Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Moderator: Moderatoren
Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Meine nächstes Traumziel ist Timbuktu. (ich fahre allein im Pick-up)
Auf dem Weg dorthin möchte ich auch ein weiteres Mal Marokko geniessen und muss (oder darf?) dann durch Mauretanien in den Senegal.
Die Unsicherheit der Zustände in Mauretanien beschäftigt mich dabei sehr. Eine Umschiffung ist natürlich die Alternative, aber wie sieht es mit der Landdurchquerung aus? (Die Beiträge , die ich gelesen habe, sind meist älter.)
Hat jemand aktuelle Informationen bzw. Erfahrungen?
Im Einzelnen interessieren mich folgende Fragen?
• Wie sieht denn die Situation an der Küste aus?
• Abwägung Küstenlinie gegen Hauptstrasse?
• alleine schnell durchfahren oder Landschaft und Küste geniessen und abseits der Hauptstrasse übernachten
(würde mich schon interessieren)?
• Oder im Konvoi?
• Was ist mit dem Parc National Du Banc d' Arguin ?
• Visum in Deutschland oder in Rabat beantragen?
• Grenzübergang nach Senegal über Diana oder Rosso
• Ist es sinnvoll für die Durchfahrt einen Guide zu engagieren
(ich habe gute Erfahrungen mit Berbern in Marokko gemacht)
Ansonsten bin ich auch für andere Anregungen dankbar.
Auf dem Weg dorthin möchte ich auch ein weiteres Mal Marokko geniessen und muss (oder darf?) dann durch Mauretanien in den Senegal.
Die Unsicherheit der Zustände in Mauretanien beschäftigt mich dabei sehr. Eine Umschiffung ist natürlich die Alternative, aber wie sieht es mit der Landdurchquerung aus? (Die Beiträge , die ich gelesen habe, sind meist älter.)
Hat jemand aktuelle Informationen bzw. Erfahrungen?
Im Einzelnen interessieren mich folgende Fragen?
• Wie sieht denn die Situation an der Küste aus?
• Abwägung Küstenlinie gegen Hauptstrasse?
• alleine schnell durchfahren oder Landschaft und Küste geniessen und abseits der Hauptstrasse übernachten
(würde mich schon interessieren)?
• Oder im Konvoi?
• Was ist mit dem Parc National Du Banc d' Arguin ?
• Visum in Deutschland oder in Rabat beantragen?
• Grenzübergang nach Senegal über Diana oder Rosso
• Ist es sinnvoll für die Durchfahrt einen Guide zu engagieren
(ich habe gute Erfahrungen mit Berbern in Marokko gemacht)
Ansonsten bin ich auch für andere Anregungen dankbar.
Zuletzt geändert von Wosus am Do 29. Sep 2011, 10:07, insgesamt 1-mal geändert.
Der Weg ist das Ziel, die Menschen sind die Medaille ...
http://www.wosus.de
http://www.wosus.de
-
florian schmidt
- Beiträge: 225
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 13:10
- Wohnort: würzburg
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Servus,
Du fährst nach Timbuktu und hast Bedenken hinsichtlich der Sicherheitslage in Mauretanien.
Das: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laend ... _node.htmlv ist Dir bekannt?
Grüße
Florian
http://www.aepn.de
Du fährst nach Timbuktu und hast Bedenken hinsichtlich der Sicherheitslage in Mauretanien.
Das: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laend ... _node.htmlv ist Dir bekannt?
Grüße
Florian
http://www.aepn.de
-
Michael Prestele
- Beiträge: 85
- Registriert: Mo 7. Jun 2010, 22:38
- Wohnort: Oy-Mittelberg (Oberallgäu)
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Lieber Wosus,
ich kann Florian da nur zustimmen - es wäre sinnvoll, wenn Du Dir über Deine Routenplanung innerhalb von Mali auch Gedanken zur Sicherheit machst.
Zu Mauretanien würde ich Dir - da Du das erste mal und alleine dort bist - die Hauptstrasse zu nehmen, nicht nachts zu fahren und Dir zum Übernachten eine geeignete Herberge zu suchen. Hier im Forum bekommst Du da bei Bedarf sicher genug Empfehlungen, um den Weg durch Mauretanien in machbare Tagesetappen zu planen. Ein Führer ist dazu nicht notwendig.
Zum Grenzübergang in den Senegal findest Du auch hier im Forum endlose Diskussionen. Schwierig sind beide, in Rosso ist mehr los, d.h. Diama wäre die ruhigere Variante (und auch die interessantere Fahrstrecke). Eine finanzielle Ersparnis ist es nicht.
Das Visum für Mauretanien kannst Du bei der Botschaft in Berlin beantragen.
Hoffe, das hilft Dir weiter, und wünsch Dir eine gute Reise!
Michael
ich kann Florian da nur zustimmen - es wäre sinnvoll, wenn Du Dir über Deine Routenplanung innerhalb von Mali auch Gedanken zur Sicherheit machst.
Zu Mauretanien würde ich Dir - da Du das erste mal und alleine dort bist - die Hauptstrasse zu nehmen, nicht nachts zu fahren und Dir zum Übernachten eine geeignete Herberge zu suchen. Hier im Forum bekommst Du da bei Bedarf sicher genug Empfehlungen, um den Weg durch Mauretanien in machbare Tagesetappen zu planen. Ein Führer ist dazu nicht notwendig.
Zum Grenzübergang in den Senegal findest Du auch hier im Forum endlose Diskussionen. Schwierig sind beide, in Rosso ist mehr los, d.h. Diama wäre die ruhigere Variante (und auch die interessantere Fahrstrecke). Eine finanzielle Ersparnis ist es nicht.
Das Visum für Mauretanien kannst Du bei der Botschaft in Berlin beantragen.
Hoffe, das hilft Dir weiter, und wünsch Dir eine gute Reise!
Michael
One Life. Live it.
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Nouakchott
Rioting erupts in Mauritanian capital over census
http://af.reuters.com/article/topNews/i ... II20110929
Thu Sep 29, 2011 4:10pm GMT
Rioting erupts in Mauritanian capital over census
http://af.reuters.com/article/topNews/i ... II20110929
Thu Sep 29, 2011 4:10pm GMT
Nach Süden!
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
In der Wüste triffst Du Dich selbst.
Oder Du triffst nichts.
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Danke für Eure Ratschläge und Informationen.
Selbstverständlich bin ich informiert und werde mich auch weiter über die Aktuelle Sicherheitslage informieren.
Meine Vorhaben sind so geplant, dass ich die besonderen Risiko-Gebiete meide.
Mit den Jahren habe ich aber auch festgestellt und von anderen Globetrottern gehört, dass manchmal die Sicherheitsbedenken auch stark übertrieben sind. Deshalb frage ich natürlich immer nach aktuellen Eindrücken und Erfahrungen vor Ort.
Wenn ich die Sicherheitshinweise des AA beim Wort nehme, dann kann ich meine Planungen gleich stornieren. Wo in Übersee kann man denn dann überhaupt noch hinreisen?
Ich glaube, dass auch gerade Mauretanien in einigen Landesteilen falsch dargestellt wird und suche deshalb nach genaueren Informationen, empfohlenen Routen und empfehlenswerten Verhaltensregeln.
Ciao
Wosus
Selbstverständlich bin ich informiert und werde mich auch weiter über die Aktuelle Sicherheitslage informieren.
Meine Vorhaben sind so geplant, dass ich die besonderen Risiko-Gebiete meide.
Mit den Jahren habe ich aber auch festgestellt und von anderen Globetrottern gehört, dass manchmal die Sicherheitsbedenken auch stark übertrieben sind. Deshalb frage ich natürlich immer nach aktuellen Eindrücken und Erfahrungen vor Ort.
Wenn ich die Sicherheitshinweise des AA beim Wort nehme, dann kann ich meine Planungen gleich stornieren. Wo in Übersee kann man denn dann überhaupt noch hinreisen?
Ich glaube, dass auch gerade Mauretanien in einigen Landesteilen falsch dargestellt wird und suche deshalb nach genaueren Informationen, empfohlenen Routen und empfehlenswerten Verhaltensregeln.
Ciao
Wosus
Der Weg ist das Ziel, die Menschen sind die Medaille ...
http://www.wosus.de
http://www.wosus.de
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Hallo Wosus
Genauere Informationen, auch wenn Du sie erhalten solltest, sind beim Empfang derselbigen schon veraltet, weil sich die Situation stündlich ändert, Beispiele gibt es zu Genüge.
Für mich ist die wichtigste Verhaltensregel, den Leuten auf gleicher Ebene zu begegnen und wie hier in Europa, je nach Ort, mehr oder weniger Vorsicht walten zu lassen.
Das hört sich zwar sehr allgemein an, trifft aber zu.
Wenn Du in Mauretanien oder auch sonstwo im falschen Moment am falschen Ort bist hast Du einfach Pech gehabt.
Alle weiteren Tips, auch betreffend der Routenwahl halte ich für irrelevant da sich, wie gesagt, die Situation stündlich ändert.
Einzig, man könnte die bekannten Routen der Waffenschieber usw, versuchen zu meiden.
Und wenn man von einem Vorfall in der Presse oder im Wüschi hört, wird sich mit ziemlicher Sicherheit in der gleichen Gegend die nächsten Tage oder Wochen , dort, nichts der gleichen mehr ereignen.
Gruss Turi
Ich glaube, dass auch gerade Mauretanien in einigen Landesteilen falsch dargestellt wird und suche deshalb nach genaueren Informationen, empfohlenen Routen und empfehlenswerten Verhaltensregeln
Das trifft aber nicht nur für Mauretanien zu, sondern auch für den Rest von Afrika und vielen anderen Ländern.Mit den Jahren habe ich aber auch festgestellt und von anderen Globetrottern gehört, dass manchmal die Sicherheitsbedenken auch stark übertrieben sind. Deshalb frage ich natürlich immer nach aktuellen Eindrücken und Erfahrungen vor Ort.
Genauere Informationen, auch wenn Du sie erhalten solltest, sind beim Empfang derselbigen schon veraltet, weil sich die Situation stündlich ändert, Beispiele gibt es zu Genüge.
Für mich ist die wichtigste Verhaltensregel, den Leuten auf gleicher Ebene zu begegnen und wie hier in Europa, je nach Ort, mehr oder weniger Vorsicht walten zu lassen.
Das hört sich zwar sehr allgemein an, trifft aber zu.
Wenn Du in Mauretanien oder auch sonstwo im falschen Moment am falschen Ort bist hast Du einfach Pech gehabt.
Alle weiteren Tips, auch betreffend der Routenwahl halte ich für irrelevant da sich, wie gesagt, die Situation stündlich ändert.
Einzig, man könnte die bekannten Routen der Waffenschieber usw, versuchen zu meiden.
Und wenn man von einem Vorfall in der Presse oder im Wüschi hört, wird sich mit ziemlicher Sicherheit in der gleichen Gegend die nächsten Tage oder Wochen , dort, nichts der gleichen mehr ereignen.
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen!
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Hallo Turi,
genau das ist auch meine Feststellung und auch meine Vorstellung: den Leuten auf gleicher Ebene zu begegnen, sich für sie und ihre Lebensweisen zu interessieren und Verständnis für ungewohnte Besonderheiten zu entwickeln.
Bisher bin ich bei meinen zahlreichen Reisen bei entsprechender Vorsicht nicht enttäuscht worden.
Problematisch wird es natürlich, wenn Du einer "Truppe" vor die Füsse läufst, die keinerlei Bedenken hat, Gewalt zu nutzen, um sich zu bereichern , Ansehen in Ihren Reihen zu erlangen oder radikalen politischen bzw. religiösen Zielen zu dienen. Denen möchte ich natürlich möglichst nicht begegnen und so sehe ich die Warnungen, bestimmte Regionen wie das Innere der Sahara im Eck von Mauretanien, Algerien und Mali zu betreten.
Informationen über aktuelle Erfahrungen und die Lage sind mir da herzlich willkommen, um mich in meiner Reiseroute anzupassen.
Ciao
Wosus
genau das ist auch meine Feststellung und auch meine Vorstellung: den Leuten auf gleicher Ebene zu begegnen, sich für sie und ihre Lebensweisen zu interessieren und Verständnis für ungewohnte Besonderheiten zu entwickeln.
Bisher bin ich bei meinen zahlreichen Reisen bei entsprechender Vorsicht nicht enttäuscht worden.
Problematisch wird es natürlich, wenn Du einer "Truppe" vor die Füsse läufst, die keinerlei Bedenken hat, Gewalt zu nutzen, um sich zu bereichern , Ansehen in Ihren Reihen zu erlangen oder radikalen politischen bzw. religiösen Zielen zu dienen. Denen möchte ich natürlich möglichst nicht begegnen und so sehe ich die Warnungen, bestimmte Regionen wie das Innere der Sahara im Eck von Mauretanien, Algerien und Mali zu betreten.
Informationen über aktuelle Erfahrungen und die Lage sind mir da herzlich willkommen, um mich in meiner Reiseroute anzupassen.
Ciao
Wosus
Der Weg ist das Ziel, die Menschen sind die Medaille ...
http://www.wosus.de
http://www.wosus.de
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Hallo
Also ich kann Dir meine Erfahrung vom letzten bzw. diesem Jahr geben.
Ich habe mich in Mauretanien kein einziges Mal unsicher gefühlt.
Man wird halt die ganze Zeit angehalten. Auf der Rückfahrt hab ich mal gezählt. So um die 50 Mal. Die machen das aber zur eigenen Sicherheit. Die wollen immer einen "Fish" sehen. Ein Blatt Papier mit Angaben zur Person und zum Fahrzeug. Wenn man beim nächsten Kontrollpunkt nicht auftaucht suchen sie einen. Auf der Hinfahrt habe ich die Strecke entlang der Bahnlinie nach Atar genommen. Dann runter nach Nouakchott und dann weiter Richtung Bouge, Kaedi und Kankossa und dann querfeldein nach Kayes/Mali. Im Dezember will ich wieder nach Mali fahren, vielleicht auch weiter. Ich werde wohl wieder nach Atar fahren aber diesmal nicht nach Nouakchott sondern weiter durch die Wüste nach Tidjikdja und von da aus nach Mali. Was ich überhaupt nicht empfehlen kann ist der Senegal. Warum willst Du da überhaupt hin. Das ist so mit das korrupteste Land das ich kenne. Ich war da zwar fast einen Monat aber ich will da nicht mehr hin. Und von den Grenzübergängen hab ich nur schlechtes gehört. Ich bin von Casamance, im Süden von Senegal über Mali nach Hause gefahren weil ich keinen Bock mehr auf diese korrupten S....hatte. War zwar eine Woche mehr zu fahren aber das war mir egal. Und die Strassen im Senegal sind ne Katastrophe. Wenn´s wenigsten normale Pisten wären. Sind aber Teerstrassen die mehr Schlaglöcher haben als Teer. Sehr ermüdent und macht das Auto kaputt. Mali fand ich klasse. Aber von Tombouctou kann ich auch abraten.
Grüsse Martin
Also ich kann Dir meine Erfahrung vom letzten bzw. diesem Jahr geben.
Ich habe mich in Mauretanien kein einziges Mal unsicher gefühlt.
Man wird halt die ganze Zeit angehalten. Auf der Rückfahrt hab ich mal gezählt. So um die 50 Mal. Die machen das aber zur eigenen Sicherheit. Die wollen immer einen "Fish" sehen. Ein Blatt Papier mit Angaben zur Person und zum Fahrzeug. Wenn man beim nächsten Kontrollpunkt nicht auftaucht suchen sie einen. Auf der Hinfahrt habe ich die Strecke entlang der Bahnlinie nach Atar genommen. Dann runter nach Nouakchott und dann weiter Richtung Bouge, Kaedi und Kankossa und dann querfeldein nach Kayes/Mali. Im Dezember will ich wieder nach Mali fahren, vielleicht auch weiter. Ich werde wohl wieder nach Atar fahren aber diesmal nicht nach Nouakchott sondern weiter durch die Wüste nach Tidjikdja und von da aus nach Mali. Was ich überhaupt nicht empfehlen kann ist der Senegal. Warum willst Du da überhaupt hin. Das ist so mit das korrupteste Land das ich kenne. Ich war da zwar fast einen Monat aber ich will da nicht mehr hin. Und von den Grenzübergängen hab ich nur schlechtes gehört. Ich bin von Casamance, im Süden von Senegal über Mali nach Hause gefahren weil ich keinen Bock mehr auf diese korrupten S....hatte. War zwar eine Woche mehr zu fahren aber das war mir egal. Und die Strassen im Senegal sind ne Katastrophe. Wenn´s wenigsten normale Pisten wären. Sind aber Teerstrassen die mehr Schlaglöcher haben als Teer. Sehr ermüdent und macht das Auto kaputt. Mali fand ich klasse. Aber von Tombouctou kann ich auch abraten.
Grüsse Martin
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
... darf ich fragen, warum?Aber von Tombouctou kann ich auch abraten.
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Hallo
Das ist wohl eher ein persönlicher Punkt.
Ich meinte damit weniger die Sicherheitslage.
Tombouctou war eine vielbesuchte Stadt, gerade zum Jahreswechsel.
Aber seit ein paar Jahren geht der Tourismus wohl akut zurück.
Mit dem einstellen der Flüge von Point Africe wurde das auch nicht besser.
Jetzt ist das einfach so dass die Stadt Tombouctou sagen wir mal 20000 Touristen erwartet.
Jetzt kommen aber nur noch 2000 und folglich haben alle Guides, Souvenirverkäuer etc. keine Arbeit und stürzen sich auf alles was weisse Haut hat. Mir ist das speziell in Mali in den Touristenhochburgen sehr negativ aufgefallen. Ich hab dann auch die ganzen bekannten Plätze gemieden. Aber das muss jeder selbst wissen. Mir persönlich ging das einfach auf den Sack. Aber in anderen Gegenden in Mali so zum Beispiel das Dreieck Bamako, Kita, Kayes hat mir das sehr gut gefallen.
Grüsse Martin
Das ist wohl eher ein persönlicher Punkt.
Ich meinte damit weniger die Sicherheitslage.
Tombouctou war eine vielbesuchte Stadt, gerade zum Jahreswechsel.
Aber seit ein paar Jahren geht der Tourismus wohl akut zurück.
Mit dem einstellen der Flüge von Point Africe wurde das auch nicht besser.
Jetzt ist das einfach so dass die Stadt Tombouctou sagen wir mal 20000 Touristen erwartet.
Jetzt kommen aber nur noch 2000 und folglich haben alle Guides, Souvenirverkäuer etc. keine Arbeit und stürzen sich auf alles was weisse Haut hat. Mir ist das speziell in Mali in den Touristenhochburgen sehr negativ aufgefallen. Ich hab dann auch die ganzen bekannten Plätze gemieden. Aber das muss jeder selbst wissen. Mir persönlich ging das einfach auf den Sack. Aber in anderen Gegenden in Mali so zum Beispiel das Dreieck Bamako, Kita, Kayes hat mir das sehr gut gefallen.
Grüsse Martin
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Reise seit Januar 2011 durch die Gegend (Mauri, Mali, Guinea)
Hier meine Erfahrungen: Sicherheitslage is besser als in Europa
Schlafe meistens im Brousse, hatte bis jetzt kein einziges Problem
Was ist eigentlich in Mauri in den letzten Jahren ueberhaupt passiert? Eine Entfuehrung (Spanier), und das Inzident bei Aleg mit toedlichen Folgen (Franzosen)
also:
Banc d'Arguin - wunderschoen, aber manchmal laestig
Du kannst von Nouakchott problemlos den Strand entlang bis ganz nach St. Louis fahren (240 km, bei Ebbe natuerlich, nicht in einem Stueck machbar) - keine Grenzuebergang!, am KM 100 cca. baut ein Mauri 15 Holzbungalows direkt am Strand)
zu empfehlen auch entlang des Senegalflusses nach Selibaby und dann nach Kayes, Strasse Teer, ausser cca. 30 km Piste gleich nach Rosso
Diama/Rosso - keine Ahnung
Sehr schoene Strecke Kiffa-Kankossa-Kayes
Die Route d'Espoir hinter Kiffa im desolatem Zustand (cca. 100 km, dann wieder gut)
Strecke Atar - Ain Sefra - Tidjikja relativ einfach und einsam
die Bahnstrecke leicht un etwas langweilig
richtung Norden (Zouerate, Bir Mogrein nur fuer Fortgeschrittene)
zwischen Ayoun el Atrous und Grenze nach Nioro offroad schlafen verboten (d.H, die Gendarmen sehen das gar nicht gerne)
Mali: Norden angeblich weniger sicher als Mauri (Nicht meine Erfahrung)
war im August in Timbuctu, keine Probleme (hin ueber Douentza, rueck ueber Niafounke & Sarafere)
Guinee: die Sicherheitssituation kann angeblich schlagartig umschlagen (nicht unsere Erfahrung, waren dort (nur in Fouta Djallon 3 Monate), danach gab es einige Unruhen in der Haupstadt und ein Attentat auf Presidenten)
In Nouakchott (wo ich zur Zeit bin - auberge Les Sultanes, cca. 13 km noerdlich der Stadt, am Strand, N18 13.173 W16 02.149) gab es vor kurzem Unruhen, aber irgenwie kann ich Mauri Unruhen nie ernst nehmen (habe hioer schon 2 Putsch's erlebt)
Alles in allem fuehle ich mich sehr sicher hier, schlafe 80% der Zeit irgendwo da drausse, schliesse mit Lkw nur selten.
Sehr wichtig ist meiner Erfahrung nach allerdings Umgang mit Leuten: immer scheon ruhig, lachen und nie vergessen man ist zur Gast
Viel Spass!
Hier meine Erfahrungen: Sicherheitslage is besser als in Europa
Schlafe meistens im Brousse, hatte bis jetzt kein einziges Problem
Was ist eigentlich in Mauri in den letzten Jahren ueberhaupt passiert? Eine Entfuehrung (Spanier), und das Inzident bei Aleg mit toedlichen Folgen (Franzosen)
also:
Banc d'Arguin - wunderschoen, aber manchmal laestig
Du kannst von Nouakchott problemlos den Strand entlang bis ganz nach St. Louis fahren (240 km, bei Ebbe natuerlich, nicht in einem Stueck machbar) - keine Grenzuebergang!, am KM 100 cca. baut ein Mauri 15 Holzbungalows direkt am Strand)
zu empfehlen auch entlang des Senegalflusses nach Selibaby und dann nach Kayes, Strasse Teer, ausser cca. 30 km Piste gleich nach Rosso
Diama/Rosso - keine Ahnung
Sehr schoene Strecke Kiffa-Kankossa-Kayes
Die Route d'Espoir hinter Kiffa im desolatem Zustand (cca. 100 km, dann wieder gut)
Strecke Atar - Ain Sefra - Tidjikja relativ einfach und einsam
die Bahnstrecke leicht un etwas langweilig
richtung Norden (Zouerate, Bir Mogrein nur fuer Fortgeschrittene)
zwischen Ayoun el Atrous und Grenze nach Nioro offroad schlafen verboten (d.H, die Gendarmen sehen das gar nicht gerne)
Mali: Norden angeblich weniger sicher als Mauri (Nicht meine Erfahrung)
war im August in Timbuctu, keine Probleme (hin ueber Douentza, rueck ueber Niafounke & Sarafere)
Guinee: die Sicherheitssituation kann angeblich schlagartig umschlagen (nicht unsere Erfahrung, waren dort (nur in Fouta Djallon 3 Monate), danach gab es einige Unruhen in der Haupstadt und ein Attentat auf Presidenten)
In Nouakchott (wo ich zur Zeit bin - auberge Les Sultanes, cca. 13 km noerdlich der Stadt, am Strand, N18 13.173 W16 02.149) gab es vor kurzem Unruhen, aber irgenwie kann ich Mauri Unruhen nie ernst nehmen (habe hioer schon 2 Putsch's erlebt)
Alles in allem fuehle ich mich sehr sicher hier, schlafe 80% der Zeit irgendwo da drausse, schliesse mit Lkw nur selten.
Sehr wichtig ist meiner Erfahrung nach allerdings Umgang mit Leuten: immer scheon ruhig, lachen und nie vergessen man ist zur Gast
Viel Spass!
-
florian schmidt
- Beiträge: 225
- Registriert: Mo 1. Aug 2005, 13:10
- Wohnort: würzburg
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Servus,
"..ich fühlte mich sicher..", das lese ich hier sehr oft.
Na klar war Mauretanien gefühlt sicher, sonst wäre es den Berichtenden nicht mehr möglich, hier zu schreiben. Ich würde mich beim Beurteilen der Sicherheitslage lieber auf Fakten verlassen.
Wer sich regelmässig in der mauretanischen Presse informiert, der wird sich Gedanken über allzu sorgloses Reisen dort machen müssen.
Ich möchte bestimmt keine Panik verbreiten, bin ich doch selbst mit Rallyes in Mauretanien unterwegs, sich informieren sollte man sich aber, dann überdenkt man manche Routenplanung wahrscheinlich noch einmal.
Grüße
Florian
http://www.aepn.de
"..ich fühlte mich sicher..", das lese ich hier sehr oft.
Na klar war Mauretanien gefühlt sicher, sonst wäre es den Berichtenden nicht mehr möglich, hier zu schreiben. Ich würde mich beim Beurteilen der Sicherheitslage lieber auf Fakten verlassen.
Wer sich regelmässig in der mauretanischen Presse informiert, der wird sich Gedanken über allzu sorgloses Reisen dort machen müssen.
Ich möchte bestimmt keine Panik verbreiten, bin ich doch selbst mit Rallyes in Mauretanien unterwegs, sich informieren sollte man sich aber, dann überdenkt man manche Routenplanung wahrscheinlich noch einmal.
Grüße
Florian
http://www.aepn.de
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Hallo Andrej,
danke für die wertvollen Infos.
Alternative in Senegal: Empfiehlst Du den Senegal entlang an der Grenze zu Mauretanien oder nördlich der Grenze von Gambia?
Mein erstes Ziel in mali ist eine Ortschaft Foul südlich von Bamako.
Hältst Du eine Rückreise von Timbuktu über Diabata, Kampala, Niono, Markala für gefährlicher?
danke für die wertvollen Infos.
Auch durch den Marais de Toumbos am Atlantik? Oder dort mehr landeinwärts nach Keur Massene?Du kannst von Nouakchott problemlos den Strand entlang bis ganz nach St. Louis fahren
Das geht dann wahrscheinlich zunächst im Bogen über Reiz, Leqceiba und ab Kaedi off-road-Piste. Aber wie denn weiter von Selibaby? Ich sehe nur den Grenzübergang Bilikouate.zu empfehlen auch entlang des Senegalflusses nach Selibaby und dann nach Kayes, Strasse Teer, ausser cca. 30 km Piste gleich nach Rosso
Alternative in Senegal: Empfiehlst Du den Senegal entlang an der Grenze zu Mauretanien oder nördlich der Grenze von Gambia?
Mein erstes Ziel in mali ist eine Ortschaft Foul südlich von Bamako.
Hältst Du eine Rückreise von Timbuktu über Diabata, Kampala, Niono, Markala für gefährlicher?
Der Weg ist das Ziel, die Menschen sind die Medaille ...
http://www.wosus.de
http://www.wosus.de
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Danke Florian, da stimme ich Dir zu, Manchmal spürst Du unterwegs nicht, welcher Gefahr Du entgangen bist und fühlst Dich sicher, aber ich denke doch, dass die meisten wissen, worauf sie sich einlassen und gerade diese Foren helfen uns in der Beurteilung der Lage.
Vor meiner Abreise - Anfang 2012 werde ich aktuelle Informationen zu rate ziehen und hoffe, auch bei Dir nochmals anfragen zu dürfen.
Immer bin ich daran interessiert Gleichgesinnte zu finden, die einen ein Stück des Weges begleiten.
ciao
Wosus
Vor meiner Abreise - Anfang 2012 werde ich aktuelle Informationen zu rate ziehen und hoffe, auch bei Dir nochmals anfragen zu dürfen.
Immer bin ich daran interessiert Gleichgesinnte zu finden, die einen ein Stück des Weges begleiten.
ciao
Wosus
Der Weg ist das Ziel, die Menschen sind die Medaille ...
http://www.wosus.de
http://www.wosus.de
Re: Mauretanien - schnell durch oder geniessen?
Nur direkt am Strand entlang, letzte Ausfahrt (die ich selbst erprobt habe) ist Tiguent, suedlicher kanns/sollst du nicht versuchen zu ueberqueren (nach keur Massene z.B), auf Google Earth sieht man etliche Pisten, ob und wann sie befahrbar sind weiss ich leider nichtAuch durch den Marais de Toumbos am Atlantik? Oder dort mehr landeinwärts nach Keur Massene?
Die neue Teerstrasse Roosso - Legceiba, Boque ist auf meinen Karten noch gar nicht eingezeichnet, kein Wunder die Strasse ist nagelneu. Grenzuebergang heisst Melgue, SOE von Selibaby (kann dir GPS WPs schicken)Das geht dann wahrscheinlich zunächst im Bogen über Reiz, Leqceiba und ab Kaedi off-road-Piste. Aber wie denn weiter von Selibaby? Ich sehe nur den Grenzübergang Bilikouate.
andrej.morovic/add/guest.arnes.si
Senegal meide ich wegen Carnet-GeschichtenAlternative in Senegal: Empfiehlst Du den Senegal entlang an der Grenze zu Mauretanien oder nördlich der Grenze von Gambia?
viel Spass, wo liegt Foul genau?Mein erstes Ziel in mali ist eine Ortschaft Foul südlich von Bamako.
Offenbar benutzen wir nicht die gleichen KartenHältst Du eine Rückreise von Timbuktu über Diabata, Kampala, Niono, Markala für gefährlicher?
Zu Florian: klar nicht Kopflos losfahren, aber bitte auch nicht vergessen das es in jeder Deutschen Stadt woechentlich mehr Auslaenderueberfaelle (das sind wir ja auch, wenn wir ins Ausland reisen) und sonstige Gewalttaten gibt als in ganz Mauretanien im ganzen Jahr! Gerade in Mauritanien verlaufen sogar die regelmaessigen Putschs (zwei Familien ringen seit Jahrzenten um Macht) friedlich...
Im Verlauf der Jahre habe ich es erlernt meinem Gefuehl viel mehr Glaube zu schenken als irgendwelchen Presse "Meldungen" oder gar Reisewarnungen
aber hey
jedem das seine




