Verbindung mit den Fluchtbewegungen im Kongo ist zumindest in diesem Fall ausgeschlossen.
Leider muss befürchtet werden, dass es weitere Fälle in Uganda geben wird. Krankenpflege-Personal ist wegen der Behandlungen von Infizierten einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Der betroffene Pfleger hatte sich zudem Hilfe in verschiedenen Krankenhäusern und bei einem Heiler gesucht. Insofern sind rund 45 Kontakte isoliert worden (eine ugandische Postille hatte sofort von 45 weiteren Infizierten geschrieben - unverantwortlich!). Die ugandische Regierung hat große Erfahrung mit der Bekämpfung solcher Ausbrüche und wird dafür hoch gelobt. Ganz wichtig: die Regierung kommuniziert transparent. Deshalb ist die Hoffnung, dass auch dieser Fall schnell eingedämmt werden kann. Zum Glück überträgt sich Ebola nicht über die Luft, deshalb sind es vor allem medizinisches Personal und direkte Angehörige, die sich anstecken.
Viele Grüße
Achim