Das bedeutet, dass Funkwellen ein Hindernis (Sanddüne, Häuser, Geländeformen, etc...) nicht überwinden können. Wenn Sender und Empfänger durch eine Sanddüne getrennt sind, welche hoch genug ist, stehen beide im sog. Funkschatten. Hier kann keine Verbindung zustande kommen.
Die Erfahrung zeigt, dass das nicht so ist.
Es ist egal, in welchem Frequenzbereich gearbeitet wird (11 m, 2 m, 4 m).
Nein, das ist nicht egal, da sich die Ausbreitungsbedingungen grundsätzlich unterscheiden und dieses Kriterium wesentlich wichtiger ist, als die Sendeleistung, die mobil zur Verfügung steht.
Und zwar zwischen 11m, 2m und 70 cm-Band. Um die geht es hier, da in D ohne Lizenz nutzbar (im Ausland abweichende Regelngen möglich und zu beachten).
Wo du mit PMR und 500 mW schon hinter der nächsten hohen Düne keine Verbindung mehr hast, klappt die Verbindung mit CB und 4 Watt im 11m Band u.U. noch über Kilometer.
4m Band ist hier nicht relevant, da lizenzpflichtig. Ob BOS oder (in einem ganz schmalen Bereich auch AFU) lassen wir mal außen vor.
4m Band ist daneben schon auf mittlere Distanzen im Direktverkehr ohne Relais nicht so der Bringer.
Für die Verbindung während der Fahrt auf Sichtweite, reicht ein handelsübliches CB-Funkgerät.
Gefragt waren HFGs, im Auto ohne Außenantenne eher weniger geeignet.
Für den Kontakt zu Lodges, welche über VHF erreichbar sind, ist natürlich ein solches Gerät erforderlich. Hier sollte aber ein handelsübliches Gerät ausreichend sein (Sendeleistung ca. 5 Watt). Wichtig ist aber auch die Abstimmung der Antenne.
Hmh, die aktuelle Frage war vom 04.05. und bezog sich nicht mehr auf Ostafrika o.ä. Hast dich vermutlich auf das einige Jahre alte Eingangsposting bezogen?
Für die Kommunikation über weite Strecken, arbeitet man im 4 Meter Band mit Relaisstellen. Ab hier wird es aber technisch etwas aufwendiger und etwas teuer.
S.o., mag in Tanzania so sein. In D würde ich ohne Lizenz die Finger davon lassen, da das die BOS nicht so mögen. Auch wenn sie inzwischen "digitalisieren".
Ansonsten müsste man "weiter Strecken" genauer definieren und dazu fällt mir eigentlich verläßlich nur Kurzwelle mit AFU-Lizenz ein.
War aber, glaube ich, aktuell nicht gefragt.
Ich habe mit einem 4 Meter Handgerät, Sendeleistung 25 Watt, mittels zwei Relais eine gute Verbindung nach Deutschland bekommen und das vom Gipfel des Kilimandscharo.
M.W. ist in D Empfangsbetrieb 4m für AFU zulässig.
Weder in D noch in Tanzania ist regulärer Sende-/Empfangsbetrieb im 4m-Band als AFU zulässig.
Ich hab übrigens im 4m-Band auch schon tausende von Kilometern mit zwei Relais überbrückt. Nur ging die Relaisverbindund in D über 70 cm und sonst über SAT.
Um auf die eigentliche aktuelle Frage von Giri zurückzukommen:
Es richtet sich aus meiner Sicht nach folgenden Kriterien
a) Was habe die anderen Mitfahrer? -> Das solltest du dir auch zulegen, sonst wird das nix mit der Verbindung.
b) Wo willst du es benutzen? -> Also vorher schlau machen, welche Frequenzverteilung es dort gibt und ob so etwas dort erlaubt ist.
Wenn die Entscheidung offen ist, würde ich mir son Baofeng UV5R plus oder sowas anschauen. Ist ein in weiten Bereichen einstellbares Dualbandgerät 2m/70 cm. Dazu eine Außenantenne. Das funktioniert gut und liegt unter 50 €. Auch wenn du das Ding auf dem freenet, LPD, PMR-Frequenzen betreibst, ist das in D natürlich verboten, da das kein zugelassenes Gerät ist.
In D darfst du so etwas natürlich nur mit entsprechender Lizenz betreiben.
Im Ausland gibt es meist entsprechende Vorschriften.
Noch eins (keine Belehrung, nur so als Hinweis):
Die Funkfrequenzen sind weltweit verteilt und werden von BOS, Militär, UN, Rotem Kreuz, AFU und was weiß ich genutzt.
Die finden es nicht besonders erheiternd, wenn man mit so einem Ding kommt und ihnen den Funkverkehr stört.
Solche Störungen können auch mal ins Eingemachte gehen, wenn man die Frequenz des Rettungshubschraubers erwischt.