am ersten tag war so ne art kamelparade durchs festivalgelände. nette idee, wenn nicht dauernd toyotas grundlos durch die gegend gefahren währen und so die reite und die atmosphäre gestört hätten.
ich lad heut abend nach der arbeit noch n paar bessere hoch....
keine Sorge, vor Kritik drücke ich mich nicht, habe den Sonntag aber anderweitig genutzt.
Ich habe nur (diagonal) gelesen, dass ihr eigentlich in die Gegend von Agadez und nicht nach TOM wolltet. Ich wäre vielleicht zum Festival via Oualata gefahren, wenn
1. das weit draußen, wie die Jahre zuvor, stattgefunden hätte,
2. der Eintrittspreis erheblich geringer gewesen wäre und
3. viele "Innocents" zu erwarten gewesen wären, damit sich das "einheimische Gewusel" gerechter verteilt.
So habe ich lieber eine ruhige Schleife Nara, Segou, BKO gedreht.
Deine Vorurteile lese ich z.B. aus diesem Satz:
"Mit diesen eindrücken freuten wir uns aufs festival au desert, das wenige Tage nach unserer Ankunft in Timbuktu beginnen sollte. Von nun an folgte leider eine Ernüchterung auf die andere."
Das ist zwar ein positives bzw. "blauäugiges" Vorurteil gewesen, aber immerhin eins.
Deshalb ist ja eben das Reisen tödlich für so was, wenn auch in Eurem Fall negativ besetzt.
Ich bin nur einmal in (West-)Afrika handgreiflich geworden: Vor 10 Jahren in Mopti, als ca. 20 "guides etc." mich 2 Stunden nicht in Ruhe durch die Stadt laufen lassen wollten. Dem Aufdringlichsten habe ich dann einfach eine die Fresse gehauen - danach war Ruhe.
also ich weiss nicht ob ich den Literarischen Kniff: "Mit diesen eindrücken freuten wir uns aufs festival au desert, das wenige Tage nach unserer Ankunft in Timbuktu beginnen sollte. Von nun an folgte leider eine Ernüchterung auf die andere." gleich als vorurteil identifizieren würde. klingt ziemlich weit hergeholt.
die schleife über oualata ist sehr schön aber da trauen sich auch nurnoch die wenigsten hin. der eintrittspreis wird warscheinlhc auch eher noch steigen und ich bezweifle das das festvial so schnell weg von timbuktu verlegt wird. is einfach viel einfacher und lukrativer da zu bleiben und nicht in die wüste zu gehen.
im letzten photo kannst du übrigens gut sehen wie ungeniert die locals mit ihren autos durch das festival kurven.
auf jeden fall mach mich nicht blöd an was für frechheiten ich mir erlaube wenn du keine ahnung von der location hast.
einem einheimischen auf die fresse zu hauen is sowieso ein armutszeugniss.
egal wie böse aufdringlich der guide war.
hätt übrigens auch ziemlich dumm ausgehen können.
und warum haust du jetzt diese rambo-geschichte raus? hat mit dem thema iwie wenig zu tun.
sandnase hat geschrieben:nanu? hat es ferdi und peterM die sprache verschlagen???
Vielleicht ist der schlagstarke @ferdi jetzt jemandem begegnet, der seine "Erziehungsmethoden" bei ihm anwendete - mit der Faust im Gesicht redet es sich nicht so gut! :D
Unterwegs mit physischer Gewalt gegen einen Einheimischen vorzugehen - ohne selbst angegriffen zu sein - zeugt von ausgepraegter Dummheit. (Im geschilderten Fall war es wahrscheinlich dazu noch ein Kind/Jugendlicher.)
Es geht dabei nicht "nur" um die Schlagwirkung, sondern auch um die damit verbundene Demuetigung des Geschlagenen, die in arabischen Laendern sehr unerwartete Folgen fuer den "Weissen" haben kann! (Hinter jedem abendlaendischen Touri steht in dieser Situation immer auch der fruehere Kolonisator.)
Wer schon bei aufdringlichen "Guides" so die Nerven verliert, dem kann man nur wuenschen, dort nie in wirklich schwierige Situationen zu kommen!
Gruselige Gestalt mit dem FR auf dem Nummernschild!
Immer dem Motto folgend: "Ich weiss alles besser - ich kann alles besser"
Jegliche Toleranz gegenüber der persönlichen Befindlichkeit nicht nur eines Forenteilnehmers, nein, auch gegenüber Menschen von bereisten Ländern bleibt so auf der Strecke - wird jedoch selbstherrlich verkauft.
Das Wertvollste bleibt auf Reisen die Kontaktvermeidung mit solchen Personen.
Eigentlich lese ich gerne bei Diskussionen mit. An solchen Punkten überkommt mich jedoch das grosse Kotzen - sagt euch einer, der auch das FR auf dem Nummernschild hat.
einer der sich anfangs erregt das die afrikaner auf festivals die gleichen regeln haben wie die festivals hier,das die ticketpreise frecher weise "nur" die hälfte weniger kosten als hier
und der andere haut den leuten auf die fresse wenn sie nerven...
ihr solltet mal zusammen los.wäre bestimmt ne fruchtbare beziehung....
wie bitte? die ticketpreise kosten nur die hälfte von denen hier??????????
ich war schon auf verdammt vielen deutschen/mitteleuropäischen festivals, und die meisten waren nichtmal halb so teuer wie das festival au desert!!!!!!!!!!!!!!
ausserdem gelten daheim grundlegend andere regeln! alle gäste zahlen gleich viel, egal welcher hautfarbe und herkunft sie sind!!!!
das nebenbei um ein vielfaches mehr geboten wurde muss ich glaube ich nichtmal erwähnen.
Und die sogenannten afrika-festival wie zb. das in würzburg und in oettingen kosten so um die 5-10 euro am tag!!!!
auf was für festivals gehst du bitte? das wiener-opernball "festival"????
sorry, die vielen ausrufezeichen und fragezeichen waren vllt. etwas furchteinflössend, war nicht so böse gemeint.
in vivo bin ich ganz nett und zahm, ich schaff es nur nicht das auch in den cyberspace zu übertragen.
mag nich jedermanns musik sein aber meine schon.
und konzerte wie red hot chili peppers zu 125.- das ticket hab ich mir nicht gegönnt weil zu zweit und parken, bißchen was trinken und essen wären für den abend auch 300 flocken wech gewesen...und das nur eine band kein festival.
kann man machen muß man aber nicht und 130.- fürs festival in mali weiß man ja vorher und ich würde mir das ganz ehrlich auch nicht antun.
und campen eben darf man meines erachtens auf keinem festival gelände.
dafür gibts immer extra ausgewiesene campgrounds...wobei mich das campen abseits in den dünen nun auch nicht grad abschrecken würde dieserhalb fahr ich ja grad darunter...
das die "ausländer" das festival in mali für die einheimischen quasi finanzieren finde ich wirklich ok.
130.- dürften für den durchschnittlichen reisenden in etwa 10.- des einheimischen entsprechen....
ich hab 10 jahre n kleines punk festival mit gemacht und weiß darum das alle gerne direkt an der bühne campen wollen und für punx sind 25.- für 3 tage schon ne schweinerei und was man sich da anhören muß an der kasse nervt dann auch irgendwie...
und da war es auch so die nicht einheimischen haben den bewohnern das festival finanziert....sonst hätts das gar nicht gegeben!
diese kritikpunkte fand ich dementsprechen nulpe.
die händler geschichte kann ich nachvollziehen und würde mich auf die palme bringen.wenn ich 130.- zahle will ich nicht permanent mit verkaufsgesprächen belästigt werden!
trotzdem egal wie nervig , kann man nicht die faust raus holen!!!(das geht jetzt gegen ferdi!!nicht das da mißverständisse entstehen!)
ich finde das ist unter aller würde und auf einer ebene mit gestalten die ich nicht mal erwähnen möchte!!!
und da sind dann auch mal ne portion ausrufezeichen nötig!
jetzt geht diese twainsche Diskussion Dank Dir in die richtigere Richtung.
Von indianisch angehauchten Schreibtischtätern "Unterwegs mit physischer Gewalt gegen einen Einheimischen vorzugehen - ohne selbst angegriffen zu sein - zeugt von ausgepraegter Dummheit. Im geschilderten Fall war es wahrscheinlich dazu noch ein Kind/Jugendlicher." und lokal betroffene Moralisten - ich kratz mich da, wo es den Anderen juckt - "Gruselige Gestalt mit dem FR auf dem Nummernschild!" absehend:
Tatsächlich, ich würde es in jener Situation, der vor 12 Jahren, bei meinem ersten Aufenthalt in Westafrika, ohne eigenes Fahrzeug, verkauft in Nouackchott, wieder gleich machen, ich lasse mir nicht alles bieten, ob von schwarzen, gelben oder roten Gestalten:
Nach nunmehr dutzenden Aufenthalten dort, weiß ich, wo ich wann nicht hingehe: Zu Festivals, die nur der Ein- bzw. Ausnahme von Auswärtigen dienen, wie z.B. dieses Festivals seit ein paar Jahren; an Orte die ehemals touristisch waren, jetzt darniederliegen (Dogon, Djenne).
Die Faust musste ich seither nicht mehr auspacken - aber die kurzzeitige Reumut wurde vom spürbaren Erfolg übertönt - damals.
ferdi hat geschrieben:
Von indianisch angehauchten Schreibtischtätern...
Tatsächlich, ich würde es in jener Situation, der vor 12 Jahren, bei meinem ersten Aufenthalt in Westafrika, ohne eigenes Fahrzeug, verkauft in Nouackchott, wieder gleich machen, ich lasse mir nicht alles bieten, ob von schwarzen, gelben oder roten Gestalten:
Die Faust musste ich seither nicht mehr auspacken - aber die kurzzeitige Reumut wurde vom spürbaren Erfolg übertönt - damals.
Hasta la victoria - siempre!
Ferdi
Schoen, wieder mal einem der selbsternannten "Kraftmenschen" zu begegnen. Vielleicht gehoerst aber auch Du nur zu denen, die noch nie wirklich mit den vielfarbigen anderen "Gestalten" (die sich auch nicht immer alles bieten lassen) - und z.B. auch der Faust eines "Schreibtischtaeters" - Bekanntschaft machen durften!
Der Commandante kann sich ja gegen Missbrauch durch buergerliche Aufschneider nicht mehr wehren. Er hatte jedenfalls auch eine "Faust" und konnte sich trotzdem sogar schriftlich verstaendlich machen! Dass beides zusammen sehr wirksam ist, uebersteigt offenbar Deinen Horizont!
indianisch angehauchte schreibtischtäter??? gelbe rote schwarze gestalten???? hasta la victoria siempre?? wovon faselst du?
ich werde diese aussagen jetzt gekonnt ignorieren, wird einfach zu peinlich.
roskilde? überleg mal das sind um die 170 bands und es ist in dänemark, einem der teuerten europ. ländern. daher kommt der preis.
is ja wohl echt nicht mit nem fest am südrand der sahara zu vergleichen
am festival du desert spielen insgesamt keine 30 bands, und es ist in mali... ein land das nicht unbedingt durch hohe lebenshaltenskosten bekannt ist. darin sehe ich eine gewisse "diskrepanz".
und die ganzen afrika und weltmusik-festivals kosten NIE über 50 euro.
festivals wie fullforce, taubertal, partysan kosten nach wie vor zwischen 70 und 100 eu. und da darf man einfach auf dem gelände schlafen, die stellen sogar klos und waschgelegenheiten.
nochmal zur klärunge: am festival du desert darf man auch nicht vor oder in grober umgebung sc hlafen!!! auf dem gelände selbst darf man für 50 eu nächtigen! halt hinter der düne neben der bühne. und wer das nicht macht der wird genötigt in eine der noch teuereren unterkünfte in timbuktu zu gehen.
fazit: festivalkosten 130 eu ticket 15 eu "solidaritäts"zuschlag 50 eu in einem zelt auf dem gelände schlafen: knapp 200 eu ohne verpflegung... wenn ichs mir so überleg sollt ich sogar mal aufs roskilde fahren, das preis leistungs verhältnis is eig. ja geil!!!!
bei 170 bands weisst auch wofür du zahlst. in mali stecken das wieder nur n paar fette korrupte schweine ein und den rest verdienen die weissen die da arbeiten.
vor dem festival hab ich es auch für fair gefunden das die einheimischen weniger zahlen. aber sie zahlen ja NICHTS!
das die touristen das festival finanzieren hat eine fatale signalwirkung für die leute da unten!!!!
für die ist es ganz selbstverständlich das wir den preis zahlen, der in ihren augen ein vermögen, ja eine existenzgrundlage darstellt! wieder verbreiten wir trugbilder vom unglaublich reichen europa wo es geld regnet.
wieder zeigen wir den afrikanern, das sie nichts tun müssen. das sie nur warten müssen bis die reichen touris/hilfsorganisationen kommen und die dann alles regeln.
wieder entbinden wir sie von ihrer verantwortung.
grad in mali ist diese forschrittsfeindliche einstellung ja sehr verbreitet, und dieses festival wird auch immer mehr dazu beitragen.