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Tollwut aus Marokko nach Spanien eingeschleppt

Verfasst: Fr 21. Jun 2013, 13:26
von marcush
In Toledo hat ein tollwütiger Hund am 1. Juni mehrere Menschen, darunter Kinder attackiert. Er wurde eingeschläfert. Wie sich herausstellte, war der Hund zusammen mit seinen Besitzern im April in Marokko gewesen und hat sich vermutlich dort infiziert.

Zur Zeit gelten in bestimmten Gebieten in Spanien besondere Schutzmaßnahmen, darunter absoluter Leinenzwang für Hunde. Dies sind:

* 20 Kilometer-Bereich rund um die Stadt Toledo;
* die Provinz Huesca, in Aragon,
* die Provinzen Girona und Barcelona, einschl. Stadtgebiet Barcelona.

Quelle: https://www.gov.uk/government/news/rabi ... -june-2013

Marcus

Re: Tollwut aus Marokko nach Spanein eingeschleppt

Verfasst: Fr 21. Jun 2013, 15:54
von Turi
Wo wir wieder mal beim Thema impfen wären.
Nicht vergessen, bei Afrikareisen Tollwut impfen, ansonsten droht in Gegenden, wo nicht innerhalb 24 Std. ein Impfserum zugänglich ist, der absolute Tod.
Wir sind im Moment in Marokko und um uns herum, fast täglich, mehrere Dutzend streunende Hunde.
Was mich erstaunt ist, dass die Europäer die hier unten mit ihren Hunden Ferien machen, diese grossräumig frei laufen lassen, teilweise sieht man die Selbigen mit einheimischen Hunden herumtollen .
Grüsse aus Marokko
Turi

Re: Tollwut aus Marokko nach Spanein eingeschleppt

Verfasst: Fr 21. Jun 2013, 17:10
von marcush
Wenn die eigenen Hunde geimpft sind und einen ausreichend großen Titer haben, besteht grundsätzlich keine Gefahr. Das schließt aber nciht aus, dass Menschen in Kontakt mit Viren kommen können, die durch Speichel oder Blut (nach Beißereien) infizierter Tiere auf den eigenen Haustieren landen. Größer ist aber das Ansteckungsrisiko, wenn man seinen Hund aus einer Beißerei befreien will und so den Biss eines infizierten Tieres abbekommt.

Dabei sollte man beachten, dass auch die Tollwutimpfung beim Menschen keinen vollständigen Schutz vor einer Infektion bedeuten muss, sie senkt nur das Risiko drastisch. Üblicherweise wird auf Infektionsverdacht dann trotzdem noch nachgeimpft, allein die extrem schmerzhaften Spritzen direkt in und um die Wunde entfallen.

Unsere Hunde halten selbst nichts davon, mit fremden Streuern zu spielen oder herumzutollen, und Streuner sind üblicherweise vorsichtig, wenn sie in die Nähe eines fremden Reviers kommen (Wohnmobil). Bislang hatten wir daher noch keine Probleme mit Streunern.

Angeblich soll der Halter des oben erwähnten Hundes in Spanien für die einreise nach Europa dessen Papiere manipuliert haben. Das könnte aber auch eine reine Ausflucht dafür sein, dass an der Grenze praktisch nicht kontrolliert wird. In den letzten Jahren sind meines Wissens alle Tollwutfälle bei Menschen in der EU aus Marokko gekommen.

Marcus

Re: Tollwut aus Marokko nach Spanein eingeschleppt

Verfasst: Sa 22. Jun 2013, 22:08
von Turi
Dabei sollte man beachten, dass auch die Tollwutimpfung beim Menschen keinen vollständigen Schutz vor einer Infektion bedeuten muss, sie senkt nur das Risiko drastisch. Üblicherweise wird auf Infektionsverdacht dann trotzdem noch nachgeimpft, allein die extrem schmerzhaften Spritzen direkt in und um die Wunde entfallen.
für den Fall der Fälle haben wir neben der Impfung noch 2 Ampullen Serum dabei.
Hoffe wir brauchen sie nie.
Gruss Turi