KREDITKARTEN-BETRUG - MARRAKECH!

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Sanguru
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Registriert: Sa 7. Nov 2009, 01:24

KREDITKARTEN-BETRUG - MARRAKECH!

Beitrag von Sanguru »

Ich möchte alle Marokko-Reisende warnen sich über lokale Cyber-Cafe's in Marrakech sensitive Kreditkartendetails per Mail zusenden zu lassen!

Ich war so naiv!

Mein Kumpel aus USA schickte mir letzte Woche per Mail seine Kreditkartendaten in ein Internet-Cafe nach Marrakech (gegenüber "Hotel Tazi" - Nähe "Jemma"). Am letzten Tag fehlte mir Bargeld um Übergepäck einchecken zu können. Lächerliche 50 Dollar!

"Sicherheitshalber" verteilte der Absender die Daten auf zwei Mails.

Gestern meldete sich seine Bank mit der Frage, ob es seine Richtigkeit hätte, dass weltweit Beträge von seiner Karte abgebucht würden.

Karte gesperrt! Trotz Versicherung und Rückerstattung des Verlustes ist das eine unschöne Sache, die zu reparieren mit Aufwand verbunden ist.

Ergo:
Hände weg von Cyber-Cafe's in Marrakech (und wahrscheinlich anderen Städten und Ländern) - jedenfalls wenn's darum geht finanz-sensitive Daten zu übermitteln!

SANGURU
Zuletzt geändert von Sanguru am Mo 19. Apr 2010, 18:04, insgesamt 1-mal geändert.
todo
Beiträge: 473
Registriert: Mo 22. Dez 2008, 13:15

Re: KREDITKARTEN-BETRUG - MARRAKECH!

Beitrag von todo »

Ergo:
Hände weg von Cyber-Cafe's in Marrakech (und wahrscheinlich anderen Städten und Ländern) - jedenfalls wenn's darum geht finanz-sensitive Daten zu übermitteln!

SANGURU
moin,
die daten müssen nicht zwingend im cyber- cafe abgegriffen worden sein.
das kann überall auf dem übertragungsweg geschehen.

ergo:
wichtige mail niemals unverschlüsselt senden.

gruss,
todo
Ralf Kiefer
Beiträge: 1575
Registriert: Di 1. Aug 2006, 12:13
Wohnort: nahe Karlsruhe

Re: KREDITKARTEN-BETRUG - MARRAKECH!

Beitrag von Ralf Kiefer »

todo hat geschrieben: ergo:
wichtige mail niemals unverschlüsselt senden.
Im Prinzip hast Du recht. Aber erklär doch mal dem "normalen Reisenden" mit seinem Web.de-, GMX-, Yahoo- o.ä. Web-Zugang zu seiner Mail, wie das geht!

Und das Entschlüsseln findet dann im Internet-Cafe auf einem dort aufgestellten Rechner statt. Wer hat da wie Zugang zum Rechner im Moment, wo die Mails im Klartext verfügbar sind? Ein IMHO nicht-triviales Problem.

Gruß, Ralf
Sanguru
Beiträge: 106
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 01:24

CC-Trixx in Marrakech

Beitrag von Sanguru »

Hi Todo,
Du hast Recht!

Die CC-Daten müssen nicht zwingend im Internet-Café in Marrakech gestohlen worden sein, dennoch ist es naheliegend, dass es dort geschehen ist.

Der Rückblick auf die Situation, die Stimmung, die Vibrations in diesem Etablissement lassen mich fast zwingend vermuten, dass der Datenklau dort und nirgendwo sonst passiert ist.

Ich will meinen marrokanischen Freunden anhand dieser Geschichte mit SICHERHEIT (!) keinen schlechten Charakter bescheinigen - im Gegenteil. Die Berber sind grundsätzlich ein strebsames, anständiges und EHRLICHES Volk, etwas dass sich den meisten (Einmal-)Besuchern nicht auf Anhieb erschliesst.

Die allgemeine Situation im Touristen-Magnet Marrakech lädt natürlich geradezu ein zu Machenschaften der Cyberwelt. Es müssen auch nicht unbedingt Marrokaner sein, die sich auf diese Weise bereichern, obwohl - wahrscheinlich ist es in diesem Fall dennoch!

Folgendes hat mir der Übersender der Kartendaten (aus USA) gestern noch mitgeteilt. Vielleicht kann sich einer von Euch darauf einen Reim machen: Es wurden nicht, wie von mir ursprünglich angenommen (und in diesem Sinne auch an Euch weitergegeben), erhebliche Beträge von diesem US-Kreditkartenkonto abgebucht. Stattdessen sind lediglich drei Beträge abgebucht worden.

1. Abbuchung: 2.50 Dollar (Mexico)
2. Abbuchung: 3.70 Dollar (USA)
3. Abbuchung: 100.00 Dollar (USA)

Mein Kumpel vermutet (jedoch ohne nähere Kenntnis der wahren Hintergünde) das es sich hier um eine Art Test-Abbuchungen gehandelt haben könne, quasi um Liquidität zu prüfen.

Mit scheint diese Erklärung jedoch wenig wahrscheinlich, hat doch gerade diese "Taktik" zur letztendlichen Sperrung des Kontos geführt.

Welche Idee, welcher Trick, welche Absicht könnte hingegen tatsächlich hinter den Abbuchungen dieser kleinen Beträge stecken?

Hat einer von Euch (Computer-Experten) dazu vielleicht einen Hinweis oder eine intelligente Vermutung?

SANGURU

PS
Was für mich in diesem Falle noch zusätzlich für Hintermänner aus Marokko spricht ist die Tatsache, dass dieser Vorfall für mich bereits der zweite seiner Art in Marokko ist. Vor Jahren "musste" ich als Sicherheitsleistung meine Kreditkarte für das Leihen eines Autos aus der Handgeben. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland berichtete meine Bank von erheblichem Missbrauch dieser Karte, der nur von meinem persönlichen Kartenlimit gebremst wurde. Ein Schaden ist mir damals nicht entstanden - Dank der hervorragenden deutschen Verbrauchergesetze.

Zudem ist mir ein dritter Fall aus Marokko persönlich bekannt. Auch hier wurde trickreich mit Kreditkarten hantiert und auf diese Weise Geld abgezockt.

In allen Fällen war Marrakech der Ort des Geschehens!

VORSICHT ist also in jedem Fall geboten - speziell was Mailverkehr im Zusammenhang mit Kreditkarten-Daten angeht!

Nicht vergessen werden bei der Gesamtbeurteilung des Falles darf natürlich auch, dass ich mich nicht gerade clever angestellt habe in dieser Angelegenheit. Zwar hat mein Kumpel die Kreditkarten-Nummer auf zwei Mails verteilt (toller Trick...!!) und ich habe beide Mails direkt gelöscht, mir war aber dennoch direkt klar, dass dies natürlich kein ausreichender Schutz vor Missbrauch sein würde. Wahrscheinlich hätte es gereicht, wenn er stattdessen einen Teil der Daten per Telefon übermittelt hätte. Irgend eine Form von "Sicherheit" sollte man sich vielleicht vor Reiseantritt für solche Fälle überlegen. Eine Verschlüsselung, wie hier vorgeschlagen, hätte auch nicht geholfen, da ich die übermittelten Daten an die Airline weitergeben musste. Ob die für eine ausreichende Verschlüsselung Sorge tragen ist mir nicht bekannt.

Konsequenz...?

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