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Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: So 10. Aug 2008, 22:15
von mikepiller
Hi Dirk,


Beim ersten Überfliegen von :arrow: Schnorrs Nachricht und ohne länger darüber nachzudenken fiel mir zunächst mal ein:
1,5 Promille sind nicht wenig, auch wenn der Mensch unterschiedlich auf Alkohol reagiert- und die Zahl der unschuldig Verletzten oder gar Todesfälle durch die Einwirkung von Alkohol lässt zumindest ahnen, dass bisherige Maßnahmen nicht wirklich greifen.

Andererseits stellt sich natürlich die DRÄNGENDE Frage- besonders in diesem Falle- ob sich da nicht jemand durch eine spektakuläre Maßnahme in die Presse geschossen hat- völlig unabhängig davon, ob nun gerade DIESE Maßnahme eine durchdachte Besserung verspricht- auch in Hinsicht auf Eingriffe in andere Rechte- wie Du es angesprochen hast.

So gesehen stimme ich Dir völlig zu, gerade die Italiener pflegen ja in Europa bis heute mitunter recht eigene, teils sehr eigenartige Formen der Demokratie, angefangen von illustren Staatsoberhäuptern...

Vielleicht auch hier das ewige Dilemma- zumindest für mich:
In einem fremden Land als Gast eine "Burka" zu akzeptieren, ohne sie persönlich zu achten? So auch mein Einwand: Finde ich völlig okay! Ich wusste davon, also darf ich mich nicht aufregen, wenn ich die Gesetze missachte.
Letztlich bleibt auch die Frage über den Wahrheitsgehalt, in der Presse erscheint- verzeiht den Ausdruck- viel Scheiße!


Gruß an Euch
Micha

Re: Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: Mo 11. Aug 2008, 00:16
von Regula St.
Hi an euch alle
wenn man mit 1.5 Promille Auto (oder auch Motorrad) fährt, ist man zumindest potentiell eine öffentliche Gefährdung...
Soviel ich weiss, werden in der Schweiz die Fahrzeuge von erwischten Promillefahrern eingezogen und VERSCHROTTET! Es gibt da mehrere Gerichtsurteile zur Beschlagnahmung der Fahrzeuge von sog. Todesfahrern.
Mein Tipp: Haltet Euch an die entsprechenden Gesetze, und Ihr kriegt auch keinen Aerger...
LG Regula

Re: Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: Mo 11. Aug 2008, 07:22
von mikepiller
Hi,

Regulas Posting könnte und wollte ich überhaupt nicht widersprechen- ein sauberer Standpunkt!

Was Dirk hier mit einem sanften Denkstupser angeregt und vom eigentlichen Inhalt weggedreht hat, war für mich in ganz anderer Hinsicht interessant- so wie ich es zumindest erkannt habe:
Die grundsätzliche Frage über das Zustandekommen von Gesetzen auch in den demokratischen Rechtsstaaten Europas. Dabei möchte ich z.B. seiner Schlussfolgerung in Hinsicht auf das Erreichen eines Arbeitsplatzes zunächst mal überhaupt nicht folgen.

Allein und völlig unverbissen mit einem wachen Auge den Umstand betrachtend, wie schnell man einer z.B. in politischer Selbstsucht initiierten und anschließend
ge BILD eten Meinungsmache verfallen kann.
Das kann neben- in diesem Falle- italienischen Politikern möglicherweise auch der ADAC ganz gut?

So gesehen wäre dies hier eine "zweibeinige" Diskussion- vielleicht nicht ganz falsch.


Gruß
Micha

Re: Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: Mo 11. Aug 2008, 07:30
von mikepiller
Dummerweise habe ich eben zum ersten mal auf die Kategorie von Schnorrs Anfangsposting geachtet:

Eine Travel- Info ist dieses zweite Diskussionsbein eindeutig nicht mehr, lach.

Was machen wir jetzt?

Zwinkernder Gruß
Micha

Re: Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: Mo 11. Aug 2008, 08:40
von HJ61
hm,

was glaubt Ihr?

Mit 1,5 Promille Samstag Nacht erwischt. Auto weg. Am Montag ist die Fahrt des Aussendienstmitarbeiters zum Arbeitsplatz wegen fehlendem Auto und fehlendem Führerschein nicht mehr möglich. Die arme Familie muss leiden weil der böse Staat so hart ist. Tragisch. Kann es härter kommen?

Was denkt die Mutter oder der Vater Mitte 40, die Ihr einiziges Kind durch einen Unfall verloren haben?
Ihr Schicksal ist wohl etwas schmerzlicher, und für sie sogar unvermeidbar.

Im ersten Fall kann es der Betroffenen selbst vermeiden. Wo liegt dann das Problem wenn er für den Fehltritt spürbar zu rechenschaft gezogen wird?

Wer denkt denn an die Opfer?
Für mich auch spannend das ein Kindsmörder die Frechheit besitzt vor dem EU Gerichtshof zu klagen weil man Ihm Folter angedroht hat um das Leben eines Kindes retten zu können.
Wer würde als Eltern in so einem Moment sagen, na ja im Notfall stirbt halt unser Kind, aber bitte wahrt die Grundsätze des Rechtsstaates und droht dem Kerl nicht. Die Würde dieses Menschen ist unantastbar, das sollte über unseren Interessen stehen.

Wie so oft, es kommt ganz darauf an welche Rolle man gerade einnimmt was zur Meinungsbildung führt.

Damit kein falscher Eindruck entsteht. Ich bin nicht für die Missachtung der GG. Im Gegenteil. Es kann aber m. E. nicht sein das der Täter besser geschützt wird als das Opfer.

Nachdenkliche Grüsse
Gerhard

Re: Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: Mo 11. Aug 2008, 09:16
von Jürgen
Guten Morgen,

hier mal ein paar Zahlen.
Einen Promillerechner finden Sie unter www.promillerechner.de.

Alkoholgehalt im Blut (Mindeststrafen)

ab 0,3 bis unter 0,5 Promille: nicht strafbar, wenn keine Anzeichen für Fahrunsicherheit vorliegen und es nicht zu einem Unfall kommt; strafbar bei Anzeichen von Fahrunsicherheit oder bei Beteiligung an einem Unfall mit 7 Punkten und Geld- oder Freiheitsstrafe und Führerscheinentzug

ab 0,5 Promille: 250,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
bei Eintragung von bereits einer Entscheidung 500,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
bei Eintragung von bereits mehreren Entscheidungen 750,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

ab 1,1 Promille: Geldstrafe oder Freiheitsentzug, 7 Punkte, 6 Monate bis 5 Jahre Entzug der Fahrerlaubnis

Bei Ersttätern sind bei einem Entzug der Fahrerlaubnis ein bis zwei Netto-Monatslöhne und eine Sperrfrist von 6 bis 12 Monaten üblich.

Für Fahrer, die jünger als 21 Jahre und/oder noch in der Probezeit sind, gilt jetzt die Null-Promille-Grenze.
Verstöße dagegen werden mit 125 Euro, 2 Punkten
und während der Probezeit mit Aufbauseminar und Probezeitverlängerung bestraft.

Auf dem Fahrrad wird ab 1,6 Promille eine MPU fällig.
Beim Nichtbestehen ist der Auto-Führerschein weg.
Mit Unfallbeteiligung oder Ausfallerscheinungen wird es ab 0,3 Promille teuer, den Führerschein verliert man im Normalfall als Ersttäter erst ab 1,6 Promille nach nicht bestandener MPU.



Berauschende Mittel
Dazu gehören: Cannabis, Heroin, Kokain, Morphin, Amphetamine, Ecstasy
250,- EUR, 4 Punkte, 1 Monat Fahrverbot
bei Eintragung von bereits einer Entscheidung 500,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot
bei Eintragung von bereits mehreren Entscheidungen 750,- EUR, 4 Punkte, 3 Monate Fahrverbot

Achtung:
Der Genuss von harten Drogen (auch außerhalb des Straßenverkehrs)
führt im Normalfall zum Entzug der Fahrerlaubnis.
Ein hoher Wert beim Cannabis-Abbauprodukt (THC-COOH) kann zum Führerscheinentzug
führen, weil dies einen regelmäßen Konsum anzeigt.
Wird man beim Fahren unter Drogen erwischt, droht ein Drogenscreening oder die MPU.

Quelle: www.bussgeldkataloge.de

Re: Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: Mo 11. Aug 2008, 09:22
von Jürgen
Was natürlich interessant wäre, da es sich um Zahlen aus deutschland handelt, wie es sich in unseren Nachbarländern verhält.


grüsse

Re: Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: Mo 11. Aug 2008, 09:24
von mikepiller
Hi Gerhard,

inzwischen ist der Ur- Thread ja zersägt worden, mein vielleicht nicht ganz unsinniger Hinweis, dass wir ja eigentlich zwei verschiedene Diskussionen führen, wurde nicht ganz getroffen, weil wir jetzt zwei eigene Überschriften haben, die sich BEIDE mit dem gleichen befassen. Alkohol am Steuer.
Dirk und ich hatten ja einen Nebenfaden gesponnen, der die Thematik Alkohol nur als Aufhänger benutzt hatte- dachte ich.

Deinem Faden- also der drastischeren Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer, kann ich überhaupt nichts hinzufügen. Hier hinein fallen z.B. auch die wahrlich nicht unerheblichen Versuche, sich z.B. dem deutschen Fahrverbot durch vielerlei Tricks zu entziehen- Eu- Führerscheine aus anderen Staaten, um anschließend wieder gebastelt legal in fehlender Einsicht schleudernd durch die Gegend zu eiern sind nur eines dieser Übel.

Deine deutliche Gegenüberstellung finde ich astrein und nachdenklich machend formuliert- auf solchem Level macht diskutieren Freude.

Gruß
Micha

Re: Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: Mo 11. Aug 2008, 09:36
von mikepiller
Um Jürgen jetzt nicht konfus zu machen oder gar zu verärgern:

Vielleicht pappen wir es erst mal wieder zurück und splitten die Diskussion innerhalb des Threads jeweils eigenständig wie in der Schule:

Zu Faden 1: ( Alkohol am Steuer )
Zu Faden 2: ( "demokratische" Gesetzgebung )

Lach- nicht die Ernsthaftigkeit des Themas bezweifelnd, sondern schmunzelnd im Hinblick auf die Verwirrungen der komplexen Betrachtungsmöglichkeiten einer simpel erscheinenden Thematik..

Gruß
Micha

Re: Alkohol/Drogen und deren Folgen

Verfasst: Di 5. Mai 2009, 11:22
von Jürgen
Alkohol am Steuer ...

.....das wird teuer!

Einen Promillerechner findert man :arrow: Hier

Und den dazugehörigen
Bußgeldkatalog
Bitte beachten Sie, dass dieser Rechner nur ein ungefähres Ergebnis liefern kann und keinerlei rechtliche oder medizinische Beratung bietet. Alle Auswertungen beruhen auf Durchschnittswerten, die durch andere Variablen wie Gesundheitszustand, Körpergröße, Mageninhalt oder Medikamenteneinnahme vom tatsächlichen Wert abweichen können. Alle Angaben sind daher ohne Gewähr.

Am sichersten ist es allemal, mit 0,0 Promille ins Auto zu steigen.
Quelle:gmx.net