Äthiopien | Überfall mit Toten am Erta Ale

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hako
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von hako »

PeterM hat geschrieben:Weiter zur Faktensuche: Ich habe in österreichischen Medien de Zahlen 20 und 27 auch gelesen, auch, dass die Diamir-Gruppe 20 Personen umfasst haben soll. Das Interview und Infos an steffen scheinen die zumindest 2 Gruppen zu bestätigen. Weiß jemand, wie diese "Hütten" verwaltet wurden? ..wird ganz ohne Wissen/Zustimmung der Afar ja nicht möglich sein?

Grüsse
Peter
Am Kraterrand (Gipfel) des Erta Ale sind einige wenige "Hütten". Nach meiner Erinnerung 2 mit Dach, und
einige Steinsetzungen ( Hütten ohne Dach ) als Windschutz bei den Übernachtungen.
Die Vorgehensweise war in etwa so: Anfahrt über Lavafelder bis zum Fuss des Erta Ale. Dort stehen
ca.5 Hütten, in denen aber nicht übernachtet wurde. Aufstieg in etwa 3h bei Dunkelheit ( nicht so warm ) an
den Kraterrand und dort Übernachtung mit Blick auf den leuchtenden Vulkan. Am frühen Vormittag wieder
Abstieg zu den Fahrern und Fahrzeugen am Fuss des Berges.
Die Übernachtung am Kraterrand hat in den Windschutzhütten ein paar Euro gekostet, die dort
direkt von den Afar kassiert wurden.
Wenn der Überfall so abgelaufen ist, hat er wahrscheinlich oben stattgefunden.

[Leider schaffe ich es nicht hier ein paar Bilder reinzusetzen......
Alexander
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Alexander »

hako hat geschrieben:[Leider schaffe ich es nicht hier ein paar Bilder reinzusetzen......
Hier sind die Bilder:

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Die Nachtaufnahme der Lava ist besonders beeindruckend. Danke hako.

Grüsse
Alexander
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Birgitt
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Äthiopien - Umgang mit Risiken bei den Afar-Nomaden

Beitrag von Birgitt »

Wolfgang Smuda hat geschrieben:Müller-Mahn, Detlef; Rettberg, Simone: Weizen oder Waffen? Umgang mit Risiken bei den Afar-Nomaden in Äthiopien. In: Geographische Rundschau 59/10, 2007, 40-47.
Wer daran interessiert ist, kann sich den Artikel für 2,50 € unter nachfolgendem Link im Netz bestellen:
Nomaden gelten als Meister der Anpassung. Über Jahrhunderte haben sie gelernt, in Wüsten oder Gebirgen zu überleben, ausgedehnte Trockenheiten und Hungerkrisen zu überstehen und flexibel auf unsichere politische Verhältnisse zu reagieren. Die Bewältigung existentieller Risiken war für sie nicht auf Extremsituationen beschränkt, sondern gehörte zum normalen Alltag. Doch mit der gegenwärtigen Transformation des Nomadismus verändert sich auch der Umgang mit Risiken. Im folgenden Beitrag soll am Beispiel der Afar in Äthiopien diskutiert werden, welche Auswirkungen die jüngsten geopolitischen Umbrüche in der Region am Horn von Afrika, die veränderte Rolle des Staates und die Interventionen ausländischer Hilfsorganisationen auf die nomadischen Gruppen in diesem Gebiet haben.
Weizen oder Waffen - Umgang mit Risiken bei den Afar-Nomaden in Äthiopien
Geographische Rundschau - Heft 10/2007


Danke, Wolfgang, für diesen Hinweis!



Hier noch einige Artikel zum Überfall auf die Reisegruppe

Ethiopia attack: British survivor endures 12-hour ordeal on volcano
19.01.2012 - Guardian

Angst der Afar / Neue politische Formierungen machen die Lage unübersichtlich
21.01.2012 - SZ


Gruß
Birgitt
Kuno
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Re: Äthiopien - Überfall am Ertale - Bericht einer Salzburge

Beitrag von Kuno »

Birgitt hat geschrieben:
Eine Salzburgerin hat den Überfall auf eine Touristengruppe in Äthiopien aus geringer Entfernung erlebt.
Danke fuer diesen und die folgenden interessanten Links, Birgit.

Den von "der Salzburgerin" habe ich durchgelesen - die war zwar auf dem Krater und ist beim Abstieg der anderen Gruppe begegnet. Vom Ueberfall hat sie aber nichts erlebt und schon gar nicht aus naechster Naehe. Das ist wie die Kreuzung, ueber die ich vorgestern gefahren bin und w es dann gestern zu einem Zusammestoss zweier Autos kam...

...da hat man der Dame wahrscheinlich etwas in den Mund gelegt, was sie so gar nicht zum Ausdruck gebracht hatte :shake:
Joe Pichler
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Joe Pichler »

Hallo Forum!
Wir waren 5 Tagen vor dem Unglück am Erta Ale und haben nichts von einer angespannten Situation gespürt. In Ahmadile gab es zwar mehr Militär als 2006. Laut Auskunft unseres Guides sind die aber hier um die die Arbeiter der Potash Konzerne zu schützen. Allana Potash aus Kanada hat Ihnen Hummer Militärgeländewagen gesponsert.
Mit Erschrecken habe ich nach meiner Rückkehr unzählige Artikel über die Tragödie am Erta Ale in Äthiopien gelesen. Äthiopien wird hier als eines der gefährlichsten Ländern der Erde dargestellt wird. Alle möglichen und unmöglichen Experten kommen zu Wort. Es wurde sogar der Deutsche Extremreisende Rüdiger Nehberg zitiert, seine Reise war allerdings in den 70iger Jahren. Jeder der in der letzten Zeit Die Danakil bereiste wird in den meisten Berichten als verantwortungslos handelnder, lebensmüder Adrenalinjunkie dargestellt. Sepp Friedhuber, ein erfahrender Reisender und auch guter Kenner von Afrika hat mir den folgenden Link gesendet. Für mich die bisher beste Berichterstattung über den Vorfall. Nicht von irgendeinem Schreiberling, der Äthiopien nur von der Landkarte und von K.H. Böhms Spendenaufrufen kennt. Sondern von Wolbert G.C. Smidt, er lehrt Geschichte und Kulturwissenschaften an der Universität Mekelle (Die größte Stadt in der Nähe der Danakil).
http://www.taz.de/Ermorderte-Europaeer- ... en/!86067/
Auf meiner Homepage gibt es ein paar Bilder der Reise.
Schöne Grüße
Joe Pichler
http://www.josef-pichler.at
der auf 2 Rädern die Welt bereist
Birgitt
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Äthiopien - Entführer melden sich - ARDUF - Geiseln wohlauf

Beitrag von Birgitt »

Die zwei in Äthiopien vermissten Deutschen sind offenbar in den Händen äthiopischer Rebellen: Die „Vereinigte Revolutionär-Demokratische Front von Afar“ teilte am Montag mit, die beiden seien bei guter Gesundheit.
Äthiopische Rebellen bekennen sich zu Entführung von Deutschen
23.01.2012 - FAZ
An Ethiopian government official said the attack was carried out by an armed group of between 30 and 40 men. Arduf also denied an Eritrean role in the attack and said Ethiopian troops had killed the tourists during a battle.
Ethiopian rebel group: kidnapped tourists are in good health
23.01.2012 - Guardian

Guardian schreibt, dass Lt. ARDUF Eritrea nicht in den Vorfall verwickelt war. Die Touristen seien umgekommen, als äthiopische Truppen das Feuer im Kampf gegen die Rebellen bei dem Überfall eröffnet hätten.

Gruß
Birgitt
Wolfgang Smuda
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Wolfgang Smuda »

Hier noch eine Seite mit etwas mehr Informationen

Grüße Wolfgang

Ethiopian rebels claim responsibility for volcano attack
Ethiomedia.com | January 22, 2012

SEATTLE (Ethiomedia) - Ethiopian rebels on Sunday said they were responsible for the January 17 attack near the famed Arta-Ale Volcano but blamed Ethiopian forces for the deaths of five European nationals.
The Afar Revolutionary Democratic Unity Front (ARDUF), a rebel group fighting for greater autonomy for their region, said a battle broke out when their patrolling unit came under attack by Ethiopian forces.
ARDUF said 16 Ethiopian soldiers were killed, about a dozen others wounded and an unspecified number taken captive.
Afars are ferociously proud of their hospitable culture, and sent out messages of condolence to the families who lost their loved ones.
"We regret the death of those innocent civilians. ARDUF would like to convey its sincere condolence and sympathy to the families and relatives of dead peaceful tourists," the Front said.
ARDUF also said the German nationals as well as Ethiopian soldiers, whom it said were in safe hands, would be released once peaceful mediation was conducted by Afar elders.
Though Ethiopia accuses Eritrea of the attacks, ARDUF categorically denied of Eritrean government involvement.
"The fighting occurred between ARDUF and TPLF led Ethiopian forces. Both European Nationals and Ethiopian soldiers were killed in battle with ARDUF. Therefore Ethiopian accusation of Eritrea of arming and training Afar Rebel (ARDUF) is baseless and unfounded," it said.
ARDUF said the European nationals were killed by Ethiopian forces who were accompanying them.
Showing a footage of European nationals on state-owned Ethiopian TV while saying nothing about the soldiers killed and captured by ARDUF was aimed at criminalizing us first and exonerating the criminals second, ARDUF said.
"We can also confirm that European Nationals were absolutely killed by the Ethiopian forces who were accompanying them. TPLF–State-ETV [state-owned tv] showing only European Nationals on TV, while they kept their dead soldiers and injured secret in order to criminalize us first, illegalize our legitimate political demand second; and to terrorize Afar people in the region further in the name of fighting terrorism ," the rebels said in their statement.
ARDUF had about seven times captured foreign nationals who had ventured into the Danakil Depression but had released their captives without any harm whatsoever.
The latest deadliest attack has sparked fears that the two neighboring countries may go back to war reminiscent of the 1998-2000 war in which over 70,000 soldiers were killed from both sides.

Ethiomedia.com - An African-American news and views website.
Copyright 2012 Ethiomedia.com. Email: editor@ethiomedia.com
schu achbar ?

Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von schu achbar ? »

Hört sich unglaubwürdig an.
Jetzt will die autonome Terrortruppe es der Armee in die Schuhe schieben.
Wie kam das denn ?
Wurden die Touris entführt u. sind durch friendly fire getötet worden ?
Nein, kann auch nicht sein, sie wurden doch aus nächster Nähe getötet.
Hatten die Afar vielleicht Stress untereinander, alles lief schief, jetzt hat man sich eine story für die Öffentlichkeit ausgedacht ?
Wer weiss ob die Wahrheit jemals rauskommt.
Der Prof. lag jedenfalls gründlich falsch.
Alexander
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Alexander »

Angeblich gibt es Nachricht von den Entführern. Den Entführten soll es - den Umständen entsprchend - gut gehen.

Entführte Deutsche sollen wohlauf sein

Die in Äthiopien entführten Deutschen sind nach Angaben der Rebellen unverletzt. Das Auswärtige Amt bestätigte das nicht.

Die in Äthiopien entführten deutschen Touristen sind einer Rebellengruppe zufolge wohlauf und können nach Verhandlungen freigelassen werden. "Wir können bestätigen, dass die deutschen Staatsbürger, die zusammen mit den äthiopischen Soldaten entführt wurden, in Sicherheit und bei guter Gesundheit sind", hieß es in einem Schreiben der Rebellen, das am Montag vorlag und das Datum vom Samstag trug. mehr...

Grüsse
Alexander
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Birgitt
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Entführer werfen Regierung vor, Krieg mit Eritrea anzuzettel

Beitrag von Birgitt »

Eine äthiopische Rebellen-Gruppe behauptet, die äthiopische Regierung verhindere die Freilassung der in der Danakilwüste entführten deutschen Touristen ... "Wir sind mehr als gewillt, sie freizulassen. Aber die äthiopischen Behörden tun nichts anderes, als diese Bemühungen zunichte zu machen, um ein plausibles Alibi für einen Krieg mit dem benachbarten Eritrea zu haben", heißt es in einer Erklärung, die die Afar Revolutionary Democratic Unity Front (Arduf) am Freitag per E-Mail verschickte.
Deutsche Geiseln in Äthiopien werden zum Spielball
29.01.2012 - Standard


In diesem Zusammenhang ganz interessant das Posting - einschließlich der Kommentare - bei "Abugida Ethiopian American Information Center":

Tourism is Dangerous in Ethiopia Thanks to Meles Zenawi
28.01.2012 - abugidainfo - by Amanuel Biedemariam

Gruß
Birgitt
Kuno
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Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von Kuno »

Gab es eigentlich mittlerweile einen Kontakt zu den Geiseln?
schu achbar ?

Re: Äthiopien - Entführung mit Toten am Erta Ale (DE, AT)

Beitrag von schu achbar ? »

Schrieb die ARDUF nicht am Freitag vor 4 Tagen, sie wolle die Geiseln, pardon - die aus Versehen Mitgenommenen, gern heimschicken ?
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