Pest - Der schwarze Tod

In diesem Bereich findest du aktuelle Hinweise zu Epidemien und gesundheitliche Risiken im Reiseland und wie man sich davor schützt bzw. vorbeugt, Informationen zur Gesundheitsversorgung, Ärzte und Krankenhäuser.

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Birgitt
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Pest - Freispruch für die Ratten

Beitrag von Birgitt »

Ratten und Rattenflöhe waren doch nicht die Hauptschuldigen am "Schwarzen Tod". Denn die große Pestepidemie des Mittelalters wurde nicht von den Nagern verbreitet, sondern vorwiegend durch Menschenflöhe und Kleiderläuse, wie eine Analyse jetzt enthüllt. Die blutsaugenden Parasiten übertrugen den Pesterreger von Mensch zu Mensch und sorgten für rapide Ausbreitung der Seuche – ganz ohne Mithilfe der Ratten ...
Der Erreger, das Bakterium Yersinia pestis, gelangte dabei wahrscheinlich über die Seidenstraße nach Europa. Einmal dort angekommen, sorgten Ratten und Rattenflöhe für die Verbreitung der Seuche – so jedenfalls dachte man bisher. Doch dieses Szenario ist offenbar falsch, wie Katharine Dean und ihre Kollegen von der Universität Oslo herausgefunden haben. Zwar wurde die Pest bei späteren Seuchen wie der Epidemie in China im 19. Jahrhundert tatsächlich vorwiegend von Ratten und Rattenflöhen (Xenopsylla cheopis) übertragen. Auch bei den heutigen Ausbrüchen beispielsweise auf Madagaskar gelten die Nager als Hauptvektoren für den Erreger.
Pest: Freispruch für die Ratten
16.01.2018 - scinexx


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Pest - Schon in der Steinzeit aktiv ?

Beitrag von Birgitt »

Vor 5000 Jahren verschwanden viele steinzeitliche Gesellschaften Europas. Und vielleicht spielte die Pest dabei eine Rolle. Zumindest infizierte sie damals Menschen ...
Als Hochzeiten des Schwarzen Todes in Europa gelten das sechste Jahrhundert als die Justinianische Pest wütete – und das Mittelalter, als die Bakterieninfektion ganze Landstriche entvölkerte. Doch die Seuche hat Europa tatsächlich noch viel früher erreicht und womöglich schon in der Jungsteinzeit ihre Opfer gefordert. Das schließen Simon Rasmussen von der Universität Kopenhagen und sein Team aus DNA-Funden des Pesterregers Yersinia pestis aus der Steinzeit, über die sie in »Cell« berichten. Die Wissenschaftler konnten DNA-Spuren an einem 4900 Jahre alten Skelett einer Frau aus Schweden nachweisen, nachdem sie in Gendatenbanken archäologischer Funde nach Sequenzen früher Peststämme gefahndet hatten. Die Spuren stammten von einem bislang unbekannten Stamm des Erregers – er ist damit der älteste bekannte Pesterreger [...] Der Fund hat auch archäologische Konsequenzen ...
Plagte die Pest uns schon in der Steinzeit?
07.12.2018 - spektrum

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Pest des Mittelalters weniger fatal als gedacht

Beitrag von Birgitt »

Der Schwarze Tod, der zwischen 1347 und 1352 in Europa, Westasien und Nordafrika wütete, zählt zu den bekanntesten Pandemien der Geschichte. Historiker schätzen, dass die Seuche fast der Hälfte der europäischen Bevölkerung das Leben kostete und zahlreiche religiöse und politische Strukturwechsel nach sich zog. Eine neue Studie eines internationales Forschungsteam unter der Leitung der Palaeo-Science and History-Gruppe des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte zeigt nun, dass die hohe Mortalität durch die Pest nicht so weitverbreitet war, wie bislang angenommen ...

Die mittelalterliche Pestpandemie war weniger tödlich als bislang gedacht
15.02.2022 - MPG


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Pest | Der schwarze Tod kam aus Kirgisistan

Beitrag von Birgitt »

Im Jahr 1346 nahm mit dem schwarzen Tod die größte Pandemie der Menschheitsgeschichte ihren Anfang. Nun haben Forschende neue Hinweise auf ihren Ursprung entdeckt ...
Zwischen 1346 und 1353 erlebte Eurasien einen beispiellosen Pestausbruch: Bis zu 60 Prozent der Bevölkerung starben binnen Jahren an der Krankheit, die sich im Anschluss zu einer Pandemie entwickelte und bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein andauerte. Wo die Krankheit damals herkam, gibt Fachleuten bis heute Rätsel auf. Ein internationales Team um Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und Maria Spyrou von der Universität Tübingen will diese nun gelöst haben. Mit einer Mischung aus archäologischen, historischen und genetischen Analysen konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Ursprung des Ausbruchs ins Tienschan-Gebirge im heutigen Kirgisistan zurückverfolgen. Von ihren Ergebnissen berichten sie im Fachmagazin »Nature«/color]. Das Tienschan-Gebirge, genauer gesagt ein Gebiet nahe dem Yssykköl-See, ist schon länger als Herkunftsort des schwarzen Todes im Gespräch.
Der schwarze Tod kam aus Kirgisistan
15.06.2022 - Spektrum


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Pest | Auch Läuse übertrugen den schwarzen Tod

Beitrag von Birgitt »

Der Erreger der Beulenpest braucht anscheinend keine Ratten, um sich in der Bevölkerung zu verbreiten. Auch Kleiderläuse übertragen das Bakterium sehr effektiv ...
Eine überraschende Entdeckung lässt eine der verheerendsten Pandemien der Menschheitsgeschichte in neuem Licht erscheinen. Laut einem Team um David M. Bland übertragen nicht nur Flöhe den Pesterreger Yersinia pestis, sondern auch Läuse, die bisher nicht als Überträger galten. Das legt nahe, dass sich der schwarze Tod im Mittelalter nicht nur über Ratten und ihre Flöhe in der Bevölkerung ausbreitete, sondern auch über Parasiten, die das Bakterium direkt von Mensch zu Mensch tragen können. Wie die Arbeitsgruppe jetzt in der Fachzeitschrift »PLOS Biology« berichtet (doi.org/10.1371/journal.pbio.3002625), infiziert Y. pestis leicht Kleiderläuse (Pediculus humanus humanus), die den Erreger wiederum auf Blut übertragen. Demzufolge breitete sich der schwarze Tod einst vermutlich auch unabhängig von Ratten aus.
Auch Läuse übertrugen den schwarzen Tod
22.05.2024 - spektrum


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Erster mRNA-Impfstoff gegen Lungenpest

Beitrag von Birgitt »

Ein neuentwickelter Impfstoff könnte Menschen bald vor der tödlichen Lungenpest schützen – es wäre der erste Impfstoff gegen die gefährliche Seuche. Für ihr Vakzin haben Forschende um Uri Elia vom Israel Institute for Biological Research die mRNA-Technologie so abgewandelt, dass sie statt vor Viren auch vor dem Pestbakterium Yersinia pestis schützt. In ersten Tests mit Mäusen verlieh der neue mRNA-Impfstoff den Tieren einen vollständigen Schutz vor der Infektion durch drei verschiedene, aggressive Varianten der Lungenpest ...

Erster mRNA-Impfstoff gegen Lungenpest
15.07.2025 - scinexx

Novel Bivalent mRNA-LNP Vaccine for Highly Effective Protection against Pneumonic Plague
25.04.2025 - Advanced Science, doi: 10.1002/advs.202501286

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Brachte ein Vulkan den „Schwarzen Tod“?

Beitrag von Birgitt »

Ein Vulkanausbruch könnte der Auslöser der mittelalterlichen Pest-Epidemie in Europa gewesen sein – zumindest indirekt, wie neue Forschungen von Ulf Büntgen von der University of Cambridge und Martin Bauch vom Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa nahelegen. Denn diese Eruption verursachte einen Kälteeinbruch, Missernten und Hungernöte. Um den Hunger der Bevölkerung zu lindern, begannen die italienischen Seehäfen, Getreide aus der Schwarzmeerregion zu importieren. Doch mit den Schiffen kam die Pest und brachte den „Schwarzen Tod“ über Europa ...

Brachte ein Vulkan den „Schwarzen Tod“?
08.12.2025 - scinexx

Climate-driven changes in Mediterranean grain trade mitigated famine but introduced the Black Death to medieval Europe
04.12.2025 - Nature, doi: 10.1038/s43247-025-02964-0

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