Seite 1 von 1

Ansichten zu Reisen in Krisengebieten

Verfasst: Mi 9. Okt 2024, 11:56
von sysiphus

MODERATOR-NOTE:   Thread-Zweig ausgegliedert aus Iran Richtung Arabische Halbinsel


Sandfisch hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2024, 00:36
...möchte ich trotzdem Mitteilen, dass der Irak seit Neuem auch von Norden nach Süden durchfahren werden kann. Die Grenze bei Mossul für den Irak Fédéral, hat nun zwei mal (gestern und heute) Reisende mit eigenem Fahrzeug die Einreise von Irak Kurdistan kommend, gestattet.

Zwei haben es also geschafft. Und man kann es ja erwähnen. Dennoch sollte man nicht das sehen, was noch eventuell möglich ist, sondern das, was die dramatische Realität dominiert.
In Nahost sind Millionen Menschen auf der Flucht, werden unter Bomben umhergetrieben wie Viehherden, in einem wesentlichen Teil der gesamten Region droht ein umfassender Krieg, Bürger westlicher Staaten werden in Hilfsaktionen ausgeflogen usw. Menschen- und Völkerrecht werden in unerhörtem Mass gebrochen. Muss man dann also noch Beweise für die Absurdität akuter Reisepläne liefern? Reise ich, um sagen zu können, es ist ja nochmal gut gegangen?

Für mich zeigt sich hier eine bedrohliche Wirklichkeitsverweigerung - und nicht nur das!
Ok - das ist nur meine Meinung, andere mögen es anders sehen!

Re: Iran Richtung Arabische Halbinsel

Verfasst: Mi 9. Okt 2024, 14:05
von middeldorfklaus3
sysiphus hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2024, 11:56
Sandfisch hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2024, 00:36
...möchte ich trotzdem Mitteilen, dass der Irak seit Neuem auch von Norden nach Süden durchfahren werden kann. Die Grenze bei Mossul für den Irak Fédéral, hat nun zwei mal (gestern und heute) Reisende mit eigenem Fahrzeug die Einreise von Irak Kurdistan kommend, gestattet.

Zwei haben es also geschafft. Und man kann es ja erwähnen. Dennoch sollte man nicht das sehen, was noch eventuell möglich ist, sondern das, was die dramatische Realität dominiert.
In Nahost sind Millionen Menschen auf der Flucht, werden unter Bomben umhergetrieben wie Viehherden, in einem wesentlichen Teil der gesamten Region droht ein umfassender Krieg, Bürger westlicher Staaten werden in Hilfsaktionen ausgeflogen usw. Menschen- und Völkerrecht werden in unerhörtem Mass gebrochen. Muss man dann also noch Beweise für die Absurdität akuter Reisepläne liefern? Reise ich, um sagen zu können, es ist ja nochmal gut gegangen?

Für mich zeigt sich hier eine bedrohliche Wirklichkeitsverweigerung - und nicht nur das!
Ok - das ist nur meine Meinung, andere mögen es anders sehen!

Wie immer Themaverfehlung :bang: aber Hauptsache Kommentar abgegeben :lach:

Re: Iran Richtung Arabische Halbinsel

Verfasst: Mi 9. Okt 2024, 22:52
von Achim Vogt
Hallo Sandfisch,

herzlichen Dank für Deine Nachricht:
Sandfisch hat geschrieben:
Mi 9. Okt 2024, 00:36
Auch wenn wohl es momentan wohl nicht viele Reisende Richtung Arabische Halbinsel hat, möchte ich trotzdem Mitteilen, dass der Irak seit Neuem auch von Norden nach Süden durchfahren werden kann. Die Grenze bei Mossul für den Irak Fédéral, hat nun zwei mal (gestern und heute) Reisende mit eigenem Fahrzeug die Einreise von Irak Kurdistan kommend, gestattet.
Tatsächlich gibt es in anderen Gruppen ähnliche Nachrichten. Möglicherweise, so die Aussagen von Grenzern, gibt es seit einer Woche neue Regelungen, die das jetzt möglich machen. Wir werden in den nächsten Wochen noch abwarten müssen, ob sich das bestätigt.

Wenn ich die Nachrichten in den Gruppen so verfolge, sind übrigens gar nicht so wenige Overlander gerade unterwegs! Schließlich beginnt jetzt die Hauptreisezeit in der Region.

Viele Grüße
Achim

Re: Iran Richtung Arabische Halbinsel

Verfasst: Do 10. Okt 2024, 21:17
von Sandfisch
@ Klaus:ich finde es eigentlich nicht am Thema vorbei. Aber das ist ebenso einfach eine Meinung wie Deine oder Sysiphus. Und es wäre doch langweilig, wenn alle die selben Gedanken hätten.

@Sysiphus: ja, du hast recht. Es ist schrecklich und wir werden überall (hier wie dort) von Irren regiert.
Es gibt auch nach Tschernobyl Tourismus, habe ich jedenfalls gelesen. Es gibt ev. auch Kriegstouristen? Keine Ahnung, aber es hat jedenfalls Reisende und hier ist ein Reiseforum. Ich finde deine Einwände jedoch durchaus angebracht. Wenn man jetzt dorthin oder auch nur durchreisen möchte, sollte der Krieg sicher nicht ausgeblendet werden. Mit der immensen Waffenhilfe des Westens ist dieser Krieg ja auch erst so möglich und die Araber haben von unserem Westen wohl ziemlich die Schnauze voll🙈.
Ja, mir tun die Menschen sehr leid. Ich hätte zum Bsp. Bedenken, dass ich jemandem den Diesel wegnehme, der ihn dringend gebraucht. Schon vor einem halben Jahr war Diesel im Irak Fédéral und im Süden des Iran Mangelware.

@Achim: ich möchte hier nicht Reklame machen für eine Irakrundreise🙈😉. Ja, es hat Reisende auch in dieser Gegend und wie du schreibst, es ist die ideale Reisezeit🙃.

Auch ich wäre gerne wieder Richtung Osten,
Werde jedoch wohl in Kürze Richtung Afrika.

Ich glaube jedoch, dass Reisen auch in Zeiten von Krieg, Pandemie, Kriminalität etc. enorm wichtig und wertvoll ist. Es ist ein unglaubliches Privileg, die Schönheit unserer Erde zu erleben. Die Welt ist überhaupt nicht so wie es uns erzählt wird und unsere (meine) Welt ist auch nicht so, wie es den Menschen dort erzählt wird. Auch dies ist ein Grund, warum ich das Reisen so schätze.

Vielleicht erhoffen wir uns auf unseren Reisen unter anderem auch Freiheit zu entdecken und wenn man Glück hat, finden wir sogar Wahrhaftigkeit.

Gute Fahrt und Liebe,Friede und Freiheit für die Menschen im Nahen Osten und die Menschen im Wüstenschiff.

Re: Iran Richtung Arabische Halbinsel

Verfasst: Do 10. Okt 2024, 22:39
von Achim Vogt
Hallo Sandfisch,

so ein schöner Post! Da wünschte ich mir dann doch manchmal, dass wir Emojis hätten, um einen solchen Post einfach mal zu liken!

Viele Grüße
Achim

Re: Iran Richtung Arabische Halbinsel

Verfasst: Fr 11. Okt 2024, 15:35
von sysiphus
Sandfisch hat geschrieben:
Do 10. Okt 2024, 21:17
@ Klaus:ich finde es eigentlich nicht am Thema vorbei....
Ich begleitete das Wüstenschiff seit seinem Beginn, habe dabei sehr intensiv mitdiskutiert, “kenne” also auch Dich - Achim - aus Dialogen. Dann folgte eine längere Pause, bis ich mich wieder einschrieb.

Es gab zu allen Zeiten Kontroversen, ja heftige “Duelle”, nicht immer ohne Aggressivität. Alex hat diese Perioden (mit nur sehr wenigen Ausnahmen) mit ruhiger Hand souverän moderiert. Das klappte auch deswegen, weil Meinungsverschiedenheiten nie wirklich bösartig, sondern doch überwiegend intelligent ausgetragen wurden. Die Reisenden von damals sind nun meist nicht mehr an Deck, haben abgemustert, oder sind über Bord gegangen; panta rhei!

@Sandfisch: lass Dich nicht von einer Reise durch Marokko abbringen. Auch wenn es die ganz große Weite (z.B. SA, Algerien, Niger, Mali, Libyen usw.) dort nicht gibt und der schon historische Tourismus unübersehbare Prägungen bewirkt hat, ist es ein phantastisches Land mit großer Geschichte, freundlichen Menschen und gutem Essen! :wink:
Deine Reiseerfahrung wird Dich davor bewahren, in die (vergleichsweise harmlosen) Fallen zu geraten, die es reichlich gibt.

Reisen durch ein diktatorisches Land können - wegen der Begegnungen mit dort lebenden Menschen - sehr tief gehen, weil trotzdem ein vorsichtiger (!) Austausch stattfinden kann (Beispiel Iran).

Ganz anders sehe ich aber Reisen durch akute Kriegsgebiete - und das nicht nur aus Gründen direkter Gefahren (ich erspare mir, hier Informationen zu wiederholen), sondern auch wegen ethischer Bedenken. Es wäre mir nicht möglich, von “Schließlich beginnt jetzt die Hauptreisezeit in der Region” zu sprechen, diese also zu nutzen, während Millionen Menschen, nicht weit entfernt, vor Bomben fliehen und froh sein müssen, ein elendes Lager zu finden, welches dann u.U. ebenso bombardiert wird.

Ich habe in zwei großen Sahara/Sahel-Hungersnöten weitgehend hilflos (wenn auch im Kontakt mit international organisierter Hilfe) enormes Elend direkt erlebt. Strukturen, die dort unwiderruflich zerbrochen sind, werden nun auch anderswo willkürlich für Jahrzehnte zertrümmert.

@ middeldorfklaus3, wenn ich mich jetzt hier verabschiede, dann bist nicht Du die Ursache, denn ich sehe Dich als quantité négligeable, Du bist nur der Anlass. Du kannst Dich jedenfalls freuen, dass wir uns nie trafen.
(Vielleicht musst Du ja auch nur das kompensieren, was Dir als “fröhliche” Resonanz im Buschtaxi begegnet.)

Wünsche allen gute Fahrt und gesunde Heimkehr!

sysiphus

Re: Ansichten zu Reisen in Krisengebieten

Verfasst: Fr 18. Okt 2024, 09:25
von Michael Hausmann
Hallo sysiphus,
Wie ich schon an anderer Stelle schrieb,
Ich will hoffen, dass es Dir mit Deiner Verabschiedung nicht zu Ernst ist.
Ein Forum braucht auch unbedingt kontrovers ausgetragene Meinungsverschiedenheiten.
Sei es zu Corona, zu Geopolitik oder zu mehr oder weniger angemessenem Reiseverhalten.
Solange man dem Gegenüber angemessen (gerne auch pointiert) begegnet, ist doch alles in Ordnung.

@Sandfisch: Ich schätze Deine Art, auf die Welt und die Menschen zuzugehen, sehr

Liebe Grüße aus (zur Zeit) Rumänien, nicht weit von der ukrainischen Grenze entfernt.

Gestern abend hatten wir einen 90minütigen Warnhnweis auf dem Mobiltelefon vor "aus dem Himmel herabfallenden Gegenständen".

Re: Ansichten zu Reisen in Krisengebieten

Verfasst: Fr 18. Okt 2024, 12:02
von pefra
Sandfisch hat geschrieben:
Do 10. Okt 2024, 21:17
Ich glaube jedoch, dass Reisen auch in Zeiten von Krieg, Pandemie, Kriminalität etc. enorm wichtig und wertvoll ist.
Ja. Und wenn es nur dazu dient zu erkennen, dass die Umstände im entsprechenden Land womöglich anders sind, als es uns unsere Medien hier zuhause vermitteln. Da kann ich nur voll und ganz zustimmen.

Die Berichterstattung über Afrika z.B. bewegt sich in den Leid-Meiden immer noch auf dem Level "Neger vor seiner Hütte, Elefantenkacke rauchend". Dass das Internet in RSA hundertmal schneller und billiger ist als in Berlin, habe ich z.B. noch nirgendwo gelesen.

Auf unserer Afrikadurchquerung 2009/2010 sind wir durch den Sudan gefahren, als es im "Südsudan" gerade anfing zu scheppern. Auf unserer Route war nichts davon zu spüren, aber man konnte merken, dass es irgendwo gärt.

Wir sind durch Libyen, kurz bevor der Wahnsinn dort losging, und wir haben mit Leuten gesprochen, die wussten, was da loswar und uns z.B. dringend davon abgeraten haben, in bestimmte Wüstengegenden zu fahren.

Wir waren Ende 2002 / Anfang 2003 in Ilizi, Algerien und wollten mit unserem 78er auf die Gräberpiste, von Ilizi aus. Der Posten hinter Ilizi am Einstieg in die Strecke hat uns überzeugt, eher überredet, dass dies keine gute Idee ist. Die wussten schon mehr. Wir sind umgedreht, und was in der Gegend später passiert ist, weiß ja jeder, der hier mitliest. Gibt ja auch aktuell einen Filmhinweis dazu.

In Äthiopien waren wir im Gebiet der Afar, wochenlang. Es brutzelte überall, viele waren im Kampfmodus, aber niemand hat versucht, Ausländer dort mit reinzuziehen. Ebenso im OMO-Gebiet, in dem wir später waren.

Was bleibt am Ende: Die klare Einsicht, dass man für sein Tun selbst verantwortlich ist. Dass man viele Leute fragen kann, aber am Ende selbst entscheiden muss. Dass man auf andere hören muss, vor allem auf Einheimische. Dass man wieder lernen muss, für sein Tun am Ende gerade zu stehen und die Verantwortung dafür zu übernehmen.

Klar lesen wir, was das AA sagt, aber ungefähr so, wie wir einen mittelschlechten Reiseführer lesen. Man muss sich klar sein darüber, dass es beim AA um POLITIK geht. Das ist eben kein Reiseführer. Die interessiert nicht wirklich, was wir Reisenden wollen. Und mich interessiert am Ende auch nicht wirklich, was die wollen.

Und wir würden aktuell sehr gerne durch Russland fahren, um zu sehen, was dort wirklich los ist. Blödes Klima / Wetter aber gerade, aber das wird ja irgendwann wieder besser. Und falls es nicht ganz schlimm dort wird, mit der politischen Situation, werden wir das auch ins Auge fassen. Leider muss man politisch aber das Schlimmste annehmen.

Und auf all unseren Reisen hat uns nur ein einziges Land wirklich spüren lassen, dass sie uns am liebsten von hinten sehen. Das war Polen.

Kann man lange drüber nachdenken.

Grüße!

Re: Ansichten zu Reisen in Krisengebieten

Verfasst: Fr 18. Okt 2024, 13:56
von fordfahrer
Hallo Zusammen,

ja, das ist wirklich ein Problem in Deutschland geworden, dass wir nicht mehr in der Lage sind, demokratisch mit unterschiedlichen Meinungen umzugehen. Aber das sollte in so einem Forum möglich sein, oder?

Was ist ein Krisengebiet? Ich glaube, am Ende muss das jeder selbst bewerten und tlw. sind die Chancen zu Hause vom Bus angefahren zu werden größer.

Meist ist es so, dass die Menschen in den "Krisengebieten" es unheimlich wertschätzen, wenn man sie besucht, als Tourist oder als Freund. Es zeigt, dass man sie wertschätzt, auch trotz der ggf. exisiterenden Gefahren, die sie jeden Tag ertragen müssen. Wir haben das in Afrika erlebt und auch jetzt vor 14 Tagen in Israel.
Die Menschen sind so dankbar, dass es in der Welt Leute gibt, die nicht jeder, wie das heute heisst, "Narrative" folgen. Wir haben Freunde und Kollegen besucht und insbesondere im Norden wird es durchaus sehr wertgeschätzt und zur Kenntnis genommen, welche Gefahren man damit auf sich nimmt. Die Leute wissen dann, dass man verstehen kann, was es heisst, in jedem Augenblick in den Bunker laufen zu müssen, wenn man von Terroristen beschossen wird - in rein zivilen Gebieten. Man sitzt im Bunker und wartet gemeinsam den iranischen Raktenangriff ab - gut wir waren auch letztes Jahr am 7. Oktober dort und die Leute haben schon gefragt, ob die Kriegshandlungen etwas mit unserer Anwesenheit zu tun haben oder wir gewisse Neigungen besitzen. Man muss das nicht erleben aber es ordnet gewisse Sachen ein für uns, die wir hier sonst der Meinung sind, von unseren Sofas oder nach der Agitation der "Tagesschau" beurteilen zu müssen (ich glaube, da sind wir uns alle einig). Und man hört oft "Du warst/bist hier, Du weist, wie es wirklich war/ist. Danke, dass ihr gekommen seid."

Am 7. Oktober 23 waren wir zum Glück in Tel Aviv, obwohl Ashkelon geplant war. Damals hatte ich anderswo meine Gedanken am Abend kurz zusammengefasst:
"Aber was könnte man sagen? Es ist Krieg. Man ist im Park und hört plötzlich die Sirenen und läuft mit Leuten, die Hunde ausführen oder gerade noch mit ihren Kindern auf dem Spielplatz waren in den Shelter? Man sitzt auf dem Sofa und trifft sich mit den restlichen Hausbewohnern im Halbstundentakt im Treppenhaus, weil dort der "safe room" ist und die Treppen das stabilste an dem Haus sind ... .Man zuckt nach einem Einschlag zusammen, wenn das Gebäude anfängt zu zittern - im 30 Sekundentakt - und hört den Einschlag 200 Meter entfert, und das alles im Herzen der Stadt, eine Straßenecke vom Dizengoff... . Und da reden wir noch nicht über die Bilder aus Ashkelon oder von diesem Festival. Und wir sind Touristen, was wissen wir schon. Gut Strände zu, Straßenblockaden, Polizei in der Stadt, die Leute sind ruhig aber angespannt. Die Kibutze haben ihre Tore im ganzen Land geschlossen - es herrscht tlw. eine gespenstige Ruhe - שקט ist eigentlich was gutes in diesem Land, das immer in Bewegung ist - aber nicht jetzt und nicht so."


Es hilft mE immer, sich Sachen/Länder selbst anzuschauen und sich eine Meinung zu bilden. Unsere Reise nach KSA im letzten Jahr war auch so ein Augenöffner. Das hat so sowas von gar nichts damit zu tun, wie man es uns in den Medien präsentiert. Ich hatte ja anderswo schon meine (sehr positiven) Eindrücke zusammengefasst.

Aber sicherlich, man muss bewerten, ob man das machen möchte und wen man damit unterstützt. Meist sind ja die Menschen in den Ländern nicht das gleiche, wie die Regierungen. Das muss man mE strikt trennen.

Reisen verbindet!!!


Gruss
Christian

Re: Ansichten zu Reisen in Krisengebieten

Verfasst: Fr 18. Okt 2024, 20:41
von Canadier
@pefra
Danke für das Statement. Grundsätzlich sehen wir das ähnlich.

Polen: Haben wir bisher nur gute Erfahrungen gesammelt. Mit ein paar wenigen Worten Polnisch sammelt man dort schnell Pluspunkte.

Russland: Hätte ich höchstens wegen eventueller ukrainischer Terorangriffe Bedenken. Die Russen können sehr gut zwischen Reisenden aus Deutschland und der deutschen Regierung unterscheiden. RUS bleibt weiterhin ein angenehmes Reiseland.

Der deutsche mediale Blickwinkel auf verschiedene Länder der Welt muss nicht zwingend die Realität zeigen.

Re: Ansichten zu Reisen in Krisengebieten

Verfasst: Sa 19. Okt 2024, 09:42
von joern
Ich bin bis vor einigen Jahren gerne durch Russland gereist und würde das heute nicht mehr tun. Man hört von anderen Reisenden, dass die Bevölkerung weiterhin sehr freundlich wäre. Allerdings weiss ich (nicht aus eigener Erfahrung, aber von Reisenden, die ich persönlich kenne), dass es in letzter Zeit öfter zu Verhören (Paare getrennt) bei der Ausreise aus Russland kommt. Bzgl der Meinung zur Krimannektion und dem Krieg. Gerne auch mit unterschriebenem Statement.
Mag sein, dass Leute, die von "ukrainischen Terrorangriffen" sprechen, bei der gewünschten Beantwortung keine Probleme haben. Auf meinen Besuch müssen die Russen verzichten.

Re: Ansichten zu Reisen in Krisengebieten

Verfasst: Sa 19. Okt 2024, 22:58
von pefra
Canadier hat geschrieben:
Fr 18. Okt 2024, 20:41
@pefra

Polen: Haben wir bisher nur gute Erfahrungen gesammelt. Mit ein paar wenigen Worten Polnisch sammelt man dort schnell Pluspunkte.
Und auch das beinhaltet einen sehr wichtigen Hinweis: Dass wir alle unterschiedliche Erfahrungen machen, selbst wenn wir im selben Land unterwegs sind. Deshalb ist der Hinweis weiter oben auch absolut berechtigt. Wenn es zwei geschafft haben (was auch immer sie geschafft haben) dann heißt das ja nicht automatisch, dass alle anderen auch durchkommen und das gleiche Erlebnis haben.

Zehnmal geht's gut. Wenn du der Elfte bist...

Re: Ansichten zu Reisen in Krisengebieten

Verfasst: So 20. Okt 2024, 00:07
von pefra
joern hat geschrieben:
Sa 19. Okt 2024, 09:42
Leute, die von "ukrainischen Terrorangriffen" sprechen...
Vielleicht sind dass die Leute, die sich noch erinnern können, was 2014 und danach in der Ukraine geschehen ist...

Aber vielleicht sollten wir das hier im Forum nicht weiter erörtern. Das ist ja schon im richtigen Leben schwierig, geschweige denn online...