Toppled Malian President Amadou Toumani Toure has told reporters he is still in the country, a week after being deposed in a military coup. Mr Toure's whereabouts had been unknown after the presidential palace was stormed last week. The leaders of the coup have meanwhile unveiled a new constitution.
Westafrikanische Regierungen drohen, mit militärischen Mitteln gegen die Putschisten in Mali vorzugehen. In der Hauptstadt dagegen werden sie gefeiert [...] Mitten in Bamako leert sich der Platz. Auch Oumar klemmt sein kleines Holzschild unter den Arm. Er ist stolz darauf, an der Demonstration teilgenommen zu haben. „Es geht um Mali“, sagt er. Und die Malier wüssten am besten, was gut für ihr Land ist. „Nicht etwa die Ecowas. Die hat so lange zugeschaut, was im Norden passiert, und jetzt will sie auf einmal Truppen schicken? Das ist doch lächerlich.“
Eine Woche lang war sein Schicksal unklar, jetzt hat sich Malis gestürzter Präsident Touré erstmals öffentlich geäußert. Er halte sich noch immer in der Hauptstadt Bamako auf, sagte der Politiker. Die westafrikanischen Staaten wollen nun in dem Machtkampf mit der Armee vermitteln.... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 15,00.html
Al Jazeera meldet soeben, dass es nun die Nachbarländer sind, die ihrerseits die Grenze zu Mali geschlossen haben, offensichtlich aus Protest gegen die Junta.
Offenbar hatten fünf westafrikanische Präsidenten, nämlich diejenigen aus der Côte d'Ivoire, aus Benin, Liberia, Niger und Burkina Faso, versucht, nach Bamako zu einem Treffen mit Putschistenführer Sanogo zu fliegen. Sie mussten jedoch umkehren, nachdem Sympathisanten der Putschisten die Rollbahn des Flughafens gestürmt hatten. Lediglich ein ivorischer Minister, der schon zuvor gelandet war, konnte sich mit Sanogo treffen. Die fünf Präsidenten mussten nach Abidjan abdrehen.
Neben der Grenzschließung, die auch den Nachschub mit Treibstoff für Mali abschneidet, beschloss die westafrikanische Staatengemeinschaft ECOWAS (französisch: CEDEAO) auch, die Konten Malis bei der westafrikanischen Zentralbank einzufrieren.
Derweil haben Tuareg-Rebellen offenbar die nordmalische Staat Kidal eingenommen.
Hallo
Die Meldung dass die Grenzen geschlossen sind wurde 30 min. spaeter revidiert. Die ECOVAS gibt der Junta 72 Stunden Ultimatum. Danach werden die Grenzen geschlossen. Hier sind auch heute morgen schon die meisten abgefahren.
Ist wohl zur Zeit am Besten wenn man sich nicht in Mali aufhaelt.
Martin
Die Mission der westafrikanischen Staatengemeinschaft ECOWAS vom 29.03.2012 zur Verhandlung mit der malischen Militärregierung ist gescheitert. ECOWAS hat daraufhin ein Ultimatum gestellt, das die Rückkehr zur verfassungsmäßigen Ordnung binnen 72 Stunden verlangt. Das Ultimatum läuft am Montag, den 02.04.2012 ab. Sollte die Übergangsregierung die Forderung nicht erfüllen, muss damit gerechnet werden, dass die Lage sich verschärft. Mit einer erneuten Schließung der Grenzen und des Flughafens ist zu rechnen.
Die Ausgangssperre ist derzeit aufgehoben. Der Flughafen wurde für den zivilen Flugverkehr wieder geöffnet (06:00 Uhr morgens bis 01:00 Uhr nachts). Ob und wann er erneut geschlossen wird ist nicht abzusehen.
Im Land aufhältigen Deutsche wird dringend geraten die gegenwärtig noch bestehenden kommerziellen Möglichkeiten zur Ausreise umgehend zu nutzen.
Das AA hat seine Reisewarnung für Mali (siehe vorangegangenes Posting) gestern Abend noch ergänzt:
Die Landgrenze zur Côte d'Ivoire wurde bereits vor Ablauf des Ultimatums geschlossen. Es muss damit gerechnet werden, dass jederzeit die übrigen Landgrenzen zu den Nachbarländern geschlossen werden.
Malischer Putschistenführer setzt Verfassung wieder in Kraft
Der Führer des Putsches gegen Präsident Touré kündigt die Einberufung einer Nationalversammlung an, die Wahlen organisieren soll.
Bamako. Angesichts des internationalen Drucks auf seine Militärjunta hat der malische Putschistenführer Hauptmann Amadou Haya Sanogo am Sonntag die Verfassung wieder in Kraft gesetzt und Wahlen angekündigt. Nach einem Staatsstreich gegen Präsident Amadou Toumani Touré hatten Soldaten am 21. März die Macht im Land übernommen und die Verfassung suspendiert. Sanogo kündigte die Einberufung einer Nationalversammlung an, die Wahlen organisieren soll. Allerdings gab er keinen Zeitplan bekannt.
Am Montag läuft ein Ultimatum der Nachbarstaaten ab. Sollte die Junta die Macht nicht an eine zivile Regierung übergeben, drohen Finanzsanktionen. Ein ranghoher Berater des Präsidenten der benachbarten Elfenbeinküste sagte derweil, die Mitgliedsstaaten der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS erwögen eine auf eine Woche befristete Aussetzung der Sanktionen..-.. http://www.abendblatt.de/politik/auslan ... Kraft.html
Bin nach meinem "Aussitzen" im Nationalpark auch am 30.3. über die Grenze Kenieba-Saraya in den Senegal ausgereist, ging fix und freundlich.
Madina kann ich für den nächsten Putsch wärmstens empfehlen, nur kaltes Warsteiner gab's leider nicht (hätte auch Rothaus Tannenzäpfle bevorzugt).
Liebe Grüße aus Tamba,
Gisela
schön, dass du es geschafft hast. Der Tipp für den nächsten Putsch werden wir vormerken
Aber von Rothaus Tannenzäpfle höre ich heute zum ersten Mal Kann man das wirklich trinken?
Wir Bayern bevorzugen eher "handfestere" Getränke
Grüsse
Alexander
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.
Kuno hat geschrieben:das TANNZAEPFLE waere ein Grund, dass die Bayern aufhoeren Bier zu brauen
Diese Einschätzung möchte ich doch meinen eigenen Geschmacksknospen überlassen zumal der Kuno uns gerne in den April schickt.
The one who follows the crowd will usually go no further than the crowd. Those who walk alone are likely to find themselves in places no one has ever been before.