Hab hier mal für unsere Reise einen neuen Thread aufgemacht.
Anstatt eines Blocks werde ich an dieser Stelle meine Reisberichte weiter schreiben.
Hoffe das ist für die Meisten so i O.
Den Anfang hab ich ja schon an anderer Stelle geschrieben und hänge den Anfang nochmal hier an.
Unsere grosse Reise Teil 1 und 2
Nach nunmehr 2 Monaten unterwegs ein kleiner Zwischenbericht unserer „grossen Reise“.
Die Fahrt Richtung Süden stand unter schlechtem Omen, es war kalt, hat viel geregnet und zu allem Pech hatten wir in Südfrankreich noch einen Chassisbruch am Massif.
Selber Schuld, viel zu viel geladen, also erst mal die Reparatur, die von der französischen Firma perfekt und speditiv erledigt wurde und wir trotz diversen sehr schlechten Pisten keine Problem mehr damit hatten.
Wir haben also Ballast abgelassen bzw. abgeladen.
Die 4 neuen Pneus, die wir auf dem Dach hatten, wurden montiert und die anderen , ganz zu Freuden des in Frankreich arbeitenden Marokkaners in der Werkstatt gelassen.
In Spanien 3 Wochen fast durchgehend Regen, ja nur, Afrika wird kommen, haben wir gedacht!
In Marokko angekommen, zwar nicht mehr soviel Regen aber schweinekalt.
Also runter in den Süden, über Meknes, Midelt, ErRachidia runter nach Merzouga.
Ein wenig Sand spielen bei schönen 30 Grad im Schatten.
Dort ging unser Kompressor in den Streik, also ausgebaut, Zylinder geschliffen und wieder heingebaut…. und läuft.
Zur Sicherheit ein Ersatzgerät organisiert, in Oujda!!, Seither läuft der Alte als ob er Angst hätte vor dem Schrottplatz.
Dort war es kalt und es hat wieder mal geregnet, also, der algerischen Grenze nach runter nach Figuig.
Die Wärme hier war super nur die Nächte ein wenig heiss!!
39 Grad im Schatten und am Morgen immer noch 30 Grad, es hat fast nicht abgekühlt.
Von Taouz aus diverse Pisten Richtung Zagora und dann über Tazenakht Richtung Norden .
Quarzazate, Tinehir , die bekannte Dades-Todra Schlucht Rundtour und wieder dem Norden von Marokko entgegen.
Die Übernachtung unterhalb des Tizi-Tirherhouzine (Passhöhe) bescherte uns Themperaturen in der mal wieder die Heizung in Betrieb gesetzt wurde, 4 Grad in der Nacht und 9 Grad am Tag, schlotter.
Im Moment steht noch ein wenig Kultur auf dem Programm, allerdings stehen wir auf dem Campingplatz in Fes bei strömendem Regen, auch gut, Zeit für’s Wüstenschiff.
Unser Marokko-Fazit bis jetzt:
Traumhafte Standplätze abseits des Tourismus und dort auch viele guten Erfahrungen mit der einheimischen Bevölkerung. Pro Woche einmal auf dem Camping, der Rest wurde immer an einem schönen Ort geschlafen, ruhig und mit manchem Kontakt zu den Hirten.
Unglaublich grün und fruchtbar , im Moment ist die beste Reisezeit für Marokko, nur für die Fotos nicht, die Luft ist nie ganz klar, nur eben, wir reisen ja nicht wegen der Fotos.
Auch im Rif abseits von Campingplatz und Strasse übernachtet und nie Probleme gehabt.
Viele bettelnde Kinder, wir gaben nie etwas, hatten dadurch aber auch keine negativen Erfahrungen gemacht.
Kleine Episode:
Wir waren zu Fuss in der Nähe eines Dorfes unterwegs und die Schule war gerade aus, eine Gruppe Jugendlicher kam mit dem Fahrrad zu uns und fragte nach Dirham, Stilos, sie würden aber auch ein T-Shirt nehmen.Ich habe zu einem gesagt, er soll mir doch sein Fahrrad geben, worauf er das auch ohne Umschweife tat.Bin damit eine Runde gefahren, die Jungs haben gegrölt ab dem alten Sack auf dem Drahtesel und keiner wollte mehr etwas.
Von Steinewerfern haben wir, ausser einem Mal, in den 5 Wochen unserer bisherigen Reise keine gesehen.
Was negativ auffällt, ist die Abzockerei beim Kaffee oder Tee.
Wir gehen praktisch täglich irgendwo einen Kaffee oder Tee trinken, immer in Strassencafes
Die Preise von 5-20 Dirham,des Weiteren die lästigen Schlepper an Orten wo mehr Touristen sind, mit täglich linkeren Methoden.
Schade, man wird so immer misstrauischer und das verhindert dann einen offenen Kontakt zur Bevölkerung.
Trotz allem ist Marokko sicher einige Monate wert, vor allen Dingen abseits des Tourismus.
Weiter geht es bei uns mit dem Westen von Marokko, Visabeschaffung Mali und Mauretanien und die Aufenthaltsverlängerung für Marokko organisieren.
Ich hoffe habe niemanden gelangweilt, wenn doch, hatte er die Zeit zur Muse, die wir hier auch geniessen!
Unsere Grosse Reise Teil 2
Fes im strömenden Regen hinter uns gelassen fuhren wir in die Berge, Taza Richtung Tamtrouchte.
Im Regen einen Stellplatz gesucht und am Morgen mit strahlendem Sonnenschein und Blick auf die verschneiten Berge gefrühstückt. Wir trafen wieder alte Bekannte, Mark und Barbara , die eine ähnliche Rundtour machten aber aus der anderen Richtung.
Weiter ging es in nach Tahala , Tissa, Ourtzarh vorbei am Stausee El Wahda, an dem wir 2 Nächte unser Lager direkt am See eingerichtet haben, nach Mecknès.
Die Zivilisation und mit ihr die Touristen waren wieder präsent, die Bettelei hatte uns wieder mal eingeholt.
Von Meknès aus zum Stausee El Kansera, wo wir wieder, allerdings am höchsten Punkt, mit Blick auf den See, unseren Schlafplatz eingerichtet haben.
Man glaubt nicht wie wenige Km es braucht um abseits des Rummels friedlich übernachten zu können.
Ab und zu ein Schafhirte oder ein paar Jungs auf dem Moped, die allesamt immer freundlich waren, ansonsten einfach friedlich.
Nun, auf nach Rabat betreffend des Mauretanienvisa und der Aufenthaltsverlängerung, niente, beides im Moment nicht zu bekommen und auch keinen.
In Témara Plage gibt es einen Camping, wenn man dem so sagen darf der nächste von Rabat aus.
Absolut keine Infrastruktur, verdreckt, der Besitzer war am Abend nicht zum aufstehen zu bewegen, er musste schlafen.
Ja nu, haben wir gedacht, am morgen abfahren, ist er da gut, ist er nicht da, fahren wir. schlauen Übernachtungsplatz
Als der Motor am Morgen warmlief kam tatsächlich einer aus seinem Loch gekrochen und nahm die 50 Dirham für’s nichtstun freundlich an.
Um Rabat wäre ein Campingplatz eine echte Marktlücke.
.
Was soll’s, also wieder ein wenig südwärts, der Wärme entgegen, Merchou, Rommani, Màaziz, mit einer kleinen Pistenrunde über Oulmès, Kenifra, El-Ksiba, El Arba, El Had, dem Stausee El-Ouidane, Bin El Ouidane, Azilal, mit Zwischenstops und Übernachtungen, nach Ouzoud zum Kamping Zebra.
Kleine Episode dazwischen:
In den Bergen nach El Ksiba wollten wir an einer schönen Stelle, hoch oben, übernachten.
Gerade beim Essen, kamen 5 Bauern auf 4 Eseln vorbei und meinten; hier oben wäre es zu gefährlich, der Bauer dort oben würde gerne einmal einen trinken und dann zur Kontrolle bei uns vorbeikommen.
Mit all unseren Überredungskünsten haben wir es nicht erreicht, einen davon abzuhalten, uns zu sich nach Hause einzuladen und auf seinem Grundstück zu übernachchten.
Nach unserer nagativen Erfahrung in Zagora waren wir vorsichtig.
Es wurde daraus aber ein gemütlicher Abend an dem die wirklich arme Bauernfamilie uns noch zum 2. Abendessen gebeten hat, wir konnten einfach nicht nein sagen.
In der Hütte wurde mit Händen und Füssen geredet und die Jungs waren ständig mit unserem Diktionär beschäftigt.
Am Morgen wurde uns das Frühstück, Fladenbrot, Butter, Olivenöl, Datteln, Tee und Milch mit Kräutern darin ans „Bett“ gebracht.
Wir wurden herzlich verabschiedet, die Nachbarin brachte noch 2 Eier und einen Liter Milch für unterwegs.
2 Wasserkanister, die der Hausherr am Abend zuvor bewundert hat, haben wir, zu deren Freude, als Geschenk überreicht.
So, das war der 2. Teil .Wenn’s langweilig wird, einfach weiterklicken !!
Grüsse im Moment vom Camping Zebra in Ouzoud.
Turi und Stina
Unsere grosse Reise Teil 3
Weiter geht es mit einem kleinen Zwischenbericht unserer Reiseroute.
Ouzoud – Bin el Oudane um den Stausee Barrage Bin el Ouidane über den Tizi n Ilissi nach Agouti, Achauikh, Demnate.
Weiter südwärts über den Tizi n Outfi nachToufrine Tamzerit bis nach Skoura.
Wunderschöne Bergwelt mit wenig Asphalt und viel Piste, aber sehr gut zu fahren.
Die Häuserfarben wurden der jeweiligen Umgebung angepasst und sind perfekt in die Landschaft integriert
Die Berge werden dort bis auf 2600 Meter bewirtschaftet, man hat das Gefühl, dass die Felder manchmal fast überhängend sind.
Weiter geht die Reise über Ouarzazate, Ait Ben Haddon (Weltkulturerbe) über den Tizi n Tichza, Aguelmous zum Jebel Toubkal, dem höchsten Berg in Marokko, dort führt eine Piste bis oberhalb des Lac d Ifni. Wir haben oben auf einem kleinen Plateau übernachtet.
Ein wunderschöner Abend bei Lagerfeuer, Shisha und einem kühlen Bier.
Die Morgenstimmung war auch einmalig, die Sonne ging langsam auf und beleuchtet die Bergrücken auf der anderen Seite des Sees.
Die Abfahrt war, gelinde gesagt….. sehr steinig.
Wir wollten dann die Piste nach Aoulouz nehmen, nur leider haben wir auf halbem Weg die Rechnung ohne den Wirt äää Bagger gemacht, der war dabei eine neue Piste herauszuhämmern und die Piste war 30 m lang und ca 5-8 m hoch mit Geröll versperrt.
Also, zurück und einen Piste gesucht, die es auch gab, aber was für eine.
Durch wunderschöne Berglandschaft in der die Piste bis auf 2300 m sandig war, einfach ein Traum, wenn auch ein sehr langer.
Wir haben sicher die dreifache Zeit gebraucht, hat sich aber gelohnt.
Weiter über den Tizi n Test , Asni nach Marrakech, wo wir nun auf dem Camping Le Relais de Marrakech mal Urlaub von der Reise machen.
Stadtbesichtigung, Wäsche und Iveco wieder auf Vordermann bringen und auch uns mal wieder kräftig schruppen.
Marrakech, tatsächlich ein Märchen aus 1001 Nacht, ein Besuch lohnt sich.
Der Souk, die Gaukler, Schlangenbeschwörer, Handleserinnen usw, usw.
Ein buntes Treiben bei dem man ganz nebenbei noch eine Menge Geld loswerden kann.rokko
Bisher die marokkanischtste Stadt die wir besucht haben.
Angehängt noch ein paar bildliche Eindrücke in loser Reihenfolge.
Grüsse aus Marokko
Turi und Stina









































