Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
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Alexander
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Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Schweden: Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt?
Angeblich zwei Monate überlebte ein Schwede in seinem Auto, ehe er nun gerettet werden konnte. mehr...
Der Mann überlebte nach eigenen Angaben dank seines Schlafsacks und der Einnahme von Schnee als einzigem Nahrungsmittel.
Wenn Schnee das einzige Nahrungsmittel war - wobei ich nicht glaube, dass man von Nahrungsmittel sprechen kann - dann dürfte es zum Überleben m.E. nicht ausreichen. Der Überlebende mußte den Schnee quasi lutschen, mangels Auftaumöglichkeit, was der Körpertemperatur nicht zuträglich sein dürfte.
Ist das aus medizinischer Sicht überhaupt möglich?
Grüsse
Alexander
Angeblich zwei Monate überlebte ein Schwede in seinem Auto, ehe er nun gerettet werden konnte. mehr...
Der Mann überlebte nach eigenen Angaben dank seines Schlafsacks und der Einnahme von Schnee als einzigem Nahrungsmittel.
Wenn Schnee das einzige Nahrungsmittel war - wobei ich nicht glaube, dass man von Nahrungsmittel sprechen kann - dann dürfte es zum Überleben m.E. nicht ausreichen. Der Überlebende mußte den Schnee quasi lutschen, mangels Auftaumöglichkeit, was der Körpertemperatur nicht zuträglich sein dürfte.
Ist das aus medizinischer Sicht überhaupt möglich?
Grüsse
Alexander
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Kuno
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Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Gute Frage. Und einen schoen muggelig warmen Schlafsack muss er auch gehabt haben 
Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Ist schon theoretisch möglich:
1) fehlende Nahrung - ist das geringste Problem. Nach 2-4 Tagen ist der Hunger weg. Gewichtsverlust nach 2 Monaten ca. 13-15 kg.
2) Wasser - problematisch, wenn's nur Schnee gibt. Ein halber Liter am Tag als absolutes Minimum, doch ob da nach 2 Monaten die Nieren noch okay sind? Statt lutschen (da friert ja der Kopf ein) den Schnee in einer Flasche o.ä. mit in den Schlafsack rein.
Allerdings enthält Schnee überhaupt keine Mineralien und Salze und entzieht dadurch dem Körper welche. Weiß nicht, ob das solange gutgeht.
3) Schlafsack - geht schon, aber: laut Artikel soll's da in den letzten Wochen bis zu -30°C gehabt haben. Für soweit runter sind Schlafsäcke nicht billig. Und dieses gute Stück immer im Auto mitführen?
4) Die Psyche: in so einer Situation dehnen sich die Minuten zu Stunden. Und das 60 Tage lang? Versucht man da nicht doch loszulaufen? An einem windstillen, sonnigen Tag? Die wenigsten wissen, wie lange der Körper in Ruhe durchhält. Einfach bis zum Ende warten? Hmm...
Mein Einschätzung: die Begebenheit könnte sich zwar theoretisch zugetragen haben, wahrscheinlicher ist jedoch eine unsaubere Recherche, ein Übersetzungsfehler oder sogar ein echtes Fake.
Grüße,
Horst
1) fehlende Nahrung - ist das geringste Problem. Nach 2-4 Tagen ist der Hunger weg. Gewichtsverlust nach 2 Monaten ca. 13-15 kg.
2) Wasser - problematisch, wenn's nur Schnee gibt. Ein halber Liter am Tag als absolutes Minimum, doch ob da nach 2 Monaten die Nieren noch okay sind? Statt lutschen (da friert ja der Kopf ein) den Schnee in einer Flasche o.ä. mit in den Schlafsack rein.
Allerdings enthält Schnee überhaupt keine Mineralien und Salze und entzieht dadurch dem Körper welche. Weiß nicht, ob das solange gutgeht.
3) Schlafsack - geht schon, aber: laut Artikel soll's da in den letzten Wochen bis zu -30°C gehabt haben. Für soweit runter sind Schlafsäcke nicht billig. Und dieses gute Stück immer im Auto mitführen?
4) Die Psyche: in so einer Situation dehnen sich die Minuten zu Stunden. Und das 60 Tage lang? Versucht man da nicht doch loszulaufen? An einem windstillen, sonnigen Tag? Die wenigsten wissen, wie lange der Körper in Ruhe durchhält. Einfach bis zum Ende warten? Hmm...
Mein Einschätzung: die Begebenheit könnte sich zwar theoretisch zugetragen haben, wahrscheinlicher ist jedoch eine unsaubere Recherche, ein Übersetzungsfehler oder sogar ein echtes Fake.
Grüße,
Horst
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Ralf Kiefer
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Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Der Mann muß sich irgendwann auch mal bewegt haben, und wenn's nur deswegen ist, um den zuvor gelutschten Schnee in flüssiger Form wegzubringen. Da gehen Kalorien drauf.Horst hat geschrieben:Ist schon theoretisch möglich:
Wenn der den Lebensmitteleinkauf eines Monats dabei hatte, sehe ich auch kein Problem. Ein paar Kalorien braucht der Mensch. UndHorst hat geschrieben: 1) fehlende Nahrung - ist das geringste Problem.
Das ist die wirklich interessante Frage an Mediziner, denn genau aus diesem Grund glaube ich nicht an 2 Monate.Horst hat geschrieben: Allerdings enthält Schnee überhaupt keine Mineralien und Salze und entzieht dadurch dem Körper welche.
Das wiederum könnte gut gehen. Dabei gehe ich davon aus, daß der im Auto blieb und dieses nahezu komplett eingeschneit war. Da hat's dann die -30Grad als Tiefsttemperatur oberhalb der Schneedecke, aber deutlich weniger unten im Schnee. Iglus sollen durchaus auch mal als Behausung von Menschen gedient haben. Laut Wiki ist ein gewaltiger Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen möglich.Horst hat geschrieben: 3) Schlafsack - geht schon, aber: laut Artikel soll's da in den letzten Wochen bis zu -30°C gehabt haben. Für soweit runter sind Schlafsäcke nicht billig.
Das dürfe eine sehr individuelle Entscheidung sein. Ich würde vermutlich loslaufen, wenn ich könnte.Horst hat geschrieben: Versucht man da nicht doch loszulaufen?
AOL.Horst hat geschrieben: Mein Einschätzung: die Begebenheit könnte sich zwar theoretisch zugetragen haben, wahrscheinlicher ist jedoch eine unsaubere Recherche, ein Übersetzungsfehler oder sogar ein echtes Fake.
Gruß, Ralf
Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Deswegen ging ich ja auch von 13-15 kg Gewichtsverlust aus...Ralf Kiefer hat geschrieben:Ein paar Kalorien braucht der Mensch.
Na ja, dann hätte er aber seinen Sauerstoff in weniger als einem Tag in CO2 umgesetztRalf Kiefer hat geschrieben:..., daß der im Auto blieb und dieses nahezu komplett eingeschneit war. Da hat's dann die -30Grad als Tiefsttemperatur oberhalb der Schneedecke, aber deutlich weniger unten im Schnee.
??? Kenn ich nur als inzwischen bedeutungslose Firma, die früher mal alle möglichen Zeitschriften mit nervigen CDs geflutet hat...Ralf Kiefer hat geschrieben:AOL.
Grüße,
Horst
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Ralf Kiefer
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Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Ich weiß ja nicht, wie Du das errechnset hast. Aber ich gehe davon aus, daß der menschliche Körper schon alleine deswegen etliche Kalorien verbraucht, weil er seine Betriebstemperatur halten will. Und wenn der in seinem Auto eine Temperatur von bestenfalls 0 Grad hatte, dann muß er die erstmal überstehen. Und für die Wasserzufuhr muß der Schnee mit Körperwärme auf 37 Grad gebracht werden, usw. Fasten bei 20 oder 25 Grad ist was anderes.Horst hat geschrieben:Deswegen ging ich ja auch von 13-15 kg Gewichtsverlust aus...
Ein Iglu funktionierte auch.Horst hat geschrieben: Na ja, dann hätte er aber seinen Sauerstoff in weniger als einem Tag in CO2 umgesetzt![]()
Das steht für /me2. Die AOLer waren früher als ständige "Ich-auch-"Sager bekannt.So wurde das übernommen.Horst hat geschrieben:??? Kenn ich nur als inzwischen bedeutungslose Firma, die früher mal alle möglichen Zeitschriften mit nervigen CDs geflutet hat...Ralf Kiefer hat geschrieben:AOL.
Gruß, Ralf
Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Von außen sieht's ja nicht gerade besonders dramatisch aus.
drinnen aber schon...
das ist seine Atemluftfeuchtigkeit die da innen überall gefroren ist.
Demnach müßte sein Schlafsack auch außen eine Eisschicht gehabt haben.
Wie sagen die Schwaben ? Das ist kein "schmulliges" Plätzchen.
Er dürfte vermutlich einen ordentlich fetten Kunstfaserschlafsack von -17° bis 19° gehabt haben.
Und -17° kann er auch im Wagen halten, er gibt in der Stunde 60Watt ab, die Schneedecke schützt bei -30° auch bereits ordentlich.
das ganze Gebiet ist ziemlich besiedelt, das war keine einsame Gegend..schon seltsam...
http://www.vk.se/579350/man-raddad-efte ... rsnoad-bil
Gruß
Peter
drinnen aber schon...
das ist seine Atemluftfeuchtigkeit die da innen überall gefroren ist.
Demnach müßte sein Schlafsack auch außen eine Eisschicht gehabt haben.
Wie sagen die Schwaben ? Das ist kein "schmulliges" Plätzchen.
Er dürfte vermutlich einen ordentlich fetten Kunstfaserschlafsack von -17° bis 19° gehabt haben.
Und -17° kann er auch im Wagen halten, er gibt in der Stunde 60Watt ab, die Schneedecke schützt bei -30° auch bereits ordentlich.
das ganze Gebiet ist ziemlich besiedelt, das war keine einsame Gegend..schon seltsam...
http://www.vk.se/579350/man-raddad-efte ... rsnoad-bil
Gruß
Peter
Der Mut des Wassertropfens besteht darin, dass er es wagt, in die Wüste zu fallen
Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Ich bin nun wirklich kein Mediziner, allerdings fand ich in diesem Artikel einen interessanten Hinweis:
Mediziner gingen davon aus, dass die Koerpertemteratur auf etwa 31 Grad herangekuehlt ist und der Mann sich in einer Art Winterschlaf befunden haben muss...
http://english.alarabiya.net/articles/2 ... 95513.html
Ich erinnere mich, dass ich vor etwa 2 Wochen einen Beitrag ueber eine Frau gesehen habe, die mit einem Gleitschirm 45 Minuten in 10.000 Meter Hoehe durch einen Sturm davongetragen wurde. Auch unglaublich, doch auch da hat der Koerper alle Schutzmechanismen eingeschaltet und wohl heruntergekuehlt...brrrrrrr!
Mediziner gingen davon aus, dass die Koerpertemteratur auf etwa 31 Grad herangekuehlt ist und der Mann sich in einer Art Winterschlaf befunden haben muss...
http://english.alarabiya.net/articles/2 ... 95513.html
Ich erinnere mich, dass ich vor etwa 2 Wochen einen Beitrag ueber eine Frau gesehen habe, die mit einem Gleitschirm 45 Minuten in 10.000 Meter Hoehe durch einen Sturm davongetragen wurde. Auch unglaublich, doch auch da hat der Koerper alle Schutzmechanismen eingeschaltet und wohl heruntergekuehlt...brrrrrrr!
Gruesse aus Baharia
Stefanie
Voltaire: „Ich mag verdammen, was Du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass Du es sagen darfst.“
Stefanie
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Kuno
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Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Der Mensch im Winterschlaf. Sehr gut. Das erinnert mich stark an den viel bekannteren "Bueroschlaf". Vielleicht hat der eingeschneite Mann schon vorher trainieren koennen und deshalb so lange durchgehalten 
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Ralf Kiefer
- Beiträge: 1575
- Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
- Wohnort: nahe Karlsruhe
Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Das ist Ewa Wisnierska. Nach diesem Flug im Gewitter, bei dem sie auf fast 10000m "hochgezogen" wurde, hatte sie Erfrierungen an Ohren und Beinen. Sie war in der großen Höhe bewußtlos, ihre Flugdaten konnten dem GPS-Empfänger entnommen werden. Der Aufenthalt unter diesen Bedingungen war tatsächlich relativ kurz. Ob das überhaupt an 45min rankam, weiß ich allerdings nicht. Die Rede ist von einer beinahe unglaublichen Steigrate von 15-20m/sec, also grob gerundet 1000m/min!Stefanie hat geschrieben: Ich erinnere mich, dass ich vor etwa 2 Wochen einen Beitrag ueber eine Frau gesehen habe, die mit einem Gleitschirm 45 Minuten in 10.000 Meter Hoehe durch einen Sturm davongetragen wurde. Auch unglaublich, doch auch da hat der Koerper alle Schutzmechanismen eingeschaltet und wohl heruntergekuehlt...brrrrrrr!
Und es gab auch Gleitschirmflieger, die dieses Gewitter nicht überlebt haben. AFAIR war einer noch in niederer Höhe zunächst nur wenige 100m von Ewa Wisnierska entfernt. Sie hatte sehr viel Glück dabei.
Über und mit Ewa Wisnierska gibt es einen sehr schönen Dokumentarfilm aus dem Jahr 2008: "Reise zum Horizont". Dort spielt der Flugunfall in Australien keine wesentliche Rolle, wird aber erwähnt.
Gruß, Ralf
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russenschleuder
- Beiträge: 127
- Registriert: Do 31. Mär 2011, 09:40
Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Zitate aus dem von Clemens verlinkten Welt-Artikel:
Horst
... als er an einem Waldweg rund 500 Meter abseits einer viel befahrenen Straße ein Autodach mit einer hohen Schneeschicht darauf entdeckte ...
Warum er von der großen Straße abgebogen und in den Wald gefahren ist, bleibt vorerst unklar.
Medienberichten zufolge ist der Mann 44 Jahre alt und war nicht vermisst gemeldet. Die Zeitung „Aftonbladet“ berichtet, der Mann habe Schulden gehabt – fast 200.000 Euro. Sein Vater sagte der Zeitung, er habe mit dem Sohn seit 20 Jahren keinen Kontakt mehr gehabt.
Horst
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Kuno
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Re: Ist das Möglich? Eingeschneit: 2 Monate in Auto überlebt
Der Mann denkt offensichtlich darueber nach, in sein Auto zurueckzukehren:
http://www.20min.ch/winterspecial/news/ ... o-13737317
http://www.20min.ch/winterspecial/news/ ... o-13737317




