Äthiopien | Überfall mit Toten am Erta Ale

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Birgitt
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Äthiopien | Überfall mit Toten am Erta Ale

Beitrag von Birgitt »

Bei einem Überfall auf eine Reisegruppe am Erta Ale in Äthiopien wurden einige Teilnehmer einer Reisegruppe getötet, andere entführt ...
Bei einem Überfall auf eine Reisegruppe im Nordosten von Äthiopien sind zwei deutsche Staatsangehörige von einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge von Unbekannten erschossen worden. Zwei weitere Bundesbürger seien entführt worden ... Der Überfall geschah dem Blatt zufolge unweit des Vulkans Erta Ale. Ein weiteres Mitglied der Reisegruppe werde vermisst. Zur Reisegruppe sollen auch zwei österreichische Staatsbürger gehört haben, deren Schicksal noch unklar sei.
Zwei Deutsche bei Überfall erschossen
17.01.2012 - RP online

Gruß
Birgitt
Birgitt
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Afar - Überfall auf Touristengruppe in der Danakil

Beitrag von Birgitt »

5 Touristen getötet, 2 Touristen schwer verletzt, 1 Tourist konnte unbeschadet entkommen.
Die Angreifer sollen aus dem benachbarten Eritrea gekommen sein.
"Five foreign tourists were killed yesterday evening and two seriously injured when armed men attacked the group in Afar region. One tourist has escaped unharmed," Ethiopian state television said, citing security officials. "The gunmen crossed the border from Eritrea," it said.
Gunmen kill tourists in northern Ethiopia
17.01.2012 - Reuters

Gruß
Birgitt
steffen
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (D, A)

Beitrag von steffen »

schrecklich!!!

und ich will/wollte in gut 2 wochen dahin aufbrechen. von harar nach djibouti und über danakil, ertale nach mekelle und wieder zurück. na mal schauen was da los ist und welche meldungen folgen.
mann mann mann was ist nur los in dieser welt?

sehr beunruhigt
steffen
Michael - Remi
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (D, A)

Beitrag von Michael - Remi »

Möglicherweise Österreicher in Äthiopien getötet

Wien (APA) - Unterschiedliche Angaben hat es am Dienstagabend zu einem Überfall auf eine Reisegruppe in Äthiopien gegeben. Laut der Tageszeitung "Österreich" wurden dabei ein 56-jähriger Oberösterreicher und ein Deutscher ermordet, nach Informationen der "Bild"-Zeitung zwei Deutsche erschossen und zwei Landsleute entführt. Das österreichische Außenministerium war moch um Aufklärung bemüht.
"Österreich" berichtete von einer neunköpfigen Reisegruppe, von der drei weitere Teilnehmer verletzt und die verbliebenden vier als Geiseln genommen wurden. Laut "Bild" (online) wurde neben den zwei Deutschen ein weiteres Mitglied der Reisegruppe entführt. Weiters meldete die Zeitung, dass auch zwei Österreicher zur Gruppe gehört hätten, deren Schicksal aber noch unklar sei.

"Unsere Botschaft in Addis Abeba wurde heute von den deutschen Kollegen beziehungsweise von den deutschen Reiseveranstaltern darüber informiert, dass eine europäische Reisegruppe im Nordosten Äthiopiens, in der Danakil-Senke im Grenzgebiet zu Eritrea, in der Nacht auf heute überfallen worden ist", sagte der Sprecher des österreichischen Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal, zur APA. Gemeinsam mit den Zuständigen im deutschen Auswärtigen Amt und den Äthiopischen Behörden sei man dabei, die Umstände des Überfalls zu verifizieren.

Die Mehrzahl der Touristen soll über einen deutschen Reiseveranstalter gebucht haben. Über die Angreifer lagen dem Ministerium vorerst keine Informationen vor. Jedenfalls komme es in diesem Gebiet immer wieder zu Übergriffen auf Touristen, "daher besteht auch seit sieben Jahren eine aufrechte Reisewarnung", sagte Launsky-Tieffenthal und verwies auf die Homepage des Außenministeriums. Dort wird vor einem erhöhten Risiko von Terroranschlägen in Äthiopien gewarnt.
Quelle: http://www.apa.at
Gruß vom
Remi
***********
http://remi.at
Walter
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Walter »

Hi all,

sollte die Frage nach "Al-Kaida" oder ähnliche neuzeitliche Organsationen auftreten:
Ich las vor etwa 15 Jahren ein Buch von Jürgen Nehberg über eine Reise in den 70ern in die Danakil-Wüste.
Demzufolge scheint "Überfall mit Todesfolge" in die lokale Sozial-Kultur zu passen.

Gruß
Walter
Birgitt
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Äthiopien - Überfall am Erta Ale oder am Dallol?

Beitrag von Birgitt »

Es scheint noch nicht ganz klar, ob der Überfall nun am Erta Ale oder am Dallol stattgefunden hat ...
We are hoping to find out more details about the attack, including the exact location and circumstances. Bild Zeitung and most other news articles who refer to it, say "near Erta Ale", but this seems unlikely to us. It is probably the area around Dallol volcano, which is only 10 km from Eritrea on open flat surface and has been the site of previous attacks, most notably the 2007 abduction of UK diplomats (which ended with their release unharmed after 2 weeks of negotiations). Even Bild and Spiegel seem not to know where Erta Ale is, as they show pictures from Dallol, and the great salt lake about 100 km to the north labeling it Erta Ale.
Deadly attack on tourists in the Danakil desert (NE Ethiopia) near Erta Ale? or Dallol? kills 5
18.01.2012 - volcano discovery

Gruß
Birgitt
ag_adrar
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von ag_adrar »

Ciao Birgitt,
News are so spotted that it's hard to understand now what really happened in Danakil Depression...

My experience there, 2 years ago was:
before arriving in Dallol area we were forced to rent 2 local guides at the village before (plus our police man from Makalle where we started)
than, in Dallol village we were forced to go in the depression with more 12 armed military.
before we got out of car, they explored the area and the captain fix each of they on the hills to protect us from bandits etc.
The only area where we climb with only 2 afar militia plus our police man whas Erta Ale.

So, that's was my personal experience but, I'm sure this is the "normal & regular" way to go there according with local rules...

BTW, I'm astonished of this new bad news....

Ciao
gianluigi
Walter
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Unklarheiten

Beitrag von Walter »

aus: http://www.orf.at/#/stories/2100175/
Fünf Touristen sind gestern in Äthiopien bei einem Überfall von Banditen getötet, zwei weitere verletzt worden. Das bestätigte heute Früh die äthiopische Regierung. Gestern Abend hatte die Tageszeitung „Österreich“ berichtet, ein Linzer Fotograf sei unter den Toten. Die äthiopische Regierung spricht nun allerdings von einem betroffenen Australier, nennt aber keinen Österreicher als Opfer. Ob es sich um eine Verwechslung der Nationalitäten handelt, ist noch ungewiss.
Jakob96
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Jakob96 »

Hallo,
vor genau einem Jahr habe ich mit dem teilweise genannten Reiseveranstalter die Danakil, Dallol und den Erta Ale besucht.
Vor Einfahrt in die Danakil mussten wir uns bei den Afar anmelden, unsere Gebühr entrichten, zwei Bewaffnete begleiteten uns von da an. Mein Eindruck war eher, sie dienen als sichtbares Zeichen, dass wir die Gebühr bezahlt hatten. Irgendwelche für mich erkennbaren Aktionen wurden von ihnen nicht unternommen, der Kontakt zu ihnen war sehr! distanziert. Beim Besuch der Salzminen und des Dallol-Schwefelsees begleiteten uns noch zwei Militärs. In den Meldungen wird über eine Entführung aus dem Jahr 2008 berichtet. Auf mein Nachfragen wurde mir erzählt, diese Gruppe war ohne Afar-Begleitung, entsprechend ohne Bezahlung, in dem Gebiet unterwegs. Die Afar sind nach meiner Beobachtung sehr präsent und sehr bewaffnet. Wie so etwas ohne ihr Wissen passieren kann, ist mir ein Rätsel. Gerade, wie oben beschrieben, am Erta Ale.
Meine Gedanken sind bei den Leuten vor Ort und den Angehörigen.
Gruß
Jakob
Birgitt
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Überfall in Äthiopien - Stellungnahme des Veranstalters

Beitrag von Birgitt »

Diamir hat auf seiner Website zwischenzeitlich eine offizielle Stellungnahme, in der es u.a. heißt:
Für DIAMIR Erlebnisreisen hat die Sicherheit der DIAMIR-Gäste stets absoluten Vorrang. DIAMIR hat die betreffende Reise nach Äthiopien seit 2006 im Programm und mehrmals pro Jahr durchgeführt. Bis zum gegenwärtigen Zwischenfall hatte DIAMIR keinerlei Hinweise darauf, dass die Sicherheit der Gäste in der Region in Frage stehen könnte. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls bestand weder für Äthiopien noch für Teile des Landes eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland.
Zwischenfall in Äthiopien - Offizielle Stellungnahme von DIAMIR Erlebnisreisen
18.01.2012 - Diamir


Die Medien, u.a. auch n-tv, schreiben heute:
Seit Jahren gibt es für den Nordosten Äthiopiens eine Reisewarnung. Eine deutsch-österreichische Reisegruppe ignoriert diese offenbar, als sie dort unterwegs ist.
Deutsche in Äthiopien getötet - BKA entsendet Mitarbeiter
18.01.2012 - n-tv


Die zum Tatzeitpunkt aktuellen und bisher noch nicht überarbeiteten :arrow: Reise-/Sicherheitshinweise des AA für Äthiopien (keine Reisewarnung!) mit Stand 22.11.2011 lauten im Absatz "Landesspezifische Sicherheitshinweise" wie folgt:
... Im Grundsatz kann davon ausgegangen werden, dass - abgesehen von unvorhersehbaren terroristischen Bedrohungen - die öffentliche Sicherheit in den großen Städten, den wichtigen touristischen Sehenswürdigkeiten und auf den Hauptverkehrsstraßen durch die äthiopischen Sicherheitskräfte gewährleistet wird. Touristisch organisierte Besuche verlaufen im Allgemeinen problemlos ...

... Von einer erhöhten Risikolage ist auszugehen:
Bei Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea und in die Danakilsenke in Nord-Afar: Trotz einer Zeit relativer Ruhe können Überfälle durch Banditen und örtliche Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Dort muss auch mit neu verlegten Landminen gerechnet werden. Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Es wird abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren. Bei unbedingt erforderlichen Fahrten sollte dies den örtlichen Behörden mitgeteilt und um entsprechende Schutzmaßnahmen gebeten werden. Die Grenzübergänge zwischen Äthiopien und Eritrea sind geschlossen.
Reise-/Sicherheitshinweis Äthiopien 22.11.2011


Gruß
Birgitt
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Danakil - Einschätzung der Sicherheitslage

Beitrag von Birgitt »

... Diamir. Trotz mehrerer Anfragen der SZ wollte sich das Unternehmen nicht zu den Umständen dieser Reise äußern und teilt auf seiner Website lediglich mit, dass man alle Trips in die Region abgesagt habe. Die betreffende Reise stehe seit 2006 im Programm und werde mehrmals pro Jahr durchgeführt. Weiter heißt es: "Bis zum gegenwärtigen Zwischenfall hatte Diamir keinerlei Hinweise darauf, dass die Sicherheit der Gäste in der Region in Frage stehen könnte." Eine Einschätzung, die Gerhard Wiesenbauer, 49, teilt. Der Österreicher ist vor einer Woche zurückgekehrt und sagt, dass es dort in den vergangenen fünf Jahren keine Probleme gegeben habe. Er ist Reiseleiter im Summit-Club des Deutschen Alpenvereins (DAV), der die klassischen Ziele mit Trekkingtouren verbindet. Reisen in die Afar-Region sind allerdings nicht im offiziellen DAV-Katalog zu finden. Das sind "Sonderreisen", die über einen persönlichen Kontakt zum Reiseleiter ablaufen und dann über örtliche Agenturen abgewickelt werden.
Mit Soldaten durch die Wüste
18.01.2012 - Süddeutsche

Gruß
Birgitt
steffen
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von steffen »

Die Artikel der SZ zum Thema strotzen zur Zeit von Halb- und Unwissen. Der Unterschied zwischen Sicherheitshinweis und Reisewarnung wird gern mal durch den Journalisten ignoriert und auch vieles andere ist weit von journalistischer Professionalität entfernt.

Ich habe vor wenigen Minuten eine Email eines befreundeten Professors aus Mekelle bekommen und er hat meine anderswo schon geäußerte Vermutung ziemlich klar bestätigt. Aus den ihm vor Ort vorliegenden Informationen war es so, dass sich eine der dort im Gebiet reisenden Gruppen (es war nicht nur die Diamir-Gruppe im Gebiet) sich nicht von lokalen Afar begleiten liessen.
Diamirs Touroperator vor Ort organisiert das bisher immer vorbildlich, wie ich es selber bei einer Tour in Westäthiopien an der Grenze zum Sudan und Südsudan im Oktober erleben durfte.
Die Afar betreiben Entführung nicht als Business, sondern als sehr seltenes Druckmittel für Verhandlungen mit Staat und Ressourcenverteilung. Dabei passiert normalerweise nichts (wie die Fälle von 2007/8 gezeigt haben, welche genau so gelagert waren). Aber in diesem Fall scheint sich die Gruppe bzw. die Gruppen im Camp gewehrt zu haben und es ist eskaliert.
Deswegen (Zitat) "so heisst es - nicht sicher; aber nach einem Terroranschlag sieht es definitiv nicht aus".

Das hilft den Opfern jetzt leider auch nicht weiter, aber es zeigt auch wieder einmal, dass einige Leute eigentlich lieber erst einmal eine Reiseberechtigungsprüfung machen sollten, in welcher man nachweist, dass man den notwendigen Respekt, Weitsicht und Freundlichkeit mitbringt.

Meine Reise ist gecanceled. In der momentanen Situation leider sicherlich die beste Maßnahme.
Kuno
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Kuno »

steffen hat geschrieben:Das hilft den Opfern jetzt leider auch nicht weiter, aber es zeigt auch wieder einmal, dass einige Leute eigentlich lieber erst einmal eine Reiseberechtigungsprüfung machen sollten, in welcher man nachweist, dass man den notwendigen Respekt, Weitsicht und Freundlichkeit mitbringt.
Verstehe ich das jetzt richtig: Die Touristen wurden erschossen und entfuehrt, weil sie zuwenig Respekt zeigten, keine Weitsicht und Freundlichkeit mitbrachten :?:
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