ML / Tuareg-Rebellion 2012
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Wolfgang16
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Hier eine Sendung von France24 in Englisch, die das Geschehen zusammenfaßt, mit anschließender Diskussion in 2 Teilen (dauert insgesamt eine halbe Stunde):
Crisis in Mali: Could the Sahara become a haven for al Qaeda?
Teilnehmer der Diskussion:
Jeremy KEENAN, Professor of African studies at SOAS, University of London;
Akli SH'KKA, Imuhagh International Youth Organization for Justice and Equality;
Thomas DEMPSEY, Chair of Security Studies, Africa Center for Strategic Studies;
Vincent FLOREANI, Deputy Spokesperson, French Ministry of Foreign Affairs;
Cyril VANIER, France 24 senior correspondent.
Crisis in Mali: Could the Sahara become a haven for al Qaeda?
Teilnehmer der Diskussion:
Jeremy KEENAN, Professor of African studies at SOAS, University of London;
Akli SH'KKA, Imuhagh International Youth Organization for Justice and Equality;
Thomas DEMPSEY, Chair of Security Studies, Africa Center for Strategic Studies;
Vincent FLOREANI, Deputy Spokesperson, French Ministry of Foreign Affairs;
Cyril VANIER, France 24 senior correspondent.
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Götz Krieger
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Tuareg rufen eigenen Staat Azawad aus
"Wir erklären feierlich die Unabhängigkeit von Azawad": Tuareg-Rebellen haben im Norden von Mali einen eigenen Staat ausgerufen. International wächst nun die Angst vor einem unkontrollierbaren Scharia-Staat, Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe.
"Wir erklären feierlich die Unabhängigkeit von Azawad, die von heute an gilt", verkündet Mossa Ag Attaher, Sprecher der Nationalen Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA), im Fernsehen. Auch in einer im Internet verbreiteten Erklärung geben die Tuareg-Rebellen die Unabhängigkeit von Azawad bekannt. International wächst nun die Angst vor einem neuen Problemstaat, Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe...
http://www.sueddeutsche.de/politik/aufs ... -1.1327191
Gruß
Götz
"Wir erklären feierlich die Unabhängigkeit von Azawad": Tuareg-Rebellen haben im Norden von Mali einen eigenen Staat ausgerufen. International wächst nun die Angst vor einem unkontrollierbaren Scharia-Staat, Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe.
"Wir erklären feierlich die Unabhängigkeit von Azawad, die von heute an gilt", verkündet Mossa Ag Attaher, Sprecher der Nationalen Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA), im Fernsehen. Auch in einer im Internet verbreiteten Erklärung geben die Tuareg-Rebellen die Unabhängigkeit von Azawad bekannt. International wächst nun die Angst vor einem neuen Problemstaat, Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe...
http://www.sueddeutsche.de/politik/aufs ... -1.1327191
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Götz
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Alexander
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Kaum rufen die Tuareg einen eigenen Staat Azawad aus, bekomme ich diese Email:Götz Krieger hat geschrieben:Tuareg rufen eigenen Staat Azawad aus
Sharia? Soll das bedeuten, der Tourist kann zusehen, wie ein neuer Staat entsteht mit der Sahria als Rechtsgrundlage?SALAM ALAYKUM
WOHNE SCHON DREI JAHRE HIER UND BIETE GEFUEHRTE REISEN INS AZAWAD AN // TEILNAHME AN EINEM STAAT IM ENTSTEHEN // EINFUEHRUNG IN DAS GESETZ DER WUESTE // SHARIA
Name von mir entfernt
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Centre de recherche initiatique
CANSADO
Mauritania
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Und auch diese Meldung ist interessant - bin gespannt, wie sich Algerien verhalten wird:
"Wie unsicher die Lage ist, zeigte auch die Entführung des algerischen Konsuls und sechs seiner Mitarbeiter in der nordmalischen Stadt Gao. Sie seien von bewaffneten Männern gezwungen worden, das Konsulat zu verlassen und an einen nicht bekannten Ort gebracht worden, sagte der algerische Aussenminister Mourad Medelci. Die Regierung bemühe sich um ihre Freilassung.
Algerische Medien hatten zuvor berichtet, das Konsulat werde von Islamisten angegriffen. Hintergrund ist, dass mit den Tuareg-Rebellen in Mali auch Islamisten gekämpft haben, darunter die Islamistengruppe Ansar Dine. Wie die Machtverhältnisse und wie die Beziehungen untereinander sind, ist derzeit unklar."
Von hier:
http://www.20min.ch/ausland/news/story/ ... t-19596845
Vielleicht so:
Algerien riegelt die Grenzen ab. Oder schliesst sie mindestens. Die Grenze wird von Satelliten und Drohnen ueberwacht, wleche eine befreundete Operation betreibt. Ein unbewilligter Uebertritt wird als feindlicher Akt angesehen und die Angreifer werden eliminiert.
Algerier in der Grenzregion werden zu ihrem eigenen Schutz in bewachten Camps untergebracht.
Malis Nachbarlaender koennen nicht anders, als in einer gemeinsamen militaerischen Aktion die Verfassungsmaessig gewaehlte Regierung untrstuetzen um in Mali die richtige Ordnung wiederherzustellen.
Damit nicht alles gleich von Anfang an zuchaotisch verlaeuft, wird sich Frankreich bereiterklaeren, diese Aktion logistisch zu unterstuetzen. Was auch bedeuten kann, dass man Afrikanische Kampftruppen an die strategisch bedeutenden Orte bringt.
"Humanitaere Korridore" muss man natuerlich auch einrichten.
Malta und Italien werden praeventiv Geld von der EU einfordern, damit man sich auf die zu erwartenden Fluechtlingsstroeme vorbereiten kann.
In der Schweiz wird die SVP davor warnen, dass die Italiener wie ueblich wieder jeden durchreisen lassen.
Bei Ebay steigen die Preise fuer echte "Kreuz des Suedens" und in Deutschland wird sich eine Gruppierung finden lassen, die gegen das imperialistisch motivierte Eingreifen Frankreichs in der Ex-Kolonie demonstriert. Dabei werden 7 Muellcontainer und ein neuer Siebner-BMW angezuendet und 18 Schaufensterscheiben gehen zu Bruch (bzw. werden eingeschlagen). Die Ladenbesitzer waren eh Imperialisten.
"Wie unsicher die Lage ist, zeigte auch die Entführung des algerischen Konsuls und sechs seiner Mitarbeiter in der nordmalischen Stadt Gao. Sie seien von bewaffneten Männern gezwungen worden, das Konsulat zu verlassen und an einen nicht bekannten Ort gebracht worden, sagte der algerische Aussenminister Mourad Medelci. Die Regierung bemühe sich um ihre Freilassung.
Algerische Medien hatten zuvor berichtet, das Konsulat werde von Islamisten angegriffen. Hintergrund ist, dass mit den Tuareg-Rebellen in Mali auch Islamisten gekämpft haben, darunter die Islamistengruppe Ansar Dine. Wie die Machtverhältnisse und wie die Beziehungen untereinander sind, ist derzeit unklar."
Von hier:
http://www.20min.ch/ausland/news/story/ ... t-19596845
Vielleicht so:
Algerien riegelt die Grenzen ab. Oder schliesst sie mindestens. Die Grenze wird von Satelliten und Drohnen ueberwacht, wleche eine befreundete Operation betreibt. Ein unbewilligter Uebertritt wird als feindlicher Akt angesehen und die Angreifer werden eliminiert.
Algerier in der Grenzregion werden zu ihrem eigenen Schutz in bewachten Camps untergebracht.
Malis Nachbarlaender koennen nicht anders, als in einer gemeinsamen militaerischen Aktion die Verfassungsmaessig gewaehlte Regierung untrstuetzen um in Mali die richtige Ordnung wiederherzustellen.
Damit nicht alles gleich von Anfang an zuchaotisch verlaeuft, wird sich Frankreich bereiterklaeren, diese Aktion logistisch zu unterstuetzen. Was auch bedeuten kann, dass man Afrikanische Kampftruppen an die strategisch bedeutenden Orte bringt.
"Humanitaere Korridore" muss man natuerlich auch einrichten.
Malta und Italien werden praeventiv Geld von der EU einfordern, damit man sich auf die zu erwartenden Fluechtlingsstroeme vorbereiten kann.
In der Schweiz wird die SVP davor warnen, dass die Italiener wie ueblich wieder jeden durchreisen lassen.
Bei Ebay steigen die Preise fuer echte "Kreuz des Suedens" und in Deutschland wird sich eine Gruppierung finden lassen, die gegen das imperialistisch motivierte Eingreifen Frankreichs in der Ex-Kolonie demonstriert. Dabei werden 7 Muellcontainer und ein neuer Siebner-BMW angezuendet und 18 Schaufensterscheiben gehen zu Bruch (bzw. werden eingeschlagen). Die Ladenbesitzer waren eh Imperialisten.
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Götz Krieger
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Der Westen ignoriert den neuen Tuareg-Staat
Das Militär putschte, jetzt droht die Spaltung des Landes: Die Tuareg-Rebellen haben im Norden Malis ihren eigenen Staat ausgerufen. Doch das Ausland lehnt eine internationale Anerkennung von "Azawad" einmütig ab. Der Westen fürchtet, dort könnten Islamisten die Macht übernehmen.
Addis Abeba/Bamako/Berlin - Die Afrikanische und Europäische Union sind sich einig: Sie wollen den am Freitag von den Tuareg-Rebellen ausgerufenen eigenen Staat Azawad - "das Land der Nomaden" - in Mali nicht anerkennen. Nach der Einnahme mehrerer strategisch wichtiger Städte hatten die Tuareg am Freitag die Unabhängigkeit des Nordens vom Rest des Landes proklamiert....
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 17,00.html
Gruß
Götz
Das Militär putschte, jetzt droht die Spaltung des Landes: Die Tuareg-Rebellen haben im Norden Malis ihren eigenen Staat ausgerufen. Doch das Ausland lehnt eine internationale Anerkennung von "Azawad" einmütig ab. Der Westen fürchtet, dort könnten Islamisten die Macht übernehmen.
Addis Abeba/Bamako/Berlin - Die Afrikanische und Europäische Union sind sich einig: Sie wollen den am Freitag von den Tuareg-Rebellen ausgerufenen eigenen Staat Azawad - "das Land der Nomaden" - in Mali nicht anerkennen. Nach der Einnahme mehrerer strategisch wichtiger Städte hatten die Tuareg am Freitag die Unabhängigkeit des Nordens vom Rest des Landes proklamiert....
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 17,00.html
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Grad im Heute auf ZDF: Ein Sprecher der Tuareg in Mali hat erklaert, dass sie nun daran gehen moechten, in ihrem neuen Staat die Terroristen und die Kriminellen auszumerzen.
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Götz Krieger
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Ansar ad-Din will gegen die Unabhängigkeit und für den Islam kämpfen.
Mali : Ansar Dine affirme mener une lutte pour l'islam à Tombouctou
Le groupe islamiste Ansar Dine, qui a pris le contrôle de la ville de Tombouctou dans le nord du Mali, affirme mener une guerre "contre l'indépendance" et "pour l'Islam" et la pratique de la charia, s'opposant à la fois au régime de Bamako et aux indépendantistes touareg.
http://www.ani.mr/?menuLink=9bf31c7ff06 ... News=17706
Gruß
Götz
Mali : Ansar Dine affirme mener une lutte pour l'islam à Tombouctou
Le groupe islamiste Ansar Dine, qui a pris le contrôle de la ville de Tombouctou dans le nord du Mali, affirme mener une guerre "contre l'indépendance" et "pour l'Islam" et la pratique de la charia, s'opposant à la fois au régime de Bamako et aux indépendantistes touareg.
http://www.ani.mr/?menuLink=9bf31c7ff06 ... News=17706
Gruß
Götz
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Kuno
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Es wird immer verworrener - da haben die Tuareg wohl dem falschen Reiter in den Sattel geholfen...
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
...ganz interessant auch dieser Blog einer Hotelbesitzerin in Djenné:
http://www.djennedjenno.blogspot.de/
Zeigt die Problematik und den zeitnahen Ablauf der Dinge vor Ort ausführlich und umfangreich.
http://www.djennedjenno.blogspot.de/
Zeigt die Problematik und den zeitnahen Ablauf der Dinge vor Ort ausführlich und umfangreich.
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Hallo Kuno
Das wäre alles nicht möglich, hätte man nicht den Tuareg, mit dem Eingreifen in Libyen, in den Sattel geholfen.
Es hätte in Mali keinen Tuaregaufstand und keinen Militärputsch gegeben.
Jetzt wo die Sch..e am dampfen ist, jetzt will man einen Tuaregstaat nicht anerkennen.
Die Ersten aus der westlichen Welt werden wieder die Franzosen sein, die dort unten die Kriegstrommel rühren.
Die Tuareg alleine werden nicht damit zurecht kommen und dann zwangsläufig die Extemisten, Al Quaida mit an Bord nehmen.
So wird sich der Terror, Entführungen usw immer weiter ausweiten.
In meinen Augen gibt es nur die Lösung, vom Westen, einen Tuaregstaat anerkennen und diese in den Kampf gegen die Al Quaida mit einbeziehen und hoffen dass die Tuareg mitspielen, oder hat jemand eine andere Idee?
Gruss Turi
Es wird immer verworrener - da haben die Tuareg wohl dem falschen Reiter in den Sattel geholfen
Das wäre alles nicht möglich, hätte man nicht den Tuareg, mit dem Eingreifen in Libyen, in den Sattel geholfen.
Es hätte in Mali keinen Tuaregaufstand und keinen Militärputsch gegeben.
Jetzt wo die Sch..e am dampfen ist, jetzt will man einen Tuaregstaat nicht anerkennen.
Die Ersten aus der westlichen Welt werden wieder die Franzosen sein, die dort unten die Kriegstrommel rühren.
Die Tuareg alleine werden nicht damit zurecht kommen und dann zwangsläufig die Extemisten, Al Quaida mit an Bord nehmen.
So wird sich der Terror, Entführungen usw immer weiter ausweiten.
In meinen Augen gibt es nur die Lösung, vom Westen, einen Tuaregstaat anerkennen und diese in den Kampf gegen die Al Quaida mit einbeziehen und hoffen dass die Tuareg mitspielen, oder hat jemand eine andere Idee?
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
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Michael Escher
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- Registriert: Mi 29. Mär 2006, 16:40
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Hallo zusammen,
ich denke auch, dass die Lösung so sein müsste, wie es Turi schreibt. Die Tuareg sind schlicht und einfach der Schlüssel zu dieser Region und ohne sie kriegt man AQMI etc. nicht weg dort. MNLA signalisiert in ihren Communiqués klar, dass sie die Verantwortung für ihren Staat übernehmen, ein Klima des Friedens und der Sicherheit anstreben und sich von jeglichem Extremismus distanzieren und die Zusammenarbeit mit anderen Nationen und Institutionen begrüssen.
Somit distanziert sich MNLA auch klar von Tuaregs, die zur Islamistisch-fundamentalistischen Seite gewechselt haben.
Man sollte sie jetzt vielleicht wirklich in die Verpflichtung nehmen.
Gruss Michael
ich denke auch, dass die Lösung so sein müsste, wie es Turi schreibt. Die Tuareg sind schlicht und einfach der Schlüssel zu dieser Region und ohne sie kriegt man AQMI etc. nicht weg dort. MNLA signalisiert in ihren Communiqués klar, dass sie die Verantwortung für ihren Staat übernehmen, ein Klima des Friedens und der Sicherheit anstreben und sich von jeglichem Extremismus distanzieren und die Zusammenarbeit mit anderen Nationen und Institutionen begrüssen.
Somit distanziert sich MNLA auch klar von Tuaregs, die zur Islamistisch-fundamentalistischen Seite gewechselt haben.
Man sollte sie jetzt vielleicht wirklich in die Verpflichtung nehmen.
Gruss Michael
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Wolfgang16
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Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Vielleicht könnte man eine Parallele zu den Kurden ziehen. Der Touaregstaat ist bei seinen Nachbarländern ungefähr so beliebt wie es ein Kurdenstaat im Irak wäre. Also gibt es diesen unabhängigen Kurdenstaat nicht, es gibt aber eine irgendwie autonome Region im Norden des Irak, deren Grenzen nicht einmal genau definiert sind, und in der die Kurden für Ruhe und Ordnung sorgen. Innerhalb des Iraks ist das sogar das sicherste Gebiet. Sowas scheint mir die realistisch beste Lösung für Mali zu sein.
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Das ist schon fast Geschichtsklitterung. Die jetzt rebellierenden Tuareg waren schon vor dem Ausbruch der Revolution in Libyen fest eingebunden in Gaddafis Sicherheitssystem. Sie gehörten zu den militärischen Leistungsträgern. Die nach Mali gebrachten Waffen wurden wahrscheinlich schon vor dem libyschen Aufstand an "sichere Standorte" verbracht.Das wäre alles nicht möglich, hätte man nicht den Tuareg, mit dem Eingreifen in Libyen, in den Sattel geholfen.
Es hätte in Mali keinen Tuaregaufstand und keinen Militärputsch gegeben.
Es darf ruhig ein wenig differenziert werden. Es gibt keinen "Tuaregaufstand", denn die ehemaligen Söldner sind nur ein kleiner Teil "der Tuareg". Wir sollten uns erinnern, dass die Anführer der jetzigen "Tuaregrebellion" die Vereinbarungen Malis mit den Tuareg in den 90ern nicht mittragen wollten und nach Libyen zu Gaddafi gingen. Sie sind nur eine Splittergruppe (sozusagen demokratisch irrelevant).
Es besteht die Frage, weshalb sich die AQIM im Dreieck nördlich von Timbuktu nachhaltig festsetzen konnte (trotz militärischer Kooperation der 3 Nachbarstaaten) und weshalb der Narco-Schmuggel dermaßen aufblühte. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es eine unausgesprochene Allianz (mit unterschiedlichen Zielen aber dem gleichen "Gegner") gab und dass diese jetzt weiter bestehen bleibt (trotz anderslautender Kommuniques).
Zur Parallele mit den Kurden: die Kurdenfrage ist mit der Einrichtung einer kurdischen autonomen Zone im Irak noch lange nicht gelöst. So wird's auch mit einem Tuaregstaat im Norden Malis sein (wenn er sich denn halten kann). Es wird berichtet, dass es weit über 200000 Flüchtlinge gibt, dass geplündert und marodiert wurde, dass die Nahrungsmittelvorräte aufgebraucht sind. Man darf annehmen, dass die Gegend in der Folge weitgehend entvölkert wird.
Gruß
Walter
Re: ML / Tuareg-Rebellion 2012
Hier ein Bericht über die Flucht des Herrn Senoussi aus Libyen und dessen Unterstützung durch Touaregs in Mali...
Interessante Zusammenstellung!
http://www.tamtaminfo.com/index.php/pol ... h-senoussi
Wenn die Begleiter des feinen Herrn in der Wüste geblieben sind, brauchten die ja eine neue Beschäftigung. Waffen, Autos und Geld haben sie ja von Libyen aus "mit nach Hause gebracht", so quasi als Startkapital.
Die Touaregs in Niger wollen mit der ganzen Geschichte in Mali nichts zu tun haben und veröffentlichten eine Erklärung,
wonach sie die Einheit Mali's fordern und jede Sezession ablehnen!
http://www.tamtaminfo.com/index.php/pol ... -nord-mali
Interessante Zusammenstellung!
http://www.tamtaminfo.com/index.php/pol ... h-senoussi
Wenn die Begleiter des feinen Herrn in der Wüste geblieben sind, brauchten die ja eine neue Beschäftigung. Waffen, Autos und Geld haben sie ja von Libyen aus "mit nach Hause gebracht", so quasi als Startkapital.
Die Touaregs in Niger wollen mit der ganzen Geschichte in Mali nichts zu tun haben und veröffentlichten eine Erklärung,
wonach sie die Einheit Mali's fordern und jede Sezession ablehnen!
http://www.tamtaminfo.com/index.php/pol ... -nord-mali
Touaregs
Hallo Bodensee,
Targi = Einzahlform für Mann
Targia = Einzahlform für Frau
Tuareg = Mehrzahlform
Es gibt keine Tuaregs
Es gibt verschiedene Schreibweisen (Touareg, Tuareg, bis hin zu Twarik) in unserer Schrift, aber immer ohne s am Ende für die Mehrzahlform.
Gruß
Walter
Targi = Einzahlform für Mann
Targia = Einzahlform für Frau
Tuareg = Mehrzahlform
Es gibt keine Tuaregs
Es gibt verschiedene Schreibweisen (Touareg, Tuareg, bis hin zu Twarik) in unserer Schrift, aber immer ohne s am Ende für die Mehrzahlform.
Gruß
Walter




