VHF-Funkgeräte

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emanuelberger
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Re: VHF-Funkgeräte

Beitrag von emanuelberger »

PeterC hat geschrieben:Ich habe CB und 2m eingesetzt.
Ergebnis: CB hat schon hinter der nächten Düne / Hügel / Berg ein Problem, mit 2m kommt man auch unter ungünstigen Bedingungen min. 5km.
Wobei es mir reichlich viel vorkommt, mit 5 W Sendeleistung 15 km Reichweite zu schaffen. Wahrscheinlich gilt dies für ebene Fläche ohne Sichtbehinderung. In den Dünen habe ich mit 55W etwa 10 km erlebt.
Hallo Peter
55W = 10Km scheint mir sehr wenig, ausser wenn es sich um ein Handfunkgerät, ohne Aussenantenne und im inneren des Fahrzeugs betrieben.
Bei einem Mobilfunkgeräte wäre da wohl die Antenne schlecht abgestimmt.

Gruss
Emanuel

PS: Bin auf der Suche nach dem geigneten Funkgerät für unseren Bus
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Giri
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Re: Funkgeräte

Beitrag von Giri »

Hallo Wüschi-Freunde

Ich bin auf der Suche nach einem geeigneten Funkgerät. Im Wüschi wird oft von Funk gesprochen, aber nicht von welcher Frequenz, Band oder Typ...???
Auf folgende Typen bin ich im Wüschi gestossen:
CB-Funk
PMR-Funk
VHF-Funk
Babyfon! :lol:

Grundsätzlich reisen wir gerne alleine, aber wenn man in einer Gruppe zB. durch Dünen reist, ist es sicher Sinnvoll, sich über Funk zu verständigen.

Fragen:
- Wenn ich spontan einer Fahrgemeinschaft beitrete, bin ich mit CB gut bedient oder wäre besser PMR, VHF oder Babyfon :lach: ?
- welche Modulation(en) (AM, FM, SSB etc) braucht das Funkgerät?
- genügen 4W Leistung oder brauche ich die Leistung, welche mir auch noch die Hirnrinde zum Kochen bringt?
- auf welchen Frequenzen wird allgemein kommuniziert oder ein neuer Funkpartner gesucht?

Ich suche keinen technischen Firlefanz, sondern ein zweckmässiges einfach zu bedienendes Funkgerät.
Ich möchte nicht mit meinem Onkel in Novosibirsk plaudern, sondern vielleicht einmal im Umkreis von 10km auf mich aufmerksam machen.

Ich habe bis jetzt mit dem Midland 42 Multi mit zusätzlicher Aussenantenne geliebäugelt. Bin aber in der Zwischenzeit nicht mehr sicher, ob das das richtige ist.
Oder brauche ich jeden Typ von Funk (inkl. Babyfon :bang: )

Freue mich auf Eure Anregungen
emanuelberger
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Re: VHF-Funkgeräte

Beitrag von emanuelberger »

Ich habe hier in Südafika für umgerechnet Sfr. 40.- zwei Midland "Babyfons" gekauft. Diese haben sich jetzt schon 10 Tage gut bewährt, wenn die Fahrzeuge nur ein paar hundert Meter auseinander sind.

So kann ich zurt Zeit meinem Besuch im Krügerpark die gesichteten Tiere melden und wenn sie wegen dem Staub etwas Abstand brauchen, kann sie sich immer noch melden wenn was ist.

Solche Geräte brauchen hier und in vielen anderen Länder keine Lizenz.

Gruss aus Letaba Camp / Krügerpark
Emanuel
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Giri
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Re: VHF-Funkgeräte

Beitrag von Giri »

Lieber Emanuel

Danke für Dein Feedback. An dieser Stelle wünsche ich Euch einen schönen und erlebnisreichen Aufenthalt in Südafrika.
Ich stelle mir vor, dass das Babyfon nur auf kurze Distanzen und auf Sicht funktioniert?!

Meine Vorstellung wäre schon, dass ich über mehrere km (5-10km) den Funkkontakt aufrecht erhalten kann, auch wenn mal eine Düne dazwischen ist.
Weiter ist mir sehr wichtig, ein Funksystem (VHF, CB, PMR etc.) anzuschaffen, das die meisten 4x4 Reisenden benützen.

Deshalb würde ich mich freuen, von den Funk-Besitzern ein kleines Feedback zu bekommen, welches Funk-System er benützt und auf welcher Standby-Frequenz er durch die schöne Welt fährt.

Gruss, eine schöne Woche und besten Dank zum Voraus
Jsem
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Re: VHF-Funkgeräte

Beitrag von Jsem »

Hallo zusammen,

mal was grundsätzliches zum Funkbetrieb, unabhängig ob genehmigungsfrei oder genehmigungspflichtig.

Funkwellen breiten sich ringförmig aus. Das bedeutet, dass Funkwellen ein Hindernis (Sanddüne, Häuser, Geländeformen, etc...) nicht überwinden können. Wenn Sender und Empfänger durch eine Sanddüne getrennt sind, welche hoch genug ist, stehen beide im sog. Funkschatten. Hier kann keine Verbindung zustande kommen.

Es ist egal, in welchem Frequenzbereich gearbeitet wird (11 m, 2 m, 4 m). Es ist erst mal eine Frage der Sendeleistung und der Abstimmung der Antenne auf den Frequenzbereich. Als nächstes kommt die Geländeform zum tragen. Freies ebenes Gelände bedeutet eine höhere Reichweite als in einem kopierten oder bergigem Gelände.

Für die Verbindung während der Fahrt auf Sichtweite, reicht ein handelsübliches CB-Funkgerät. Für den Kontakt zu Lodges, welche über VHF erreichbar sind, ist natürlich ein solches Gerät erforderlich. Hier sollte aber ein handelsübliches Gerät ausreichend sein (Sendeleistung ca. 5 Watt). Wichtig ist aber auch die Abstimmung der Antenne.

Für die Kommunikation über weite Strecken, arbeitet man im 4 Meter Band mit Relaisstellen. Ab hier wird es aber technisch etwas aufwendiger und etwas teuer.

Ich habe mit einem 4 Meter Handgerät, Sendeleistung 25 Watt, mittels zwei Relais eine gute Verbindung nach Deutschland bekommen und das vom Gipfel des Kilimandscharo.

Gruß

Jörg
landcruiser.
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Re: VHF-Funkgeräte

Beitrag von landcruiser. »

4m-Band nach D, ja ne is kla ...
In D ist das BOS
Deine anderen Ausführungen find ich auch, sagen wir mal, überdenkenswert ...
Jsem
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Re: VHF-Funkgeräte

Beitrag von Jsem »

landcruiser. hat geschrieben:4m-Band nach D, ja ne is kla ...
In D ist das BOS
Deine anderen Ausführungen find ich auch, sagen wir mal, überdenkenswert ...
Das 4 Meter Band ist auf einen bestimmten Frequenzbereich für BOS "reserviert". Es gibt im 4 m Band einen Frequenzbereich für den Amateurfunk, genau den nutze ich. Ich bin Amateurfunker mit A-Lizenz.

Meine Ausführung war allgemein verständlich gehalten. Es geht auch umfassender und technischer..

Was ist denn "überdenkenswet" an der Ausführung?

Gruß

Jörg
landcruiser.
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Re: VHF-Funkgeräte

Beitrag von landcruiser. »

Das bedeutet, dass Funkwellen ein Hindernis (Sanddüne, Häuser, Geländeformen, etc...) nicht überwinden können. Wenn Sender und Empfänger durch eine Sanddüne getrennt sind, welche hoch genug ist, stehen beide im sog. Funkschatten. Hier kann keine Verbindung zustande kommen.
Die Erfahrung zeigt, dass das nicht so ist.
Es ist egal, in welchem Frequenzbereich gearbeitet wird (11 m, 2 m, 4 m).
Nein, das ist nicht egal, da sich die Ausbreitungsbedingungen grundsätzlich unterscheiden und dieses Kriterium wesentlich wichtiger ist, als die Sendeleistung, die mobil zur Verfügung steht.

Und zwar zwischen 11m, 2m und 70 cm-Band. Um die geht es hier, da in D ohne Lizenz nutzbar (im Ausland abweichende Regelngen möglich und zu beachten).

Wo du mit PMR und 500 mW schon hinter der nächsten hohen Düne keine Verbindung mehr hast, klappt die Verbindung mit CB und 4 Watt im 11m Band u.U. noch über Kilometer.

4m Band ist hier nicht relevant, da lizenzpflichtig. Ob BOS oder (in einem ganz schmalen Bereich auch AFU) lassen wir mal außen vor.

4m Band ist daneben schon auf mittlere Distanzen im Direktverkehr ohne Relais nicht so der Bringer.

Für die Verbindung während der Fahrt auf Sichtweite, reicht ein handelsübliches CB-Funkgerät.
Gefragt waren HFGs, im Auto ohne Außenantenne eher weniger geeignet.
Für den Kontakt zu Lodges, welche über VHF erreichbar sind, ist natürlich ein solches Gerät erforderlich. Hier sollte aber ein handelsübliches Gerät ausreichend sein (Sendeleistung ca. 5 Watt). Wichtig ist aber auch die Abstimmung der Antenne.
Hmh, die aktuelle Frage war vom 04.05. und bezog sich nicht mehr auf Ostafrika o.ä. Hast dich vermutlich auf das einige Jahre alte Eingangsposting bezogen?
Für die Kommunikation über weite Strecken, arbeitet man im 4 Meter Band mit Relaisstellen. Ab hier wird es aber technisch etwas aufwendiger und etwas teuer.
S.o., mag in Tanzania so sein. In D würde ich ohne Lizenz die Finger davon lassen, da das die BOS nicht so mögen. Auch wenn sie inzwischen "digitalisieren". :wink:

Ansonsten müsste man "weiter Strecken" genauer definieren und dazu fällt mir eigentlich verläßlich nur Kurzwelle mit AFU-Lizenz ein.

War aber, glaube ich, aktuell nicht gefragt.
Ich habe mit einem 4 Meter Handgerät, Sendeleistung 25 Watt, mittels zwei Relais eine gute Verbindung nach Deutschland bekommen und das vom Gipfel des Kilimandscharo.
M.W. ist in D Empfangsbetrieb 4m für AFU zulässig.

Weder in D noch in Tanzania ist regulärer Sende-/Empfangsbetrieb im 4m-Band als AFU zulässig.

Ich hab übrigens im 4m-Band auch schon tausende von Kilometern mit zwei Relais überbrückt. Nur ging die Relaisverbindund in D über 70 cm und sonst über SAT. :wink:


Um auf die eigentliche aktuelle Frage von Giri zurückzukommen:

Es richtet sich aus meiner Sicht nach folgenden Kriterien

a) Was habe die anderen Mitfahrer? -> Das solltest du dir auch zulegen, sonst wird das nix mit der Verbindung. :mrgreen:

b) Wo willst du es benutzen? -> Also vorher schlau machen, welche Frequenzverteilung es dort gibt und ob so etwas dort erlaubt ist.

Wenn die Entscheidung offen ist, würde ich mir son Baofeng UV5R plus oder sowas anschauen. Ist ein in weiten Bereichen einstellbares Dualbandgerät 2m/70 cm. Dazu eine Außenantenne. Das funktioniert gut und liegt unter 50 €. Auch wenn du das Ding auf dem freenet, LPD, PMR-Frequenzen betreibst, ist das in D natürlich verboten, da das kein zugelassenes Gerät ist.
In D darfst du so etwas natürlich nur mit entsprechender Lizenz betreiben.

Im Ausland gibt es meist entsprechende Vorschriften.

Noch eins (keine Belehrung, nur so als Hinweis):

Die Funkfrequenzen sind weltweit verteilt und werden von BOS, Militär, UN, Rotem Kreuz, AFU und was weiß ich genutzt.

Die finden es nicht besonders erheiternd, wenn man mit so einem Ding kommt und ihnen den Funkverkehr stört.

Solche Störungen können auch mal ins Eingemachte gehen, wenn man die Frequenz des Rettungshubschraubers erwischt.
Surfy
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Registriert: Mo 30. Mai 2011, 12:50

Re: VHF-Funkgeräte

Beitrag von Surfy »

Ich hatte mich für CB entschieden, was wohl noch am weitesten verbreitet ist, das ganze versteckt eingebaut. Da wir am liebsten alleine Reisen, blieb es bis anhin ungenutzt, aber so etwas kann spontan ja schnell entstehen. Auf 4x4 Treffen haben wir 1-2 mal damit kommuniziert. Zusätzlich haben wir 2 kleine PMRs Handfunken im Gepäck.

Mit CB bei freier Sicht sind 4-5km kein Problem mit guten Komponenten. In Dünen / Hügel wird's eng und schnell nur noch wenig mehr als Sichtdistanz. Verboten ist das ganze auch schnell mal, ausserhalb von Europa.

Viel öfters sind die Handfunken bei knackigen Passagen bei uns im Einsatz, gesprochene Anweisungen sind hilfreicher als Einweisungen die des öfteren Missverständlich sein können.

Neben den kleinen PMRs würden wir heute nichts mehr anschaffen. Fährt man mit anderen dann ist man eh in Sichtdistanz und hält auch gemeinsam. Oder wartet auf den Track bis andere aufgeschlossnen haben, bevor man abzweigt..

Ist auf einer gewerblichen Tour vielleicht anders, aber unter neuen Freunden würde ich das erwarten, oder wieder alleine weiterziehen.

Wahrscheinlich würde ich sämtlichen Funk-Kram auf der nächsten Transafrika zuhause lassen :wink: Ob die Lodges Platz haben oder nicht ist für Overlander auch nicht so wichtig - irgendwo hinstellen kann man sich ja immer. Für Nothilfe ist mir eine satellitenbasierte Kommunikation lieber, beispielsweises das hier: viewtopic.php?f=8&t=50572

In Europe sind die PMRs ganz nett.

Surfy
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