Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen: Reiseberichte zum Informieren und Träumen, fotografisch dokumentiert. In diesem Forum findet ihr Reiseberichte als "Fotostreckenführer" zu interessanten Reisewegen.

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Alexander
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Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Hallo Reisefreunde,

nachdem meine Firma letztes Jahr der Meinung war, dass mir ein Aufenthalt in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Nigeria gut tun würde, will man das ganze wiederholen. Dieses Mal geht es für ein halbes Jahr nach Südafrika. 8)

Ich weiß, dass deutsche Staatsbürger bis zu 90 Tage ohne Visum einreisen dürfen. Gilt dies pro Jahr oder pro Einreise? Gibt es sonst etwas, was ich beachten sollte z.B. Sicherheit? Wie sieht es mit Freizeitgestaltung aus? Es gibt schließlich auch Wochenenden ohne Arbeit. :mrgreen:

Ich werde natürlich, wenn immer sich etwas ergibt und ich Zeit habe von meinen Erlebnissen berichten.

Grüsse
Alexander
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Mauritius
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Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Mauritius »

Guten Morgen, Alexander,
grundsätzlich gilt es für eine Einreise, beschränkt auf ein halbes oder ganzes Jahr.
Das sogenannte "Border-Hopping" ist nicht gestattet, d.h., mal schnell für paar Tage nach Lesotho, Swaziland oder Namibia und dann gleich wieder zurück nach RSA, geht nicht.
Ich hatte es probiert, meinen zweiten Paß dazu benutzt, merkte aber der Grenzbeamte u. wunderte sich u. starrte dabei auf seinen Computer, in dem ich natürlich eingetragen war; er fragte mich, ob ich einen anderen Paß habe, wobei ich bemerken muß, daß meine 90 Tg noch nicht abgelaufen waren. Ich gab ihm meinen ersten Paß mit dem Einreisestempel f. d. 90 Tg, die liefen dann weiter, also als 2. Einreise sozusagen.

Bin mir nicht ganz sicher, wann die nächsten 90 Tg beginnen würden, glaube aber, daß das ein halbes Jahr ist. Der Grenzbeamte meinte, ich müsse "nach Hause", dann könne ich nach einer bestimmten Zeit wieder zurück kommen. Mit "nach Hause" meinte er so etwas, wie den afrikan. Kontinent verlassen, also schnell mal nach NAM oder Botswana ginge nicht. - Würde an Deiner Stelle die Botschaft anrufen und empfehlen, ein spezielles Arbeitsvisum zu beantragen, sicher kann das Dein Arbeitgeber mit den entsprechenden Unterlagen sehr einfach regulieren.-

Viel Spaß in Südafrika, eines meiner Lieblingsländer.

P.S.: Bin dabei, eine Verschiffung zu planen, um dann für 6 Mon in das südl. Afrika zu gehen, um mir dort mindestens 6 Länder genauer anzusehen.

Hier stehe ich am Kap d. Guten Hoffung:

1-34383019zp.jpg

Das war damals mein Stammlokal, gibt's aber nicht mehr, hier gab's die besten Spare ribs, wo gibt:

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Rufus
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Rufus »

Beneidenswert!
Was hast Du für einen Job? Ein halbes Jahr Südafrika würde mir auch gut reinlaufen...
Bin mir sicher, dass Du Dich nicht langweilen wirst. Hier ein paar Vorschläge:
https://www.maropeng.co.za/
http://www.thecradleofhumankind.net/
Und ich hoffe, dass Du kein Vegetarier bist. Braai/Grillen geht da über alles!
Viel Spaß!
Rudi
Ulli Dorn
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Ulli Dorn »

Hallo Alexander,

ist deine Firma wirklich SO großzügig, dass sie dich für ein 1/2 Jahr nach Südafrika schicken möchte und dir dafür kein Visum besorgt?

Normalerweise bekommst du bei der Einreise deine 90 Tage genehmigt. Grundsätzlich kannst du die auch einmal verlängern lassen. Aber zum einen gibt natürlich keine Garantie dafür und zum anderen solltest du das dann bereits nach Ablauf des 1. Monats tun.

Keine Firma, die ihren Mitarbeiter dort gesichert für 6 Monate einsetzten möchte kann bzw sollte sich auf diesen Zirkus einlassen. Die Alternative ist rechtzeitig ein entsprechendes Businessvisum zu beantragen.

Ansonsten: viel Spaß! Südafrika wird dir gefallen!

Ulli
Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Danke für eure Tipps.
Rufus hat geschrieben:Und ich hoffe, dass Du kein Vegetarier bist. Braai/Grillen geht da über alles!
Auf keinen Fall. Fleisch ist das bessere Gemüse ;-)

Grüsse
Alexander
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Rufus
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Rufus »

Hallo Alexander,
falls es Dich mal nach Soweto verschlägt, was absolut empfehlenswert ist, dann geh nicht in diese Touristenkneipen gegenüber dem Mandela Haus, sondern hierhin: http://chafpozi.co.za ! Super Atmosphäre und "besseres Gemüse" bis zum Abwinken! :h:
Gruß
Rudi

P1010901.JPG
Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Hallo Rudi,

mittlerweile bin ich in Südafrika angekommen ;-) Die beiden Kühltürme sah ich schon vor 10 Jahren, habe aber nicht vermutet, dass sich ein Restaurant darin versteckt. Deren Webseite läßt einem das Wasser im Mund zusammenlaufen :-)

Damals hatte ich ein Restaurant besucht. Ich erinnere mich nicht mehr an den Namen. Mir wurde gesagt, es wäre in ZA eine Restaurantkette. Das Ambiente war absolut rustikal und das Essen vom Buffet ein Gaumenschmaus. Ich hoffe, dass ich es wieder finde.

Nochmals herzlichen Dank für die Tipps.

Viele Grüsse
Alexander
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Mauritius
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Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Mauritius »

Alexander hat geschrieben: . . .Damals hatte ich ein Restaurant besucht. Ich erinnere mich nicht mehr an den Namen. Mir wurde gesagt, es wäre in ZA eine Restaurantkette. Das Ambiente war absolut rustikal und das Essen vom Buffet ein Gaumenschmaus. Ich hoffe, dass ich es wieder finde.
Zu meiner aktiven Zeit in RSA, Sitz Cape Town, war dieses mein Stammrestaurant:

7-34432121ma.jpg

Hinter der Gardine sieht man meine Silhouette [oder Schattenriß :lach: ]

Da es das nicht mehr gibt, habe ich umdispobiert + avancierte hier zum "Stammgast":

8-34432276gz.jpg
9-34432277aa.jpg

Das Beste an diesem Restaurant waren immer die Spare Ribs / Baked Potatoe & sour Cream on top!
Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Ulli Dorn hat geschrieben:ist deine Firma wirklich SO großzügig, dass sie dich für ein 1/2 Jahr nach Südafrika schicken möchte und dir dafür kein Visum besorgt?
Eigentlich brauche ich kein Visum. Deutsche können bis zu 90 Tage am Stück im Land bleiben. Spätestens am letzten Tag sollte man ausreisen, da ein Überziehen bis zu 30 Tagen zu einer Einreisesperre von einem und bei Überziehen von mehr als 30 Tagen zu eine Einreisesperre von 5 Jahren führen kann.

Bei einer erneuten Einreise aus dem Heimatland fangen die 90 Tage wieder von vorne an zu laufen. Bei der Einreise sollte man aber schon ein Rückflugticket in der Tasche haben, was nicht unbedingt kontrolliert wird.

Eine vorübergehende Ausreise in ein afrikanisches Nachbarland wäre für eine erneute Einreise, um die 90 Tage wieder von vorne zu starten unzulässig.

Grüsse
Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Mittlerweile bin ich auch mental in Südafrika angekommen. Der Weihnachten steht vor der Türe und gestern wurde in meinem Hotel der Christbaum aufgestellt. Es ist wirklich ungewöhnlich bei 35 Grad Weihnachtsdekoration zu sehen ;-) Irgendwie fehlt etwas z.B. die Kälte und der Glühwein ;-)

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Ich durfte auch schon die ersten Erfahrungen mit der Polizei machen :) Vor ein paar Tagen geriet ich nachts in eine Alkoholkontrolle und durfte zum ersten Mal in meinem Leben in dieses Gerät blasen. Zum Glück hatte ich mich über den Abend mit Cola Zero begnügt. Mit Alkohol im Straßenverkehr versteht die Polizei keinen Spaß. Die Grenze liegt bei 0,05 Promille, wer darüber liegt, geht nicht über Los sondern direkt in den Knast bis das Verfahren eröffnet wird. Wird ein Unfall mit Verletzten unter Alkoholeinfluss verursacht, wird das als Mordversuch gewertet. Also entweder Finger weg vom Zündschlüssel oder vom Alkohol.

Auch kulinarisch konnte ich schon meine ersten Erfahrungen machen. Ich bin diesbezüglich sehr experimentierfreudig :mrgreen: und es gab als Starter Fried Mopane Worms, also fritierte Mopane Würmer. Ich war angenehm überrascht. Die Würmer waren aussen knusprig und hatten auch sonst einen guten Biss. ;-) Und die scharfe Soße peppt das Ganze noch etwas auf.

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So sehen die Würmer aus, bevor sie zubereitet werden.

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In manchem Restaurant muss man damit rechnen, dass man angemalt wird. Das geschieht allerdings nicht unter Zwang :lol:

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An was ich mich aber noch definitiv gewöhnen muss, ist der Straßenverkehr. In Südafrika wird auf der falschen Seite gefahren. Für die Eingewöhnungszeit habe mir extra einen Klein-Klein-Wagen gemietet. :)

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Wobei mir der auch gefallen würde.

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Sonnenuntergang über Johannesburg.

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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

In Südafrika sieht man häufig dieses Verkehrszeichen. Weiß jemand, was es bedeutet? Man darf nicht in Schlangenlinien fahren? :mrgreen:

s.jpg

Grüsse
Alexander
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Alexander »

Heute mache ich einen kurzen Abstecher ins Emperor's Palace. Hier gibt es nicht nur Hotels. Zum Entspannen und Geldverlieren steht ein großes Casino mit einer nicht überschaubaren Anzahl von Spielautomaten zur Verfügung, an denen Jung und Alt, Schwarz und Weiß, Mann und Frau ihr Glück versuchen. Zusätzlich gibt es noch ein paar Roulette- und Black Jack Tische. Ich bin allerdings nicht zum Zocken hier. Ich bin auf der Suche nach etwas anderem. ;-)

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Der Wegweiser hilft mir nicht weiter. Also biege ich einfach mal links ab.

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In einigen Teilen des Empire wird an einem künstlichen Himmel Tag und Nacht simuliert.

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Den Goldrausch werden wohl nur die Geschäfte und der Casinobesitzer erleben. :) Trotzdem lohnt ein Besuch.

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Ich werde fündig. Ich habe das Tribes gesucht. Laut einigen Kollegen das beste afrikanische Steakhouse in der Gegend. Schon bei den Erzählungen lief mir das Wasser im Munde zusammen. 8)

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Das Ambiente ist afrikanisch rustikal. Es gefällt mir und macht einen gemütlichen aber dennoch stilvollen Eindruck.

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Meine Game Platter: Filets und Steaks vom Strauss, Gnu und Imala. Guten Appetit. :wink:

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Uwe Schmitz
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Uwe Schmitz »

hallo alexander,
das is ja ne portion für nen halb verhungerten ... sieht aber äußerst lecker aus!
das S auf dem runden schild mit rotem strich durch bedeutet (zumindest in namibia) halteverbot in diesem bereich.
weiter so mit dem bericht, ich bin gespannt, was du noch alles entdeckst und erlebst.
viele grüße
uwe
Maputo
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Registriert: So 9. Apr 2017, 15:17
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Re: Johannesburg: mein Leben in Südafrika

Beitrag von Maputo »

Hallo Alexander

Jo'burg ist eine coole Stadt. Ich bin viel lieber dort als in Kapstadt, wo ich gerade bin. Cape Town ist leider in den letzten Jahren ein voller Turi Hotspot geworden und Johannesburg eben nicht.

Wenn du einmal genug hast von dieser 0815 viel Fleisch fantasielos Küche in rustikalen Restaurants, kann ich dir mein Stammlokal "The Fishmonger" in Illovo empfehlen. Das ist in der Nähe des Wanderers Cricket Stadions.

https://fishmongerillovo.co.za/photo-gallery/

Hervorragender Seafood und auch frisches Sushi. Dazu etwas gehobene Atmosphäre und man kann auch draussen sitzen.

Und für die armen Seelen, die überhaupt nicht manchmal auf Fleisch verzichten können gibt es auch wunderbare Sparerips oder ein butterzartes Pepper-Steak. Dazu unbedingt die frittierten Onionrings bestellen, die sind absolut unschlagbar.

Dann auch sicher einmal nach Downtown fahren, das Auto irgend in eine bewachte Zone stellen und sich etwas afrikanisches Chaos anschauen, aber bitte nur tagsüber. Keine Angst dort, die sind freundlich und zugänglich, wenn du den ersten Schritt machst...

lg Maputo
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